Vorweihnachtszeit = Stresszeit für Autisten?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 15.12.2018, 15:15

Wirklich sehr interessant. Weihnachtsmarkt ging bei uns schon immer ganz gut. Klar, immer mit Adleraugen beim Kind und wenn es zuviel wird, ab nach Hause.
Wenn wir gemütlich mal schlendern wollen, dann geht das nur ohne Kind.
Aber das weiß man ja vorher!

Regina, wir haben den Baum bisher immer 2-3 Tage vorher reingeholt und Kind weiß aus Erfahrung „Baum fertig - dauert nicht mehr lange“. Aber wie lange? Also jede Nacht Aufregung, weil es könnte ja am nächsten Tag soweit sein! Das fällt dann weg, wenn wir es direkt Heilig Abend machen.
Ob der Tag ansich dann besser wird, müssen wir abwarten... Ich hoffe aber zumindest auf mehr Schlaf! :lol:
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Regina Regenbogen
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Beitragvon Regina Regenbogen » 16.12.2018, 08:50

Regina, wir haben den Baum bisher immer 2-3 Tage vorher reingeholt und Kind weiß aus Erfahrung „Baum fertig - dauert nicht mehr lange“. Aber wie lange?
2 oder 3 mal noch schlafen :lol: :wink:
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 16.12.2018, 10:22

Regina, wir haben den Baum bisher immer 2-3 Tage vorher reingeholt und Kind weiß aus Erfahrung „Baum fertig - dauert nicht mehr lange“. Aber wie lange?
2 oder 3 mal noch schlafen :lol: :wink:
Ja, so erklären wir das auch. Aber wenn man nachts zwei- dreimal wach wird, hat man ja theoretisch schon dreimal geschlafen. Wenn man Glück hat, könnte es also am nächsten Morgen soweit sein - laut Kind! :lol:
Da fällt ihr die Sortierung schwer. Zeitgefühl, Tageszeiten etc. sind nicht unbedingt ihre Stärke... :wink:
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Beitragvon Regina Regenbogen » 16.12.2018, 10:54

Ja, kenne ich. Da hilft dann nur noch Geduld und die erfolgreiche Suche nach der "passenden" Ausdrucksweise. Es wird aber besser, wenn auch vielleicht erstmal nur unmerklich. :wink:
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

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Beitragvon Alexandra2014 » 16.12.2018, 14:34

Doch, dass es besser wird, merkt man eigentlich jedes Jahr. :D
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Engrid » 16.12.2018, 18:47

Hallo Alex,

nach meiner Erfahrung bringt da eine durchdachte Ausdrucksweise oft Erfolg, „noch zwei Nächte“, oder „noch zweimal Dunkelheit und wieder Tag werden“, ist exakt, ist „objektiv“, hat also das Kind keinen Einfluss drauf. Das klingt immer so banal, aber es macht halt oft den Unterschied.
Das Beispiel „stehenbleiben bei Rot“ zb hatten wir schon öfter hier. Da bleiben manche Autisten halt mitten auf der Strasse stehen. :shock: Korrekt formuliert (je nach Kind) heißt es zb „Bei Rot nicht losgehen. bei Grün los und zügig über die Straße gehen.“ Funktioniert.  8)

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
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Beitragvon Alexandra2014 » 16.12.2018, 19:02

Danke Engrid, das werde ich mal testen... :D

Gruß
Alex
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Beitragvon Ronja-und-Mini » 17.12.2018, 10:29

Diese Woche steht bei uns auch noch der Weihnachtsmarkt an. Bisher hat es nie geklappt, weil der Mini nicht gern hingeht, aber versuchen es jedes Jahr einmal am Tage, wo es weniger trubelig ist. Er bekommt dann sein vorher schon gewünschtes Süßkramzeug (Softeis oder Waffel oder sowas) und wenn er danach dann gehen mag, gehen wir eben sofort wieder. Das ist dann ok. Vielleicht kommt irgendwann das Jahr, in dem irgendwas dabei ist, was er mag. Finde es gut, dass er zumindest für ein paar Minuten mitkommt.

Mini ist ja so ein Zahlenfan. Dazu zählt auch das Datum. Da er eben genau weiß, welcher Tag, welcher Monat, welches Jahr etc. ist, sind bei uns feste Datums- und Zeitangaben z.B. eher kontraproduktiv. Ich versuche bei ihm sogar eher schwammige Angaben, damit er nicht schon vor bestimmten Daten durchdreht oder uns darauf festpocht oder zu aufgeregt ist oder eben jeden Tag hundert Mal von diesem Datum spricht. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, ihm auch erst an dem eigentlichen Tag, wo ein Ereignis stattfindet, ihm morgens davon zu erzählen. Dann kann er sich ein paar Stunden noch mental vorbereiten und das klappt oft besser als Ankündigungen wie "in 3 Tagen bekommen wir Besuch".
Mama (39) mit Mini-Asperger (6, Vorschulkind)


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