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Ausbildung im Berufsbildungswerk - Antragsdauer, Ablauf
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Dani+Feli
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BeitragVerfasst am: 09.04.2017, 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Zusammen,

Da ich mir für meinen Sohn auch eine Ausbildung wünsche, möchte ich gerne wissen, was für Fähigkeiten er dafür braucht.

Mit welchen Schulabschlüssen kommen eure Kinder jetzt in die BVM oder in das BBW?
Was für Förderschwerpunkte haben eure Kinder jetzt noch?

Können sie mit oder ohne Hilfsmittel frei schreiben?

Feli kann das jetzt noch nicht und ich frage mich wie er so eine Ausbildung schaffen könnte?

Die WfBM ist eine Option, falls eine Ausbildung nicht in Frage kommt.

Danke.
LG Dani
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RolliTanteSilvi
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BeitragVerfasst am: 09.04.2017, 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani,

leider lässt sich deine Frage so pauschal nicht beantworten - was für eine Ausbildung / Berufswunsch hat dein Sohn bzw. denkst du kann er schaffen?

Ich kann Dir nur von meiner Ausbildung berichten bzw. was meine Mitazubis für Behinderungen hatten - z.B. schwerst spachbehindert körberlich stark eingeschränkt (Komonikation verbal und schriftlich nur mit technischen Hilfsmitteln /E-Rollstuhlfahrerin) und hat eine Ausbildung zur Bürokauffrau absolviert und den IHK-Abschluß mit Auszeichnung bestanden. Arbeitet heute in der Verwaltung einer Körperbehindertenschule.

Es gab in meinem Ausbildungsjahrgang einen Autisten der die Ausbildung mit viel Unterstützung (zumidest zu Beginn) sehr gut absolviert hat und heute glücklich im Betrieb seiner Eltern arbeitet.

Du siehst das im BBW viele Behinderungen aufeinander treffen und es meist mehrere Ausbildungsberufe mit den underschiedlichsten Anforderung an die Azubis gibt.

Hier hab ich meine Ausbildung absolviert: http://www.icpmuenchen.de/de/

Fazit: es ist nicht die Voraussetzung das dein Sohn händisch schreibt - sondern das er es beherrscht oder auch die Komunikation muss nicht verbal erfolgen hauptsache es ist eine Kommunikation möglich. Es gibt heutzutagegenug Hilfsmittel wichtig ist nur das diese auch bedient werden können.

Beratung erhälst du bei der Agentur für Arbeit / Reha-Abteilung / Ausbildung - wichtig du / dein Sohn muss wissen welchen Beruf er erlernen will (natürlich realistisch sehen) und dann wird alles andere in die Wege geleitet. Ihr müßt sagen wo ihr auf Eurem Weg hin wollt!!

Verrat mehr zu deinem Sohn - seiner Behinderung - seinen Neigungen und man kann besser Tipps geben.

LG Silvi

_________________
Moritz (geb.2007) - richtiger Sonnenschein und "Wirbelwind" mit Muskeldystrophie des Typs Duchenne - hat beide Eltern bei einem Autounfall verloren - seit 2017 Diffuser Ösophagusspasmus (Schluckstörung)
" Auch aus Steinen, die Dir in den Weg gelegt werden, kannst Du etwas bauen". (Erich Kästner)
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Mellie
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BeitragVerfasst am: 09.04.2017, 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani,

Dein Sohn wird entsprechend seinen Fähigkeiten in einer berufsvorbereitende Maßnahme gefördert. Danach wird entschieden, ob er ausbildungsreif ist und ob eine Ausbildung erfolsversprechend ist. In einem Berufsbildungswerk gibt es auch vereinfachte Ausbildungen.

Es führt aber leider kein Weg daran vorbei, dass man sich vorher und rechtzeitig mit der Arbeitsagentur für Arbeit in Verbindung setzt, da sie die Maßnahmen bewilligen müssen. Vorher wird natürlich geprüft, ob diese Maßnahme Sinn macht. Bis jetzt mußte jeder vorher erst einmal eine psychologische Begutachtung bei der Arbeitsagentur für Arbeit mitmachen. Diese Testung läuft 4 Stunden, davon ist nur 30 Minuten ein Gespräch mit dem Psychologen. Darauf stützt sich dann die Arbeitsagentur für Arbeit.

Bei uns arbeitet die Schule intensiv mit der Arbeitsagentur für Arbeit und mit dem Integrationsfachdienst zusammen. Sollte es bei euch nicht der Fall sein, dann würde ich mich selbst an den Integrationsfachdienst wenden. Die können einem noch viel mehr Möglichkeiten aufzeigen, helfen auch bei der Praktikumssuche, etc.

Fähigkeiten, die man mitbringen muss sind lesen, schreiben und rechnen.

Mein Sohn wird den Förderschulabschluss erhalten. Sein Förderschwerpunkt ist lernen und motorische Entwicklung.

Mein Sohn kann ohne Hilfsmittel schreiben. Er kann in Schreibschrift und Druckschrift schreiben. Meistens schreibt er ganz groß in Druckschrift. Das BBW möchte aber das er vielleicht mit dem Laptop schreibt, da er eine zittrige Schrift hat.

_________________
Viele Grüße,
Mellie
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Dani+Feli
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BeitragVerfasst am: 11.04.2017, 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ihr Lieben,

Danke für eure Einblicke!

Feli ist ja noch Jung und ich weiß noch nicht welchen Berufszweig er mal favorisiert.

Entscheident ist aber bald, ob er ausreichend lesen, rechnen und schreiben kann oder ob er ungelernt wirklich einen Job finden würde.

LG Dani
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Petra62
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BeitragVerfasst am: 12.04.2017, 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Dani
Meine Vorschreiberinnen habe es ja schon gut erklärt. Mein Sohn hat keinen Schulabschluss und macht noch bis Ende Juni eine BvB Maßnahme im BBW. Ziel ist eine Ausbildung. Wir haben uns zwei Jahre bevor er die Schule beendet hatte mit dem Arbeitsamt in Verbindung gesetzt. Mach es früh genug. Und zum Berufswunsch kann ich die nur sagen, das kommt viel später. Mein Sohn wollte Elektriker werden und jetzt kommt wohl was ganz anderes dabei raus. Es zählen die Fähigkeiten und Fertigkeiten des einzelnen. Genau das soll in der BvB Maßnahme erarbeitet werden. Und die Förderung geht in alle Richtungen. Alles wird ausgearbeitet. Der Kontakt zwischen Eltern, Absolventen und Mitarbeitern besteht immer. Mein Sohn bekommt zum Beispiel, Physiotherapie, Motopädie und Konzentrationstraining. Ein Platz im Autismuszentrum steht noch aus. Du siehst es wird viel getan.

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Wenn jeder Tag mit einem Lächeln beginnt
ist es ein guter Tag.
Petra ( 1962 )
Sohn (1998) Asperger ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.
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tinaukids
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BeitragVerfasst am: 15.04.2017, 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!
Ich hab hier jetzt mal alles durchgelesen. Habe so das Gefühl, dass fast jeder, der diese psychologische Begutachtung durchlaufen hat, den Ratschlag bekommt, dass eine Ausbildung nur beim BBW möglich ist? Ich hatte einen ganz schlechten Eindruck von unserer Beratung bei der AfA. Auf ein BBW abschieben weil es für das Amt das einfachste ist? Ich habe mir so eine Beratung irgendwie anders vorgestellt.

Lieben Gruß Tina

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Tina 1978,
L. 2000: ADHS, Tourette, Depris, Asthma und noch kleine Baustellen, GdB 70, G, B, H, PS 2 eA
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tinaukids
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BeitragVerfasst am: 15.04.2017, 17:33    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich noch dazu sagen möchte, mein Sohn wird mit höchster Wahrscheinlichkeit den Sekundarabschluss 1 schaffen. Bekommt allerdings wegen seinem Notendurchschnitt (3,1) keinen Ausbildungsplatz.
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Mellie
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BeitragVerfasst am: 15.04.2017, 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

tinaukids hat folgendes geschrieben:
Ich hatte einen ganz schlechten Eindruck von unserer Beratung bei der AfA. Auf ein BBW abschieben weil es für das Amt das einfachste ist? Ich habe mir so eine Beratung irgendwie anders vorgestellt.


Hallo Tina,

an was hattest Du für Deinen Sohn gedacht? Ist Dein Sohn auf Unterstützung angewiesen?

Uns wurde noch das christliche Jugenddorf und Kolping empfohlen. Das ist aber alles ähnlich wie ein Berufsbildungswerk.

Auch mit einem 3er Abschlußzeugnis kann man eine Berufsausbildung finden. Ich kenne mehrere Jugendliche, die durch private Praktikas in den Ferien an einem Ausbildungsvertrag gekommen sind.

https://www.ausbildung-me.de/blog/a.....ng-trotz-schlechter-noten

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Viele Grüße,
Mellie
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Petra62
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BeitragVerfasst am: 15.04.2017, 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

tinaukids hat folgendes geschrieben:
Hallo!
Ich hab hier jetzt mal alles durchgelesen. Habe so das Gefühl, dass fast jeder, der diese psychologische Begutachtung durchlaufen hat, den Ratschlag bekommt, dass eine Ausbildung nur beim BBW möglich ist? Ich hatte einen ganz schlechten Eindruck von unserer Beratung bei der AfA. Auf ein BBW abschieben weil es für das Amt das einfachste ist? Ich habe mir so eine Beratung irgendwie anders vorgestellt.

Lieben Gruß Tina


Also so darfst du das nicht sehen. Wir haben zum Beispiel selber gemerkt, das unser Sohn nicht ohne Unterstützung eine Ausbildung machen kann. Da so eine Maßnahme viel Geld kostet, wird sicher nicht jeder ,,abgeschoben''
Ihr werdet das richtige finden.

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tinaukids
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BeitragVerfasst am: 15.04.2017, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Euch, auch für den Link. Er hätte bei dem Test so gut angeschnitten wie ein gesunder 16 jähriger was immer das bedeutet. Ich finde eine 3,0 gar nicht mal so schlecht. Da er aber kein Handwerker werden möchte , wofür dieser Schnitt auch schon zu schlecht wäre, laut AfA, ist es schwierig ein Platz für ihn zu finden. Ihm fehlt noch so ein Jahr in der Entwicklung um arbeiten zu gehen. Es fehlt an der Vernunft und der Einsicht, daher auch dieser "schlechte" Notendurchschnitt. Er will was mit EDV machen. Wir haben versucht für nach der Schule einen längerfristigen Praktikumsplatz in diesem Bereich zu finden, aber nicht bekommen. Die Dame von der Rehaabteilung hat ihm eingeredet, er wäre zu "gut" um "nur" Bürokaufmann zu lernen, dann solle er lieber ins BBW gehen. Das verstehe ich nicht...ich habe mir echt eingebildet, dass die AfA vielleicht ein bisschen mehr behilflich sind einen Ausbildungsplatz oder Praktikumsplatz zu finden. Das war vielleicht ein bisschen naiv. Ich finde es halt nicht ok, dass man in der heutigen Zeit ein super guter Schüler sein muss um einen Platz zu finden, übrigens auch die Aussage der Reha-Dame.
Unser Sohn bräuchte lediglich einen kleinen Betrieb der ihm ein bisschen Zeit lässt um sich einzugewöhnen. Wo er nicht auf sich alleine gestellt ist, dann könnte er eine ganz normale Ausbildung machen. Leider haben wir kein Vitamin B!
Danke Euch fürs Zuhören, aber ich musste das jetzt mal loswerden.
Gruß Tina

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Tina 1978,
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