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Grundpflege bei Behandlungspflege
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BeitragVerfasst am: 09.07.2016, 13:53    Titel: Grundpflege bei Behandlungspflege Antworten mit Zitat

Hallo,

kann mir jemand diesen Satz erklären:

Soweit zusätzlich Pflegesachleistungen bezogen werden oder beantragt sind, weisen wir bereits jetzt auf folgendes hin:
Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass von der Behandlungspflege die Hälfte des Zeitaufwandes für die Grundpflege - reduziert um die verrichtungsbezogenen krankheitsspezifischen Pflegemaßnahmen- abzuziehen sind.

Gerade den Satz zwischen den Bindestrichen verstehe ich nicht so recht.

Denn eigentlich interpretiere ich, daß hälftig das Pflegegeld bei Behandlungspflege abgezogen wird.
Und wie ist das zu handhaben, wenn nur stundenweise Behandlungspflege gemacht wird (keine 24 Std.) bzw. die Grundpflege z. T. selbst gemacht wird, auch wenn PD da ist.

Danke
Anne

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Benedict 06/99, Osteopathia striata, Z. n. Analatresie,neurogene Blasenentleerungsstörung, tracheotomiert, re. blind., Syndakt. beider Hände, Fibulaapplasie beidseits, Makrocephalie, Gaumenspalt, Skoliose, Kleinwuchs, Epilepsie u. e. mehr
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Kaja
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BeitragVerfasst am: 09.07.2016, 14:17    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anne,

die KK beruft sich auf dieses Urteil

http://juris.bundessozialgericht.de.....11723&pos=4&anz=5

das m. E. aber nur bei einer 24-Stunden-Pflege zur Anwendung kommt, bei der der Pflegedienst zwangsläufig Grundpflege miterledigt.

Viele Grüße Kaja
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BeitragVerfasst am: 09.07.2016, 15:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Kaja,

an das von Dir zitierte Urteil habe ich auch gedacht - kannte es aber nur vom Hören.

Habe es mir nun durchgelesen, verstehe aber nicht alles.

Ich versuche jetzt mal in einfaches Deutsch zu übersetzen und Du sagst mir, ob ich das richtig verstehe - ja ? Wink

Wenn jemand 24 Std. Behandlungspflege verordnet bekommen hat, und z. B. 240 min. Grundpflege benötigt, bezahlt die KK 120 min. dieser Zeit und 120 min. die Pflegekasse.
Sind in dieser Zeit aber z. B. Kompressionsstrümpfe an/auszuziehen werden die abgezogen - von der Zeit der Pflegekasse, also der KK dazugerechnet.
Und die Krankenkasse würde dann 20 Stunden Behandlungspflege an den PD zahlen.

Wenn jetzt aber ein Angehöriger einen Teil der Grundpflege verrichtet, wie ist das dann mit dem Pflegegeld?
Oder bezieht sich das Urteil nur auf Fälle, in denen der PD die ganze Grundpflege verrichtet?

Ich finde das sehr schwer zu verstehen. Embarassed

Danke
Anne

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Kaja
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BeitragVerfasst am: 09.07.2016, 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Anne,

vielleicht ist diese "Übersetzung" nachvollziehbarer:

http://www.zgd-gmbh.de/de/heimbeatm.....en_behandlungspflege.html

Zitat:
In diesem Urteil führt der 3. Senat (!) u.a. aus:

"Pflegebedürftige, die Anspruch auf häusliche Krankenpflege gegenüber der Krankenkasse und auf Leistungen der sozialen Pflegeversicherung haben, besitzen bei verrichtungsbezogenen Maßnahmen der Behandlungspflege ein Wahlrecht, ob sie eine Zuordnung der Behandlungspflege zur Grundpflege wünschen oder nicht; sie üben dieses Wahlrecht aus, wenn sie Pflegegeld, Pflegesachleistungen oder Kombinationsleistungen bei der Pflegekasse beantragen."

Mit anderen Worten: Der Patient hat das Wahlrecht zwischen Pflegegeld- und Pflegesachleistungen oder Kombileistungen. Entscheidet er sich jedoch für Pflegegeldleistungen stellt sich die Frage, wie dann aufgrund des neuen Urteils vom 17.06.2010 zu verfahren ist. In diesem Fall kann die von einem Angehörigen erbrachte Grundpflege (Laienpflege) im Ergebnis wohl kaum zu einer zeitlichen Verechnung mit der krankheitsspezifischen Behandlungspflege (Fachpflege) führen.

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewt.....pic.php?p=1846667#1846667

https://openjur.de/u/306510.html

Zitat:
Bei Beatmungspflegepatienten, die einer 24-stündigen Beatmungspflege durch ein qualifiziertes Pflegepersonal bedürfen, kommt eine Anrechnung von Zeiten der Grundpflege auf die Zeiten der Behandlungspflege nicht in Betracht, wenn die Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung durch Angehörige erbracht werden.

Der Anspruch auf häusliche Krankenpflege und Pflegegeld stehen insoweit nach Leistungserbringung und Zuständigkeit getrennt uneingeschränkt nebeneinander.

Viele Grüße Kaja
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BeitragVerfasst am: 09.07.2016, 15:36    Titel: Antworten mit Zitat

Oh Kaja,

ich wußte gar nicht mehr, daß ich das schon mal gefragt habe Embarassed

Damals war es ein Schreiben der alten KK, nun der neuen KK.

Man wird doch alt....

Nochmals danke... und ich bin gespannt, wie es nun weiter geht.
Die Zahlung des ersten Pflegelds bei der neuen KK steht für Juni noch aus.

Anne

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BeitragVerfasst am: 11.08.2017, 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

warum kommen solche Briefe eigentlich immer freitags nachmittags, wo man nichts mehr machen kann?!

Die Techniker schreibt mir, daß sie die Bewilligung der Verordnung vom 1.4. bis 30.9. korrigiert.

Es sollen nun täglich 1Stunde und 18 Minuten Grundpflegebedarf abgezogen werden - der MDK hatte einen täglichen Bedarf von 2 Stunden und 54 Minuten ermittelt.

Es ist so, daß Benedict ein Wochenkontigent von 143 Std. Behandlungspflege hat.
Die Grundpflege zahle ich nach geleisteten Tätigkeiten, da ich ja die Grundpflege zum Teil selbst übernehme (Kombinationspflege).

Könnte mich bitte jemand beruhigen, daß eine solche Korrektur rückwirkend nicht möglich ist und auch am Besten in Zukunft nicht möglich ist.

Denn nach meinem Verständnis würde ich doppelt zahlen.

Anne

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BeitragVerfasst am: 12.08.2017, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hatte eigentlich gehofft, daß jemand was beruhigendes schreibt...

Ich hoffe noch immer, daß der Briefinhalt nicht korrekt ist.

Anne

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Astridmalin
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BeitragVerfasst am: 13.08.2017, 09:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
eine Frage zum Grundverständnis:
beziehst du denn Kombipflege?
Dann kann die KK eigentlich nur nach Abrechnung der Grundpflegeleistungen durch den Pflegedienst dir den Restbetrag auszahlen...alles andere ergibt in meinen Aungen keinen Sinn.

LG, Malin
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Missy
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BeitragVerfasst am: 13.08.2017, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
also hier wurden auch schon Pflegegelzahlungen im Nachhinein korrigiert, aber zu meinem Vorteil, ich hab 2 Monate nichts bekommen, hab ewig hin und her telefoniert, der Pflegedienst hatte durch einen neuen Mitarbeiter alles abgerechnet und ich bekam dadurch nichts.
ich bekam dann eine nachzahlung.
bei dir wärs dann umgekehrt und du müßtest Geld zurück zahlen? das wär ja ganz schlecht.

was hast du denn mit deinem Pflegedienst vereinbart? es kommt ja darauf an? er stellt die Rechnung und du bekommst den Rest, wenn was übrig bleibt?
bei uns haben wir eine Prozentregel gehabt, der Pflegedienst hat ca 40 % bekommen und ich 60 %, jeden Monat gleich, da ich Grundpflege mal mehr und mal weniger und der PD auch mal mehr und mal weniger gemacht habe.
so genau kann man das ja sonst gar nicht abrechnen, wenn mans nach einzelner Tätigkeit macht? vllt ist das ja ne Möglichkeit. Rede mit deinem PD.
lg NIna

_________________
Mama Nina (´83), Tochter Chantalle (´99) und Sonnenschein Evelin, geb. 11/06, SSW 33, extreme Muskelhypotonie, Tracheostoma-beatmet, Gastrotube, V.a. CCM + versch. Baustellen
"Wir wissen nicht was das Leben dir bringt, aber wir werden dir helfen das vieles gelingt!"
http://evelinsiska.oyla22.de
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BeitragVerfasst am: 13.08.2017, 13:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, ich habe Kombipflege.
Den Betrag, den der PD bekommt bzw. ich erhalte schwankt, je nach Übernahme der Tätigkeiten.

Seht Ihr das auch so, daß somit der allgemeiner Abzug der Grundpflegezeit von der Behandlungspflege, sowie die Krankenkasse das möchte, nicht rechtens ist?

Dem PD habe ich schon den Brief gemailt, habe ihn ja aber erst Freitag nachmittag erhalten....

Anne

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