Kurzzeitpflege in Gastfamilien - gibt es sowas?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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JuliaYa
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Beitragvon JuliaYa » 19.11.2012, 21:25

Hallo,

ich glaube nicht, dass das möglich ist.

Kurzzeitpflege ist stationär. Wenn man Kurzzeitpflegeplätze anbietet muss man u.a. einen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen schließen. Personalschlüssel einhalten und qualifiziertes Personal vorhalten ect. pp.

Bin sehr gespannt was der Spitzenverband dazu schreibt. Vielleicht gibt es ja im Zuge der "Reform" Möglichkeiten - oder eben einzelne Genehmigungen.

Die Idee ist auf jeden Fall toll.

Julia

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Vanessa167
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Beitragvon Vanessa167 » 19.11.2012, 21:52

ich meinte auch gastfamilien für die pflege also welche die hauptsächlich aupairs organiesieren und manche vermitteln auch gastfamilien zur pflege:)
mein großer *07/09: deletion chromosom 17;
globale entwicklungsverzögerung;Epilepsie;
psychomotorische Entwicklungsverzögerung;schlafstörung;Gehirnschaden nach
sauerstoffmangel;Hirnblutungen(1grad) und Muskelhypotonie
meine kleine*03/12 kern gesund

BeaV.
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Beitragvon BeaV. » 19.11.2012, 21:56

Hallo Ute,

wie weit/lange wärst Du denn bereit, zur Kurzzeit zu fahren?
Könnte das http://www.st-konrad-haslach-allgaeu.de ... uelles.php was für euch sein?

LG
Bea

Ute K.
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Beitragvon Ute K. » 19.11.2012, 21:56

Hallo Julia,

Seit dem Inkrafttreten des Pflegeweiterentwicklungsgesetzes vom 01. Juli 2008 besteht für Einrichtungen der Behindertenhilfe “oder anderer geeigeneter Einrichtungen” die Möglichkeit, die Kurzzeitpflege für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren ohne einen entsprechenden Versorgungsvertrag anzubieten. Hintergrund der damaligen Gesetzesänderung war die Tatsache, dass nicht ausreichend Kurzzeitpflegeeinrichtungen mit einem entsprechenden Versorgungsvertrag für Kinder zur Verfügung standen.

Also muss schon mal kein entsprechender Versorgungsvertrag vorliegen, sondern für Kinder kann Kurzzeitpflege auch durch eine Einrichtung der Behindertenhilfe angeboten werden. Ich könnte mir die Sache z.B. so vorstellen, dass die Gastfamilien von den Behinderteneinrichtungen engagiert, geschult und dann auch entsprechend vergütet werden und die Einrichtung so dafür sorgt, dass eine entsprechende Qualität gewährleistet wird. Sie wären also so was wie "ambulante Außenstellen" einer Behinderteneinrichtung.

Klingt doch nicht schlecht, oder?
LG Ute mit N. (2004),Tuberöse Sklerose, Epilepsie, epilepsiechirurg. Operation im Januar 05 und August 07, sprachl. und motor. Entwicklungsverzögerung u. autistisch.

Ute K.
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Beitragvon Ute K. » 19.11.2012, 22:08

Hallo Vanessa, könntest du mir da mal eine Adresse schicken? Gerne auch als PN.

@Bea: ich habe mir auch von dieser Einrichtung mal Infos eingeholt. Aber auch bei ihnen ist es so, dass quasi für nächstes Jahr schon alles ausgebucht ist (wenn ich's noch richtig weiß).

Hey, und mal ganz ehrlich. Wird das denn wirklich den Bedürfnissen unserer Kinder gerecht, wenn wir sie mal eben kurz für ein paar Tage in eine völlig fremde Umgebung schicken, weit weg von den Eltern und Geschwistern, zusammen mit nochmal einigen anderen "besonderen" Kindern, die unsere Kinder auch nicht kennen? Da kann die Betreuung noch so liebevoll und professionell sein. Unseren nichtbehinderten Kindern würden wir so was doch auch nicht zumuten. Und von sich aus würden sie wohl auch nicht auf die Idee kommen, mal eben weit weg von den Eltern die Ferien mit völlig fremden Kindern und Betreuern verbringen zu wollen, oder :shock: :? ?

Mein Sohn geht in eine integrative Klasse und fühlt sich bei den nichtbehinderten Kindern sehr wohl. Das würde ich ihm auch für seine Ferien wünschen! Die UN-Konvention muss doch auch bei solchen Angeboten zum Tragen kommen, finde ich!
LG Ute mit N. (2004),Tuberöse Sklerose, Epilepsie, epilepsiechirurg. Operation im Januar 05 und August 07, sprachl. und motor. Entwicklungsverzögerung u. autistisch.

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Beitragvon Petra und Alexander » 19.11.2012, 22:18

Halloooo!

Ich habe auch ein grosses Problem !

Leider muss ich operiert werden und weiss nicht wohin mit meinen Sohn !

Ich möchte ihn in keinen Pflegeheim oder Altersheim geben und dachte es geht über die KZP oder Haushaltshilfe zu hause . Aber das geht leider nicht.

Aber wohin sollen denn unsere besonderen kinder ??

LG
Petra
Alexander, geb. 1991, körperlich und geistig schwerst behindert, Epilepsie, PEG-Sonde, Wahrnehmungsstörungen, keine Diagnose (Erbkrankheit?)

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Beitragvon anneb » 20.11.2012, 06:11

Hallo,
kennst Du den Kinderpflegekompass? Dort sind alle Einrichtungen, die u.a. auch Kurzzeitpflege abrechnen, aufgelistet. Vielleicht findest Du etwas entsprechendes in Eurer Nähe. Oft gibt es für den Notfall auch ein "Notfallbett".

Wo wohnt Ihr denn ungefähr (falls Du Euren Wohnort nicht öffetnlich machen möchtest)?
Vielleicht gibt es hier User, die Euch einen Tipp geben können.
LG; Anne

irmira
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Beitragvon irmira » 20.11.2012, 08:29

Guten Morgen,

ich finde die Idee auch interessant.
Meine Tochter geht 2 bis 3 Mal im Jahr in ein Wochenende mit anderen behinderten Kindern, ich meine das das über die Kurzzeitpflege abgerechnet wird (über meine Pflegeberatung, in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe). Da ist sie ja nicht stationär, aber betreut. Diese Möglichkeit ist aber zeitlich gebunden.

LG Irene
I. mit M. (15 J., Epi, geistige Behinderung) und drei weiteren Kids

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Beitragvon Susannwe » 20.11.2012, 09:15

Hallo Petra,

da es bei Euch in der Nähe keine Behinderteneinrichtungen gibt, musst Du wohl ein wenig weiter "rausgucken". Für Deinen Sohn wäre es gewiss gut, ab und an ein paar Tage dort zu verbringen, denn irgendwann wird er in solch einer Einrichtung wohnen. Wir können unsere Kinder ja nun mal nicht mit ins Grab nehmen.
Ich weiß ja nicht wie und wo Du wohnst, aber in der nächst größeren Stadt wird es schon soetwas wie eine Eingliederungsbehörde geben, die Dir Adressen und Notfallplätze vermitteln kann. Bei mir ging es ratz fatz und da Du auch alleinerziehend und mittelos bist, wird die Behörde die Unterbringung für 3 Monate übernehmen - Notfallsituation!

Sinas Urlaub- gastweise Unterbringung- habe ich auch durch die Kurzzeitpflege finanziert. Ist auch nicht stationär, sondern ein Urlaub für behinderte Kinder/Erwachsene mit einigen Betreuern in netten Häusern, tollen Ausflügen und liebevoller Betreuung!
LG
Susann
Susann 51 , T. 28 J.; Sina 27 J. tuberöse Sklerose, autoaggressiv, autistische Züge, schwermehrfachbehindert; L. 16 J.: Frühchen 31 W 1T, Herzklappenfehler(erledigt)

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JanaSnow
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Beitragvon JanaSnow » 20.11.2012, 09:37

Hallo Ute.

Reutlingen. Schade, wäre Zufall gewesen, wenn es hier bei uns wäre. Danke. Lese weiter gespannt mit. Den Gedanken finde ich sehr schön.
Jana


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