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Zahnsteinentfernung halbjährlich auf Kosten der GKV?
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Sinale
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BeitragVerfasst am: 21.10.2016, 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

bei der GKV habe ich mit o. g. Hinweisen einen Antrag auf eine weitere Kostenübernahme der Zahnsteinentfernung im Jahr gestellt.

Es wurde schriftlich darauf verwiesen, dass das Gesetz bekannt sei, dass jedoch:

Zitat:
.... der gemeinsame Bundesausschuss zunächst die Umsetzung des Paragraphen festlegen müsse.

Erst dann könne über GKV abgerechnet werden.


Auf die Möglichkeit des Widerspruches wurde ich hingewiesen.

Mich verärgert dies, denn ich denke, der Gesetzestext ist zumindest im Hinblick auf eine weitere Zahnsteinentfernung im Jahr eindeutig. Und bis der gemeinsame Bundesausschuss aktiv wird, kann es sehr lange dauern........

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Viele Grüße
Sinale

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Sinale
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BeitragVerfasst am: 25.10.2017, 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

Pflegebedürftige und behinderte Menschen haben ab 01.Juli 2018 u. A. das Recht auf eine halbjährliche Zahnsteinentfernung.

Der gemeinsame Bundesausschuss hat nun wie folgt entschieden:

Zitat:
Verhütung von Zahnerkrankungen bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen: G-BA regelt Details in neuer Richtlinie

Berlin, 19. Oktober 2017– Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen haben aufgrund ihrer besonderen Lebenssituation künftig einen gesonderten Anspruch auf Leistungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen. Ziel ist es, das überdurchschnittlich hohe Risiko für Karies-, Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen für diesen Personenkreis zu senken. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin die Erstfassung einer Richtlinie beschlossen, in der Art und Umfang des vertragszahnärztlichen Leistungsspektrums festgelegt sind. Abhängig vom Mundgesundheitsstatus sollen vorbeugende Maßnahmen geplant und die Mundgesundheit der Versicherten erhalten oder verbessert werden.

„Es ist sehr zu begrüßen, dass der Gesetzgeber dem besonderen Bedarf an vorbeugenden Leistungen von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen einen eigenen Stellenwert eingeräumt hat. Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen sind in vielen Fällen nur eingeschränkt dazu in der Lage, die für den Erhalt der Mundgesundheit erforderliche tägliche Mundpflege durchzuführen. Mit der neuen Richtlinie hat der G-BA nun klar geregelt, auf welche konkreten zahnärztlichen Leistungen regelmäßig ein Anspruch besteht“, erläuterte Dr. Harald Deisler, unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Zahnärztliche Behandlung.

Die wichtigsten neuen Leistungen

Erhebung des Mundgesundheitsstatus

Bei der zahnärztlichen Erhebung des Mundgesundheitsstatus wird der Pflegezustand der Zähne, des Zahnfleisches, der Mundschleimhäute sowie des gegebenenfalls vorhandenen Zahnersatzes beurteilt. Die Statuserhebung bildet die Grundlage für einen individuellen Mundgesundheitsplan. Die Erhebung erfolgt einmal im Kalenderhalbjahr.

Erstellung eines individuellen Mundgesundheitsplans

Der individuell zu erstellende Mundgesundheitsplan umfasst Maßnahmen, mit denen die Mundgesundheit gezielt gefördert werden soll. Insbesondere geht es um Empfehlungen zur Zahnhygiene, zur Fluoridanwendung, zur zahngesunden Ernährung sowie der Verhinderung/Linderung von Mundtrockenheit.
Die Erstellung beziehungsweise Anpassung des Mundgesundheitsplans erfolgt einmal im Kalenderhalbjahr.

Aufklärung zur Mundgesundheit

Bei der Mundgesundheitsaufklärung werden den Versicherten und ggf. Helfenden die empfohlenen Maßnahmen erläutert und ggf. auch praktisch demonstriert. Die Mundgesundheitsaufklärung erfolgt – in engem zeitlichen Zusammenhang zur Erstellung des individuellen Mundgesundheitsplans – einmal im Kalenderhalbjahr.

Entfernung harter Zahnbeläge

Die Versicherten haben regelmäßig – einmal im Kalenderhalbjahr – Anspruch auf die Entfernung harter Zahnbeläge.

Der Beschluss zur Erstfassung der Richtlinie nach § 22a SGB V wird dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Prüfung vorgelegt und tritt nach Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 1. Juli 2018 in Kraft.

Hintergrund

Versicherte mit einem Pflegegrad nach § 15 SGB XI sowie Versicherte, die Eingliederungshilfe nach § 53 SGB XII erhalten, haben gemäß § 22a SGB V Anspruch auf Leistungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen.
Der G-BA wurde mit Ergänzung des neuen § 22a SGB V durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz beauftragt, in einer Richtlinie das Nähere zu Art und Umfang dieser Leistungen zu regeln


https://www.g-ba.de/institution/pre.....e/pressemitteilungen/707/

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Sinale

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Sabine1970
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BeitragVerfasst am: 28.08.2018, 11:55    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Sinale,

Danke für Deinen Beitrag.
Drucke das jetzt aus und nehme es mit zum Zahnarzt. Habe heute einen Termin für meinen Sohn gemacht. Helferin sehr freundlich, Zahnarzt wirbt auf der Seite für Behandlung von Behinderten, mein Mann und ich gehen schon länger hin.
Von dieser Regelung wusste man aber nichts Rolling Eyes

Liebe Grüße,
Sabine
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Chantal-Marie
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BeitragVerfasst am: 28.08.2018, 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Aha darum brauchte ich für mein Mädel für das 2. Zahnstein entfernen nichts zahlen. Die Rechnung für mich kam prompt. Hab ich nix dagegen wenn ich nur für mich zahlen muss aber nicht fürs Kind. Smile

Wir sind seit über 20 Jahren bei einem ganz tollen Zahnarzt der viele Behinderte Menschen als Patienten hat. Unserer Tochter wurden in der Praxis mehrmals die Zähne unter Narkose saniert. An diesem Tag war eine Miniintensivstation anwesend samt erfahrenen Anästhesisten. Inzwischen ist da zum Glück nicht mehr nötig.

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Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama
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Sinale
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BeitragVerfasst am: 28.08.2018, 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

folgend der Link zur seit 01. Juli 2018 gültigen entsprechenden Richtlinie:

https://www.g-ba.de/downloads/62-49.....0171019_iK-2018-07-01.PDF

Folgend gibt es einen Link zu einer entsprechenden Patienteninformation:

https://www.g-ba.de/downloads/17-98.....ion_Mundgesundheit_bf.pdf

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violaya
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BeitragVerfasst am: 30.08.2018, 18:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

der Witz daran ist ja, dass es immer auf die Zahnarztpraxis ankommt. Der vorletzten (weist auf der Homepage extra freundlich auf Behindertenbehandlung hin, was auch Grund war, es mal zu versuchen) könnte man wohl vorlegen, was man will. Dort wird es eben privat abgerechnet...
Kann man nichts machen als wieder wechseln.

Gruß

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Viola (1974, alleinerziehend), Hüftdysplasie, Rosacea
und Sohn (2006), 2010 Diagnose frühkindlicher Autismus "high-functioning", meine Erachtens hyperaktiv, zeitweises Stottern
2015 ASS bestätigt + einfache Aufmerksamkeitsstörung
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Sinale
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BeitragVerfasst am: 30.08.2018, 18:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo violaya,

die genannte gesetzliche Regelung ist seit 01. Juli 2018 gültig.

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