Wessen Kind durfte mal nicht zur Schule, da keine I-Hilfe?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Steffi66
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Wessen Kind durfte mal nicht zur Schule, da keine I-Hilfe?

Beitragvon Steffi66 » 25.01.2013, 15:22

Hallo!

Ich hatte ja schon mal geschrieben, dass sich die Suche nach einem neuen I-Helfer für unseren Sohn hinzieht. Dies ist leider nach wie vor der Fall. Inzwischen haben wir auch schon mal einen Anwalt kontaktiert, der sich auch ab kommender Woche einschalten wird, sollten wir bis dahin keine Neuigkeiten haben.

Unser Sohn ist nun seit über einer Woche zu Hause - Ende offen. Was mich nun zusätzlich belastet: Mit der Lehrerin unseres Sohnes kommen wir eigentlich gut zurecht. Nun hatte sie uns ja mitgeteilt, dass unser Sohn - solange er keine I-Hilfe hat - nicht in die Schule darf. Ich hatte darum gebeten, uns das schriftlich zu geben, damit wir abgesichert sind und man uns nicht u. U. vorwirft, dass wir der Schulpflicht nicht nachkommen. Sie hat mir dies auch zugesichert. Da die angekündigte Bescheinigung nicht kam, hat mein Mann sie nochmal angerufen. Ja, sie hätte es vergessen, sie würde sie uns schicken. Auch dieses Telefonat liegt nun schon wieder fünf Tage zurück und nichts ist angekommen.

Wie war das bei Euch? Wessen Kind war schon mal über einen gewissen Zeitraum zu Hause? Habt Ihr eine Bescheinigung von der Schule bekommen? Habt Ihr Euer Kind krankschreiben lassen? Da unser Sohn schon vor den Ferien eine Woche nicht in die Schule sollte (auf Empfehlung der Therapeutin, die auch gesehen hat, wie negativ die damalige I-Hilfe auf ihn wirkt), hatten wir für diesen Zeitraum eine Entschuldigung eingereicht. Jetzt wollen wir dies aber nicht, da es ja nicht unsere Entscheidung ist, dass er ohne I-Hilfe nicht zur Schule soll. Irgendwie komme ich mir langsam blöd vor, nochmal nachzuhaken....

Bin gespannt auf Rückmeldungen.

LG
Steffi
Steffi mit Sohn (*2002, Asperger-Syndrom) und Sohn (*2004, Neurofibromatose - NF1 und ADHS)

Karina39
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Beitragvon Karina39 » 26.01.2013, 09:01

Hallo Steffi66

ich hatte letztes Jahr den Fall, dass das JA ein halbes Jahr sich mit Hinhaltetaktik weigerte meinem Sohn eine Schulbegleitung für die Privatschule zu stellen.

Die Schule sah zwar, dass das nicht an mir lag sondern an diesem Herrn und versuchte die Zeit mit einer FOS Praktikantin zu überbrücken. Diese kam mt meinem Sohn leider überhaupt nicht zurecht.

Als mein Sohn nach einem sechswöchigen KJP Aufenthalt entlassen wurde, sagte mir die Lehrerin, mit der ich mich eigentlich auch gut verstand, dass M. nur noch mit I-Kraft in die Schule kommen könne.

Im JA war zu dieser Zeit der zuständige SB krank, und die anderen Damen schnauzten mich an, dann müsse mein Kind eben ein paar Wochen zu Hause bleiben :x

Die Lehrerin teilte mir das allerdings schriftlich per Mail mit, dass M. mit I-Kraft gerne wieder an die Schule kommen könne. Sie wollten halt dem JA Druck machen.

Zum Glück hatte ich noch einen Sozaldienst von der KJP, die sich an die Vorgesetzte des zust. SB wandte. Die Schule lies meinen Sohn dann doch wieder ohne I-Kraft zur Schule aber es wurde eine Frist gesetzt, dass bis dann und dann eine I-Kraft dasein müsse.

Da dem störrischen SB nix anderes mehr übrigblieb, erhielten wir mit sehr viel Glück doch noch eine I-Kraft. Allerdings war es dann so, dass diese mit der Lehrerin überhaupt nicht klarkam. Das wirkte sich dann natürlich auch auf meinen Sohn aus.

Viele Grüße und alles Gute
Karina39
soziale Phobie und Depressionen mit Sohn geb.97 ADS und Asperger Syndrom

Christiane7103
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Beitragvon Christiane7103 » 26.01.2013, 09:04

Hallo Steffi!

Lass Deinen Anwalt einen kurzen Brief schreiben, das wirkt bestimmt Wunder.
Auf die Bestätigung musst Du bestehen. Man weiß ja nie....Die Schulen machen es sich da ganz leicht. Du kannst auch kurz bei der
übergeordneten Stelle anrufen. Bei uns ist das der Bezirk Oberbayern, die
sind immer ganz dankbar, wenn sie solche Infos bekommen.

LG Chris

anna h.
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Beitragvon anna h. » 26.01.2013, 10:23

Hallo,
aber was soll da ein Anwalt bei den Schulen erreichen?
Bei uns in NRW ist es so, dass eine I-Kraft, insbesondere die fachlichen Schulbegleitungen beantragt werden, wenn ein Kind ohne Schulbegleitung nicht tragbar ist in der Schule. Ja, und dann sollen die Schulen das dann doch so einfach stemmen, wenn kein Schulbegleiter da ist? Das ist doch völlig an der Realität vorbei. Mein Sohn hat eine I-Kraft, weil er vom gesamten Schulalltag völlig überfordert ist und immer wieder die ruhige Einzelsituation braucht oder jemanden, der mit ihm bespricht oder von außen anschaut, was da so passiert. Ohne das hat er Ausraster, nässt evtl ein u.a.m.
Es funktioniert alleine nicht und bei Ausfallzeiten der I-kraft kann er meistens nicht in die Schule. Das ist echt schwierig, weil ich berufstätig bin. Aber ganz ehrlich, wenn er alleine in die Schule müsste wäre es furchtbar.
Gruß
Anna H.

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Re: Wessen Kind durfte mal nicht zur Schule, da keine I-Hilf

Beitragvon Regina Regenbogen » 26.01.2013, 15:41

Unser Sohn ist nun seit über einer Woche zu Hause - Ende offen. Was mich nun zusätzlich belastet: Mit der Lehrerin unseres Sohnes kommen wir eigentlich gut zurecht. Nun hatte sie uns ja mitgeteilt, dass unser Sohn - solange er keine I-Hilfe hat - nicht in die Schule darf. Ich hatte darum gebeten, uns das schriftlich zu geben, damit wir abgesichert sind und man uns nicht u. U. vorwirft, dass wir der Schulpflicht nicht nachkommen. Sie hat mir dies auch zugesichert. Da die angekündigte Bescheinigung nicht kam, hat mein Mann sie nochmal angerufen. Ja, sie hätte es vergessen, sie würde sie uns schicken. Auch dieses Telefonat liegt nun schon wieder fünf Tage zurück und nichts ist angekommen.
Fordere diese Bescheinigung schriftlich bei der Schulleitung an und setze hinzu, dass ihr euer Kind anderenfalls ab dem 04.02.2013 wieder zur Schule schicken müsst wegen der Einhaltung der Schulpflicht.

Ist dein Kind denn schriftlich beurlaubt worden oder auf welcher Grundlage ist er jetzt zu Hause?

Wir haben es damals bei der Rücküberweisung von der Förderschule auf die Regelschule schriftlich vom Schulamt bekommen, dass einer Beschulung an der Regelschule nur mit Schulbegleiter zugestimmt wird.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

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Beitragvon Steffi66 » 26.01.2013, 17:00

Hallo!

Dass unser Sohn nicht ohne I-Hilfe in die Schule kann, kann ich schon nachvollziehen, da er nicht gerade "einfach" ist. Den Anwalt würden wir auch nicht wegen der Schule, sondern wegen des Jugendamtes einschalten.

Die Klassenlehrerin hatte mir mitgeteilt, dass in Absprache mit der Konrektorin entschieden worden sei, dass unser Sohn solange zu Hause bleiben solle, bis eine neue I-Hilfe gefunden wurde. Gestern hat sie uns nun gesagt, dass die Konrektorin krank war und sich dadurch alles verzögert hat, die Bescheinigung nun aber unterwegs sei.

LG
Steffi
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Beitragvon Christiane7103 » 26.01.2013, 18:17

Okay - jetzt verstehe ich. Dein Sohn kann ohne I-Helfer den Schulalltag nicht stemmen. Das ist nicht nur so von der Schule in den Raum gestellt... I-Helfer kannst Du selbst suchen - falls Dich die Schule nicht unterstützt bei Awo, Malteser, Universitäten, Diakoniezentren etc. Bei uns ging das fix -Diagnose und Zustimmung von Bezirk. Am besten ist aber, man sucht sich die Person selbst - sonst ist es ein Glücksspiel. Wir hatten nur FSJ'ler die gingen nach 6 Monaten wieder..

Grüsse Chris

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I Hilfe

Beitragvon maritawildoer » 26.01.2013, 18:19

Hallo, mein Sohn hat einen I Helfer, den wir selber ausgesucht haben. Das passte zwar dem Amt nicht, aber man hat das Recht. Unser Problem ist, das die Behörden immer wieder neue Bescheinigungen vom I Helfer verlangen. Dadurch verzögert sich die Zahlung oft um Monate bis wieder gezahlt wird. Jaden (Asperger)versteht sich gut mit seinem I Helfer und möchte das er bleibt. Bei uns ist das Problem wenn der I Helfer bis Wo ende kein Geld bekommt muß er aufhören, da er ja auch davon leben muß. Wir haben am Anfang schon ca 6000 Euro gezahlt damit er zur Schule gehen kann. Wir sind auch so lagsam mit unserem Latain am Ende. Liebe Grüße Marita

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Beitragvon Sylke » 27.01.2013, 20:42

bei uns ist das öfters so.....wenn die Schulbegleiterin krank ist, was leider häufiger vorkam, und es keinen Ersatz gab, musste ich Kimberly Zuhause behalten, weil die Schule sie dann nicht nimmt.

Naja, und jetzt wirds wohl so sein das sie ab März einige Wochen Zuhause bleiben wird....wir ziehen um, und das mit der neuen Schule erweist sich als schwierig - die nimmt sie nur wenns Geld gibt für eine 1zu1-Betreuung....dieses will der Landkreis aber erst absegnen wenns vom Gesundheitsamt getestet ist obs echt nötig ist......
Sylke (*3/70) mit Kimberly (*5/05),
Unseren Alltag rund ums Dravet-Syndrom kann man bei Facebook nachlesen- Aufmerksam machen und aufklären über diese Krankheit ist das Ziel!
Kimberly - anders aber einzigartig

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Beitragvon maritawildoer » 29.01.2013, 09:02

Hi, sowas ich echt schlimm. Wir merken auch immer wieder, das alles zu lange dauert und die Kinder viel in der Schule verpassen. Ich frag mich echt muß das sein.Wir dachten auch immer das die zum wohle des Kindes arbeiten. Mfg. Marita


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