Angststörung und Asperger

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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rena99
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Angststörung und Asperger

Beitragvon rena99 » 16.06.2012, 17:24

Hallo,

ich bin neu und habe ein 12jährige Tochter, mit der wir wegen einer Angststörung mit Zwängen in kinderpsychiatrischer Behandlung sind. Die KiPsy diagnostizierte zu unserer großen Überraschung als Grundproblematik eine Autismusspektrumssörung. Überraschung, weil wir unser Kind für sozial sehr kompetent halten (u.a. Klassensprecherin). Die KiPsy sieht da aber eher eine Anpassungsreaktion (Mädchen, intelligent).

Unser großes Problem sind derzeit die Ängste. Hat hier jemand mit der Kombi Ängste/Autismus Erfahrungen und/oder Tipps?

Danke

Rena

ehemalige Userin

Re: Angststörung und Asperger

Beitragvon ehemalige Userin » 16.06.2012, 18:08

Hallo Rena,

die Aussage eurer KiPsy zeugt von einem guten Verständnis bzgl. des Autismus-Spektrums, ganz gleich, ob es im Fall deiner Tochter zutrifft oder nicht.

Was Ängste bei Autismus-Spektrum-Störung angeht, so gibt es da sehr vielfältige Formen / Ausprägungen / Ursachen. Ein Paradebeispiel ist Adrian Monk aus der Fernsehserie ("Monk").

Ängste (und Zwangsverhalten) können zum Beispiel auf sensorischer Hypersensibilität o.a. Wahrnehmungsbesonderheiten beruhen. Aber auch auf Unsicherheiten / negativen Erfahrungen im sozialen Bereich. Oder auf allgemeiner Überforderung im Alltag. Im Extremfall kann das auch zu einer posttraumatischen Belastungsstörung führen, welche ebenfalls zu den Angststörungen zählt.

Verschiedene Formen von Ängsten können natürlich auch parallel bestehen. Zur Differenzierung muss man im Einzelfall genau hinsehen.

Was die Behandlung / den Umgang mit Ängsten bzw. Zwängen im Rahmen von ASS angeht, so ist aus meiner Sicht eine solche genaue Differenzierung unbedingt erforderlich. Je nachdem, was dem einzelnen Aspekt zugrundeliegt, muss man nämlich sehr unterschiedlich damit umgehen. Es wäre fatal, einem Autisten (über)lebensnotwendige Schutz- und Kompensationsmechanismen wegnehmen zu wollen (ohne funktionierende Alternativen anzubieten) und ihn damit zu überfordern. Bestimmte Dinge kann man (z.B. wegen der oft mit Autismus einhergehenden Filterschwäche) auch nicht wirklich ändern, sondern nur lernen, irgendwie damit zu leben. In anderen Bereichen kann man aber durchaus gute Erfolge erzielen, wenn man einfühlsam und geduldig vorgeht - und damit rechnet, dass in Überforderungssituationen auf "bewährte" Bewältigungsmechanismen zurückgegriffen wird.

Um konkrete Tips zu bekommen und von Erfahrungen anderer profitieren zu können, ist es bestimmt hilfreich, wenn du etwas mehr über euren Alltag erzählst.

Liebe Grüße :D

rena99
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Beitragvon rena99 » 16.06.2012, 19:13

Hallo Cheyenne,

danke für die schnelle Antwort.


Tja, der Alltag...

Im jetzt zu Ende gehenden Schuljahr (7. Kl.) viel dem Klassenlehrer auf, dass unsere Tochter enorm viel Zeit "quatschend" verbringt, insbesondere mit den Mädchen. Man muss dazu sagen, dass jetzt alle langsam in die Pubertät kommen und sich die Gruppenkonstellationen ändern. Wir stellten fest, dass unser Kind schnell ermüdet und Auszeiten braucht.

Ängste hat sie vor allem, weil sie mit kommender Unsicherheit nicht leben kann. Sie möchte sicher wissen, dass alles immer gut ausgeht. Gleichzeitig hilft ihr das Nachdenken über die Wahrscheinlichkeiten von Ereignissen nicht wirklich weiter ("Die Leute in der Air France Maschine haben auch gedacht, es ist unwahrscheinlich, dass ihr Flugzeug abstürzt."). Ich denke manchmal, sie ist intelligent genug, um sich vorzustellen, was alles schief gehen kann und gleichzeitig noch viel zu jung, um die Erfahrung gemacht zu haben, dass es meistens gut geht. Auch die EHEC-Krise hat ihr sehr zugesetzt.

Sie kann es nicht haben, wenn Leute ihre Dinge berühren, die sie nicht kennt oder nicht mag. Sie erlebt die Dinge dann als "kontaminiert" und kann sie erst wieder anfassen, wenn sie gereinigt sind. Wenn keine Reinigung erfolgt, hat sie aufsteigende, unbeherrschbare Panik und das gehühl, sie müsse alles kontrollieren und im Kopf behalten, womit dieser Gegenstand dann in Berührung war. Das macht den Alltag natürlich sehr anstrengend und ich muss zugeben, mir fehlt da manchmal einfach die Geduld und das Verständnis (ich gebe mir Mühe!).

Man weiß halt nicht, wann die nächste Krise aufzieht. Auch das macht es schwierig, am Klassenalltag teilzunehmen (Ausflüge z.B. bei denen sie nicht sicher sein kann, dass wir sie im Krisenfalle abholen könnten).

Ich habe sie immer als sehr sensibel empfunden. Auf Autismus wäre ich nicht von alleine gekommen. Aber wenn man da nachliest, passt da schon vieles. Als Kind hat sie nie mit Puppen gespielt und sich immer viel bei anderen abgeschaut. Sie spielt leidenschaftlich gern Theater und kann soziale Strömungen in Gruppen sehr gut beschreiben. Sie ist halt (was in diesem Fall ja besonders hilfreich ist) ziemlich intelligent. Allerdings macht es die Intelligenz auch schwer, unbeschwert in den Alltag zu gehen ("Warum mache ich mir immer den Kopf?").

Im Moment geht das bei mir auch sehr an die Substanz, weil ich mich selber so hilflos fühle.

LG Rena

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MartinaM.
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Beitragvon MartinaM. » 16.06.2012, 20:09

Hallo Rena, als Autistin kann ich bestätigen, dass ich das auch nicht mag, wenn Leute die nicht mag / nicht gut kenne / meine privaten Sachen anfassen oder mein Zimmer betreten.
Ausflüge und Pausen (Schule) sind unstrukturierte Zeit, keine festen Regeln, also schwierig zu überblicken und dadurch unangenehm weil unkontrollierbar. Und das macht Angst.
Deine Tochter ist möglicherweise zusätzlich hochbegabt? das macht das Denken aufgrund der vielen vielen Möglichkeiten die gedacht werden können sehr komplex, so wie du das mit der AirFranceMaschine beschreibst, mehr weiss ich ja von euch noch nicht ;)
mein Tipp: nimm deine Tochter so an, respektvoll und leitend kannst du ja agieren, aber ich sehe da schon aus deinen wenigen Zeilen eine sehr interessante Tochter, empathisch (wie übrigens einige Autisten, wider der Meinung des ICD-10) und hochintelligent. da ists doch nebensächlich, dass sie auf Ausflügen nicht gut klarkommt ;)
Und aus meiner Aspie-und AutieCamp-Erfahrung und den regelmäßigen Treffen mit Autisten seh ich immer wieder, dass bei Ausflügen oder Veranstaltungen, nur mit Autisten, sich auch diese Schwierigkeit relativiert. Leider sind nur die meisten Menschen keine Autisten - und das macht es uns schwer :)

(beschreibende Erklärung, leicht scherzhaft gemeint - keinerlei Angriff oder Respektlosigkeit enthalten :wink: )

lg Martina
"ach wie gut, dass ich dich gerettet habe, beinahe wärst du ertrunken" sagte der Affe und setzte den Fisch in den Baum.

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Genevieve
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Beitragvon Genevieve » 16.06.2012, 20:16

Hallo rena

Also wenn ich dass richtig deute Hört sich dass nach einem starkem kontroll Zwang an

Also Angst haben es könnte eine Katastrophe passieren ihr oder anderen?

Sie könnte sich bei anderen mit Krankheiten anstecken oder andere könnten ihr zu nahe kommen?


Ich würde nur so als Tip ich weiß nicht bitte nicht falsch verstehen aber wenn ihr den eindruck habt es belastet ihren und euren Alltag also ich würde euch Dringend raten

da dran zu bleiben ..

Infos dazu gibt es zum Beispiel unter Bad bramstedt psychosomatische klinik

ja auch wir Autisten haben bestimmte zwänge zb. Zwangsgedanken im Rahmen eines Overloades oder bestimmtes verhalten in einer Überforderungssituation

aber dennoch würde ich hier wirklich den Rat geben auf Grund deiner Schilderung eine Beratung zum Thema Zwangserkrankungen einzuholen ..


Autimus kann bedingt ein Auslöser sein wenn die verbindung einer anhaltenden Überfordeurng besteht auch dass müsstet ihr Abklären denke ich ..


Alles gute Lg Genevieve

ich zb, habe wohl Autismus bedingt dass bestreben alle Dinge immer auf die gleich weise zu tun bestimmte Routinen zu befolgen bestimmte Regeln zu haben ..

aber ich kann nicht behaupten dass mich andere Personen dabei besonders Interessieren .. also dass ich mir gedanken darüber mache wie es anderen gehen könnte oder ob sie Krank werden oder Sterben könnten ...

das Heisst nicht dass ich keine gefühle habe .. an andere denke ich zb. wenn durch sie meine Pläne durcheinander geraten zb. wenn jemand zu Spät kommt oder sie absprachen plötzlich verändern ..

aber dennoch haben wir auch bereiche in denen wir uns ganz schlimme Gedanken machen können und die sogar zu unserer Lebensaufgabe werden können ..

Zb. Tierschutz, oder Krankheiten hm die Liste ist auch hier ziemlich lang .. auch daraus kann eine Art Zwang entstehen der sich aber nur oder meist nur auf ein bestimmtes Thema bezieht und meist ist dieses mit einer schlechten Erfahrung gekoppelt und oder mit einem sehr starkem Gerechtigkeitsempfinden was das Thema betrifft

rena99
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Beitragvon rena99 » 16.06.2012, 20:19

Hallo Martina,

auch dir vielen Dank.

Ja, du vermutest richtig, sie ist auch hochbegabt und denkt ziemlich komplex (kennen wir uns??).

Das Problem mit den Ausflügen ist ja, dass sie da unbedingt hinwill. Weil sie sagt, sie sei "untendurch", wenn sie sich da ausschließe. Außerdem ist sie durchaus neugierig auf Neues. Sie denkt, sie müsse sich das zumuten. Meine bescheidene Meinung ist da total irrelevant...

Besonders schwierig scheint es zu sein, Entscheidungen selber zu treffen ("Fahre ich mit oder nicht."). Wenn ich das entscheide, ist es aber auch nicht richtig. Sie macht sich da richtig Stress und geißelt sich selber. Ich denke, sie erwartet viel zu viel von sich (ich erwarte gar nicht so viel von ihr). So versucht sie auch mit extrem viel Energie, die Zwänge zu besiegen, was es scheinbar nur noch schlimmer macht.

LG Rena

rena99
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Beitragvon rena99 » 16.06.2012, 20:29

Ich würde nur so als Tip ich weiß nicht bitte nicht falsch verstehen aber wenn ihr den eindruck habt es belastet ihren und euren Alltag also ich würde euch Dringend raten

da dran zu bleiben ..

Infos dazu gibt es zum Beispiel unter Bad bramstedt psychosomatische klinik

ja auch wir Autisten haben bestimmte zwänge zb. Zwangsgedanken im Rahmen eines Overloades oder bestimmtes verhalten in einer Überforderungssituation

aber dennoch würde ich hier wirklich den Rat geben auf Grund deiner Schilderung eine Beratung zum Thema Zwangserkrankungen einzuholen ..
Danke für den Hinweis. Wir sind ja wegen den Zwängen zur KiPsy gegangen und da soll jetzt auch eine gezielte Therapie beginnen. Wenn man sich über Zwangsstörungen einliest, dann ist ja eine frühe Therapie unbeding notwendig. Sie meinte allerdings, dass man bei zu Grunde liegendem Autismus da anders mit umgeht, als bei Nicht-Autisten. Ein stationäre Aufnahme sei erst mal zu vermeiden, da das wieder eine Veränderung des Umfelds wäre sagte sie z.B.

Mir wäre sehr an Tipps gelegen (und ein paar habe ich ja schon bekommen), wie ich zusätzlich im Alltag besser klar kommen kann, wenn man das mal aus der autistischen Sichtweise betrachtet. Soll ich z.B. eher darauf drängen, mehr Auszeiten und Ruhe zu haben?

LG Rena

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Beitragvon Annette Schmidt » 16.06.2012, 20:55

Hallo Rena!

Herzlich willkommen!
Auf Autismus wäre ich nicht von alleine gekommen.
Autismus erkennen selbst viele Ärzte nicht, auch Kinder- und Jugendpsychiater, in deren Fachgebiet das eigentlich fällt. Und bei Mädchen ist es noch schwieriger, eben, weil sie besser kompensieren können.

Was Eltern sich oft anhören müssen:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic47806.html

Insofern ist das, was Cheyenne schreibt
die Aussage eurer KiPsy zeugt von einem guten Verständnis bzgl. des Autismus-Spektrums,
wirklich eine der wenigen positiven Ausnahme.

Lies bitte mal hier, auch in dendort verlinkten Beiträgen:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 90#1386990

http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic87468.html
Mir wäre sehr an Tipps gelegen (und ein paar habe ich ja schon bekommen), wie ich zusätzlich im Alltag besser klar kommen kann, wenn man das mal aus der autistischen Sichtweise betrachtet.
Vielleicht hilft Dir hiervon etwas weiter:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 409#659409

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 279#155279

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... den#220139

Liebe Grüße

Annette
Annette *16.08.67, u.a. chronische Neuroborreliose, Polyneuropathie, CFS, Insulinresistenz, EM-Rentnerin mit Ulrich, *27.07.92, Asperger-Syndrom

Bitte keine PN-Anfragen, danke.

Genevieve
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Beitragvon Genevieve » 16.06.2012, 21:12

Hm sollte sich der va. des Autismuses bestätigen sind sicherlich mehr Ruhezeiten zu und Auszeiten sinnvoll ..

natürlich wäre auch eine Stationäre aufnahme ein Stressfaktor und dann zu überdenken

Dennoch wäre es wichtig für den weiteren weg genau hinzuschauen warum sie so ausgeprägte Zwänge zu haben scheint..

Es könnte sich auch trotz Autismus etwas psychisches dahinter verbergen ..

Es gibt nicht selten Phobien zb. Sozialphobie auch dass kann im weiterem verlauf zu Starken zwängen führen die zb. mit anderen menschen zu tun haben und oder mit Krankheitsgedanken im umgang mit anderen ..

Hm vielleicht könnte es nützen erstmal zu schauen wann genau verstärkt Zwänge auftreten also eher im zusammenhang mit Sozialkontakten oder nach Theateraufführungen Ansprachen ähnlichem

Mehr zu Hause oder in der Schule und so weiter

Ihr solltet es vielleicht mal Analysieren damit ihr einen überblick bekommt wann die Zwänge auftreten sich verstärken ect.

Auch unter veränderungen neuen Dingen oder Depression erhöhte Angstzustände

Sorge um die Zukunft ..

(ich hatte dass zb. meist wenn es um die versetzung ging mir war nur klar das es für meine Eltern und so irgendwie wichtig war dass ich weiter komme in der Schule deswegen war es für mich hoher stress da ich nicht verstand warum sie es für wichtig hielten dass Zahlen(Noten) benotung über mich entscheiden sollten..

Ich hatte nur immer starke Angst die Dinge nicht zu schaffen und machte mir meist unentliche Sorgen wir Autisten können sehr Streng mit uns selbst sein also Perfektionisten sein .. wenn wir es für wichtig erachten ..

Hm ihr solltet schuldigung meine offenheit hier auch an die Regel denken ..

oder dass sie vielleicht von anderen Mädchen dinge erzählt bekommt die sie nicht genau versteht in zusammenhang mit Jungs ..

Ich bekam zb. immer sehr viel Ekel wenn ein Mädchen ein anderes Küsste oder sie Anfingen von ihren ersten Erfahrungen zu Reden

Sie könnten sie damit sogar Ärgern auch solche Faktoren können hohen Stress auslösen ..


Lg

rena99
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Beitragvon rena99 » 16.06.2012, 22:16

Vielen Dank Annette für die vielen Links und dir, Genevieve, für die offenen Worte. Ich denke, vieles von dem, was du schreibst, stimmt. Sowohl der Perfektionismus als auch die Probleme mit beginnender Sexualität. Ich werde deinen Ratschlag mal beherzigen und versuchen zu sammeln, wann es besonders schlimm ist.

LG Rena


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