Dokumentarfilm Autismus (12.9.12, 21 Uhr, Einsfestival)

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KathrinSHA
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TV Tipp: Autisten - Elfenkinder Doku heute 12.09. 21.00Uhr

Beitragvon KathrinSHA » 12.09.2012, 18:39

Hallo!

Heute abend kommt auf Einsfestival eine Doku über Autisten:

http://www.einsfestival.de/dokumentatio ... hammer.jsp

Die Beschreibung:
Elfenkinder
Ein Film von Wolfram Seeger

Über den Zeitraum eines Jahres hat sich der Dokumentarist Wolfram Seeger im Haus Bucken - im Haus der Autisten - aufgehalten. Behutsam und mit viel Geduld nähert er sich den Bewohnern und nimmt Teil an ihrem Alltag. Es ist ein Eintauchen in eine für Normalsterbliche unzugängliche, manchmal schwer erträgliche Welt. Die Bewohner wirken oft wie Schauspieler eines absurden Theaterstücks. Doch führt sie kein Regisseur und niemand kann nachvollziehen, was sie bewegt.

Seeger, der selbst die Kamera führt, sind Bilder gelungen, die spürbar machen, wie schwer die Behinderung der Bewohner ist und wie anstrengend es sein kann, das Leben mit einem Autisten zu teilen. Die Kamera beobachtet zurückhaltend, manchmal ist sie aber auch Ansprechpartner für die Bewohner.

Die Sendezeiten sind:
Mi 12.09. um 21.00 Uhr
Do 13.09. um 15.45 Uhr
Do 13.09. um 04.00 Uhr
Fr 14.09. um 09.00 Uhr

LG...

Kathrin

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Beitragvon ehemaliger User » 12.09.2012, 18:52

Super und Danke für den Tipp!
werde das mal kopieren und bei mir im Forum verlinken.
Das wird bestimmt die anderen Eltern mit autistischen Kinder erfreuen ;))

Juli
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Dokumentarfilm Autismus (12.9.12, 21 Uhr, Einsfestival)

Beitragvon Juli » 12.09.2012, 19:40

Hallo,

heute 21 Uhr bei Einsfestival:

http://programm.ard.de/TV/einsfestival/ ... in&first=1

LG, Juli :)

Diana76
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Beitragvon Diana76 » 12.09.2012, 22:06

Hallo
Schaut jemand den Bericht ? Ich bin grad etwas irritiert......ich glaub ich faends besser, wenn man etwas dazu erklären würde....lg Diana

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Laura Nitsch
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Beitragvon Laura Nitsch » 13.09.2012, 09:17

Hallo Diana,

ich habe den Bericht zur Hälfte gesehen.
Ich war auch ziemlich irritiert, weil es im Grunde ja nur Bilder waren, und keiner etwas dazu gesagt hat. Sehr schade.

LG
Laura
Ich(10/88) Kloakenfehlbildung, inkompl. VAcTERl-Syndrom, caudales Regressionssyndrom, Sacrumdysplasie, Hysterektomie(12/06)Mitrofanoff-Stoma(08/08), chron. Nierenversagen, seit 3/10 dialysepflichtig
NTX-gelistet seit 24.3.14

Ihr lacht über mich, weil ich anders bin- Ich lache über Euch, weil ihr alle gleich seid.(K.Cobain)

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Beitragvon Diana76 » 13.09.2012, 09:20

Hallo
Wer hat den Bericht denn noch gesehen? Wie fandet ihr ihn? Ich fand den Dokumentarfilm sehr fragwürdig......
LG Diana

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Beitragvon Sabine1970 » 13.09.2012, 09:34

Hallo zusammen,

habe durch Zufall den Bericht gesehen. Fand ihn sehr autenthisch, aber auch sehr bedrückend. Es wird eine Wohngruppe vorgestellt, von Eltern ins Leben gerufen, in der Autisten mit verschiedenen , zum Teil extremen Ausprägungen ihrer Besonderheiten und dem damit verbundenen Verhalten im Alltag gezeigt werden. Es wird nichts kommentiert, nichts erklärt.
Ich blieb nach dem Ende schockiert zurück, bin froh, daß mein Kind eine ganz andere Baustelle hat. Hochachtung vor den Pflegekräften und Betreuuern.

Einen schönen Tag wünscht euch
Sabine

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Beitragvon Sandrad » 13.09.2012, 09:37

Ich hab Teile geschafft (die ersten 15-20 Minuten, dann immer mal etappenweise für 10-15 Minuten und die letzten 10 Minuten), will heute die Wiederholung noch aufzeichnen zu meiner "Nachbreitung".

Um ehrlich zu sein, habe ich mir mehr davon versprochen und bin nicht nur arg enttäuscht, sondern sogar "verschreckt".

Mir haben auch Infos (eine Art Vorstellung) gefehlt...
Da wir die Diagnose Autismus ja relativ neu haben und mir "Vergleichsdaten" fehlen, wollte ich mir die hier rausziehen.
"Vergleichen" kann ich leider/gsd(?) nichts.
Hab eigentlich mehr Fragezeichen im Kopf als früher und zudem einen verärgerten Ehemann, der sich gestern demonstrativ nach unserer ersten Fernseh-Etappe die Bettdecke über den Kopf zog und heute Morgen noch über die Verschwendung von GEZ-Geldern schimpfte.

Mein Fazit: unglücklicher Versuch

Diskutiere gern weiter, muss nur erst einkaufen gehen.

KathrinSHA
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Beitragvon KathrinSHA » 13.09.2012, 10:03

Hallo!

Wir haben den Film auch gesehen und waren wie Ihr total verstört. Es fehlen wirklich wichtige Infos zum Verhalten der Bewohner, gerade von dem Mann mit der Autoaggression. Das finde ich sehr schade, da bestimmt einige Nicht-Betroffene das auch gesehen haben. Und gerade für diese wären Infos sehr wichtig gewesen.

So bestätigt dieser Film doch nur das Bild von Autisten, welches die breite Bevölkerung von "Rain Man" kennt. Und der war ja nicht mal Autist.
Ich schließe mich da Sandrad an. Echt missglückt...

LG...

Kathrin

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 13.09.2012, 11:03

Hallo,

es gab im November schon mal eine Diskussion über einen mißglückten Dokumentarfilm über autistische Heimbewohner.
http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... on&start=0

Ich finde es sehr schwierig, bei einem so komplexen und von außen irritierend wirkenden Verhalten eine Dokumentation ohne erklärenden Kommentar zu machen. Ich hab das Gefühl, die Regisseure stehlen sich da mit einer scheinbar neutralen Haltung (die ein Filmemacher ja niemals haben kann, denn er wählt ja aus, was er filmt) aus der Verantwortung. Autismus ist komplex und erschließt sich dem "Publikum" nicht von selber, das sehen wir alle ja tagtäglich im Alltagsleben.

Die Lackierten sind dann wieder wir, die Betroffenen und ihre Eltern, die sich mit Bildern rumschlagen müssen, die nicht in ihr eigenes Leben gehören und die in der Umwelt wieder das alte Klischee vom "Horrorautisten" beleben - mein Sohn wird dann wieder verwundert angeschaut, weil er "ja ganz interessiert guckt" und nicht dauernd um sich schlägt ...
Sowas wirkt ja leider lange nach ...

Bin ganz froh, dass meine Glotze im Moment kaputt ist, denn natürlich hätte ich´s angeguckt und wahrscheinlich hätte ich jetzt wieder ein paar negative Bilder mehr im Kopf von der möglichen Zukunft.

Wieso dreht nicht mal jemand ein empathisches und wenn´s passt sogar humorvolles Porträt einer guten Einrichtung für Autisten? Ich jedenfalls habe im Fernsehen Dokus (z.B. den Lebenslinienfilm über Josef Berghammer und seine Familie) und auf Fortbildungen schon einige Videos gesehen, wo die "Protagonisten" auch schwierige Verhaltensweisen hatten, aber die zugehörigen Erklärungen und Kommentare vieles nachvollziehbar, aushaltbar und verstehbar machen und ein positives Bild entsteht, das der Vielschichtigkeit der Gefilmten auch entspricht.

Liebe Grüße, Ingrid - die sich da echt aufregen kann :evil:
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)


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