Kontoauszüge bei Antrag auf Grundsicherung

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kerstina
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Kontoauszüge bei Antrag auf Grundsicherung

Beitragvon kerstina » 28.03.2012, 13:20

Hallo,

ich habe für meinen Sohn Grundsicherung beantragt.
Jetzt soll ich für einen Zeitraum von 3 Monaten meine Kontoauszüge vorlegen.
Ich habe nichts zu verbergen und im Antrag auch alles angegeben.
Aber auf dem Kontoauszug sind vielleicht auch Vorgänge drauf die mit dem Antrag gar nichts zu tun haben und ich möchte nicht unbedingt das der Sachbearbeiter weiß wo ich z.B. einkaufe, meine Klamotten bestelle usw.
Kann mir jemand einen Rat geben?

Vielen Dank

Kerstin
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ehemaliger User

Beitragvon ehemaliger User » 28.03.2012, 13:41

Hallo Kerstin,

die Sachen wo nicht damit zutun hat würde ich einfach schwärzen. Vielleicht wäre es besser für die Zukunft ein extra Konto für dir Sache für dein Sohn auzulegen.

Grüsse

Andreas

Helena*
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Beitragvon Helena* » 28.03.2012, 13:41

Hallo Kerstin,
du kannst alle Ausgaben schwärzen. Ich würde aber wohl erst einmal zurückfragen, wie Sie auf die Vermutung kommen, dass Einnahmen von über 100.000 Euro im Jahr vorliegen. Zum Nachweis deines Einkommens und evtl. deines Ehegattens müsste dann doch auch ein Einkommensbescheid des Finanzamtes ausreichen .

Vielleicht liest du dir auch einmal den Infoartikel von Intakt durch und die Broschüre des BVMK:
http://www.intakt.info/148-0-grundsicherung.html
http://www.bvkm.de/recht/rechtsratgeber ... herung.pdf

LG, helena

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Beitragvon JasminsMama » 28.03.2012, 13:45

Hallo Kerstin,

die Bereiche die nicht wichtig sind für den Antrag kannst du einfach mit einem schwarzen Edding schwärzen, d.h. dick durchstreichen.
Das mache ich immer so, auch wenn ich Auszüge beim Finanzamt einreiche o.ä.

LG
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Beitragvon KerstinM. » 28.03.2012, 14:25

Hallo kerstina,
ich frage mich, was überhaupt mein Konto mit der Grundsicherung meines Kindes zu tun hat, also jetzt bei Otto-Normalverbraucher?

Ich denke auch, dass der Einkommensbescheid ausreichend sein müsste. Was soll den der Nachweis, wann und wie viel Geld ich ausgebe?

Gruß Kerstin
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Beitragvon angela » 28.03.2012, 15:14

Hallo Kerstin,

sollst Du ausdrücklich die Auszüge vorlegen oder ist es auf einem Merkblatt, was alles angefordert wird, mit drauf?
Hab eben nachgeschaut - wir mußten keine Kontoauszüge (also unsre) vorlegen.

LG - Angela
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Beitragvon pauly » 28.03.2012, 15:40

Hallo,

Ich habe auch von zeit zu zeit Kontoauszüge vorlegen müssen. In Bayern ist das wohl so...

LG Karin
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Klumpfuß links, 1. OP im April `04, 2. OP im Juni `07
Diagnose Morbus Perthes im Januar 2011, Umstellungsosteotomie '12
großer (*21.11.2000) gesund

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Beitragvon Michi104 » 28.03.2012, 16:10

Hallo

habe auch schon gehört das das gemacht wird, bei der Person von der ich weis, durfte NICHT geschwärzt werden, die wollten alles sehen. ( welche Methode jetzt richtig ist?? oder ob es auch aufs Bundesland & Gemeinde ankommt ?? ich weis es nicht)

Grüße Michi

gelöschter User

Beitragvon gelöschter User » 28.03.2012, 16:36

Hallo,

uns wurde damals gesagt, dass die Eltern KEINE Kontoauszüge beilegen müssen.......NUR den Lohnsteuerjahresausgleich!!!!

Falls das Kind ein eigenes Konto hat, müssen Kontoauszüge des Kindes vorgelegt werden.

Bevor du alles hinschickst, würde ich auf dem Amt anrufen und nachfragen. Das ist so einfach nicht richtig. Es gilt Bundesrecht und NICHT Länderrecht bei der Grundsicherung.
ALLE Bundesländer müssen sich gleichermaßen an diese Gesetze halten und dürfen auf diesem Gebiet KEIN eigenes Süppchen kochen.

LG

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Beitragvon kerstina » 28.03.2012, 16:54

Hallo,

danke für die Antworten.
Ich hab mir gerade das Schreiben nochmal genau durchgelesen, da steht drauf
"Umsatzausdruck vom Girokonto von 1.12. bis 29.02." Also wahrscheinlich doch nicht die einzelnen Kontoauszüge. Werde wohl morgen nochmal bei der zuständigen Stelle anrufen was genau gebraucht wird.

LG Kerstin
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