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Alexandra2014
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Anmeldedatum: 04.12.2014
Beiträge: 1173

BeitragVerfasst am: 20.01.2016, 09:29    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, ihr Lieben!

Ich glaube, es geht schon wieder aufwärts... Mir fehlte offenbar auch die Sonne! Gestern haben wir mal etwas allein unternommen, waren ein bißchen shoppen und Kind ist bei der Omi geblieben.
Leider schläft unsere Kleine nicht woanders, selbst im KH und im Urlaub erst nach drei Tagen. Sie hat durch ihre nächtliche Epilepsie Angst...

Ich habe leider auch sehr hohe Ansprüche an mich. Ich kann Unordnung schlecht ertragen, brauche ein aufgeräumtes, sauberes Haus, um mich wohlzufühlen. Damit setze ich mich aber auch selbst unter Druck.

Und ich bin irgendwie einsam. Ich bin zwar sowieso niemand, der jetzt ständig unter Leuten sein muss, aber wir sind hier zugezogen, ich kann wegen unserer Tochter nicht arbeiten, habe hier keinerlei Kontakte und so bleibt mir nur abends mein Mann. Nur einkaufen, putzen, kochen und Kind "bespaßen", erfüllt mich nicht wirklich.
Und dann fühle ich mich wieder undankbar, denn uns geht es eigentlich gut. Embarassed

Gruß
Alex
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Lilli73
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Anmeldedatum: 26.05.2015
Beiträge: 29

BeitragVerfasst am: 20.01.2016, 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Alex,

mir geht es ähnlich wie dir, dass ich auch nicht ständig unter Menschen sein muss. Im Grunde ist es sogar eher Stress für mich.
Vielleicht wäre ein Kurs etwas für dich, wo du abends hingehen kannst, wenn dein Mann zu Hause ist ? Vielleicht hast du Interessen, was du als Beispiel gerne lernen wollen würdest oder etwas zur Entspannung oder ähnliches. Vielleicht wäre das etwas für dich?

Vielleicht kannst du deine Ansprüche an dich selbst etwas herunterschrauben, mit einer etwas anderen Einstellung dazu? Denn unter Druck setzen ist nie gut. Wink

Liebe Grüße
Lilli
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mamaJohnny
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Anmeldedatum: 30.11.2014
Beiträge: 181
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 04.05.2017, 16:44    Titel: Antworten mit Zitat

Darf ich diesen schönen Thread wieder ein bissel hochschupfen?

In Österreich/Wien gibts ein Sprichwort: " Des Glück is a Vogerl..."

und manchmal schauts Vogerl auch bei uns vorbei. Seit Johnny´s Geburt ist meine gesamte Gefühlspalette breiter und intensiver geworden. Ich hatte davor keine Ahnung wie es sich anfühlt Todesangst um das Leben meines Kindes zu haben.
Ich hatte aber auch keine Ahnung wie glücklich ein Moment sein kann, wenn er nach einer schweren OP zum ersten Mal die Augen öffnet.
Meine Oma hat mich mit dem Spruch "mich freut der Dreck auf der Straß´n" ins Leben geschickt. Sie hatte so recht! Ich weigere mich meine Grundfreude am Leben zu verlieren, mein Lachen und den Spaß. Natürlich hauts mich oft um und ich bin kräftemässig am Limit.
Letzlich ist es Johnny´s Lachen, dass mir sagt: Ja Mama! Wir packen das!
Und wenn´s uns richtig "reinschei**" bleibt immer noch mein zynischer Humor...

Ich bin Mama, hab die Fähigkeit Glück und Traurigkeit zu fühlen und mein Kind lebt.

lg mamaJohnny

_________________
Johnny Lauserspatzi 051213, 60cm 4826g, Asphyxie, hypoton, Gaumenspalte innen OP April 15, Kraniosynostose OP Juni 14, genet. Abber. 3. u. 9. Chr.
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Engrid
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Anmeldedatum: 24.10.2011
Beiträge: 11335

BeitragVerfasst am: 04.05.2017, 19:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo MamaJphnny,

Zitat:
Seit Johnny´s Geburt ist meine gesamte Gefühlspalette breiter und intensiver geworden.
Da unterschreibe ich glatt.
"des Glück is a Maatz" sagt man bei uns (das übersetze ich lieber nicht Razz ), kommt auch hin. Man muss sich halt fett freuen, wenn's grad da ist Cool icon_sunny.gif

Wünsche Euch allen "viel vom Vogerl" Wink

_________________
Engrid

mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)
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Susanne1987
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Anmeldedatum: 21.08.2014
Beiträge: 153
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 04.05.2017, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

nein glücklich bin ich leider nicht. Das liegt weniger an den Kindern, sondern daran dass ein Elternteil von mir unheilbar krank, 100 % schwerbehindert ( PS 2), ist. Wir müssen jeden Tag dankbar sein, wenn er einigermaßen gut war und mein Elternteil aus dem Bett konnte. Das zehrt auf Dauer ganzschön an den Kräften.

Ich bin oft sehr dankbar, auch für Kleinigkeiten. Jeden Abend bete ich. Ich habe in den letzten Jahren ein ganz anderes Weltbild bekommen. Weg von der Leistungsgesellschaft, hin zu mehr Toleranz.
Ich würde meine Kinder immer wieder bekommen. Ich liebe sie über Alles. Ich würde beide auch niemals tauschen wollen.

Lg Susanne

_________________
Mia'10: auditive Wahrnehmungsstörung nach langjähriger sehr starker Schwerhörigkeit, Hypersensibilität

Fabienne'14 : gesund
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Sascha11
Mitglied
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Anmeldedatum: 04.01.2014
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 04.05.2017, 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

danke für das Stellen dieser Frage!

Oft wird hier sehr positiv geschrieben (was durchaus toll ist!) und man hat den Eindruck, viele wuppen alles ganz easy.

Ich bin definitiv nicht unglücklich, denn unglücklich wäre ich ohne die Kinder. Vieles was zum Glück fehlt ist leider rein organisatorischer Natur (fehlende Betreuung, keine I- Kraft, kein I- KIGAplatz) und ich hoffe fest, dass wir einfach Entlastung bekommen werden. Eine gesicherte Betreuung, ab und zu zuverlässige VHP ... dann ginge es wie auch immer es sich entwickelt sicher gut.
Aber das mein "einfach so" mit 2 einen KITA- Platz bekam und bei der Kleinen einfach abgewunken wird, dass das für behinderte Kinder nicht geht (theoretisch schon aber praktisch ist hier Mangel an I- Plätzen und I- Kräften und ohne wird abgelehnt) ist einfach hart.

LG

_________________
Bieni 2/ 15:
entwicklungsverzögert, hypoton, Esstherapie bisher erfolglos und daher nur flüssige Kost, bisher kein Laufen/sprechen
- noch keine Ursache/ Diagnose -
PS I / PG 2
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B.Elisabeth
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Anmeldedatum: 31.10.2004
Beiträge: 871

BeitragVerfasst am: 05.05.2017, 07:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
Glück ist ja oftmals eine Momentaufnahme.
Ich kann allerdings für mich sagen, dass ich seit einigen Monaten sehr sehr glücklich bin.
Wir haben es so gut hinbekommen mit der Betreuung unseres Sohnes und ich hoffe und bete, dass das ganz lange so bleibt und wir alle gesund bleiben............
Es gibt immer wieder Phasen im Leben die uns aus der Bahn werfen und uns sämtliche Kraft kosten.
Todesfälle in der Familie oder dem Freundeskreis sind da die gravierendsten........, das mußte ich im vergangenen Jahr mehrmals erfahren.Umso mehr genieße ich jetzt das jetzt und hier.
Seid alle lieb gegrüßt einen und schönen Tag wünscht euch Barbara
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Ani
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Beiträge: 537
Wohnort: Backnang(bei Stuttgart)

BeitragVerfasst am: 07.05.2017, 10:05    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich kann mich allgemein nicht als glücklich bezeichnen. Leider Sad
Ich versuche seit 12 Jahre alles um unsere schwere Situation zu meistern aber meine eigene Wünsche bleiben dabei oft auf der Strecke.
Ein schwerstbehinderte Kind rund um die Uhr zu betreuen und zu pflegen bedeutet vor allem keine Freizeit für sich zu haben. Selbst kleine Aufgaben oder Erledigungen sind einfach nicht möglich. Alles muss sich nach dem Tagesprogramm und momentanes empfinden meines Sohnes richten.
Ich liebe mein Sohn über alles aber es sieht so aus als würde mich sein Wohl mein eigenen Glück kosten.

Liebe Grüße,
Ani

_________________
Ani mit Max(21.06.04). Durch angeborene Fehlbildung am Gehirn schwerstmehrfach behindert, Krampfanfälle.Lennox-Gastaut Syndrom, hochgradige Sehbehinderung, Skoliose und Hüftluxation. Trotz allem ein fröhliches und sehr süßes Kind.
"Wenn er lacht, geht bei mir die Sonne auf"
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Andrea5
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Anmeldedatum: 12.10.2006
Beiträge: 5098

BeitragVerfasst am: 07.05.2017, 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo alle Zusammen,

ich würde mich weder als glücklich noch unglücklich betrachten. Mein Großer
hat einen Ausbildungsplatz (2. Ausbildungsjahr) und es läuft besser als in der
Realschule. Bei Ben ist es ein Auf und Ab. Phasenweise läuft es gut. Und manchmal gibt es Phasen, da ist er superanstrengend (das Gefühl ich brauche Hilfe von einem ganzen Dorf) Rolling Eyes :

Um leider haben sich Angehörige aus meiner Familie von einem abgewandt.
Darüber ist meine Mutter ganz unglücklich. Und es ist noch nicht mal unsere
Schuld. Die sind der Meinung, wir kümmern uns zu wenig um meine Mutter (was überhaupt nicht stimmt) und sollten unsere Bedürfnisse mal weit nach hinten stellen (das sehe ich aus meiner Sicht). Seitdem ist Funkstille. Darüber
bin ich nicht glücklich und darauf wird weiterhin darauf gepocht. Nur lass ich mir hier nichts gefallen.

LG Andrea

_________________
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), Legasthenie mit kormobide AVWS
/Ben 01/04 KISS(KIDD)2 Jahre blockadefrei , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, expressive Sprachstörung , Hyperakusis
"WAS NICHT PASST, WIRD PASSEND GEMACHT" (von Peter Thorwarth)
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maria ko
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Anmeldedatum: 27.04.2011
Beiträge: 828
Wohnort: Geeste/ emsland Niedersachsen in

BeitragVerfasst am: 07.05.2017, 15:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

Ich bin glücklich weil ich eine wundervolle Familie habe . Meine Kinder sind teilweise verheiratet und haben mich zur stolzen Oma gemacht. Aber das ist nur die eine Seite von meinem Glück , die andere Seite ist das ich meinen Sohn seit 18 Monate so sehr vermisse. Auch wenn es ihn vielleicht jetzt besser geht, hat er eine große Lücke hinterlassen und mein Herz weint noch sehr viel. Die Erde dreht sich jetzt ganz anders für mich.

Lg Maria

_________________
Marcel geb.12.6.00 - O2 Mangel unter der Geburt, Celebralparese, Tetraspastik, Sauerstoffpflichtig...
Magensonde, Epilepsie,Untertemperatur
seit den 11.11.15 ein Engel
Er war unser Sonnenschein, ich vermisse Marcel so sehr
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