Gott - glaubt ihr dran, wieso lässt er Behinderung zu?

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

Moderator: Moderatorengruppe

Juler
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1785
Registriert: 28.11.2012, 13:54
Wohnort: Bayern
Kontaktdaten:

Beitragvon Juler » 01.01.2014, 20:34

@Ulla: Eher selten, meine Mum hat da ihre Basta-Meinung und mein Vater hat ein bestimmtes Ereignis zu dem gemacht, was er ist. Ich glaube nicht an Gott. Sondern an eine Art Zufallsinstanz und Schicksal, was dann doch irgendwie über uns bestimmt.

@Dario: Das geht mir auch so! Ich glaube nicht mehr an Gott, ich kann mit ihm nichts anfangen und er ist mir zu mächtig, ich lasse mich ungern beherrschen oder irgendwie kann er mich ja nicht mögen oder beschützen, da ich mittlerweile fast alles durch hab! (Behinderung, schwerer Verkehrsunfall, Mobbing, ...) Die Liste würde noch weiter gehen!


LG

Juler
Selbstbetroffen
P07.12
G91.9
VP-Shunt

Werbung
 
Benutzeravatar
Marc6892
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 234
Registriert: 26.07.2007, 11:16
Wohnort: Schweiz, ZH

Beitragvon Marc6892 » 02.01.2014, 02:49

Und natürlich braucht man auch nicht zwangläufig die Bibel, um sich dahingend zu orientieren, dass wenn alle Menschen redlich und ehrlich wären, wenig kaputt machen und viel für andere Menschen übrig hätten, dann der Ungerechtigkeit nicht so viel Raum gegeben würde.

Aber es ist ja nun so, dass noch soviel Frömmigkeit auch nicht jeder Versuchung widersteht. auch nicht dahingehend, dass sehr fromme Menschen die bessere "Quote" haben...Da müsste sie sich schon als erstes mal unter sich einigen und nicht dahingehend argumentieren, dass die Hauptsache der Glaube ist, der einen Platz im Himmel garantiert.
Hallo Esthe,

ja wenn die Menschen so wären (redlich und ehrlich u.s.w.) dann bräuchte man ein solches Buch wohl nicht ... dann wären wir wohl in einem Paradies. Aber die Menschen sind es nicht ... und das kann dir ja nicht entgangen sein, oder?

Glaube ist zwar wichtig, aber alleine garantiert dieser gar nichts. Hast du Kor. 13 nicht gelesen - ohne Liebe funktioniert das nicht ... auch mit Glauben nicht ... und Liebe ist etwas aktives. Du weisst ja noch - Mat. 7,21-23 ... hat dir doch immer gut gefallen der Text.
Es dreht sich im Kreis...Die Religion ist nicht das Maß aller positiven Dinge, die der Mensch vollbracht hat. :wink:
Du sagst es - ... weil die Religionen, die der Mensch hervorgebracht hat ja leider nicht dem entsprechen, was Gott darüber denkt ... und daher schon viel Leid und Unbehagen verursacht haben.
Eigentlich solltest du wissen, dass ich Religionen nicht gleich setze mit dem was Gott empfiehlt. Für mich ist da nur sein Wort Authorität.
die Frage ist, was bewirkt oder könnte bewirken, das Jeder den Nächsten liebt!!
Ich sehe weder in den geltenden Paragraphen noch in biblischen Regeln, die ja auch Paragraphen sind, eine tragbare Grundlage.
Lies doch mal Matthäus 25, 35-40 ... oder habe ich dich da falsch verstanden? Ich finde das ist eine "stabile" Grundlage...
...Ökonomische Zwänge ganz konkret und ganz viele maßgebliche Verhältnisse der Menschen untereinander, die sich daraus ergeben.

Es ist doch fatal, wenn man denkt, alle davon überzeugen zu wollen, nach Geboten zu leben, wenn dafür die ökonomische Grundlage gar nicht vorhanden ist.
Wir sollen uns lieber von ökonomischen Zwängen beherrschen lassen als von Gott und Liebe? Verstehe ich dich da richtig?

Wohin uns das geführt hat sehen wir ... sofern wir hinschauen wollen.

Das soll nicht weltfremd klingen. Ich muss meiner Arbeit im Wirtschaftssystem genauso nachgehen wie du und alle anderen ... sofern wir das Glück haben eine zu haben...
Aber sich davon beherrschen lassen und sich dem ergeben und darauf vertrauen ??? Das widerstrebt mir so wie dir einer Herrschaft eines universellen Schöpfers zu vertrauen... - (dabei hat er besseres geschaffen als deine Economy...)
Die Liebe zum Nächsten muss wachsen. Sie wird langsam wachsen, wenn wir entsprechende gesellschaftliche Verhältnisse haben und von großen natürlichen Katastrophen verschont bleiben. Das ist eine Aufgabe für die nächsten 200 oder 300 Jahre. LG Michael
Wenn der Mensch so weiterwirtschaftet ... was soll da in 200 - 300 Jahren noch übrig sein? Dir egal, weil du dann eh nicht mehr da bist? Warum ist es dir dann so wichtig, dass bis dahin nicht längst wieder Gott herrscht und sein Reich die Menschenherrschaft ersetzt?
Der gibt uns immerhin dann 1000 Jahre Zeit für diese Aufgabe - rechnet also grosszügiger :D
"Das Tolle daran, die einzige zwischen richtig und falsch unterscheidende Art zu sein, ist, daß wir uns immer genau die Regeln ausdenken können, die uns gerade in den Kram passen. - Die letzten ihrer Art, Douglas Adams

Leela
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1376
Registriert: 24.06.2013, 07:22
Wohnort: Berlin

Beitragvon Leela » 02.01.2014, 03:05

Hallo,
ich finde die Diskussion sehr interessant, hier ist sogar mitten in der Nacht
was los. Schön für alle, die wie ich nicht schlafen können.

Lg :wink:
Sohn geb. Juni 2013 (5 Wochen zu früh, nach vorz. Blasensprung), Hirnblutung.
leicht entwicklungsverzögert
V.a. NF1 (cal)

Benutzeravatar
dagmar neo frea
gesperrter User
gesperrter User
Beiträge: 7553
Registriert: 24.05.2008, 14:00
Wohnort: Goslar

Beitragvon dagmar neo frea » 02.01.2014, 06:08

Michael hat geschrieben: Ich sehe weder in den geltenden Paragraphen noch in biblischen Regeln, die ja auch Paragraphen sind, eine tragbare Grundlage.

Hallo Michael

Ich finde z.b. die Kinderrechte eine zukunftsweisende Errungenschaft.
Die stellen ja auch religiöse Praktiken in Frage,wie z.b. Beschneidung,auch wenn die Lobby eindeutig noch lange nicht bei den Kindern liegt.
Alleine die Kinderrechte auf den Weg zu bringen,war ein ewig langer Akt,die statistische Erhebung hat gezeigt,das Gewalt gegen Kinder trotz Gesetzen z.t. von 50 % oder mehr der Bevölkerung ausgeübt oder toleriert wird.

Ich finde es gut,das mit den Gesetzen die Rechte von Kindern festgelegt und für ihre Bedürfnisse sensibilisiert wird.
Das alles ist wohl wirklich ein langer Weg,was sich ja auch in der Emanzipation der Frau zeigt.
Für mein Verständnis ist es richtig,Regeln den modernen Verhältnissen anzupassen,z.b. eine Regel auf den Müll zu schmeißen,der Frauen zum Untertan oder Besitz der Männer macht.
Das sind Impulse,Anregungen, und im Notfall ,wenn Übergriffe passieren ,hat Frau oder Kind was in der Hand,um sich vor gravierenden Übergriffen zu schützen.

Marc hat geschrieben: Wenn jeder vollkommen lieben würde, müssten wir uns dann noch mit 1000den von Paragraphen regulieren? Das ist doch die Frage?

Hallo Marc

Menschen sind nicht vollkommen aber Sie entwickeln sich stetig weiter.
Die Ethik heute ist eine andere als vor 1000 oder 500 jahren.
Wenigstens in den westlichen Ländern,es wird niemand gesteinigt,es wird in Deutschland keiner zum Tod verurteilt,Strafgefangene haben auch Menschenrechte,keiner kriegt mehr die Hand abgehackt wenn er klaut etc...
Korinter 13 ist mir zu abgefahren,zu perfektionistisch und als Frau würde ich jedem Bibelvers zutiefst mißtrauen,in dem Selbstlosigkeit gepredigt wird.
Soll die Liebe so selbstlos sein,männliches Kanonenfutter zu produzieren?
Oder gut verwertbares Humankapital?

Die "Liebe" unterliegt ja tatsächlich auch immer den herschenden Verhältnissen oder Moden :roll:
Ich bin daher immer mit so einer Liebesdiskussion überfordert,ich intressiere mich mehr für Bindungsforschung,und da ist klar,das die äußeren Verhältnisse auf die Bindung einwirken,zum Guten und zum schlechten.Empirisch belegt.

L.G.
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=dVrX7Gqjzs0

Ullaskids
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4175
Registriert: 30.05.2007, 18:01

Beitragvon Ullaskids » 02.01.2014, 06:58

Hallo Nicole,
ja man wird zur Mission aufgerufen aber nicht dazu andere mit Mission zu belästigen
es ist halt die Frage, ob das beide Seiten immer gleich sehen, wo da genau die Grenze liegt?

Ein Beispiel aus meiner entfernt angeheirateten Verwandtschaft, einer baptistischen Missionsfamilie:
Wir bekamen eine Bibel zu Weihnachten geschenkt, denn "das könne uns ja nicht schaden, wir hätten ja keine"...
Tja, wir haben sogar drei Bibeln zuhause, eine steht im Bücherschrank im Arbeitszimmer, eine hat unsere Tochter für den Religionsunterricht in ihrem Zimmer, und eine liegt in einer Bücherkiste im Keller.
Jetzt liegen da halt zwei... und nach wie vor keine im Wohnzimmer, weil wir da gar kein Bücherregal haben. Nicht, weil wir bildungsfern sind ;) aber unsere ca. 5000 Bücher stehen halt im Arbeitszimmer, das dreimal so groß ist wie unser Wohnzimmer...
Und noch ein Beispiel:
Unsere älteste Tochter bekam einen Büchergutschein, von einem christlichen Buchladen. Dieser liegt von uns aus am anderen Ende der Stadt (und auch für die Schenkenden in einem recht entfernten Stadtteil), an einem Parkplatz, der auch noch Parkgebühren kostet. Meine Tochter hat sich dort, weil die Auswahl erwartungsgemäß nicht ihren Vorstellungen entsprach, ein Buch über griechische Mythologie (ihr Hobby) bestellt. Bei Zeus :lol: , und schräge Blicke dafür geerntet... die Parkgebühren hatten wir dann zweimal, beim Bestellen und beim Abholen.
So haben wir Kosten gehabt und waren der missionarischen Atmosphäre im Laden ausgesetzt, überspitzt gesagt.

Beides mag man als harmlos-tolerant definieren oder, wie ich, als schon aufdringlich missionarisch.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

Benutzeravatar
Engrid
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 13837
Registriert: 24.10.2011, 10:36

Beitragvon Engrid » 02.01.2014, 08:44

Hallo
ja man wird zur Mission aufgerufen aber nicht dazu andere mit Mission zu belästigen
es ist halt die Frage, ob das beide Seiten immer gleich sehen, wo da genau die Grenze liegt?
Na, jedenfalls ist mir an Nicoles Beiträgen absolut noch nichts Missionarisches aufgefallen.
Die Diskussion hier könnte schon interessant sein, wenn sie nicht so von Zuordnungen anderer geprägt wäre ("wenn Du zu denen gehörst, dann bist Du so und so"). Aber das ist irgendwie meistens so, wenn es bei REHAkids um Religionsfragen geht ... :?: das hat ua wohl zur Folge, dass sich die Muslimas dann nix mehr zu schreiben trauen ... will auch keiner, oder?

Nichts für ungut.

Viele Grüße,
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

NicoleWW
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1341
Registriert: 11.05.2012, 16:13
Wohnort: Hülben

Beitragvon NicoleWW » 02.01.2014, 09:38

Hallo Ulla,
es ist halt die Frage, ob das beide Seiten immer gleich sehen, wo da genau die Grenze liegt?
1. Hab ich ja nicht geschrieben, dass sich kein Christ aufdringlich missionarisch verhält.

2. Gibts auch genug Andersdenkende die auch nur die erwähnung des eigenen Glaubens oder Meinungen dazu als aufdringlich missionarisch empfinden

Missionarisch ist in meinen Augen etwas dann wenn ich versuche den anderen von meinem Glauben zu überzeugen (klar auch da kann man wieder unterschiedlicher Meinung sein wann man das tut), nicht wenn man in einem Gespräch seinen Standpunkt erzählt oder auch Ereignisse erzählt die im Zusammenhang mit dem Glauben steht.

Ein Beispiel: Facebook: Warum soll es jedem anderen "erlaubt" sein, seinen "Mist" da zu posten, aber sobald ein Christ etwas christliches postet wird es von einigen als aufdringlich missionarisch empfunden. Ich stell mir da echt die Frage "Warum ?" . Da wird ein weltliches Lied (die unterumständen auch Ideologien verbreiten) gepostet, das ist für alle ok, ein andere postet ein christliches Lied (weil es ihm vielleicht besonders gut gefällt und ohne jeglichen Hintergedanke) und promt regt sich der ein oder andere darüber auf. ich frag mich allen ernstes WER hier tolerant ist.

Wenn man natürlich schon allein die Erwähnung des christlichen Glaubens oder das Wissen man befindet sich unter Christen als missionarisch empfindet (hab ich alles schon erlebt) wird das mit der Grenze natürlich wirklich schwierig. Ich weiß dass es Christen gibt da wirklich sehr aufdringlich sind, aber eben nicht alle. Ich selber würde keine Bibeln verschenken ausser es interessiert sich wirklich jemand für eine neue Bibel, alle anderen lesen auch nicht in der Bibel nur weil man ihnen eine schenkt. Was die Gutscheine für einen christlichen Bücherladen angeht, klar die verschenke ich auch, aber bei uns gibts auch nur diesen einen Bücherladen (der aber auch anderes verkauft und man kann ja alles bestellen). Ich und unsere Kinder bekommen auch Sachen geschenkt die nich zu meinem Glauben passen (ob da nun absicht des Schenkenen bei war oder nicht ist nicht immer so ganz klar) wenn ich denke das geht gar nicht tu ich es weg oder verschenke es weiter (wenn ich weiss da interessiert sich jemand für).

Liebe Grüße
Nicole
Nicole (70, Morbus Bechterew, Asthma) mit

J.M. (92)
J.C. (93)
J.E. (95, ADHS, E80.4)
A.M. (04, F93.3, F98.8, F81,1)
S.F. (04,F84.5, F98.8, J30.3, E80.4, J45.0)
V.L. (07, J45.1, F98.0)
J.K. (07, F84.5, F98.0)

Ullaskids
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4175
Registriert: 30.05.2007, 18:01

Beitragvon Ullaskids » 02.01.2014, 09:45

Hallo Engrid,
ich wüsste jetzt nicht, dass ich sowas behauptet habe!? Ich frage ja nur, wie sie dazu steht und ob unsere Grenzen die gleichen sind. Sowas ist ja schon individuell.
Das mit dem Missionieren und der Toleranz entspricht halt meiner Erfahrung, nicht nur aus der Verwandtschaft, auch aus dem Bekanntenkreis, in dem Fall sind es einmal Adventisten und ein anderes Mal Zugehörige der ev. Landeskirche und innerhalb dieser eine bestimmte Gruppierung, von der ich vergessen habe, wie sie heißt.

Ich selber habe ja auch eine Position, die nicht jedem ohne Erklärung nachvollziehbar ist, als Atheistin, die aus bestimmten Gründen trotzdem Kirchenmitglied ist und deren Tochter gerade Konfiunterricht hat.

Und gerade von gläubigen Muslimas in meinem Umfeld bekomme ich oft den vermeintlich toleranten Spruch zu hören: Ich bin total tolerant gegenüber Christen, hauptsache wir alle sind gläubig.... tja, bin ich aber nicht, und da hört die Toleranz dann immer sehr drastisch auf.
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 02.01.2014, 10:02

Und gerade von gläubigen Muslimas in meinem Umfeld bekomme ich oft den vermeintlich toleranten Spruch zu hören: Ich bin total tolerant gegenüber Christen, hauptsache wir alle sind gläubig.... tja, bin ich aber nicht, und da hört die Toleranz dann immer sehr drastisch auf.

Hallo,

es ist ja so, dass der Trend und die Erwartung dahin geht, dass alles was im Namen der Reliigion geäußert wird ohne Kommentar toleriert werden muss. Das ist kein Phänomän, dass der Islam für sich beansprucht. Toleranz muss ja auch von streng Gläubigen geübt werden und natürlich sind unterschiedliche Ansichten diskussionswürdig. Ich sehe das Problem weniger im Glauben an sich, sondern in dem Rechtanspruch den man über die REligionsfreiheit hinaus durchzusetzen versucht. Dafür gibts verschiedene Beispiele. Man kann auch nochmal auf die Unterrichtinhalt zu sprechen kommen. Manche Strömungen tun sich einfach schwer, sich an Lehrpläne zu halten, vermitteln Wissen nicht richtig und beziehen sich auf Religionsfreiheit .Gegipfelt ist das Ganze nun öffentlich in Bayern, wo man die Züchtigung von Kindern in der Glaubensgemeinschaft nicht als Kindeswohllgefährdung wahr nimmt und mal wieder mit der Bibel gerechtfertigt wird...Da hörts natürlich auf. Aber schlimm ist ja, dass nicht mal der Staat in der Lage ist sich gerade bei solch extremer Positionierung sich durchzusetzen. Fazit man muss sich gegen solche Praxis wehren , auch wenn man dann dafür angegangen wird , weil man in solchen und anderen Fällen die GrenzüberschreitungReligionsfreiheit, die ja auch eine Errungenschaft ist ,in Frage stellt. Die Religionsfreiheit gilt für ALLE und hat Grenzen. Es ist ein Unterschied, ob man sich über einen Bibelinhalt unterhält oder man eine Unterhaltung darüber aufdringlich empfindet. Man sollte in Fällen von Aufdringlichkeit das Thema wechseln. :wink:

Werbung
 
Ullaskids
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4175
Registriert: 30.05.2007, 18:01

Beitragvon Ullaskids » 02.01.2014, 11:04

Hallo Nicole,

ich glaube nicht, dass wir da so weit auseinanderliegen :wink:
Missionarisch ist in meinen Augen etwas dann wenn ich versuche den anderen von meinem Glauben zu überzeugen (klar auch da kann man wieder unterschiedlicher Meinung sein wann man das tut), nicht wenn man in einem Gespräch seinen :idea: Standpunkt erzählt oder auch Ereignisse erzählt die im Zusammenhang mit dem Glauben steht.
Einen Standpunkt höre ich mir immer gerne an... schlimmstenfalls fühle ich mich von solchen Geschichten peinlich berührt, aber das ist dann ja mein Problem, und das trage ich auch nicht nach außen.
Da wird ein weltliches Lied (die unterumständen auch Ideologien verbreiten) gepostet, das ist für alle ok, ein andere postet ein christliches Lied (weil es ihm vielleicht besonders gut gefällt und ohne jeglichen Hintergedanke) und promt regt sich der ein oder andere darüber auf. ich frag mich allen ernstes WER hier tolerant ist.
Hier stimme ich dir zu. Da kommt es wie bei allem auf den Inhalt an. Ich singe ja auch Weihnachtslieder, obwohl ich den Inhalt nicht glaube (weil es aber zu unserem Kulturgut gehört) und würde mich andersherum an einem Lied mit z.B. rechtsradikalem Inhalt sehr stören.

Sehr gute Freunde von uns sind gläubig und in ihrer ev. Kirchengemeinde stark engagiert. Aber das ist übers Kulturelle hinaus (z.B. Besuch eines Adventskonzerts) einfach kein Thema zwischen uns und so ist es für die Freundschaft kein Problem.
Ich finde es aber schon erleichternd, dass mein Mann und ich in dieser Sache die genau gleiche Einstellung haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es angenehm ist, wenn man von seinem Partner denken muss, dass er in so einer grundlegenden Lebenseinstellung auf dem falschen Weg ist (oder dem, was man selber dafür hält).
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (15): Gendefekt, Epilepsie, Skoliose etc.


Zurück zu „Religion/Spirituelles“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 14 Gäste