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erste Steuererklärung für minderjährigen Azubi

 
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else
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BeitragVerfasst am: 18.03.2017, 14:45    Titel: erste Steuererklärung für minderjährigen Azubi Antworten mit Zitat

Hallo,
es passt zwar nicht direkt hier ins Forum, aber nachdem hier so viele Spezialisten sitzen, wollte ich mal fragen:
Mein gesunder Sohn (noch Minderjärig) ist seit letztem Jahr in Berufsausbildung und möchte das erste Mal eine Steuererklärung machen.
Wir bekommen für ihn noch Kindergeld bis zum Ende der ersten Ausbildung.
Darf ich ihn jetzt in unserer Steuererklärung noch als Kind angeben, wenn er selbst eine eigene macht?
Wir zahlen weiter seine privaten Versicherungen, außergewöhnliche Belastungen (grüne Rezepte) usw., darf ich die bei uns ansetzen? Durch unser behindertes Kind sind wir immer über der zumutbaren Belastungsgrenze.
Er würde dann nur die eigenen Werbungskosten (Fahrtkosten) ansetzen.
Danke für Eure Hilfe
Grüße
Else
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Emma1909
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BeitragVerfasst am: 18.03.2017, 20:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Else,

Warum möchte dein Sohn eine Steuererklärung machen ?

Verdient er in seiner Ausbildung so viel, dass er schon Steuern zahlt ? Dann macht eine Steuererklärung Sinn ansonsten nicht.

Bei den anderen Fragen kann ich dir leider nicht helfen, aber solche Fragen beantwortet gerne euer Finanzamt.
Viele Grüße
Emma
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kati543
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BeitragVerfasst am: 19.03.2017, 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
also erstmal das offensichtliche kann ich dir beantworten.
Da das Kindergeld eine vorgezogene Steuerrückerstattung ist (das Existenzminimums eines Kindes darf nicht besteuert werden), hast du dir deine Frage schon selbst beantwortet. Bekommst du Kindergeld, MUSST du dein Kind in deiner Steuererklärung in der Anlage K mit weiterführen. Du bist diejenige, die seine Kosten trägt.
Nun stellt sich mir auch die Frage, warum ein minderjähriger Azubi eine Steuererklärung machen will. Das sehe ich eher als Problem an.
LG
Katrin

_________________
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühkindlicher Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühkindlicher Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)
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Michaela44
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BeitragVerfasst am: 19.03.2017, 11:28    Titel: Antworten mit Zitat

kati543 hat folgendes geschrieben:

Nun stellt sich mir auch die Frage, warum ein minderjähriger Azubi eine Steuererklärung machen will. Das sehe ich eher als Problem an.


Ich sehe da keinen Unterschied zwischen Minderjährigen und Erwachsenen. Eine Steuererklärung lohnt sich zum Beispiel immer dann,
- wenn abzugsfähige Aufwendungen höher als die Pauschalen sind oder
- wenn man nicht das ganze Jahr Einkünfte oder Jahressonderzahlungen wie Weihnachtsgeld hatte und der Arbeitgeber die Steuer nicht zum Jahresende angleicht oder
- man Freibeträge ansetzen kann, die nicht automatisch berücksichtigt werden und die man nicht auf die Lohnsteuerkarte hat eintragen lassen (z. Bsp. Behindertenpauschbetrag)
- man vergessen hat, seinen Banken Freistellungsaufträge zu erteilen
- man eine Riesterrente hat (da gibt es doch einen extra Bogen in der EStErklärung, ich weiß aber nicht, ob das Pflicht ist)
.....
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Michaela44
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Beiträge: 155

BeitragVerfasst am: 19.03.2017, 11:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ja, was die Versicherungen etc. angeht : ich denke, dass er die selber ansetzen muss. Meines Wissens dürfen Eltern die bei der eigenen Steuererklärung gar nicht angeben, auch dann nicht, wenn das Kind noch nichts verdient. Man kann nur die Ausgaben des Steuerpflichtigen angeben (Ausnahme womöglich bei den außergewöhnlichen Belastungen). Oder habe ich das falsch verstanden? Wäre bei mir ohnehin egal, da ich mit meinen Beiträgen zur GKV schon über dem maximal absetzbaren Betrag bin und weitere Versicherungen dann ja nicht mehr berücksichtigt werden.
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Kaja
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Beiträge: 6608

BeitragVerfasst am: 19.03.2017, 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Else,

wann ein Arbeitnehmer eine Einkommensteuererklärung abgeben muss, ist in § 46 EStG geregelt

https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__46.html

Darüber hinaus kann eine Erklärung abgegeben werden. Das ist grundsätzlich nur dann sinnvoll, wenn überhaupt ein Lohnsteuerabzug erfolgt ist. Hat dein Sohn keine Lohnsteuer gezahlt, kann die freiwillige Abgabe der Steuererklärung dann sinnvoll sein, wenn die Aufwendungen für die Ausbildung höher sind als die Einkünfte. Das führt zu Verlusten, die in das nächste Jahr vorgetragen werden.

Ihr könnt den Behindertenfreibetrag nur nutzen, wenn euer Sohn ihn nicht in Anspruch nimmt. Versicherungen, Krankheitskosten u.ä. dürft ihr bei euch berücksichtigen, wenn ihr die Kosten getragen habt. Das ist vor einigen Jahren geändert worden.

https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__10.html

Zitat:
Als eigene Beiträge des Steuerpflichtigen werden auch die vom Steuerpflichtigen im Rahmen der Unterhaltsverpflichtung getragenen eigenen Beiträge im Sinne des Buchstaben a oder des Buchstaben b eines Kindes behandelt, für das ein Anspruch auf einen Freibetrag nach § 32 Absatz 6 oder auf Kindergeld besteht.

http://www.steuerlinks.de/richtlini.....inie/estr-2005/r33.1.html

Zitat:
§ 33 EStG setzt eine Belastung des Stpfl. auf Grund außergewöhnlicher und dem Grunde und der Höhe nach zwangsläufiger Aufwendungen voraus. Der Stpfl. ist belastet, wenn ein Ereignis in seiner persönlichen Lebenssphäre ihn zu Ausgaben zwingt, die er selbst endgültig zu tragen hat. Die Belastung tritt mit der Verausgabung ein. Zwangsläufigkeit dem Grunde nach wird in der Regel auf Aufwendungen des Stpfl. für sich selbst oder für Angehörige i.S.d. § 15 AO beschränkt sein

Viele Grüße Kaja
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else
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Beiträge: 707

BeitragVerfasst am: 19.03.2017, 15:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
Vielen Dank für Eure Antworten. Damit habt Ihr mein Hauptanliegen schon beantwortet.
Mein "gesunder" Sohn hat ca. 150,- Lohnsteuer gezahlt. Er hat einen der begehrten Ausbildungsplätze beim besten AG hier ergattert. Bin total stolz. Die LSt müsste er eigentlich voll zurückerstattet bekommen, weil er in der ersten Jahreshälfte noch Schüler war, deshalb möchte er die Erklärung machen. Oder hat es Nachteile, dass er dann immer eine abgeben muss?
Ansonsten darf ich dann, wenn ich richtig verstehe, die außergewöhnlichen Belastugen von ihm auch noch angeben, dass ist gut, weil wir sind eben immer über der Grenze und er hat ja nicht soviele Rechnungen, dass er allein drüber käme.

Den Behindertenfreibetrag hat mein anderes Kind und der wird leider nie irgend etwas arbeiten können, auch nicht in einer WMbf.

Viele Grüße
Else
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Regina Regenbogen
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Wohnort: Ostfriesland

BeitragVerfasst am: 20.03.2017, 12:14    Titel: Antworten mit Zitat

else hat folgendes geschrieben:
Die LSt müsste er eigentlich voll zurückerstattet bekommen, weil er in der ersten Jahreshälfte noch Schüler war, deshalb möchte er die Erklärung machen. Oder hat es Nachteile, dass er dann immer eine abgeben muss?


Nein, alles gut. Wir haben für unsere damals 16-jährige Tochter für das Jahr vor ihrem Ausbildungsbeginn eine Steuererklärung gemacht, weil sie einen Ferienjob auf einer Insel gemacht hat und dabei Lohnsteuer abgeführt wurde (ca. 140€). Die hat sie komplett wiederbekommen. Sie hat zwar jetzt eine Steuernummer, aber sie braucht deswegen nicht immer eine Steuererklärung abgeben. Wink Sie wird auch weiterhin noch bei uns als Kind geführt (auch mit 19 Jahren, weil wir noch Kindergeld beziehen für sie) und ihre aussergewöhnlichen Belastungen laufen ebenfalls bei uns mit.

_________________
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese
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