Nachtschwester schläft ein

So manches Kind muss aufgrund seiner Behinderung besonders intensiv betreut werden - z. B. mit Hilfe eines Pflegedienstes. Viele Kinder werden von einer Krankenschwester in Kindergarten oder Schule begleitet, um optimal versorgt werden zu können. Das gilt beispielsweise für viele tracheotomierte Kinder. In dieser Rubrik können sich Eltern von so genannten Intensivkindern über die besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder austauschen.

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Anke K
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Beitrag von Anke K »

Hallo joeysmommy

Dr. Rieke und Team heißt bei uns jetzt bipG ( Bundesweite Intensiv Pflege Gesellschaft )

Wollte es nur mal erwähnen, falls jemand danach sucht.

LG Anke
Anke(Bj..70),Meik(Bj.68), Jasmin(Bj.91) und Justin(Geb.1999 )nicht ketotische Hyperglycinämie- sehr seltene Stoffwechselerkrankung, Epilepsie - BNS,Hypotonie (schwerstb).Keine Kopf/ Körperhaltung. Entwicklungsstand eines ca. 2 Monaten altes Baby,keine Heilung.PEG/Button, Spastik, Schlafapnoen

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joeysmommy
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Beitrag von joeysmommy »

Hallo Anke,

danke für den Hinweis, hab mich beim googeln auch schon gewundert... Nun bin ich schlauer... :D
Liebe Grüße, Verena (*07/78), mit Joana (*06/06), 35.SSW, V.a. ASS, FI, und Joshua (*11/10), Hypopl. d. re. unt. Extremität + Oligodaktylie, psychomot. Ret.

Kinderkrankenschwester in der amb. Intensiv-Kinderkrankenpflege

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PapaBernhard
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Beitrag von PapaBernhard »

Hallo nochmal,

es ist manchmal natürlich wirklich sehr schwer, wirklich wach zu bleiben. Bei mir ist da eher die Gefahr, wenn Nächte "zu ruhig" sind und es nicht wirklich etwas zu tun gibt. Füsse hochlegen ist drin. Wobei ich mir eh nicht vorstellen kann, dass man so tief einschlafen kann, dass man nicht mal einen Alarm hört. Gab auch schon Patienten, wo es etwas großzügiger gehandhabt wurde und man dem Sekundenschlaf fröhnen durfte aber beim kleinsten Piepser (bzw. schon vorher, wenn man bei der Legendair (Beatmung) einen unregelmäßigen Zug gehört hat, stand ich schon vor dem Alarm neben dem Patienten)
Man muss gemeinsam schauen, wie man eine Umgebung schaffen kann, in der man eben nicht einschläft und sich wachhalten kann. Dazu zählt zum Beispiel sitzen in einem Sessel bei gedimmten Licht und muchsmäuschen still sein natürlich nicht...

Liebe Grüsse
Bernhard
Bernhard *69, Christiane *70
Dominik *15.10.07 Asphyxie bei Geburt, Entwicklungsverzögerung, Epi, Pflegegrad 4
Adoptivschwester *2006
Leon 2005 (+10SSW) Björn 2004 (+15SSW)

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Ehemaliger Krankenpfleger in der Außerklinischen Kinderintensivpflege
Aus gesundheitlichen Gründen jetzt Sachbearbeiter beim ADAC Schutzbrief

Tanja Sto
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Beitrag von Tanja Sto »

thorsten,

einen besseren vergleich hast du wohl nicht gefunden oder? kann ja auch nicht jeder sooo perfekt sein...
Tanja mit Xenia,myklonisch-astatische Epilepsie,
Sternenkind (7.SSW)

gelöschter User

Beitrag von gelöschter User »

Hallo,

ich muss euch Pflegepersonal meine allergrößte Hochachtung aussprechen.
Ich könnte nie und nimmer in Nachtdiensten arbeiten.
Ich stelle mir das so extrem anstrengend vor.
Wenn ich müde bin, dann werde ich hochgradig unkonzentriert und unleidlich. Wenn ich mir dann vorstelle, ich müsste dann noch Stunden weiterarbeiten und wach bleiben :shock:
Das würde mein Körper überhaupt nicht schaffen und dann noch nebenher die eigene Familie versorgen.......puh. Wie macht ihr das???
Selbst wenn ich am Tage schlafen kann, werde ich abends zur gewohnten Zeit müde.
Also......meinen Respekt vor dieser Arbeitleistung habt ihr im vollsten Umfang.
Euer Gehalt müsste mindestens verdreifacht werden.

LG

Susannwe
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Beitrag von Susannwe »

Hallo Tanja,
in so einem Beruf darf es einem eigentlich nicht passieren und in diesem Fall hier ist es ja nicht nur einmal sondern in einer Woche mehrfach passiert.
Es gibt viele Situationen, wo soetwas einfach nicht passieren darf und wenn man nicht dafür garantieren kann, sollte man sich einen anderen Job suchen!

LG
Susann
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TimsMama2009
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Beitrag von TimsMama2009 »

Hallo,
ich muss ja mit Sohnemann viele Nächte durchmachen - chronischer Schlafmangel ist hier fast schon zum Dauerzustand geworden.

Ich kann mich Marianna´s Worten nur anschließen, denn in manchen Nächten muss ich Tim neben mich ins große Bett legen, weil ich mich nicht mehr halten kann und neben ihm einschlafe - wenn auch nur kurz. Es ist wohl ein Unterschied, ob man irgendwo richtig körperlich arbeitet oder ob man "nur" Wache schiebt und sich ruhig verhalten soll/muss.

Mich schaffen die Nächte mit Tim - ok sie kommen bei mir zu dem ganzen üblichen "Wahnsinn" noch dazu und sind nicht nur ausschließlich meine Beschäftigung.

Aber ich auch bewundere die, die sich nachts tapfer halten können.

Lieben Gruß
Nicole
Grüße von Nicole (*72) und Tim (*09), Lissenzephalie, Balkenagenesie, Erweiterung der Seitenventrikel, seit Febr. 2010 West-Syndrom (nicht anfallsfrei mit auffälligem EEG) und seit Nov. 2013 PEG - kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht sitzen, nicht krabbeln - ABER unser Li-La-Launebär
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Beitrag von TimsMama2009 »

Bisu hat geschrieben: ich denke, dass mein "Ex-PD" schon sehr professionell arbeitet - sehr für seine Mitarbeiterinnen da ist.
Ich finde es ja grundsätzlich auch gut, dass ein Chef hinter seinen Mitarbeitern steht, aber im Moment verhält sich der PD eher unprofessionell. Sonst hätte er eine andere Lösung gesucht...
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angie mo
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Beitrag von angie mo »

Also Ihr seid die tolerantesten Personen die ich kenne !!!!
Ich würde das nieeeeee akzeptieren.

Ich hab selbst schon im Nachtdienst gearbeitet und auch Nachtbereitschaft gemacht.
In der Nachtbereitschaft durfte ich mich hinlegen und auch schlafen-im Nachtdienst natürlich nicht.

Es war zeitweise schon schwer munter zu bleiben, aber wenn die Müdigkeit kam, hab ich halt Kniebeugen oder sowas gemacht oder mir ein Kühlpad in den nacken gelegt, ne Cola getrunken oder sowas ähnliches. Das geht dann schon.

Ich verurteile diese Person nicht, sondern ich bewundere euch für eure Toleranz.Stellt euch mal vor ein Zugfahrer schläft ein oder ........oder.....
MfG Angie
sorry, wenn ich alles klein schreibe, ich habe sowohl eine behinderung an den augen als auch an der hand und das schreiben ist sehr anstrengend-manchmal ist es besser, dann schreib ich auch groß und klein

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TimsMama2009
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Beitrag von TimsMama2009 »

Hallo Angie,
ich habe vorher schon mal geschrieben, dass ich es vom Gesundheitszustand der zu pflegenden Person abhängig machen würde! Ist es ein richtiger Überwachungspatient, würde ich auch nicht locker bleiben.

Aber Toleranz hat auch noch nie geschadet :wink:

Ich schreibe ja nicht, dass ich das toll finde, aber ich kann zumindest nachvollziehen, dass es passieren kann. Natürlich DARF und sollte so etwas NICHT vorkommen und deswegen find ich auch die Reaktion des PD nicht ok! Dass er hinter seinen Mitarbeitern steht ist das eine (und das find ich auch gut), aber er hat auch auf die Erfüllung der Pflichten zu achten - er verdient damit (nicht wenig) Geld!

Und auch ich verurteile diese Nachtschwestern nicht - denn dafür müsste ich FEHLERFREI sein und das bin ich nicht!

LG
Nicole
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