Kurzzeitpflege in Gastfamilien - gibt es sowas?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Petra und Alexander
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Beitragvon Petra und Alexander » 20.11.2012, 22:12

Hallo Susannwe,

Bei Alexander sind nur Menschen drin die noch zu hause leben .
Sie kommen jeden morgen zur Gruppe .
Mit Wohngruppen sieht es bei uns auch sehr schlecht aus .

Täglich telefoniere ich die Einrichtungen ab ,aber immernoch ohne Erfolg .

LG
Petra
Alexander, geb. 1991, körperlich und geistig schwerst behindert, Epilepsie, PEG-Sonde, Wahrnehmungsstörungen, keine Diagnose (Erbkrankheit?)

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KirstenB.
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Beitragvon KirstenB. » 21.11.2012, 02:28

Hallo zu solch später Stunde,

meinst du vllt. sowas in der Richtung???

http://www.stadt-koeln.de/buergerservic ... -ihr-kind/

Viele Grüße
Kirsten (*84), Paul (*83) mit den Drillingen Matthis, Merle und Lotta (*Juli 2005). Lotta mit der Diagnose frühkindlicher Autismus.
Seit 1.12.2011 einiige Zwillinge Josua und Linus

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Inga
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Beitragvon Inga » 21.11.2012, 07:39

Hallo Kirsten!

Ich glaube aber, dass damit nicht die KZP über die Pflegekasse gemeint ist, sondern eine Alternative zur HHH bei normalen Kinder, wenn die Eltern / ein Elternteil wegen Krankheit / Krankenhaus ausfällt.

Gruß, Inga
Michelle 02 Apert-Syndrom & Epi
Josephine 05 Albinismus
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"Joshua" 14 Epi, Hemi, Blind
Joleen 16 Schinzel-Giedion-Syndrom

Betreuer von Danielo '96 und Steven '98

Unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic2393.html
Unsere Galerie: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=1278

Ute K.
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Beitragvon Ute K. » 21.11.2012, 09:27

Ja, das glaube ich auch. Leider muss man beim Begriff "Kurzzeitpflege" immer genau drauf schauen, weil er teilweise zu unterschiedlichen Angeboten verwendet wird. Ich meinte diese Kurzzeitpflege: http://sozialversicherung-kompetent.de/20080910151/pflegeversicherung/leistungsrecht-gpv/kurzzeitpflege-nun-auch-fuer-behinderte-kinder, wobei der Betrag seit Anfang dieses Jahres bei 1550,- € pro Monat ist.

Interessant ist die Formulierung: "in allen geeigneten Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen oder anderen Einrichtungen". Mich würde interessieren, wer die "Eignung" dieser Einrichtung prüft bzw. welche Kriterien für eine solche Eignung gelten.
LG Ute mit N. (2004),Tuberöse Sklerose, Epilepsie, epilepsiechirurg. Operation im Januar 05 und August 07, sprachl. und motor. Entwicklungsverzögerung u. autistisch.

Petra und Alexander
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Beitragvon Petra und Alexander » 21.11.2012, 10:28

Hallo Inga,

Ich meine schon das die HHH für behinderte Menschen ist ,denn ich hatte schon mal diese Betreuung von der Kasse .

LG
Petra
Alexander, geb. 1991, körperlich und geistig schwerst behindert, Epilepsie, PEG-Sonde, Wahrnehmungsstörungen, keine Diagnose (Erbkrankheit?)

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Beitragvon Petra und Alexander » 21.11.2012, 10:32

Hallo Ute K.,

Was meinst Du für 1550 Euro pro Monat ?
Alexander, geb. 1991, körperlich und geistig schwerst behindert, Epilepsie, PEG-Sonde, Wahrnehmungsstörungen, keine Diagnose (Erbkrankheit?)

Ute K.
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Beitragvon Ute K. » 21.11.2012, 10:37

Oh, sorry, ich meinte natürlich 1550,- € im JAHR. Pro Monat wäre dann doch ein bisschen viel :? :shock: . Ich habe jetzt übrigens beim Spitzenverband angerufen, da gibt es eine Hotline für Fragen zur Pflegeversicherung. Sie meinten, wenn es keine geeigneten Einrichtungen gibt, kann man einen Antrag auf Einzelfallentscheidung bei der Pflegekasse stellen. Diesen Paragraphen im SGB XI muss man da auf jeden Fall angeben, besonders Absatz 3:
§ 42 Kurzzeitpflege
(1) Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Pflege nicht aus, besteht Anspruch auf Pflege in einer vollstationären Einrichtung. Dies gilt:

1.
für eine Übergangszeit im Anschluß an eine stationäre Behandlung des Pflegebedürftigen oder
2.
in sonstigen Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist.

(2) Der Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf vier Wochen pro Kalenderjahr beschränkt. Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Aufwendungen, die Aufwendungen der sozialen Betreuung sowie die Aufwendungen für Leistungen der medizinischen Behandlungspflege bis zu dem Gesamtbetrag von 1 470 Euro ab 1. Juli 2008, 1 510 Euro ab 1. Januar 2010 und 1 550 Euro ab 1. Januar 2012 im Kalenderjahr.
(3) Abweichend von den Absätzen 1 und 2 besteht der Anspruch auf Kurzzeitpflege in begründeten Einzelfällen bei zu Hause gepflegten Kindern bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres auch in geeigneten Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen und anderen geeigneten Einrichtungen, wenn die Pflege in einer von den Pflegekassen zur Kurzzeitpflege zugelassenen Pflegeeinrichtung nicht möglich ist oder nicht zumutbar erscheint. § 34 Abs. 2 Satz 1 findet keine Anwendung. Sind in dem Entgelt für die Einrichtung Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Aufwendungen für Investitionen enthalten, ohne gesondert ausgewiesen zu sein, so sind 60 vom Hundert des Entgelts zuschussfähig. In begründeten Einzelfällen kann die Pflegekasse in Ansehung der Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie der Aufwendungen für Investitionen davon abweichende pauschale Abschläge vornehmen.
(4) Abweichend von den Absätzen 1 und 2 besteht der Anspruch auf Kurzzeitpflege auch in Einrichtungen, die stationäre Leistungen zur medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation erbringen, wenn während einer Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation für eine Pflegeperson eine gleichzeitige Unterbringung und Pflege des Pflegebedürftigen erforderlich ist.
LG Ute mit N. (2004),Tuberöse Sklerose, Epilepsie, epilepsiechirurg. Operation im Januar 05 und August 07, sprachl. und motor. Entwicklungsverzögerung u. autistisch.

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Beitragvon NicoleL » 21.11.2012, 11:40

Hallo Ute,

du hast Post :wink:

LG
Nicole
Nicole 05/75 u. Udo 12/71 mit Katharina 11/04 Bronchialasthma u. Felix 03/07 Deletion am Chromosom 7, ASD1, Analatresie, Hypospadie, Lippenspalte, Nystagmus, Gastrotube, unser kleiner, süßer Terrorist ;-)
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Ich bin im Frieden wo ich bin.

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Beitragvon Ute K. » 21.11.2012, 14:39

Danke, liebe Nicole, das ging aber schnell! Ich habe meinen Antrag schon formuliert. Bin mal gespannt, ob wir zumindest da mal Recht bekommen. Ich hatte schon mal einen Antrag gestellt, dass man uns die zusätzlichen Betreuungsleistungen direkt ausbezahlt, damit ich davon Betreuungskräfte selbst organisieren kann. Aber da ging gar nichts! Hier kann ich mich zumindest auf einen Paragraphen berufen!
LG Ute mit N. (2004),Tuberöse Sklerose, Epilepsie, epilepsiechirurg. Operation im Januar 05 und August 07, sprachl. und motor. Entwicklungsverzögerung u. autistisch.

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Mama Ursula
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Beitragvon Mama Ursula » 21.11.2012, 17:18

Hallo Ute!

Ja, leider hat die KK da Recht - rechtlich gesehen, dürfen sie in B-W. die zusätzlichen Betreuungsleistungen nicht "privat" auszahlen :roll:
Das nervt mich auch seit Jahren :evil:

Drück Dir die Daumen, dass Du bei der Kurzzeitpflege-Verhinderungspflege-Geschichte erfolgreicher bist!

Grüßle
Ursula
Kinderkrankenschwester mit Fachweiterbildung Palliativ Care und Außerklinische Beatmung.
Pflegemutter von Jessy (16 J., schwerster Hirnschädigung wegen Sauerstoffmangel), kl.Bub (1 Jahr mit schwerster Hirnschädigung, Reflux, Spastisch-steife Knie), 2 gr. Jungs - ausgezogen.


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