Merkzeichen "H" und mögliche Arbeitsstellen?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Sinale
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Beitragvon Sinale » 02.03.2012, 19:09

Hallo Zusammen,

auch wenn eine Werkstatt für behinderte Menschen ein bestimmtes Merkzeichen, oder einen bestimmten GdB für einen von ihr bestimmten Arbeitsbereich zur Voraussetzung machen würde, gleicht dies einer Diskriminierung.
Viele Grüße
Sinale

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SophiaR
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Re: Merkzeichen "H" und mögliche Arbeitsstellen?

Beitragvon SophiaR » 02.03.2012, 19:16

"Die Beantragung des Merkzeichen H wäre kontraproduktiv, wenn man eine Aufnahme in eine Behindertenwerkstatt wünscht (da ja dann der Mensch so hilflos wäre, dass er nicht mehr arbeiten könnte).
Wozu sonst sollten Behindertenwerkstätten da sein?  8)
Mich würde sehr interessieren, wer Dir diese Auskunft gab.

Mein Sohn hat in seinem Schwerbehindertenausweis die Merkzeichen, B, G und H sowie 100 %, so wie viele seiner Arbeitskollegen auch. Das 'H' bedeutet ja nicht, daß solch ein Mensch den ganzen Tag Hilfe benötigt. Wir leben in Hessen und mein Sohn arbeitet seit letztem Sommer in der Werkstatt, zuvor besuchte er die Schule für praktisch Bildbare.

Vor kurzem gab es hier schon einmal eine ähnliche Frage:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic87988.html



Viele Grüße
Bettina
Hallo zusammen,

ich habe doch in meinem heutigen Beitrag geschrieben, dass das so allgemein nicht richtig ist, aber es Werkstätten gibt, die bei Merkzeichen "H" etwas verhalten sind. Das muss ja nicht offen ausgesprochen worden sein. Wer weiß denn genau, warum es zu einer Ablehnung der Aufnahme in eine Werkstatt kommt?
Nicht an alle Werkstätten sind Fördergruppen angeschlossen, insbesondere bei Werkstätten für psychisch kranke Menschen gibt es (zumindest in BW) keine Fördergruppen.

Mein Ausgangssatz im ersten Posting hätte also richtiger heißen müssen.

"Überlegen Sie sich, ob sie das Merkzeichen "H" für Ihren Sohn erkämpfen möchten, da es durchaus (vereinzelt) Werkstätten gibt, die danach fragen und dann eventuell die Aufnahme ablehnen"

Ob die Werkstätten das überhaupt dürfen, ist hier nicht die Fragestellung.

Ich hoffe, ich habe mich jetzt verständlicher ausgedruckt.

VG, *Sophia*
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Michaela W.
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Beitragvon Michaela W. » 02.03.2012, 19:22

Huhu Sonja!

Mein Sohn ist im Berufsbildungsbereich. (dort arbeitet er in der Verwaltung) In seiner Werkstatt gibts auch keine Fördergruppen. Er hat kein H im Ausweis. Aber in der Werkstatt wollte auch niemand seinen Ausweis sehen.
Hm, ne gute Frage, ob dass Werkstätten überhaupt dürfen. Wie Sinale schon schreibt, dass wäre Diskriminierung.

LG von Michaela
Michaela (50) Asthma, stiller Reflux, hoher Puls, Bluthochdruck, Kniearthrose
Kevin (28): Ein Fall für Dr. House. Unklare Genese (derzeit ausdiagnostiziert) mit beinbetonter Spastik, Pseudotumor Cerebri (Shunt seit 2010), Bluthochdruck, hoher Puls, vergrößerte Leber+Milz, Asthma
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