Konfirmation u. Firmung - wie Unterricht gestalten?

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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Konfirmation u. Firmung - wie Unterricht gestalten?

Beitragvon Claudi-BaWü » 09.04.2013, 12:56

Hallo,

bei uns im Amtsblatt stand am Freitag das die Jahrgänge 1999/2000 zum Konfirmanten Unterricht angemeldet werden kann.

Nun war ich heute auf dem Pfarramt um nachzufragen ob mein Sohn der Ende 2000 geboren wurde in diesem Jahr angemeldet werden muss. Die nette Dame dort teilte mir mit das mein Sohn wenn dann erst nächstes Jahr angemeldet werden muss.

Nun zu meiner eigentlichen Frage an Euch:
Wie ist das bei Euch abgelaufen mit dem Konfi Unterricht wenn Eure Kind wegen seiner Behinderung gar nicht reden kann und auch dem Unterricht nicht folgen kann? Wie lief bei Euch die Konfirmation ab?

Ich habe nun nächste Woche beim Pfarrer einen Termin um mit ihm besprechen zu können wie man es bei meinem Sohn machen kann. Aber ich hätte gerne ein paar Ideen oder Vorschläge.

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Beitragvon KerstinS » 09.04.2013, 13:16

Hallo meine zwei hatten letztes Jahr Konfi.Bei uns war es eine integrative Konfi-der Unterricht war in der Schule meiner Tochter(die behinderten) und die anderen hatten extra Unterricht.Dann wurden immer mal gemeinsame Aktionen und das Fest dann alle zusammen.Unsere Kinder wurden einbezogen wie es vom Behinderungsgrad eben möglich war-aber meine sind sprachlich ziemlich fit und körperlich nicht beeinträchtigt.Sie lesen halt nicht alles usw.
Der Pfarrer war halt gut darauf eingestellt und es fand ein Elternabend und Besuche der anderen Kinder auf unserer Sonderschule statt.
Hat alles prima geklappt.Liebe Grüße Kerstin

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Beitragvon Sabine » 09.04.2013, 13:23

Hallo Claudi,

JP wird einfach so mit dabei sein und konfirmiert werden; vielleicht auch "extra". Unterricht bringt bei ihm nichts, weil er einfach zu schwer behindert ist; körperlich und ja auch geistig.

LG
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Beitragvon Claudi-BaWü » 09.04.2013, 13:29

Hallo,

Danke schonmal für Eure Ausführungen. Also in der Schule ist bei uns in diese Richtung gar nichts geplant.

@Sabine: Was meinst Du mit "extra"?

Ich habe eben auch Angst das mein Sohn keine 1,5 Stunden in der Kirche ruhig bleibt.

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Beitragvon Sabine » 09.04.2013, 13:33

Hallo Claudi,

vielleicht alleine ohne die anderen Kinder. Er kann sehr laut werden und der Lärm wäre gegenüber den anderen Kindern nicht fair, die sich ja eine schöne und "andächtige" Feier wünschen.

LG
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Beitragvon Isolde » 09.04.2013, 13:33

Hallo Claudia,

frecherweise habe ich die Konfirmation mal mit der Firmung gekoppelt,
weil bei den Katholiken zur gleichen Zeit im ähnlichen Alter die Firmung ansteht,
die ebenso mit vorgehenden Stunden begleitet ist.

Ich habe dieses Problem nämlich mit Jonathan nun auch - wie ich das mit der Firmung machen soll.
Ich würde ihn schon gerne firmen lassen, auch wenn geistig Vieles nicht erfassen kann.

Aber ich stelle mir auch die Frage, wie kann ein Unterricht entsprechend ausschauen?
Meist werden die Unterrichtsstunden bei der Firmung samstags gehalten, sodass das Heim kein Hindernis wäre dass er nicht die Stunden in seiner Heimatgemeinde besuchen könnte,
nur wie?

Auch ich muss da langsam mit dem Pfarrer der Gemeinde ins Gespräch kommen, der Jonathan ja inzwischen auch kennt.

Lieben Gruß - Isolde
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Beitragvon fini » 09.04.2013, 13:34

Hallo Claudi

Unsere Tochter Melanie ist auch nichtsprechend und versteht eigentlich nicht um was es bei der Firmung geht.
Trotzdem haben wir ihr dieses schöne Fest ermöglicht.
Sie wurde in einem kleinen, festlichen Rahmen gefirmt.
Dies geschah in ihrer ehemaligen Schulkapelle.
Die Firmvorbereitung erhielt sie im Zuge des Religionunterrichts.
Vielleicht währe das für euch auch eine Option.

Liebe Grüße Fini

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Beitragvon Claudi-BaWü » 09.04.2013, 13:35

Hallo Sabine,

ja genau diese Gedanken und Bedenken habe ich auch. Mal sehen was der Pfarrer vorschlägt. Weil die Dame auf dem Pfarramt meinte sie hätte schon ein paar Mal Kinder mit unterschiedlichsten Behinderungen dabei und sie hätten bisher immer eine Lösung gefunden mit der auch die Eltern zufrieden waren und für Ihr Kind einen schönen Tag hatten.

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Beitragvon Sabine » 09.04.2013, 13:40

Hallo Claudi,

am besten sprichst du wirklich mal mit dem Pfarrer und bringst deinen Sohn gleich. Ich musste in den letzten Jahren immer öfter bei solchen Anlässen ausdrücklich betonen, dass es sich bei JP um ein sehr schwer geistig und körperlich behindertes Kind handelt. Und dann haben es viele immer noch nicht verstanden, die ihn nicht kennen. Unter "behindert" stellen sich anscheinend die meisten Leute immer öfter "nur noch" Kinder vor, die nur ein bisschen eingeschränkt sind, aber ansonsten im Vollbesitz ihrer geistigen und körperlichen Kräfte. Daher bringst du deinen Sohn am besten zum Gespräch mit, damit sich alle ein Bild von seiner Behinderung machen können.

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Beitragvon Claudi-BaWü » 09.04.2013, 13:48

Hallo Sabine,

ja bezgl. dem mitbringen habe ich heute auch gesprochen und die Dame meinte ich sollte zu dem Erstgespräch erstmal alleine kommen und wenn dann nötig macht der Pfarrer einen Hausbesuch.

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