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Aggressivität in der Schule
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Verena2010
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 17:55    Titel: Aggressivität in der Schule Antworten mit Zitat

Wir haben immer mehr aggressives Verhalten in der schule.
Manuel ist 14 und geht im 1. Jahr in die Oberstufe seit letztem Sommer.
Seit Mitte der Mittelstufe kommt es immer wieder zu agressivem Verhalten seitens Manuel.
Meiner Meinung nach hat dies immer ein Grund. Bisher konnte dies nicht festgestellt werden.
Heute ist es sehr schlimm gewesen, hier der Text aus dem Mitteilungsheft :
Es gab zu Beginn der 1. Pause einen schlimmen Vorfall:
Manuel wurde aufgrund seines heftigen störverhaltens beim Frühstück ein Computerverbot ausgesprochen. Als er daraufhin aufgefordert wurde von der Fensterbank zu kommen, zog er mir an den Haaren, schlug mir die Brille herunter, zog mich zu Boden, trat nach mir. Gleiches traf eine andere Lehrerin und 2 Mitschüler die helfen wollten. Nur mühsam konnte Manuel beruhigt werden.
Sehen Sie eine Erklärung für dieses gefährliche Verhalten?

Deswegen darf er morgen nicht in die schule, dort wird morgen Karneval gefeiert. Er soll daraus lernen das das so nicht geht.

.......
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Karo B.
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Oh je Shocked

Siehst du eine Erklärung? Ein Computerverbot ist keine Entschuldigung für dieses Verhalten.

Ich denke, dass es eine Klassenkonferenz geben wird, evtl. sogar mit der Entscheidung, dass er für eine gewisse Zeit suspendiert wird oder der Schule verwiesen wird. Ein körperlicher Angriff auf eine Lehrkraft ist wirklich schwerwiegend. Da hat dein Sohn eine Grenze überschritten und anscheinend jeglichen Respekt gegenüber der Lehrkraft.

Allerdings kenne ich eure Geschichte nicht....

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Viele Grüße
Karo mit Tochter *2008, Entwicklungsstörung, Lernbehinderung, ADS, V. a. atypischen Autismus
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Bettina C.
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Verena,

da kommt wohl einiges zusammen...Auf mich wirkt es so, dass Manuel sein störendes Verhalten selber gar nicht so wahrnimmt. Könnte das sein ? Er wird dann natürlich auch die Konsequenzen nicht verstehen ( PC - Verbot ). Ich denke, dass man das alles für ihn nachvollziehbarer gestalten muss. Ich nehme an, dass er auf eine Förderschule geht ? Und natürlich muss die Schule da auch handeln, obwohl ich das Versäumnis/mangelnde Verständnis absolut auf Lehrer Seite sehe. Aber nun ist ja das Kind schon in den Brunnen gefallen, und man muss eine Grenze ziehen. Geht Manuel in eine Autismus - Therapie ? Könnte er einen Schulbegleiter bekommen ? Ich sehe da ganz viel Bedarf bei ihm. Es müsste jemand an seiner Seite sein, der ihm das erklärt, was man von ihm will, denke ich. Wie schaut es leistungsmäßig aus ? Ich finde den Spruch sehr passend :

Wenn ein Kind Probleme macht, hat es welche !

VG, Bettina

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Betty, Asperger - Autistin & B., *2005, HFA F.84.0,Teilleistungsstörung/Koordination, Einschränkung der Visuomotorik, Dysdiadochokinese, stark eingeschränktes Kurzzeitgedächtnis. Und das tollste Kind Smile
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Verena,

warum fragen sie Dich, Du warst doch nicht dabei? Die Frage wäre, was genau das "Störverhalten" war, das zum Computerverbot geführt hat und zu der zusätzlichen Aufforderung,von der Fensterbank runter zu kommen.

Wenn es zb stereotypes Verhalten war, oder Störverhalten aufgrund empfundenem (!) Strukturmangel oder sonstiger Überforderung, dann eskaliert es halt leicht, wenn einfach ein Verbot oder ein Schimpfen kommt - wenn man das ganze nicht auflöst, das Problem nicht behebt, dem Kind keine Alternative anbietet, dann kann es sich selber halt manchmal nicht besser "helfen", und tickt aus.
Autismus ist ganz wesentlich eine Behinderung in der Kommunikation - das kann das Kind halt nicht alleine wuppen.
Natürlich darf er niemand angreifen, aber er hatte wohl keine Alternative gesehen.

Versuche, genau zu erfahren, was dem Austicker voraus ging.

Nutzen sie in der Schule UK, Visualisierungshilfen, Teacch?


Wie wichtig ist das Computerspielen für ihn? Ist das für ihn eine überzogene Strafe, weil er das sehr mag? Kann er eine soweit vom "Störverhalten" wegliegende Konsequenz nachvollziehen?

Grüße

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Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch) und Tochter
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Karo B.
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BeitragVerfasst am: 23.02.2017, 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

entschuldige bitte. Mir war nicht kenntlich, dass er Autist auf einer Förderschule ist. Da du von einer Oberstufe schriebest, ging ich von einer Regelschule aus.

Damit sieht die ganze Sache natürlich anders aus.

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Verena2010
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BeitragVerfasst am: 24.02.2017, 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

@karo: nein ich sehe keine Erklärung. Zuhause haben wir solche Probleme nicht. Er hat frühkindlichen Autismus und ein IQ von ca 50.
Er versteht sicherlich so einiges nicht. Respekt denke ich versteht er auch nicht. Bei ihm hat es immer ein Grund wenn er sowas tut.

@bettina:ja er geht auf eine Förderschule für geistige Entwicklung. Und Autismus Therapie hat er seit mehr als 10 Jahren.
Wir haben deswegen schon nach einer Begleitung gefragt aber die bekommt er nicht.

@Engrid: keine ahnung warum die mich fragen. Werde versuchen alles rauszukriegen.
Manuel hat ein talker leider ist er technisch so versiert das er ihn in minuten unbrauchbar macht. So das man ihn nicht nutzen kann.
Die kk weigert dich mittlerweile ihn zu reparieren.
Gebärden lehnt er ab. Karten werden nur noch genutzt. Aber wenn er einmal in so rüber Phase steckt. Ist das bißchen Sprache vergessen und die Karten egal.
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IlonaN
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BeitragVerfasst am: 24.02.2017, 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

traurig das sie dich fragen als erstmal zu schauen ob es Faktoren die in der Schule Auslöser sein könnten. Natürlich kommt nun auch die Pubertät dazu. Mein PS ist seit er so ca. 14,5 Jahre ist auch kaum noch händelbar. Er hat einen IQ von 42 und man erreicht ihn kaum. Wir mussten leider zu Medis greifen, was die schlimmsten Atacken aufhält.. KJP lehnt Therapie wegen fehlender Mitarbeitsmöglichkeit und damit fehlenden Therapieerfolg ab. -grr- Wir werden unseren Jungen nun leider bald in eine Einrichtung geben müssen. Er ist jedoch kein Autist. Unsere Autistin war da in dem alter deutlich händelbarer, wenn auch durchaus schwierig. Ihr ha tgeholfen das man intelektuell an sie besser herankam.
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Michaela44
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BeitragVerfasst am: 24.02.2017, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Verena,
kann es sein, dass die Lehrerin ihn angefasst hat, um ihn von der Fensterbank zu holen? So ähnlich war es einmal bei uns. Mein Sohn fühlte sich zu unrecht bestraft, konnte das aber nicht verbalisieren. Als nächstes hatte ihn der Lehrer am Arm gepackt und wollte ihn vom Schulhof ziehen (Verlassen des Schulhofes war die Strafe, es ging die ganze Zeit keine Gefahr von ihm aus). Das ging für meinen Sohn gar nicht und er hat um sich geschlagen, um sich zu befreien. Da hieß es auch, mein Sohn schlägt Lehrer, dabei hatte dieser die körperliche Auseinandersetzung angefangen. Manchmal merken die Lehrer nicht, wenn sie gegenüber einem Autisten eine Grenze überschreiten, da sie für andere Kinder noch lange nicht erreicht ist.
Gut finde ich, dass die Lehrer bei dir nachfragen (auch wenn du keine Antwort geben kannst) anstatt deinen Sohn zu verurteilen.
Viele Grüße
Michaela
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Verena2010
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BeitragVerfasst am: 24.02.2017, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Details kenne ich leider nicht, aber was du sagst hört sich sehr wahrscheinlich an.
Wenn wir den Termin hatten sage ich euch Bescheid.
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Engrid
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BeitragVerfasst am: 24.02.2017, 16:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Verena,

lehnt er seinen Talker ab, oder warum/wie macht er ihn unbrauchbar?

Klingt für mich so, als wäre es wichtig, neue Wege zu gehen, Manuels Kommunikation zu fördern. Wenn er technisch versiert ist, dann tun sich da sicherlich Wege auf (häufig wird der Talker nicht wirklich als Kommunikationsmedium, sondern zu direktiv genutzt vom Umfeld).
Das rezeptive Sprachvermögen scheint ja ganz gut zu sein bei Deinem Sohn?


Manchmal liegt einiges auch an den Personen, sprich Lehrer u.a. Sind nicht alle gleich gut im Deeskalieren und es können auch nicht alle gleich gut nonverbale Schüler "lesen".
Vielleicht mal informell bei Lehrern der Unterstufe nachfragen? Wink

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Engrid

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