Werkstatt auch halbtags möglich? RV lehnt ab

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

Moderator: Moderatorengruppe

Lea2010

Beitragvon Lea2010 » 04.03.2012, 19:01

Hallo Christina,
ich habe selbst bis Mai letzten Jahres in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet.
Zu Anfang konnte ich auch voll dort sein. Aber ab April 09 ging das nicht mehr. Mein "Bezugsbetreuer" vom Sozialdienst hat dann an den LWV einen Antrag auf 3, 5 Stunden geschickt. Mit Begründung meiner Krankheit und der Antrag wurde sofort bewilligt. An manchen Tagen war ich auch nicht in der Lage durch meine Schmerzen zu sitzen dann lag ich eben die Zeit auf einer Liege in einem ruhigen Raum. Seit Mai kann ich nun wegen eines Hirndrucks leider gar nicht mehr arbeiten. aber ich hatte auch nie Probleme, ABER man braucht halt einen guten Bezugsbetreuer der einen versteht und sich auch in Sachen Medizin und Behinderung gut auskennt.
Ich wünsche dir, dass, das auch für deinen Bruder möglich sein wird.

Liebe Grüße
Yasemin :)

Benutzeravatar
Marc6892
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 234
Registriert: 26.07.2007, 11:16
Wohnort: Schweiz, ZH

Beitragvon Marc6892 » 06.03.2012, 18:41

Hallo Marc6892

Einen recht guten Eindruck über die Zustände in den Deutschen Werkstätten kann man sich in der online Diskussion erlesen.
Insbesondere interessant,wenn MItarbeiter(Betreuer?) sich dahingend auslassen,Schwerstmehrfachbehinderten den Zugang zu verwehren.
http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 02#1546502

L.G.
Hmm, dann hatte ich (bzw. mein Sohn) wohl anscheinend echtes Glück eine gute Einrichtung (in NRW) erwischt zu haben. Allerdings war dieses halbe Jahr auch noch mit Anbindung an die Schule - also alles Kinder und Jugendliche im fortgeschrittenen Schulalter. Wäre ich in Deutschland geblieben, wäre er wohl direkt in die angrenzende Einrichtung für Wohnen & Arbeit gekommen, die ebenfalls einen positiven Eindruck (von Aussen ) hinterlies. Vielleicht auch wegen der ländlichen Anlage - hebt ja auch das Klima.

Das dieser positive Eindruck sicher nicht auf alle Einrichtungen zutrifft, war mir schon klar... aber so grosse Unterschiede wie ich wohl den Beiträgen entnehme hätte ich nicht erwartet.

Auch die Einrichtung in der mein Sohn momentan ist (hier in der Schweiz) scheint mir sehr empfehlenswert. Durch den täglichen Kontakt mit gleichgesinnten und den vielen Aktivitäten ist er geradezu aufgeblüht und einiges an Selbständigkeit dazugewonnen. Allerdings muss er leider im Sommer in eine Erwachseneneinrichtung. Da kann das schon anders werden.

Hast du mit deinen Kindern da auch schlechtere Erfahrungen gemacht?
"Das Tolle daran, die einzige zwischen richtig und falsch unterscheidende Art zu sein, ist, daß wir uns immer genau die Regeln ausdenken können, die uns gerade in den Kram passen. - Die letzten ihrer Art, Douglas Adams


Zurück zu „Erwachsen werden: Leben, Arbeit, Wohnen“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste