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Diagnose: expressive Sprachentwicklungsstörung
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Angela77
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BeitragVerfasst am: 12.08.2015, 08:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

aus leidvoller Erfahrung: Bitte lasst bei euren Kids in jedem Fall ein kurzes Schlaf-EEG schreiben!

Manche Kids haben (unsichtbare) nächtliche Epilepsie. Die können schlicht keine Sprechbewegungen/Wörter etc. speichern!

Das Wach-EEG kann da ganz normal aussehen Shocked

LG
Angie

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Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)
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JaLeSoLu
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Wohnort: Selsingen

BeitragVerfasst am: 26.08.2015, 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Angie, gibt es anzeichen bzw symptome anhand derer man eine eüi erkennen kann? Ich kenne da nur die 'offensichtöichen' krampfanfälle...
LG Sonja

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Sonja 86
Papa J. 83
Luca 05/10
Leon 01/13 Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung F83.0 ; Sprachentwicklungsstörung auf allen sprachlichen Ebenen; V.a. sensorische Integrationsstörung; V.a. Störung aus dem autistischen Spektrum Stand 12.08.15
Seit 08/15 PS 2

Unsere Vorstellung http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic117294.html
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Kathrin286
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BeitragVerfasst am: 26.08.2015, 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Tochter hat als Diagnose auch schwerer SES!

Wart ihr mal in einer stoffwechselambulanz?
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Angela77
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Anmeldedatum: 02.09.2010
Beiträge: 8802

BeitragVerfasst am: 26.08.2015, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Sonja,
nein, leider können die Kinder sogar die ganze Nacht im Status krampfen, ohne dass man von außen irgendetwas sieht Crying or Very sad

LG
Angie

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Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
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Nadine2611
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Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 09.04.2018, 09:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich habe hier diesen Thread gefunden und mich darauf hin angemeldet.
Ich habe einen Sohn, der mittlerweile 3,5 Jahre alt ist und auch eine expressive Sprachentwicklunsstörung diagnostiziert bekommen hat. Er spricht sehr schlecht, fremde verstehen ihn eigentlich gar nicht. Da ich mittlerweile sehr verzweifelt bin und Angst hat er lernt das sprechen nie, möchte ich euch gerne fragen wie es sich bei euch entwickelt hat? Eure Kinder sind ja jetzt zwei Jahre wieder älter 🙂 Vllt liest es einer.
Liebe Grüße
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MarinaH
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Beiträge: 761

BeitragVerfasst am: 09.04.2018, 10:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Die Angst, das Kind spräche nie, kann ich nachvollziehen, sie ist aber meistens unbegründet. Wenn es wirklich nur an der Sprache liegt, holen die Kinder fast immer auf, die meisten sogar bis zum Schulbeginn.

Ich bin immer dafür, andere Ursachen für verspäteten Spracherwerb auszuschließen: Schwerhörigkeit, geistige Einschränkungen (fallen oft nur durch die Sprache auf!) und (das ist selten) Autismus.
Epilepsie als Ursache einer Sprachstörung ist selten und zum Teil auch umstritten. Es konnte bis jetzt nicht nachgewiesen werden, dass eine Behandlung der Epilepsie auch die Sprache bessert (leider!).

Nur mal als Beispiel: kürzlich war ein Patient da, der sprach mit 3 Jahren nichts. Kein Wort. Jetzt geht er in die erste Klasse, liest schon und hat noch einige kleinere Aussprachefehler. Dieses Kind ist normintelligent und hatte keine Schwerhörigkeit.

LG Marina

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Kinderärztin im SPZ
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Angela77
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Beiträge: 8802

BeitragVerfasst am: 09.04.2018, 11:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Marina,

ich muss etwas wieder wiedersprechen.

Bene hat laut Bethel eine Rolando-Epilepsie (mit Sprechapraxie). Sein Übernacht-EEG war so schlecht, dass man sogar sagte, man hätte ihn ohne jeden sichtbaren Anfall behandelt, weil die aktive Sprache eben nicht kam, aber sein Sprachverständnis vergleichsweise gut war.

Unser SPZ meinte leider, viele Kinder hätten solche Auffälligkeiten im EEG. Auch die Schlafstörungen seien autismusbedingt. Auch als er komplizierte Fieberkrämpfe hatte (rückwirkend waren es wohl keine, denn er krampfte immer exakt zu dem Zeitpunkt, in dem das Übernacht-EEG extrem schlecht war, xfach schlechter als das Schlaf-EEG im SPZ), sah keiner die Chancen eines Behandlungsversuchs. So vergingen selbst nach den Fieberkrämpfen noch zwei wertvolle Jahre - und in Kombination mit einem bei Epilepsie kontraindizieten Schlafmedikament - hätte es meinen Sohn fast das Leben gekostet.

Mit Behandlung der Epilepsie kann unser Kind endlich schlafen- und sich entwickeln.

Er hat in den letzten Jahren nicht nur lesen gelernt, sondern kann mittlerweile sogar mit extrem guter Rechtschreibung tippen. Teilweise nutzt er die Schriftsprache auch kommunikativ . Er kann immer noch keinen einzigen Laut außer "A" bilden, nicht bewusst ausspucken etc.. Neuerdings hat er mühsam das Kopfnicken gelernt (Kopfschütteln geht schon zwei Jahre; genickt hat er sonst per Fingergesten Smile )

Unser Arzt hat sich an Leitlinien gehalten, aber in dem Fall ging es schief.
Deswegen bin ich nicht böse auf den Arzt. (Ich habe ihn informiert und er war sehr betroffen.)

Aber ich finde, Sprachstörungen jeglicher Art gehören zumindest per Schlaf-EEG abgeklärt. Was unser Arzt ja auch durchaus tat. Nur kam er halt nicht auf die Idee, dass Bene schon im extrem frühen Alter Rolando hat entwickeln können, was wirklich eher sehr selten ist ebenso wir riesige Unterschiede zwischen Schlaf-EEG und Übernacht-EEG ... Es war letztlich einfach Schicksal ...

LG
Angie

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Nadine2611
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Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 09.04.2018, 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

Lieben dank für eure Antworten, letzenendes weiß wohl keiner wie es ausgehen wird, da wes wirklich von Kind zu Kind verschieden ist.

Bei unserem Sohn gab es keine Auffälligkeiten oder Schwierigkeiten, außer zwei Fieberkrämpe.... ob diese der Geund sind muss ich klären lassen.

Weiß denn jemand noch was wir machen können, bzw kennt jemand einen echten *expressiven sprachentwicklungsstörung* Spezialisten ?😅 wir waren bisher beim Ohrenarzt, alles i.O, bei zwei Logopäden und haben die Anmeldung im SPZ laufen... mein Problem ist einfach das ich ihn nicht von einem zum anderen schleppen will, denn solangsam fängt er an dort zu verweigern und macht einfach nicht mehr mit...
auch habe ich das Gefühl das Logopädie nichts bringt, er kann alle Silben sagen, nur im Wortkomplex passt es einfach nicht...

Zudem würde ich gerne wissen in wie weit er merkt das da was nicht stimmt... gibt es hier jemanden der die gleiche Diagnose als Kind hatte und vllt mittlerweile schon hier mit dabei ist?😅
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Sheila0505
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BeitragVerfasst am: 09.04.2018, 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Nadine, also wir haben die gleiche Diagnose "schwer ausgeprägte SES..." ( expressiv) und ich mache mir auch Sorgen. Um den richtigen Spezialisten zu finden, muss sich vorerst herauskristallisieren, woran es tatsächlich liegt: welche Ursache, welche Störung...

Unser Kleiner ist etwas jünger als deiner, er ist unkorrigiert 3 Jahre. Wir werden glücklicherweise ganz wunderbar logopädisch betreut. Nebenbei nehme ich momentan am Heidelberger Elterntraining teil und auch hierbei haben wir wohl großes Glück. Denn die Sprachtherapeuten/Logopäden welche es abhalten, machen es m.E. wirklich sehr-sehr gut.
Die Logopädiepraxis möchte nun Intensivwochen mit Heilpferden in die Wege leiten, sie arbeiten in Kooperation mit einem entsprechendem Gestüt zusammen.
Privat kommunizieren wir derzeit viel mit GuK und unser Kleiner macht das trotz feinmotorischer Schwierigkeiten sehr-sehr gut, sodass er mittlerweile auch schon Gebärden kombiniert, um sich gezielter ausdrücken zu können - was er möchte oder sagen will.

Unser Kleiner hatte und hat definitiv ein Störungsbewusstsein, das hatte er schon recht früh. Begleitet wurde jenes damals durch extreme Frust-und Wutanfälle, Verzweiflung und Hilflosigkeit. Heute geht er besser damit um - er kann sich deutlich besser regulieren als noch vor einigen Monaten.
Mittlerweile kreiert er auch schon selbst Gebärden um uns miteilen zu können, was er möchte oder sagen will. Zumindest versucht er es, denn nicht immer finden wir heraus was er meint. Aber wir geben uns Mühe und jeder Erfolg strahlt über sein Gesicht Smile

Wir wissen noch nicht woran es liegt, was Ursache ist. Logopädie meint, dass das auch noch dauern kann. Wir brauchen Geduld und eine Differenzialdiagnostik braucht oft Zeit.
Zumindest wurde uns schon gesagt, dass es "möglich" wäre, dass er zur normalen, verständlichen Sprache findet - es aber sicherlich bzw. so oder so ein sehr langer Weg werden wird und Logopädie absolut notwendig und unverzichtbar ist. Im Grunde ist alles offen, wir wissen es einfach noch nicht.

Wir sind auf jeden Fall unheimlich froh und dankbar, eine so tolle Praxis gefunden zu haben. Seitdem wir dort angefangen haben, habe ich innerlich mehr Ruhe gefunden. Einfach weil ich weiß, dass wir in sehr guten Händen sind. Die Sorgen sind natürlich geblieben, aber die Verantwortung wurde leichter im Gepäck. Wir sind als Eltern mit der Verantwortung nicht mehr so auf uns alleine gestellt, ich muss mir die Endlosschleife "Zeit geben, das kommt noch" nicht mehr anhören und befinde mich nicht mehr in dieser Art Gewissenskonflikt à la "Abwarten/Zeit geben vs. für Logopädie einstehen".

Das entlastet ungemein und es entlastet, nun die Gewissheit zu haben, dass es definitiv die richtige Entscheidung war Unterstützung zu organisieren und am Ball zu bleiben. Nicht "einfach abzuwarten" wie man es zu 100fach "geraten" bekommt.
Wir sind also ein unheimliches Stück weiter und das unabhängig von der Sprachentwicklung.

Wenn du dich austauschen möchtest (obwohl mein Kleiner jünger als dein Kind ist), sehr gerne. Du kannst mich jederzeit anschreiben.


Liebe Grüße, Sheila
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Alexandra2014
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Beiträge: 2374

BeitragVerfasst am: 10.04.2018, 07:24    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Marina,

auch ich muss dir widersprechen!

Nur, weil etwas in einer Studie nicht nachgewiesen wurde, bedeutet das nicht, dass es nicht existent ist.

Auch mein Kind ist ein Beispiel dafür, dass eine unbehandelte (lange unentdeckte), nächtliche Epilepsie massiv auf die Sprachentwicklung eingewirkt hat.

Nur wenige Tage nach der Diagnose und der Einstellung auf Levetiracetam, ist der Knoten geplatzt, von jetzt auf gleich. Das war in der ersten Klasse. Seit dem geht es sprachlich (und in allen anderen Bereichen) stetig bergauf.

Nun lese ich gerade auch noch, dass das Kind der Threadverfasserin bereits Fieberkrämpfe hatte. Da liegt der Verdacht noch näher.

Warum sonst werden Kinder, die zwar keine (offensichtlichen) Anfälle haben, aber ein pathologisches EEG UND eine Entwicklungsverzögerung, medikamentös eingestellt?
Weil ein pathologisches EEG verantwortlich sein kann für Entwicklungsverzögerungen. Warum sollte man die Sprache da explizit ausklammern?

Übrigens war diese Einstellung unserer SPZ Ärztin der Grund dafür, warum die Epilepsie so lange nicht diagnostiziert wurde. Das Kind hatte einen Sauerstoffmangel. Also ist es doch naheliegend, dass es geistig behindert und deswegen entwicklungsverzögert ist.
Man darf aber bei aller Wahrscheinlichtkeit nicht das Unwahrscheinliche außer Acht lassen.

Gruß
Alex
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