Integrations- oder Regelkindergarten?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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KirstinK
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Integrations- oder Regelkindergarten?

Beitragvon KirstinK » 12.01.2012, 15:06

Hallo!

Unsere Tochter wird Ende August drei und soll in den Kindergarten kommen. Ich habe mir jetzt schon zwei KiTas angeschaut, nächste Woche kommt noch ein dritter hinzu.

Es ist folgendermaßen:
Der Regelkindergarten ist ca. 400 m entfernt, also super nah. Es ist ein kirchliches Haus mit insgesamt 84 Kindern, vier Gruppen mit jeweils 20 Kindern und eine Gruppe unter dreijährigen.
Es werden vier Kinder in einer Gruppe mit Förderbedarf aufgenommen. Die Räume sind recht überschaubar eingerichtet. Was sehr schön ist, dass es dort eine Empore gibt und darunter eine Kuschelecke.
Die Turnhalle befindet sich am Rande der KiTa.

Beim Integartionskindergarten sind insgesamt 120 Kinder auf sechs Gruppen verteilt. In jeder Gruppe sind jeweils 4-5 Kinder mit Förderbedarf. Diese KiTa ist ca. 5 km entfernt.
Es ist ein staatlicher Träger.
Die Räume finde ich zugegebenermaßen etwas überladen. Die Turnhalle ist der Mittelpunkt der KiTa.

Im ersten Kindergarten sind wir auch schon hospitieren gewesen. Nur leider war die Gruppenleitung an diesem Tag krank, also müssen wir noch mal hin :(
Beim zweiten konnten wir noch nicht hospitieren, was wahrscheinlich auch nicht mehr möglich sein wird, da es dort gebrannt hat :( Und die KiTa ist ausgelagert. Bringt mir also auch nicht sehr viel. Und bis zur Anmelde-Deadline wird die KiTa höchstwahrscheinlich nicht zu besichtigen sein.

Irgendwie habeich aber beim zweiten ein besseres Bauchgefühl, das Miteinander der Mitarbeiter gefällt mir besser. Aber andererseits der Weg...
Ach Menno, ich weiß, die Entscheidung kann nur ich treffen :!:
Wovon habt Ihr das abhängig gemacht? Was war wichtig für Euch? Vielleicht habt Ihr ja auch noch ein paar Tipps?!

Sorry, wenn ich etwas ausgeholt habe. Wie ich mich drehe und wende, ich komme nicht an einen gescheiten Punkt der Entscheidung. Und ich habe nur noch bis zum 25. Januar Zeit :!:
Leonie *28.08.2009, VACTERL-Assoziation (Ösophagusatresie Typ IIIb -> Ösophagusstenose, Tracheomalazie, Analatresie, Herzfehler), eins. Stimmbandparese -> Tracheostoma (02/10) mit Sprechventil -> Verschluss 04/14, Gastrostoma dicht -> muss jetzt alleine essen, re Auge blind

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KirstinK
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Beitragvon KirstinK » 12.01.2012, 19:42

Hallo!

Schade, dass keiner etwas dazu schreiben mag. Hatte nur gedacht, dass vielleicht jemand von seinen Erfahrungen mit Regel- oder Integrationskindergarten berichten kann oder mir evtl. andere Tipps geben kann. Oder auch wie Ihr Euch entschieden habt, was für Euch entscheidend war.
Vielleicht mag ja doch noch jemand etwas dazu schreiben :?: :!:

Lieben Gruß,
Kirstin
Leonie *28.08.2009, VACTERL-Assoziation (Ösophagusatresie Typ IIIb -> Ösophagusstenose, Tracheomalazie, Analatresie, Herzfehler), eins. Stimmbandparese -> Tracheostoma (02/10) mit Sprechventil -> Verschluss 04/14, Gastrostoma dicht -> muss jetzt alleine essen, re Auge blind

Susanne1972
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Beitragvon Susanne1972 » 12.01.2012, 19:53

Hallo Kirstin,

für mich war entscheidend, daß mein Sohn ein möglichst normales Leben führen kann. Er hat eine Körperbehinderung. Ich habe mich für die Kita vor Ort entschieden, mit I-Platz.

Heute geht er nämlich mit genau diesen Kindern in die Schule, jeder kennt ihn. Er hat seine Freunde vor Ort, dies war auch schon in der Kita Zeit so.

Es gibt immer schönere Kitas oder Schulen, mit mehr Förderung, neuer, moderner, junges, offenes Personal.

Wenn deine Tochter gesund wäre, hättest du dir vielleicht gar keine anderen Kitas angesehen............

Liebe Grüße
Susanne

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Christine Sp.
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Beitragvon Christine Sp. » 12.01.2012, 20:23

Hallo Kirstin,
wir haben uns damals für den Regelkindergarten bei uns im Ort entschieden und ich habe es nie bereut. Es war zwar manchmal für mich etwas umständlicher, weil Niclas das einzige behinderte Kind der Einrichtung war und er manche Ausflüge nicht mitmachen konnte, ich habe es aber nie bereut. Einige Freunde aus der Kindergartenzeit hat er noch heute !
Zu den Therapien bin ich dann immer nachmittags gefahren. Im heilpädagogischen KiGa wäre das dort gemacht worden. Der Aufwand hat sich aus meiner Sicht aber gelohnt !
Gruß
Christine
Christine Sp. (1970) mit Niclas (2004)
ICP mit beinbetonter Tetraparese
Seit Sept. '15 Regelschüler an einer Realschule

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Beitragvon petra1910 » 12.01.2012, 21:11

Hallo Kirstin,

ich kann Christine nur Zustimmen, auch mein Sohn geht seit März 2010 in einen Rgelkindergarten in unserem Ort, auch er ist das einzigste Kind mit einer Körperbehinderung aber er fühlt sich super wohl, macht enorme Fortschritte uns wird von allen Kindern super aufgenommen. Sie spielen mit ihm und gleichzeitig nehmen sie auch unheimlich Rücksicht auf ihn. Wir machen unsere Therapien entweder vor oder nach dem Kindergarten.

Aber eines muss ich dir doch sagen: Kirchliche Kindergärten, so wie auch unserer haben in der Regel kein zusätzliches Geld für Integrationskräfte übrig, für uns hieß dass, solange der Betreuungsaufwand so hoch ist und weil das Geld des Sozielamtes nur für 3 Stunden pro Tag reicht, darf er zur Zeit nur an den Vormittagen kommen. Wenn er etwas älter ist darf er dann uneingeschränkt kommen wenn sein Zustand es zulässt. Da ich im öffentlichen Dienst in Teilzeit arbeite und eine Oma habe die mithilft beim hinbringen oder abholen ist das Gottseidank kein Problem für mich.

Also kläre dies vorher mit dem Träger ab und kümmere dich frühzeitig um die Integrationskraft. Bei einem städtischen Kindergarten werden oft die zusätzlichen Kosten für eine Heilpädagogoin oder Erzieherin übernommen und es gibt in der Regel keine Einschränkung bei den Zeiten, kläre auch das im Vorfeld ab.

Aber nochmal: Die Entscheidung für den Regelkindergarten habe ich zu keiner Zeit bereut.

Gruß
Petra
L. (10/2003),T. + A. (03/2008)in der 32. SSW, T. hat links und beinbetonte Diparese, periventrikuläre Leukomalazie

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Beitragvon Sabrina82 » 12.01.2012, 21:15

Hallo Kristin,

wir stehen vor einer ähnlichen Entscheidung. Allerdings ist es bei uns so, dass Luca im Moment in einem Förderkindergarten ist der 15km entfernt ist und wo wir und auch andere das Gefühl haben das dort nicht mehr läuft wie im Regelkindergarten an Förerung. Da wir auch nur halbtags einen Platz brauchen wollen wir nun versuchen ihn hier vor Ort in den KIGA zu bringen. Wir hoffen das klappt.
Gruß Sabrina
PS L 2008, Z.n. Battered Child, Bilaterale dyskinetische CP, Epilepsie, atypische ASS uv Baustellen mehr; AT J. 2010 , Bindungstrauma, ADHS, Legasthenie, Dyskalkulie, Sprachverständnisprobleme, V.a. FAS; PT J. 2012, PKU, Bindungsstörung, FAS, Epilepsie, geistige Behinderung, ADHS, Neurodermitis und Allergien.

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Beitragvon TanjaJ1972 » 12.01.2012, 21:36

Hallo Kirstin,
was ich jetzt nicht so ganz verstehe: Wenn der Regelkindergarten pro Gruppe 4 Förderkinder aufnimmt, dann ist er doch auch ein Integrativ-Kindergarten ???

Zumindest dachte ich bis gerade eben, daß es Regelkindergärten gibt, wo halt nur "gesunde" Kinder rumlaufen, vielleicht vereinzelt mal 1 Förderkind mit Einzelintegration, dann gibts halt noch die Integrativen KiGas, wo es halt so ist, daß in jeder Gruppe 4-5 Förderkinder sind und eben diese Heilpädagogischen, wo nur Förderkinder sind.

Wo ist also nun bei Euch der Unterschied zwischen den KiGas - außer daß der eine kirchlich und der andere staatlich ist ???

Bei uns im Ort gibts u.a. 3 evangelische, integrative KiGas. 2 davon kenne ich. Konzeptionell unterscheiden die beiden sich nicht, Tagesablauf ist absolut gleich, Zusatzangebote für die Kinder unterscheiden sich nur geringfügig, aber:
Der eine KiGa hat 5 Gruppen (4 integrativ, 1 Regel), der andere KiGa hat 3 Gruppen, (2 integrativ, 1 Regel). Der kleinere KiGa ist deutlich familiärer, man kannte relativ schnell alle Erzieherinnen und die 2 Therapeutinnen (Logo+Moto), die dort beschäftigt waren. Allerdings war es hier oft so, daß der Ausfall einer oder zwei Erzieherinnen durch Krankheit und/oder Urlaub kaum zu kompensieren war.
Da wurde dann gern mal die Logopädin als Ersatzerzieherin in die Gruppe gesetzt und die Therapien fielen dann eben aus....
Der größere KiGa, wo meine gesunde Tochter nun ist, hat 4 Therapeutinnen (Logo, Ergo, Moto) und 2 Gruppenübergreifende Kräfte zusätzlich zu der Normalbesetzung von 2 Erzieherinnen pro Gruppe. Hier fällt kaum auf, wenn jemand krank ist. Ninas Erzieherin war letztes Jahr für einige Monate krank und statt dann ständig wechselnde Erzieherinnen in die Gruppe zu schicken, wurde halt eine der übergreifenden Kräfte fest in die Gruppe gesetzt. Das war für die Kinder natürlich ein Riesen-Vorteil. Der Nachteil bei so einem großen Kiga ist bei uns, daß man kaum einen Überblick über die ganzen Leute hat, die da rumrennen. Selbst jetzt nach 1,5 Jahren kenne ich nicht alle Erzieherinnen mit Namen, nur diejenigen, die eben direkt mit Nina zu tun haben. Irgendwie fühlt man sich dort dann nicht ganz so wohl - ist irgendwie unpersönlicher...Aber eben auch nur ein Bauchgefühl....

Ich denke, Du solltest in erster Linie auf Deinen Bauch hören. Nimm den KiGa, wo Du das bessere Gefühl hast. Hast Du vielleicht Freunde/Bekannte, die schon Kids dort haben ?? Wie ist deren Gefühl dort im KiGa??

LG
Tanja
Tanja mit N1. (*2003, Kabuki-Syndrom) und N2. (*2006, gesund)

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 12.01.2012, 21:43

Hallo,
die reine Enfernung an sich sollte nicht das Problem sein - dein Kind dürfte Anspruch auf kostenlosen Taxi-Transport haben.

Bene ist mit stundenweise eigenem I-Helfer in einer I-KITA 70 Meter von uns entfernt.
Wir hätten ihn da auch als Regelkind haben wollen, aber dann wurde Bene ja autistisch - und wir bekamen den Platz ganz unproblematisch :?

LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

KirstinK
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Beitragvon KirstinK » 12.01.2012, 22:48

Huhu!

Vielen Dank für Eure vielen Antworten.

@Susanne: Klar gibt es immer schönere, moderene etc. Kindergärten. Aber Du hast schon recht, wenn Leonie gesund gewesen wäre, hätte ich mir die anderen wahrscheinlich wirklich nicht angeschaut und wäre hier um die Ecke hingegangen. Wobei der hier sogar der neuere, moderne ist :wink:
Ich möchte auch gerne, dass Leonie soweit wie möglich ein normales Leben lebt trotz der Trachealkanüle. Ob sie hier in die Schule kommt oder doch eher in die, die genau neben dem anderen Kindergarten ist, der ca. 5 km entfernt ist, weiß ich nur jetzt noch nicht. Aber klar hat sie so erst einmal die Kinder aus der Nachbarschaft auch zum Spielen, wenn sie hier hinkommt...

@Christine: Inwieweit die Therapien (Logopädie) in dem Integrationskindergarten vor Ort laufen, weiß ich noch nicht. Muss ich noch mal hinterfragen. Wobei mein Mann schon meinte, dass wir weiterhin zu unserer Logo fahren sollten, da Leonie super gut mit ihr zurecht kommt. In der KiTa hier vor Ort ist auch fraglich, inwieweit ein Logopäde kommt, da die anderen Kinder z.Zt. eher entwicklungsverzögert sind in der Motorik. Aber vielleicht ändert sich das ja zum neuen Kindergartenjahr, dass noch Kinder mit Sprach- oder Schluckstörungen kommen...

@Petra: Sobald ich Leonie im Kindergarten angemeldet habe und feststeht, wo sie hinkommt, werde ich mich mit dem Kindergarten und der Frühförderung zusammen setzen und mich um die ganzen Anträge kümmern. Aber das wissen auch alle aus den KiTas, dass wir uns dann auch darum kümmern müssen. Ich denke, das wird schon laufen. Ich hoffe, dass wir da keine Probleme mit der Beantragung bekommen, was die Stundenanzahl anbelangt. Wenn es nach den Ämtern geht, versuchen die ja wo es nur geht zu kürzen. Was bei Leonie halt ist, dass sie zusätzlich aufgrund der Kanüle noch eine persönliche Assistenz benötigt, ansonsten ist Leonie kein typisches Förderkind im normalen Sinn. D.h. sie ist in ihrer Entwicklung normal, ausser beim Essen. Und sie braucht halt einen medizinische Fachkraft vor Ort, für alle Fälle, falls etwas mit der Kanüle sein sollte oder auch fürs Essen, was bei uns halt problematisch ist. Inwieweit es jetzt ein Unterschied ist, wieviel Betreuungszeiten wir in kirchlich oder staatlich haben, wo bei uns der Pflegedienst mitkommt, weiß ich nicht. Ob sie mir das auch beantworten können?

@Sabrina: Ich drück Euch die Daumen, dass das mit dem anderen Kindergarten klappt. 15 km sind ja doch reichlich... Leonie geht z.Zt. in einen Spielkreis, der ca. 9 km entfernt ist und das finde ich schon recht viel. Zum Glück ist der nicht jeden Tag wegen der Fahrerei :)

@Tanja: In dem Regelkindergarten gibt es nur eine Gruppe, wo max. vier Förderkinder aufgenommen werden, halt als Integrationsplätze. In den anderen Gruppen sind alles Regelkinder.
Meine Schwester arbeitet selber als I-Kraft in einem kirchlichen Kindergarten und erzählte, dass schon mal die Therapie ausfällt, wenn eine Erzieherin krank ist und dass die I-Kraft halt aushelfen muss. Wenn wir unsere Therapien so und so ausserhalb der KiTa machen, ist das ja nicht unbedingt das Problem.
Bezüglich des Kindergartens hier vor Ort habe ich einige Bekannte, die ihre Kinder dort haben oder auch schon hatten. Alle waren sehr zufrieden. Auch meine Schwester hat sich bei ihren Kollegen umgehört, die hier nicht mehr arbeiten, wie ihre Erfahrungen sind. Oder auch eine Erzieherin, die ihr Anerkennungsjahr noch hier gemacht hat. Alle legen mir diesen Kindergarten wärmstens ans Herz. Es wurde auch gesagt, dass seit zwei Jahren eine neue Leitung das sagen hat, die viel bewegt im positiven Sinn.

@Angie: Nein, die Entfernung an sich ist nicht DAS Problem. Es ist auch kein Problem, wenn ich sie hinfahre. Ich werde wohl noch mal in dem I-Kindergarten anrufen und ein paar Fragen stellen. Und vielleicht habe ich ja dort doch noch die Möglichkeit, mit Leonie zu hospitieren. Das wäre wirklich super :!:

So, ich werde mir jetzt noch mal in Ruhe eine Liste mit Pro und Kontras erstellen. Vielleicht sehe ich die Sache dadurch ja doch etwas klarer. Mit der Frühförderin werde ich mich auch noch besprechen, die kennt mich und auch Leonie schon etwas, um das auch einschätzen zu können. Von Seiten der Amtsärztin gibt es keinen klaren Vorschlag. Sie meinte, dass beide KiTas gut sind...

Unentschlossene Grüße weiterhin von
Kirstin
Leonie *28.08.2009, VACTERL-Assoziation (Ösophagusatresie Typ IIIb -> Ösophagusstenose, Tracheomalazie, Analatresie, Herzfehler), eins. Stimmbandparese -> Tracheostoma (02/10) mit Sprechventil -> Verschluss 04/14, Gastrostoma dicht -> muss jetzt alleine essen, re Auge blind

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Beitragvon alexE » 12.01.2012, 23:04

Hallo Kirstin,

Laura war als I-Kind in einem Regelkindergarten. Lange Zeit war sie dort das einzige behinderte Kind. Sie ist dort super aufgenommen und umsorgt worden und war immer mitten dabei. Sie hat sich dort sehr wohl gefühlt. Obwohl sie nicht laufen und nicht sprechen kann (damals hatte sie noch keinen Talker), haben die anderen Kinder sie so akzeptiert, wie sie ist. Und auch die Erzieherinnen waren sehr engagiert. Laura hatte eine 1:1-Betreuung.
ABER: Rückblickend betrachtet hätte ich ihr, glaube ich, einen größeren Gefallen mit einem I-Kindergarten getan, wo sie mit mehr behinderten Kindern in Berührung gekommen wäre. Sie hat während ihrer ganzen Kindergartenzeit gedacht, sie sei das einzige Rolli-Kind auf der Welt! Als sie in die Förderschule für Körperbehinderte kam, ist sie förmlich aufgeblüht, weil sie sich endlich nicht mehr "anders" gefühlt hat.
Ich habe das nie so bedacht und fand im Gegenteil immer schön, dass sie mit nicht behinderten Kindern zusammen ist. Dass ich ihr damit evtl. auch etwas vorenthalte, war mir gar nicht bewusst.
Wenn in einem Regelkindergarten mehrere behinderte Kinder sind, ist dieses Problem vermutlich nicht ganz so extrem. Aber darauf solltest du achten. Sonst kann es sein, dass sich deine Tochter - ohne dass das irgendjemand will - in einer Integration als Außenseiterin fühlt.
Ich drücke die Daumen, dass du mit deiner Entscheidung ein gutes Händchen bewahrst.

Herzliche Grüße!
Alexandra
Laura, 12/01, infantile Cerebralparese, athetotische Bewegungsstörung


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