Grundsicherung und Autozulassung auf behinderten Angehörigen

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Inge
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Beitragvon Inge » 01.05.2012, 10:01

[center]endlich mal eine Grundlage dazu - Bild DANKE!!![/center]

Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

'Sommerkind' von Wortfront


Viele Grüße
Inge

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Beitragvon kosche4ka » 24.08.2016, 18:32

Hallo mein Kind hat ein behindertgerchtes Auto in Rahmen Eingliederungshilfe bekommem und das Soz.amt zahlt noch Hpfl.versicherung.Auto war ganz neu umgebaut gekauft auf meine Name und Statt hat Geld überwiesen,sie zählen das Auto als Vermögen nicht ,weil mein Kind soll auch in normalen Leben ,wie jeder von uns teilnehmen und ihre Freizeit leichte organisieren.LG

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Beitragvon melanie simone » 08.03.2018, 10:02

Hallo ihr lieben

nachdem dieser Thread in einem aktuellen verlinkt war hab ich hier reingeschaut -
und glatt ne Frage ( weil ich glaub nich alles verstehe )

Bei uns ist grad der Opa dabei, über den SBA des Enkels ein neues Auto zu kaufen.
Unser Sohn ist 11 und Eingliederungshilfe oder sonstige Leistungen
( abgesehen vom Pflegegeld was ja ne andere Baustelle ist ) haben wir noch nie gebraucht und auch ein Auszug ist in den nächsten Jahren nicht geplant.

Machen wir da was dummes, wenn unser Sohn den Kaufvertrag unterschreibt?
Und was ist der Unterschied zum Fahrzeughalter?
Worauf sollten wir achten?

LG Melanie
Mama(74), Bub(06), unbalancierte Translokation ( 1 & 18 ), Balkenmangel, Fieberkrämpfe, Epilepsie seit 12/12 , Entwicklungsstand +/- 15 Monate, PG 5, begeisterter Rollatorpilot, chronisch gute Laune

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, daß etwas gut ausgeht,
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Beitragvon MichaelK » 08.03.2018, 10:25

Unser Sohn ist 11 ....
Machen wir da was dummes, wenn unser Sohn den Kaufvertrag unterschreibt?
mit 11 ? Ist die Frage ernst gemeint? Wie kommt man auf solche Idee?

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
(Martin Luther King)

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Beitragvon Jörg75 » 08.03.2018, 10:27

Hallo Melanie,

dein 11jähriger Sohn kann den Kaufvertrag nicht wirksam unterschreiben!

Für einen Autokauf über SBA ist auch nicht erforderlich, dass der Sohn den Kaufvertrag unterschreibt, die Autohersteller wissen selber, dass Minderjährige das nicht können/ dürfen.
Es ist allenfalls erforderlich, dass das Auto auf den Minderjährigen zugelassen wird - das ist aber etwas anderes als den Minderjährigen den Kaufvertrag unterschreiben zu lassen.

Gruß
Jörg
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Beitragvon melanie simone » 08.03.2018, 10:31

Hallo Michael

ja.... laut dem Verkäufer darf ich das i.A. als Erziehungsberechtigter.
Ich war bei dem Gespräch nicht dabei, das deichselt der Opa.
Hab mich da nicht drum gekümmert.

Jetzt wo Du so fragst klingt das schon unlogisch.
Aber ich hab hier doch schon gelesen, dass Eltern über den SBA des Kindes ein Auto kaufen.
Wie geht das dann?

LG Melanie
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Beitragvon Jörg75 » 08.03.2018, 10:43

Hallo Melanie,

grundsätzlich bedarf es zu einem wirksamen Kaufvertrag durch deinen Sohn deiner Einwilligung! Ohne geht es nicht ... das bedeutet aber letztlich auch, dass Du unterschreiben musst, nicht dein 11jähriger Sohn.

Warum du ein solches Vorhaben, dass maßgeblich dich und deinen Sohn betrifft, den Opa des Kindes machen lässt, ohne dich selber drum zu kümmern, ist mir auch ein Rätsel. Denn letztlich - wenn das so läuft wie der Opa das plant - dann bist DU diejenige, die in dem Vertrag steht. DU schuldest die Zahlung des Kaufpreises, DU musst dich um alles kümmern. Bei einer Finanzierung bist de facto DU Vertragspartner. Willst du das?


Wen Eltern über den SBA der Kinder ein Auto kaufen, dann werden die Eltern Eigentümer, weil sie den Vertrag unterschreiben und bezahlen. Die Eltern schließen i.d.R. auch die Versicherung des Fahrzeugs ab - das einzige, was ggfs. das Kind "macht", ist Halter des Fahrzeugs zu werden.
Das ist wohl nötig, wenn man den Kfz-Steuervorteil wahrnehmen möchte, den es unter bestimmten Konstellationen gibt. Für den Kauf ohne Wahrnehmung des Kfz-Steuervorteils kann das je nach Hersteller erforderlich sein. VW zB erlaubt meines Wissens auch, dass bei dem SBA von Kindern die Eltern des Kindes Halter werden, bei anderen Herstellern weiß ich das nicht.

Übnrigens ist es in der Regel auch so, dass es "Mindesthaltefristen" gibt (meistens 6 Monate). Ihr könnt also auf den SBA deines Sohnes nur zwei Autos im Jahr kaufen ... wenn ihr also auch in absehbarer Zeit ein Fahrzeug für Euch kaufen wollt, solltet ihr das mit berücksichtigen.

Ich kann dir nur dringend raten, dich selber in diesen kauf "einzuschalten" und dir selber da Gedanken zu zu machen.

Gruß
Jörg
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Beitragvon monika61 » 08.03.2018, 10:50



Das ist wohl nötig, wenn man den Kfz-Steuervorteil wahrnehmen möchte, den es unter bestimmten Konstellationen gibt..
Hallo,

dazu sollte man beachten:

..."Das Kraftfahrzeug muss auf den Menschen mit Behinderung zugelassen sein, d.h.: Er ist der Halter.

Nicht erforderlich ist, dass der Fahrzeughalter mit Behinderung einen Führerschein besitzt. Daher ist die Steuerbegünstigung z.B. auch bei Kindern mit Behinderungen, auf die ein Kraftfahrzeug zugelassen ist, möglich. Allerdings darf das Fahrzeug nur für den Transport oder die Haushaltsführung des Erwachsenen bzw. Kindes mit Behinderung benutzt werden."....

http://www.betanet.de/betanet/soziales_ ... r-230.html

LG
Monika

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Beitragvon Jörg75 » 08.03.2018, 10:53

Hallo Melanie,

ach ja, noch etwas ... wenn ich deine Signatur so sehe mit den Diagnosen deines Sohnes.

Sollte er geschäftsunfähig sein (worauf deine Angabe hindeutet, er habe den Entwicklungsstand eines 15-Monate alten Kindes), dann wäre seine Willenserklärung (Unterschrift unter den Kaufvertrag) nach § 105 BGB nichtig und würde auch NICHT durch deine Zustimmung wirksam werden.

Gruß
Jörg
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Beitragvon Jörg75 » 08.03.2018, 10:54

Hallo Monika,

das ist vollkommen richtig. Alles andere ist Steuerhinterziehung!

Gruß
Jörg
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