Einzelintegration im Regel-Kiga? Achtung: Länger!

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Simona
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Einzelintegration im Regel-Kiga? Achtung: Länger!

Beitragvon Simona » 26.01.2006, 14:54

Hallo!

Bei meinem Sohn Finn (fast 5) besteht seit einiger Zeit der Verdacht, dass er eine Wahrnehmungsverarbeitungsstörung hat. Dies äußert sich u.a. folgendermaßen:

Er hat Probleme, wenn es im Kiga um ihn herum laut und wuselig wird, viele Kinder durcheinander laufen etc. dann dreht er entweder total auf oder er schaltet komplett ab und bekommt dann auch nicht mehr mit, wenn mit ihm geredet wird. Lt. seinen Erzieherinnen stört er oft beim Morgen- oder Mittagskreis. Er wird deshalb bereits von verschiedenen Unternehmungen ausgeschlossen z.B. Besuch des Bilderbuchkinos (obwohl er Bücher über alles liebt) oder zurückgestellt (z.B. die Waldtage) in der Hoffnung, dass es zu einem späteren Zeitpunkt mit ihm einfacher wird. Teilweise kann ich die Reaktion der Erzieherinnen auch verstehen, es gibt tatsächlich Tage, an denen es wirklich schwierig mit ihm ist, an denen auch ich oder seine Lieblingserzieherin nicht zu ihm durchdringen. Er macht auch mal Bauwerke (Türme oder Puzzle) von anderen Kindern kaputt oder nimmt Kindern einfach Spielsachen weg. Grundsätzlich ist er schon sehr daran interessiert, mit den anderen Kindern zu spielen und in die Gruppe integriert zu werden, er weiß nur einfach nicht, wie er es anstellen soll, kennt die ungeschriebenen Regeln die unter Kindern herrschen, nicht und tritt somit ständig ins Fettnäpfchen.

Er hat einige motorische Defizite, kann z.B. nicht allein Schwung holen beim Schaukeln, kann nicht Roller fahren, läuft etwas unbeholfen und stolpert häufiger, als andere Kinder. In Streßsituationen treten verstärkt Stereotypien auf, zur Zeit z.B. an der Nase herumfummeln oder seine Hände abzuküssen, bis vor einiger Zeit hat er auch noch laut und anhaltend gebrummt, diese Zeiten sind zum Glück vorbei.

Ich habe oft riesiges Mitleid mit meinem kleinen Schelm, weil er die anderen Kinder ja nicht absichtlich ärgert, aber er kann Vorschläge meinerseits, wie er es besser machen könnte, oft schwer umsetzen, obwohl er den Sinn dahinter prima versteht.

Zu Hause ist er ein unheimlich aufgewecktes Kerlchen, unheimlich wißbegierig, charmant, verständig, vielseitig interessiert und sehr sehr lieb zu seiner kleinen Schwester. Auch wenn er mit Kindergartenfreundinnen verabredet ist (mit den Jungs im Kiga kommt er schwer in Kontakt), gibt es keinerlei Probleme. Er spielt dann ganz toll mit dem entsprechenden Mädchen, ohne Streit oder unangenehme Situationen.

Vor kurzem hatte ich ein ausführliches Gespräch mit seinen Erzieherinnen. Diese schlagen im Hinblick auf die Einschulung im nächsten Jahr vor, Finn durch weitere Therapien zu unterstützen. Zur Zeit bekommt er einmal wöchentlich Ergotherapie. Folgende Möglichkeiten wurden uns aufgezeigt: 2x wöchentlich Ergotherapie, Vorstellung im Werner-Otto-Institut oder Flemming-Institut oder Einzelintegration während der Kindergartenzeit.

Mein Mann und ich finden die Einzelintegration die beste Lösung, weil diese im Kiga stattfindet und die Möglichkeit besteht, individuell auf das betroffene Kind einzugehen und Therapie entweder in Einzelsitzungen, in Kleinstgruppen oder in der Regelgruppe zu machen.

Bei uns im Ort läuft die Einzelintegration über die Frühförderstelle, mit der ich ja bereits mit unserer Kleinen bin. Daher kenne ich mich mit dem Prozedere: Antragsstellung, Hilfeplankonferenz etc. relativ gut aus.

Allerdings haben wir doch ein etwas ungutes Gefühl bei der ganzen Sache und dahingehend viele Fragen, die uns hoffentlich die eine oder andere von Euch beantworten kann:

1) Welche Erfahrungen habt Ihr mit Einzelintegration im Regel-Kiga gemacht?

2) Wir haben etwas Angst, dass Finn wg. der Einzelintegration noch mehr einen Stempel aufgedrückt bekommt, nach dem Motto "das Kind ist wirklich schwierig und kann sich nicht in die Gruppe einfinden". Hat jemand von Euch entsprechende Erfahrungen gemacht?

3) Kann es Schwierigkeiten mit der Behörde geben, da ja unsere Kleine ebenfalls beim Kreis als Frühförderungskind bekannt ist, nicht das wir plötzlich "offiziellen" Besuch bekommen?

4) Da es sein kann, dass wir Finn für die Antragsstellung beim Werner-Otto-Institut vorstellen müssen bzw. dieses erst einmal eine richtige Diagnose stellen muss, wäre ich für Erfahrungsberichte dankbar, insbesondere dahingehend, wie eine Untersuchung im W-O-I überhaupt aussieht etc.

Ich danke Euch für Eure Antworten und - hoffentlich - vielen Ratschlägejavascript:emoticon:icon_cheers:
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LG
Simona











:P :P :P :)
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beatriz
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Beitragvon beatriz » 26.01.2006, 15:07

Hallo Simona ....
Ich kanne dir leider keine Tips dazu geben zu den Untersuchungen ,aber als ich Deine Zeilen las dachte ich so an meinen Sohnemann Niklas 7 Jahre alt ,,,im Kiga hatten wir auch solche Probleme und Gespräche und Zuhause war alles anders ..Ok Motorisch hat mein Sohn keine Defizide aber ich bin nach den ganzen Gesprächen zu dem Entschluss gekommen ihn Pädaudiologisch Untersuchen zu lassen .Da kamen dann eben auch Wahrnehmungsstörung mit Verarbeitungsstörungen raus ..Ich machte mir Gedanken zwecks ADS oder so ,aber ich glaube das alle Sorge sich langsam in Wohlgefallen auflöst ,,Niklas geht jetzt 2 mal die Woche zum Sport geht jetzt in die 1 Klasse und kommt auch super mit .Mathe ist so sein Ding ,er kann oft Dinge rechnen die Chris in der 3 Klasse hat .Er bekommt Ergotherapie seid ein paar Monaten ..Im moment bin ich super zufrieden mit ihm .Meine Mutter sagte immer ich soll mich nicht verrückt machen lassen er wird schon, je älter er wird ,denn mein Bruder war damals auch so ein kleiner Racker.Und im Moment wir gesagt ausser auf den Pausen wo es ab und an Probleme gibt läuft es Schulisch und Privat ganz gut als hätte er ein Schub gemacht .
Ich hoffe das ihr einen Weg für Euch findet um Eurem Schatz die best mögliche Hilfe zukommen zu lassen ..
Alles Liebe für Euch..Beatriz &Kids
Beatriz alleinerziehend mit SohnChris Andre 17 Jahre Sturge Weber Syndrom.//Diskrete Aortenklappeninsufizienz bei biscupiden klappen .
Und Sohn Niklas 14 jahre alt.Auditive Wahrnehmungsstörung mit Verarbeitungsstörung./ADHS/Enthesitis-assoziierte juvenile idiopatische arthritis

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Beitragvon Kat » 26.01.2006, 19:55

Liebe Simona,

wir haben hier im Regelkindergarten zunächst die Einzelintegration angesetzt. Es war Eskalation pur und wir haben das beenden müssen und unseren Sohn aus dem Kiga genommen. Aber ich denke dass das an den Erziehern im speziellen und der Ignoranz des Hauses im Allgemeinen lag.
Im allgemeinen denke ich, dass es vllt Doch Sinn machen würde, die Sache außerhalb des Hauses zu machen, denn dann müsste, wenn nach Schulanfang das ganze weiter ginge der Kleine nicht wieder einen Wechsel mitmachen. Wir haben bisher so die Erfahrung gemacht, dass es ganz gut ist, wenn der Kiga eine besondre Art der Belastung ist (also die Kids drumherum, sein Verhalten ändert sich...), Therapien im "außen" stattfinden zu lassen, einfach weil die Kids nochmal nen andren Anlaufpunkt haben und "von vorn" beginnen. Ihr könnt aber sicher selber am Besten beurteilen, wie sehr ihn ein zusätzlicher Termin extern belasten könnte...

Unser Sohn hat übrigens auch SI Störungen und "hört sich ähnlich an" wie euer Kleiner ...

Liebe Grüße,

Katrin
Katrin (`75) mit L., 5/01 (ausgeprägte SI Störung, toxische Darmschädigung, SEV, Hyperaktivität und oppositionelle Verhaltensstörungen aufgrund hirnorganischer Schädigung)
S., 1/05 (Katarakt, Neurodermitis, Harntransportstörung und Harnleitererweiterung II°, noch nicht operiert)

Simona
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Beitragvon Simona » 26.01.2006, 20:30

Liebe Beatriz, liebe Kathrin,

ganz herzlichen Dank für Eure Antworten.

Ich finde es sehr hilfreich, zu erfahren, wie andere Mama's, deren Kinder die gleichen "Probleme" haben, wie Finn, mit der Situation umgegangen sind und welche Erfahrungen gemacht wurden.

Die Einzelintegration finde ich einfach in Bezug auf Finn's Probleme im Sozialumgang interessant, weil ein 2. Ergo-Termin in der Woche wieder in der Konstellation Ergotherapeutin/Finn stattfinden würde und dies ihm leider nicht im sozialen Umgang mit den anderen Kindern im Kiga helfen würde. Gruppentherapie wird in unserer Ergo-Praxis (die ansonsten wirklich gut ist) derzeit leider noch nicht angeboten, ist aber wohl im Gespräch.

Viele Grüße
Simona
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Janin77
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Beitragvon Janin77 » 26.01.2006, 22:13

Hallo Simona,

Ich kann Euch nur empfehlen beim Institiut für Kindesentwicklung in Hamburg vorstellig zu werden. Dort sind sehr kompetente Therapeuten und Ärzte. Ich glaube mit Fehmig-Institut meinst Du das IKE in Hamburg. Es wurde von Frau Inge Flehmig sen. gegründet.

Falls Du noch fragen hast (wir sind dort auch in Behandlung) nur zu !

Viele Grüße Janin :wink:

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Beitragvon nicolemax1 » 27.01.2006, 07:58

Hallo Simona,
ein verdammt schwieriges Thema. Unsere Tochter Lena ist auch vier Jahre mit einem Jungen in den Kindergarten gegangen, der ähnliche Verhaltensweisen äußerte, wie euer Sohn.
Als außenstehende kann ich nur sagen, dass der Junge sehr gelitten hat. An seinem Verhalten konnte er offensichtlich aus eigener Kraft nichts ändern. Viele Situationen sind schlußendlich eskaliert.
Heute geht der Junge nach einem Jahr Vorschule in eine Förderschule. Eine Integrationshilfe hätte ihm bestimmt gutgetan. Vielleicht wird den anderen Kindern (und v.a. Eltern) dann auch klar, dass euer Kind ein besonderes ist und vielleicht auch einmal Unterstützung braucht....
Eine gute Entscheidung wünscht euch
Nicole
Nicole mit Maximilian (*11/02, Mitochondriopathie - PDH-Mangel), Lena (*10/97) und Katharina (*05/04)

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Beitragvon Meike_ » 27.01.2006, 10:33

Hallo Simona,
erstmal solltest Du froh sein, dass Dein Finn noch irgentwie im Kindergarten klar kommt...das ist nämlich bei Kindern mit starken Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen nicht immer der Fall...!
Mein Sohn Ben (jetzt 5) hat derzeit gar keinen Kindergarten- Platz, weil er irgentwie nirgentwo so richtig hineinpasst...er war bisher schon in 2 Kindergärten für insgesamt 4 Monate und wurde in beiden aufgrund ähnlicher Probleme wie die von Finn nicht akzeptiert (ich könnte auch sagen herausgeschmissen...).
Weniger schön ist natürlich, dass er bei bestimmten Unternehmungen des Kigas ausgeschlossen wird und wegen seiner "Besonderheit" zusätzliche Nachteile hat.
Diese Nachteile könnten durch Einzelintegration sicher abgemildert werden, ABER:
- auf eine Einzelintegration wartet man teils ziemlich lange (bei uns wären es (laut Früfförderstelle) etwa 6 Monate)
- Einzelintegration in Kindergärten wird leider aus Kostengründen oft von Zivis gemacht, die mit einem Wahrnehmungs- und als Folge daraus verhaltensgestörten Kind maßlos überfordert sind

Ich weiß natürlich nicht, wie genau und wie stark die Probleme von Finn sind, aber falls ihr eine Einzelinegration anstrebt, dann solltet ihr Euch sehr für eine wirklich qualifizierte Begleitperson einsetzen (bei uns scheint das zum Beispiel laut Frühförderstelle sehr schwierig zu sein)!
Ermutigend ist es sicherlich, dass der Kiga von sich aus auf diese Möglichkeit hingewiesen hat, denn viele Einrichtungen "wehren" sich gegen zusätzlich anwesende Erwachsene...was schon nachdenklich stimmen sollte!

Wenn ihr anstrebt, dass Finn demnächst zu einer normalen Grundschule gehen soll, dann solltet ihr natürlich alles tun, um ihm Wege zu zeigen, wie er in großen Gruppen zurechtkommen kann; und wenn er dazu einen Begleiter im Kiga braucht, dann solltet ihr euch schnell um eben einen solchen bemühen!!!

Im Übrigen solltet Ihr euch auch darum bemühen, herauszufinden, was GENAU bei Finn denn nun "nicht stimmt"...vielleicht wäre dann eine noch genauer abgestimmte Behandlung möglich.

Weil Dein Finn im Bereich der Wahrnehmung wohl sehr ähnliche Probleme hat wie mein Sohn habe ich noch eine Frage: hast Du das Gefühl, dass die Ergo hilft??? Wir machen nämlich auch eine Ergotherapie, aber Fortschritte (Verhaltensbesserungen, bessere Wahrnehmung) kann ich bisher nicht bemerken...leider.

TanMü
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Beitragvon TanMü » 27.01.2006, 11:08

Hallo Simona.

Unser Sohn geht jetzt 3 1/2 Jahre in den Kiga. Seit einem 1/2 Jahr hat er einen I-Platz in seiner Gruppe dort sind jetzt ein paar Kinder weniger. Ich habe mich lange damit rumgequält ob ich es mache oder nicht. Für ihn ist es ganz positiv. Er wurde aber auch vorher nicht ausgegrenzt (Im Kiga zu uns nach Hause kommt auch keiner) und wurde überall hin mitgenommen. Das hat auch ganz viel damit zu tuen welche Erzieherinnen man bekommt. Wir haben gute Erzieherinnen und wir ziehen an einem Strang.

Ich habe auch gedacht jetzt bekommen wir offiziellen Besuch und ich hatte auch Angst was so bei der Amtsärztlichen Untersuchung passiert. Trotzdem er mich dort vorgeführt ( er hat nicht auf mich gehört) und gebockt hat, haben wir nie wieder etwas vom Amt gehört. Und soviel ich weiß muss man so einen Platz jedes Jahr neu beantragen also gehe ich von aus es wird ihm später nicht negativ angerechnet. Bei uns wurde die Amtsärztliche Schuluntersuchung direkt im Amt durchgeführt weil er dort schon als I-Kind gemeldet ist, mehr nicht.

Wir haben unsere Untersuchungen beim SPZ machen lassen. Erik bekam ein EEG,
ein Arzt hat ihn untersucht und mit mir gesprochen, eine Heilpädagogin und eine Logopädin haben ihn angeschaut. Wir gehen dort 1 mal im Jahr zur Untersuchung hin.

Lg TanMü

Simona
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Beitragvon Simona » 27.01.2006, 12:00

Hallo Ihr Lieben,

erst einmal ganz herzlichen Dank für Eure ausführlichen und hilfreichen Antworten.

Ja, ich denke, wir werden dem Kindergarten jetzt Bescheid geben, dass wir an Einzelintegration für Finni interessiert sind - stellt sich ja sowieso die Frage, ob die Kreisbehörde zustimmt, da Finn ja jahrelang nicht auffällig war und wir keine Hilfe von außen annehmen mußten. Die Probleme fingen ja erst richtig an, als er in den Kiga kam.

@Meike: Es tut mir richtig leid, dass Deinem Ben keine richtige Chance in den beiden Kindergärten gegeben wurde. Wie soll Dein Kleiner denn in der Schule eine Chance haben, wenn ihn schon der Kindergarten aufgibt?

Ich glaube, wenn die eine Erzieherin von Finn ihn nicht so gern hätte und sich so für ihn einsetzen würde, wäre er schon längst nicht mehr dort.

Unser Kindergarten arbeitet zum Glück recht eng mit der Frühförderstelle unseres Ortes zusammen und 2 Mitarbeiterinnen der Frühförderung sind dort tätig und machen einen Großteil der Einzelintegration.


@All: Die bisherigen Antworten haben mir schon sehr weitergeholfen. Ich freue mich aber trotzdem über weitere Erfahrungsberichte und Tipps.

Ganz herzlichen Dank & LG
Simona
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Stephanie R.
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Beitragvon Stephanie R. » 27.01.2006, 19:58

Hallo Simona, :icon_bounce:

unser Sohn zeigt ähnliche Symptomatik.Dadurch kommt mir das alles allzu bekannt vor!
ich habe bisher keine schlechten Erfahrungen mit der Einzelintegration gemacht.Unser Sohn ist durch unseren Umzug aus seinem Integrationkindergarten aus Köln, aus Platzmangel an gesonderten Plätzen für das letzte halbe Jahr vor dem Schulbeginn in einen Regelkindergarten gekommen.Wir haben für unseren Sohn einen Waldkindergarten ausgesucht.Ein absoluter Glücksgriff.Dadurch das Noah ein reges Interesse an der Natur hat und ziemlich bewegungsfreudig ist haben wir diese Art von Kindergarten gewählt.Inzwischen haben wir gemerkt das er nochmals ein ganz anderes "Input" bekommt, zudem kommt bis auf Weiteres eine Heilpädagogin in den Kindergarten die mit Hilfe der Kleingruppe fördert. Das ist im Übrigen laut der Erzieher wohl auch das erste mal, das die Gruppe so etwas mit erlebt. Am Anfang waren wir durch den Integrationskindergarten etwas verwöhnt, und ich hatte das Gefühl, das die Erzieher dafür nicht ausreichend geschult sind :think: . Aber ich kann sagen ,das unser Sohn mit der neuen Situation echt gut zurecht kommt. Das hätte ich überhaupt nie gedacht. Und so konnte ich dann auch erst mal aufatmen!!!
Mit den Eltern ist es so, das man einfach offen für jede Frage sein muss, und kommen die Fragen einem noch so anstrengend vor.Schließlich haben wir Besondere Kinder.Und ich bin glücklich darüber!!!!!! :icon_cheers:
Mit den Behörden gab es bei uns bisher keine Probleme. Wir haben schon recht frühzeitig eine Eingliederungshilfe bekommen die das Ganze vereinfacht hat. Ich hoffe ich konnte Dir mit meiner Info helfen.Wenn Du noch irgendwelche Frageb hast, dann her damit.

Gruß Stephanie :icon_sunny:


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