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Tanja mit ehem. Frühchen (div. kleinere Baustellen)
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Tanja2014
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BeitragVerfasst am: 06.07.2018, 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und vielen Dank für's mit-freuen!

Im Moment läuft es leider nicht so rund. Die letzten zwei Wochen fand ich jeden Tag einfach nur mühselig. Ich hatte mit B. ungefähr jeden zweiten Tag einen Termin und einige davon waren echt unerfreulich. Die beiden Jungs sind gerade mal wieder sehr eifersüchtig aufeinander und beharken sich ständig, das meist schwüle Wetter tut wahrscheinlich sein übriges...


Was ich wirklich, wirklich schade finde, ist, dass ein Therapeut zu dem wir gewechselt sind, scheinbar durchweg mit Belohnungssystemen arbeitet und B. das nun für sich auf den gesamten Alltag überträgt. Ich beobachte das in Ansätzen nun schon seit einigen Monaten, habe aber nicht gedacht, dass 40 Minuten/Woche ihn da so sehr beeinflussen bzw. dass man zuhause so wenig gegensteuern kann. In den letzten Tagen hat B. wirklich keinen einzigen Handschlag mehr gemacht, ohne dafür Belohnungen in Form von Playmobil oder Süßigkeiten einzufordern. Selbst Dinge, die er Anfang des Jahres noch aus Spaß an der Sache von sich aus gemacht hat, macht er inzwischen gar nicht mehr oder nur noch unter viel Protest. Crying or Very sad Rolling Eyes

Ende nächster Woche starten hier die Kita-Ferien und ich hab dieses Mal noch keinen blassen Schimmer, womit wir unsere Tage verbringen sollen, weil so vieles gerade nicht mehr angesagt ist.

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Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
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Tanja2014
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BeitragVerfasst am: 31.07.2018, 22:09    Titel: Antworten mit Zitat

Die KiGa-Ferien sind nun fast schon wieder rum und alles in allem hatten wir eine echt schöne Zeit bisher. In der ersten Wochen haben wir ein paar Mal Geocaching ausprobiert. Wir hatten viel Spaß dabei, auch wenn es uns kein einziges Mal gelungen ist die Dose zu finden. Ich hatte jedes Mal zwei Mini-Haribo-Tüten dabei als "Ersatzsschatz" und die Jungs waren happy. Einmal waren wir mit Freunden unterwegs, aber auch mit mehreren Erwachsenen haben wir den Cache einfach nicht gefunden. Dabei waren das angeblich "leichte"....

Letztes Wochenende waren wir bei einem Märchenfest. Ich hatte gedacht, dass die Jungs das vielleicht für zwei Stunden ganz nett finden, aber sie sollten da gar nicht mehr weg und wir waren quasi mit die Letzten, die abends "rausgekehrt" wurden.

Heute haben wir ein paar Freunde der Jungs hier gehabt zu einer Wasserbombenparty. B. hatte die Idee dazu, in der Hinsicht ist er echt kreativ. Wink icon_sunny.gif Er überlegt sich dann auch immer, was es zu essen und zu trinken dazu geben soll und welche Spiele /Aktionen wann stattfinden. Für mich war's erstaunlicher Weise voll entspannt. Da hab ich erstmal gemerkt, was ich mir an den Geburtstagen immer selbst für einen Stress mache, dass alles besonders toll sein soll. Heute waren genauso viele Kinder da sie bei einer Geburtstagsfeier und vier Mütter dazu und wir hatten alle einfach einen total schönen Nachmittag mit den Kindern. icon_sunny.gif icon_flower.gif icon_sunny.gif

Die nächsten Tage geht es dann leider nicht mehr ganz so entspannt weiter. Morgen müssen wir zum Optiker, weil B.s Brille seit gestern komplett hinüber ist. Das ist nun schon die dritte Haribo-Brille innerhalb von zwei Jahren, also "unkaputtbar" kann ich da nicht mehr unterschreiben. Scheinbar gibt es eine Schwachstelle am Rahmen, da er bei uns immer an einer ähnlichen Stelle bricht.

Am Donnerstag hat B. dann noch einen Termin, um seine neuen Einlagen abzuholen. Das Prozedere mit den Einlagen zieht sich jetzt seit Ende Mai hin und ich habe einen Hals von hier bis Timbuktu. Rolling Eyes

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Tanja
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Tanja2014
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BeitragVerfasst am: 21.09.2018, 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ist B. schon sechs Jahre alt. Er ist total stolz darauf, dass er jetzt Vorschulkind ist. Von Oma und Opa hat er zum Geburtstag einen Fotoapparat geschenkt bekommen. Er ist da sehr begeistert bei der Sache und macht täglich Dutzende Fotos.

Leider hat er aber irgendwann in den letzten zwei, drei Wochen ein intensives Bewusstsein dafür entwickelt, dass er in vielen Dingen langsamer ist bzw. mehr üben muss als sein Bruder und andere Kinder. Das beschert und gerade in den letzten Tagen viel Frust, Wut und Traurigkeit. Heute wollte er ganz stolz der Oma zeigen, dass er seinen Namen nun ganz ohne Hilfe schreiben kann (vorher musste man immer noch an der ein oder anderen Stelle die einzelnen Buchstaben ansagen). Der Wirbelwind hat natürlich direkt wieder einen Wettbewerb daraus gemacht, hat im Turbo-Durchlauf seinen Namen hingemalt, der noch zwei Buchstaben länger ist als Bs und ist dann zur Oma gerast damit und hat B. so seinen großen Moment total vermasselt. B. war dann erstmal total traurig und wütend. Ich stand irgendwie hilflos daneben und wusste auch nicht recht, was ich aus der Situation machen soll.

Dann ist B. später nochmal in Tränen ausgebrochen, weil er nächsten Sommer nicht mit seinen beiden KiGa-Freunden auf dieselbe Schule gehen darf. Da weiß ich auch immer nicht, was ich ihm dazu sagen soll. Wenn es einen Weg gäbe, ihn bei uns im Viertel auf die Schule gehen zu lassen, würde ich dafür alles geben... Aber so, wie es momentan aussieht, wird es wohl auf die GL-Schule im angrenzenden Stadtteil hinauslaufen.

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Tanja
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Jörg75
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BeitragVerfasst am: 21.09.2018, 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tanja,

unser K. ist ja deutlich schwerer betroffen als euer B., aber auch ein Jahr jünger (und einen kleinen Bruder hat er auch). ich lese immer interessiert deine Beiträge, weil ich immer vermute, dass vieles von dem, was Du schreibst, auch uns noch bevorsteht.

Auch wir wissen noch nicht, wann bei K. wirklich das Bewußtsein kommt, dass er vieles nicht kann/ nicht können wird - und wie er das dann aufnehmen wird.
Die Frage der Schule ist auch bei uns noch nicht klar - wir wollen K. um ein jahr zurückstellen lassen und versuchen derzeit alles, ihn in die Regelgrundschule zu bekommen und hoffen sehr, dass das mit etwas mehr Vorlauf klappen wird.
Woran scheitert es bei Euch?

Viele Grüße
Jörg

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K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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melly210
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BeitragVerfasst am: 21.09.2018, 22:03    Titel: Antworten mit Zitat

Wie wird das denn auf der Montessori-Schule ablaufen, bekommt er da einen I-Helfer oder wie ? Ohne I-Helfer wird ja Montessori für Kinder mit Teilleistungsschwächen/Entwicklungsverzögerung ansich nicht so empfohlen, weil das ein hohes Maß an Eigenorganisation von den Kindern verlangt, und das dann quasi noch zusätzlich Energie braucht bzw oft nicht klappt. Bei einem gut durchstrukturierten Regelunterricht wird dagegen ganz klar und in kleinere Häppchen zerlegt das Material präsentiert, eingeteilt was wann zu lernen ist etc ppp.
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Tanja2014
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BeitragVerfasst am: 21.09.2018, 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jörg,

in NRW gab es ja einen Regierungswechsel und die neue Bildungsministerin von der FDP hat beschlossen, dass Einzelinklusionen ab diesem Sommer nicht mehr erwünscht sind. Grundsätzlich kann ich das sogar irgendwie verstehen. In unserem Fall führt das aber irgendwie die "Schulwahl" ad absurdum. Einerseits denke ich, B. würde wirklich sehr von einer Sonderpädagogin in der Klasse profitieren, obwohl ja nun letztendlich wirklich nur noch Kleinstbaustellen und die eingeschränkte Feinmotorik in der rechten Hand geblieben sind. Aber die für uns zuständige GL-Schule (wo die Inklusionsklassen doppelt besetzt sind) ist eine Montessori-Schule. Ich bin wirklich ein ganz großer Fan von Montessori, habe aber in den vergangenen Jahren immer und immer wieder gesehen, dass B. um die Materialien, die wir zuhause hatten, eher einen großen Bogen macht. Oft ist das Material ja recht kleinteilig und das Hantieren damit einfach sehr anstrengend. Handlungsplanung war ja auch eine ziemliche Baustelle hier, das ist zwar besser geworden, aber eben auch noch eine zusätzliche Hürde.

Die Schule nebenan, wo auch seine Freunde hingehen werden, ist noch alte Schule, also viel Frontalunterricht und so. Das würde für B. alles viel einfacher machen. Die Ergotherapeutin sieht das so, die Heilpädagogin auch und der Kindergarten erst recht. Das ginge aber vermutlich nur, wenn da niemand einen sonderpädagogischen Förderbedarf sieht und die Schule gewillt wäre, sich auf Schreiben am Rechner/Tablet und Nachteilsausgleiche für vermutlich alle Fächer einzulassen.

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Tanja2014
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BeitragVerfasst am: 22.09.2018, 07:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo melly,

ja, es würde wohl darauf hinauslaufen, dass er dann eine I-Assistenz benötigen würde, um eine zielgleiche Beschulung zu ermöglichen. Allein, wenn ich das so schreibe, kommt mir das schon völlig Banane vor. Nun ja....

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AnnalenaO
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BeitragVerfasst am: 22.09.2018, 08:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tanja!
Mein Sohn hat zwar keine ICP aber starke Probleme mit der Feinmotorik und der Koordination. Er ist auf einer Regelschule ohne Schulbegleiter und ohne Sonderpädagogischen Förderbedarf. Er darf immer wenn nötig am PC schreiben. Bei Lückentexten darf er der Lehrerin diktieren was sie einfügen soll. Die Rektorin meinte sogar man könne einen Laptop für ihn beantragen, das ist aber nicht nötig denn solang niemand das geschriebene bewerten muss schreibt er so. Allein um es zu üben. Wenn es dann unleserlich ist dann ist es halt so. Aber es wird besser! Für den Kunst und Sportunterricht hat er auch Nachteilsausgleich. Die Anstrengungsbereitschaft wird stark mitbewertet, nicht nur das outcome.
Die Schule kommt uns wirklich sehr entgegen. Mein Sohn ist auch nicht das einzige Kind mit Problemen in der Klasse. Es gibt noch LRS Kinder und ein Dyskalkulie Kind. Auf deren Bedürfnisse wird auch Rücksicht genommen.
Wir sind in Hessen.
Hast du schon mit der Rektorin der Regelschule gesprochen? Wenn nicht dann mach das doch mal.
Bei uns hat es übrigens auch geklappt dass Sohn ein Jahr von der Einschulung zurückgestellt wurde so wie Jörg das plant und das war für ihn ganz super! Wär das bei euch noch eine Option?
Liebe Grüsse, AnnalenaO
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Tanja2014
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BeitragVerfasst am: 22.09.2018, 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Annalena,

ein Beratungsgespräch durch die Schulleitung steht noch aus. Eine Rückstellung haben wir schon durch, das ist für nächsten Sommer definitiv keine Option mehr. Ich hoffe einfach mal das Beste für das Gespräch Anfang Oktober.

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Tanja
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Anne_mit_2
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BeitragVerfasst am: 22.09.2018, 09:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tanja,

ich kann Deine Bedenken bzgl. Montessori verstehen. Für manche Kinder ist es super, für andere ein echtes Problem. Bei dieser Methode geht am Anfang (vor allem im KiGa-Alter) sehr viel über den taktilen Kanal, was gerade bei ICP Kindern mit Einschränkungen an den Händen problematisch sein kann.

Hast Du ein Vertrauensverhältnis zum KiGa? Kannst du deren Einschätzung einholen, wo sie Deinen Sohn eher sehen: ohne die Freunde an der Montessori Schule wegen der Integration oder ohne Sonderförderung an der Regelschule mit seinen Freunden. Das heisst natürlich nicht, dass Du Dich danach richten sollst, aber es können Aspekte auftauchen, an die Du bisher noch nicht gedacht hat und über deren Nichtberücksichtigung Du Dich nachher sehr ärgern könntest.

Bei meiner Tochter war damals die Trennung von den beiden Freundinnen unvermeidlich, weil deren Eltern jeweils den schon lang geplanten Umzug (wegen Versetzung des Vaters im einen Fall, der Mutter im anderen) genau auf die Einschulung gelegt hatten. Sie hatte dadurch einen grottenschlechten Start in die Schulzeit und hat Jahre gebraucht, um sich davon zu erholen. Im Vergleich dazu waren die (zugegebenermaßen nicht allzu großen) körperlichen Probleme viel leichter zu überwinden.

Bei einem anderen Kind in unserem Dorf, war es genau umgekehrt. Er blühte nach einem Schulwechsel unter passenderer Förderung geradezu auf.

Viele Grüße,
Anne
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