Vorweihnachtszeit = Stresszeit für Autisten?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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anitaworks
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Beitragvon anitaworks » 27.12.2012, 22:25

Ja, es war hier eindeutig stressiger.

Unruhe in der Schule, doofes Wichteln

dazu

kranke Lehrer, Stundenausfall, die letzten Klassenarbeiten mit Druck

dazu

Wetterwechsel, Ausflüge, Stadt verändert

dies wird dann durch Sylvester getoppt. :roll:

Kaum herrscht Ruhe, kommt Karneval. :?

Ich hoffe auf Besserung und weniger Chaos.

Liebe Grüße
Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
#NoABA #FragtWarum

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Florian060801
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Beitragvon Florian060801 » 29.12.2012, 17:39

Ach Anita, es wird nicht besser nur anders. Wünsche euch ein ruhiges neues Jahr!
Liebe Grüße Manuela

Verändere dich nie, um anderen zu gefallen!
Wenn einer dich nicht mag wie du bist,
hat er dich anders auch nicht verdient!!!!!

Manuela und Mirko mit Florian *06.08.01 Grand-Mal-Epilepsie, Entwicklungsverzögerung, ADHS, Sprachstörung, Asperger und Nina *14.12.03 7 Wochen zu früh, gesund!!!!

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anitaworks
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Beitragvon anitaworks » 29.12.2012, 17:45

Danke Manuela :) Euch auch :wink:

Anita
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Engrid
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Beitragvon Engrid » 03.12.2018, 08:52

Vielleicht habt Ihr Lust, den weiterzuschreiben. :wink:

Bei Junior ist über die Jahre Routine reingekommen, was den Weihnachts-Countdown in der Einrichtung und bei uns im Wohnort betrifft. Inzwischen kann er aber auch mal sagen, was ihn besonders stresst, und dann nehme ich ihn da raus. Und er gehört jetzt ja schon zu den Großen, da ist auch nicht mehr soviel Weihnachts-Tütü.
Er kann aber inzwischen auch sagen, was er gerne mag. Das ist auch einiges.

Immer noch ist die Zeit so zwischen Anfang Oktober und Neujahr die Zeit, die tendenziell am schwierigsten ist. Aber es ist lange nicht mehr so krass wie früher.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon IlonaN » 03.12.2018, 09:16

Hallo,
bei meiner Autistischen Tochter(heute 25), war es jahrelang auch ganz ganz stresseig. Bis ich begriffen hatte sie nicht so einzubinden in die für andere so schone Weihnachtszeit. Dann wurde es entspannter. Heute schmückt sie ihr eigenes reich von selbst und genießt teilweise sogar den Advent.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Beitragvon Steffi66 » 03.12.2018, 09:30

Mensch, sechs Jahre ist es nun her, dass ich diesen Thread eröffnet habe. Wahnsinn. Ja, im Laufe der Jahre ist es tatsächlich anders geworden. Mein Sohn ist ja inzwischen 16 und die Advents-/Weihnachtszeit ist deutlich entspannter.

Auch in der Schule ist ein deutlicher Unterschied zu spüren. Er sagt zwar selbst durchaus noch, dass die Dunkelheit und die zum Großteil gestressten Lehrer ihm zu schaffen machen, aber er kommt wesentlich besser damit zurecht.

LG
Steffi
Steffi mit Sohn (*2002, Asperger-Syndrom) und Sohn (*2004, Neurofibromatose - NF1 und ADHS)

susi_muc
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Beitragvon susi_muc » 03.12.2018, 10:50

Bei meiner Tochter steht eine sichere Diagnose noch aus, aber bei meinem großen Sohn (12) ist das auch so. Wobei er ziemlich genau ab Zeitumstellung kämpft - die packt er grundsätzlich nicht gut, aber im Herbst ist das noch viel schlimmer als im Frühling. Es kommt dann auch ein enormes Tief in der Schule, jedes Jahr in November/Dezember. Advent und Weihnachten ist zwar ein kleines Add on, aber das verkraftet er deutlich besser als meine Tochter.
Susi mit großem Sohn (ASS+HB), großer Tochter (ASS, ADHS+HB), kleiner Tochter (auch irgendwie anders) und den Zwillingen (ganz normaler Zwillingswahnsinn - hoffe ich)

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 03.12.2018, 12:05

Hallo!

Na das ist ja ein schöner Thread! :lol:

So ganz allgemein mag mein Kind die Vorweihnachtszeit schon sehr gern - wenn es doch nur schneller ginge... :lol:
Sie schaut gerne Weihnachtsfilme, liebt die Deko und die Lämpchen überall. Nur beim Plätzchen backen, ist sie eher der essende, als der helfende Part... :roll:

Es sind mehr so die Kleinigkeiten, die für sie anstrengend sind, wie „warum darf man vorm 1. Advent die Kerze nicht anzünden“ oder „warum nur eine und nicht gleich alle vier?“ und warum dauert das überhaupt alles so lange... :lol:
Besuche auf dem Weihnachtsmarkt mag sie schon auch. Wir gehen dann aber alleine mit ihr und fügen uns ihren Bedürfnissen. Will sie nach Hause, gehen wir auch.
Sogar shoppen klappt inzwischen ganz gut. Sie darf sich dann zuerst etwas aussuchen und hat die Hände voll. Eine Weile hält sie so durch, vor allem, wenn wir etwas essen gehen. Für Essen ist sie eigentlich immer zu haben.

Wir stecken auch recht früh schon ab, welche Geschenke gut wären. Ich besorge dann auch alles für die gesamte schenkende Familie (Omas + Opa, Onkel und Tanten) und bin damit fertig, bevor die Adventszeit beginnt.

Von all ihren Wünschen drucken wir kleine Bilder aus, schneiden sie aus und verarbeiten sie zu einem Wunschzettel. Dieser wird farbig kopiert und den darf sie dann haben. Das Original wird ja zum Weihnachtsmann/Christkind geschickt.
Aber so hat sie alles immer vor Augen und erlebt keine bösen Überraschungen. Zwei oder drei Sachen bekommt so aber auch als Überraschung, von denen ich weiß, dass sie sie gut findet. Wichtig ist aber, dass sie ihre „Hauptwünsche“ vor Augen hat. Dann ist der Freuden-Schock an Heilig Abend nicht ganz so groß. :lol:

Was sie glaube am meisten stresst, ist die Erwartungshaltung (was bekomme ich wirklich?) und dass es dann doch so lange dauert.

Silvester ist hingegen überhaupt kein Problem. Für sie ein fast normaler Tag. Wir essen abends gut Zuhause, als Nachtisch gibt es Bratäpfel und dann geht sie punktum ins Bett. Wir „feiern“ alleine und machen es uns gemütlich. Halb zwölf wird Kind geweckt und wir schauen zusammen das Feuerwerk an. Der Papa macht für uns auch ein klitzkleines. Sie bekommt Kopfhörer. Anschließend gehen wir alle ins Bett und am nächsten Tag darf sie dann noch ein bißchen mit Knallerbsen und so Kleinkram „böllern“.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

SimoneChristian
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Beitragvon SimoneChristian » 03.12.2018, 16:20

Hallo!

Dieses Jahr ist es schlimmer als die letzten.
Das liegt aber an anderen Umständen. :roll:

Die Weihnachtsgeschenke werden schon bespielt, aber Weihnachten wieder eingepackt.
Der Adventskalender besteht aus, vom Kind, selbst ausgesuchten Kleinigkeiten in durchsichtigen :!: Tüten, die bei Bedarf genau betrachtet und sortiert werden. (Das war die beste Idee der letzten Jahre, um diese Zeit zu entstressen.)

Deko haben wir kaum. Und das wichtigste ist, dass Heiligabend wie immer ist. :)
Gleiches Essen, ähnliche Uhrzeit, die ganze Familie.

LG
Simone
C. (*9/11) Sprachentwicklungsverzögerung, Regulationsstörungen des Kindesalters
atypischer Autismus (Diagnose 07/15)

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Ronja-und-Mini
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Beitragvon Ronja-und-Mini » 04.12.2018, 15:21

Bei uns äußert es sich durch eine extreme Aufgeregtheit.
Mini weiß, dass es einen Adventskalender gibt und entwickelt ab Ende November immer eine extreme Unruhe. Es wird dann hundert Mal am Tag wiederholt, welches Türchen den Tag drauf geöffnet wird und abends wird hundert Mal erwähnt, welches er an dem Tag geöffnet hat. Vor den vier Adventen gibt es jeden Tag die Predigt, wann die wievielte Kerze anzuzünden ist und Nikolaus und die Weihnachtstage werden auch sehr oft erwähnt, genau wie dieses Jahr erstmalig, dass Mini an Silvester unbedingt bis 1 Uhr aufbleiben will (ich schmunzel dann nur und sage okay weil er es eh nicht bis nach 20 Uhr schafft :-)) - das wiederholt er ungefähr zehnmal am Tag.
Er macht das aber nie den Rest des Jahres sondern fängt immer erste die letzten Tage im November damit an, wenn er weiß, es geht auf den Dezember zu. Er dreht dann auch völlig am Rad. Zwar nicht im negativen Sinne wie bei einigen hier, dass er Angst oder Unsicherheit hat, aber er ist sowas von aufgeregt, dass ihm da manchmal auch die Sicherungen durchbrennen und er völlig konfus ist und extrem hyperaktiv. Er macht auch jeden Tag die schon geöffnten leeren Türchen seines Adventskalenders auf und zu und muss immer wieder nachgucken, obwohl er weiß, dass nichts mehr drin ist. Dafür kann ich sicher sein dass er nicht heimlich in die anderen Türchen guckt, weil er sich extrem an den Plan hält, dass nur das Türchen des jeweiliegn Tages geöffnet werden darf :P - wohl typisch autistisch, schätze ich :wink:
Mama (39) mit Mini-Asperger (6, Vorschulkind)


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