Entwicklung des BundesTeilhabeGesetzes

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Inge
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Beitragvon Inge » 06.05.2015, 18:12

Hallo zusammen,

heute war ich den ganzen Tag unterwegs und habe noch nicht alles PNs gelesen. Es sind jetzt schon einige Namen unter dem Schreiben :-) Vielen Dank schon mal!!!
Noch eine Bitte: schickt mir neben euren Namen noch den Wohnort. Das verleiht dem Brief noch mehr Nachdruck.
Jetzt stelle ich die Info auch noch bei Facebook ein, damit es sich bis zum Wochenende noch etwas verbreitet.

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Inge

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Beitragvon Isolde » 07.05.2015, 13:57

Hallo zusammen,

ich verlinke mal zu diesem Thread,
weil hier http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... d7dd103c28 gerade über die Eingliederungs- und Jugendhilfe diskutiert wird die im Rahmen des neuen Bundesteilhabegesetzes Veränderung finden soll.

Schönen Gruß
Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Beitragvon Inge » 13.05.2015, 08:22

Bitte unterstützt unsere Unterschriftenaktion bis zum Freitag (15. Mai): Eltern hinterfragen die Ausrichtung der Bundesvereinigung Lebenshilfe! Wohin geht die Lebenshilfe? Und wen nimmt sie noch mit?
https://elerbeki.wordpress.com/2015/05/ ... benshilfe/

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Beitragvon Inge » 30.05.2015, 11:06

Kostenbewusste Weiterentwicklung der Hilfen für behinderte Menschen

Der Deutsche Landkreistag hat sich für eine kostenbewusste Weiterentwicklung der Hilfen für behinderte Menschen ausgesprochen. [...]
Er beschrieb, dass die Eingliederungshilfe bereits heute vollständig den individuellen Bedarf des behinderten Menschen abdecke. Daher sollten durch eine personenzentrierte Hilfegewährung und eine intensive Hilfeplanung Verbesserungen für die Leistungsberechtigten angestrebt werden. [...]
Es gebe verschiedene Stellschrauben, um die Situation behinderter Menschen zu verbessern: „Zu denken ist auch an den Übergang von den Werkstätten für behinderte Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Hier muss stärker gefördert werden. Behinderte Menschen sind heute erfreulicherweise wesentlich länger in der Lage zu arbeiten, als dies früher der Fall war." Die alten Sonderregelungen müssten daher auf den Prüfstand gestellt werden. „Letztlich geht es dabei um Gleichstellung im Sinne von echter Teilhabe an der Gesellschaft und am Arbeitsleben." [...]

Quelle und kompletter Text: Landkreistag mit Link zum Argumentationspapier

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Beitragvon Roy1969 » 30.05.2015, 11:34

"Er beschrieb, dass die Eingliederungshilfe bereits heute vollständig den individuellen Bedarf des behinderten Menschen abdecke."

Ach ja? Gut zu wissen *Ironie off*
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Beitragvon JustinsMum » 30.05.2015, 11:57

Herzlichen Glückwunsch,

wenn die Eingliederungshilfe über die Jugendämter abgewickelt wird ist mein Kind hoffentlich 18 Jahre alt.

Wenn nicht Österreich und damit die Schluss mit Schulpflicht sind genau 2 h entfernt. An dem Tag flüchte ich dahin und komme wieder, wenn mein Kind 18 ist.

Ich fasse es sowieso schon lange nicht, dass wir eigentlich nur noch der Schulpflicht dienen und Sklaven dieser sind. Das es Kinder gibt, die in der Schule gar nicht so gut aufgehoben sind, vor allem, wenn man eigentlich auf den Abschluss hin arbeiten sollte, statt Bulemie-Lernen zu praktizieren, wird von Deutschland genauso ignoriert, wie die Behindertenrechtskonvention.

Wir haben noch 3 Jahre und unsere einzige Chance ist es jetzt aus dem Schulpflichtprogramm auszusteigen, ansonsten sehe ich schwarz. Da fehlt mir ein Jugendamt noch.

Viele Grüße

justinsMum


P.S. Wehrt Euch, vor allem, wenn Eure Kinder noch klein sind.

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Beitragvon MichaelK » 30.05.2015, 12:32

JustinsMum hat geschrieben:wenn die Eingliederungshilfe über die Jugendämter abgewickelt wird .



ich lese das da zwar nicht, eher das Gegenteil, hab aber trotzdem gelacht :)

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)

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Beitragvon dagmar neo frea » 30.05.2015, 13:12

Moin


@Justinsmum

Der Landkreistag spricht sich gegen die Große Lösung in der Jugendhilfe aus, die möchten das es genau andersrum läuft , weil viele behinderte Kinder auch im Erwachsenenalter Leistungen aus dem SGB XII beziehen werden.
Außerdem positioniert sich der Landkreistag gegen eine komplizierte (ständig wiederkehrende) Bedarfsüberprüfung wie beim SGB VIII und fordert eine konsequente Erweiterung von § 17 (persönliches Budget ) mit möglicherweise Pauschalleistungen ohne ständige Bedarfsüberprüfungen.
Ich kann die Punkte im Moment ,wenn Pauschalleistungen nicht gleichzeitig Kürzungen sind,vollumfänglich unterstützen.
Mit den Wfbm und allgemeinem Arbeitsmarkt muß man wohl aus der Perspektive sehen,das immer mehr sehr leicht behinderte Menschen in den Wfbm stranden und die vormals angedachte Klientel der wirklich stark beeinträchtigte Menschen verdrängen.
Das ist und war nie der Sinn der Wfbm.
Das Statement das maßgebliche Leistungen bereits abgedeckt sind kann ich da zuordnen , wo manche Behindertvertreter vorschlagen,das auch sehr reiche Menschen mit Behinderungen einen Anspruch auf Eingliederungshilfe haben müßten.

Im Moment finde ich die Positionen vom Landkreistag nachvollziehbar und realistisch.
Besser,als das was von manchen anderen Gurppierungen gefordert wird.

L.G.
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=dVrX7Gqjzs0

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Beitragvon MichaelK » 30.05.2015, 13:17

dagmar neo frea hat geschrieben:Im Moment finde ich die Positionen vom Landkreistag nachvollziehbar und realistisch.
Besser,als das was von manchen anderen Gurppierungen gefordert wird.

L.G.


Hallo Dagmar,

ich habs nur überflogen, finde aber, soweit, dein Statement ok.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2

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Beitragvon anitaworks » 31.05.2015, 13:26

Hallo Michael,

MichaelK hat geschrieben:
JustinsMum hat geschrieben:wenn die Eingliederungshilfe über die Jugendämter abgewickelt wird .
ich lese das da zwar nicht, eher das Gegenteil, hab aber trotzdem gelacht :)


http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic116 ... sc-20.html

ich lache bei der Thematik überhaupt gar nie nich.......... :?

Und ich hoffe sehr, dass die "Große Lösung" uns erspart bleibt!

LG Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
#NoABA #FragtWarum


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