Grundsicherung - Überweisung auf welches Konto?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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claudia fu
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Grundsicherung - Überweisung auf welches Konto?

Beitragvon claudia fu » 08.12.2011, 11:51

Hallole,

mein Sohn Christoph ist jetzt 18 und ich habe für ihn schon vor mehr als einem halben Jahr Grundsicherung beantragt. Nach mehrmaligem Anrufen liegt der Antrag jetzt anscheinend zur Entscheidung irgendwo bei einem Vorgesetzten in Berlin, also beim Rentenversicherungsträger, der ja darüber entscheidet. Ich warte also nun täglich, dass endlich Post kommt. Ich geh`mal davon aus, dass der Bescheid positiv ausfällt.

Aber nun zu meiner Frage:
Das Geld gehört ja meinem Sohn, er ist ja der eigentliche Antragsteller. Muss ich nun für ihn ein eigenes Konto eröffnen, dass auf seinen Namen läuftoder kann ich das Geld auch auf ein anderes Konto überweisen lassen?

Und wie muss ich nachweisen, dass sich auf diesem Konto nie mehr als dieser Freibetrag von 2.600,-- € befindet, wie wird das kontrolliert(Kontoauszüge) bzw. wie oft? Spielt das überhaupt eine Rolle, wenn er noch zu Hause wohnt?

Wie handhabt ihr das? Danke für eure Antworten.

Liebe Grüsse

Claudia

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Beitragvon maritatina » 08.12.2011, 12:18

Hallo
Also Grundsicherung kann ich für Tina erst beantragen wen sie im April 18 wird.Vorher alles ausfüllen ja aber abgeben erst wenn 18.
Ich hoffe mal des nicht zulange dauert,weil wir selber ja auf ALG2 angewiesen sind und das Jobcenter Tina ab 18 schon rausgerechnet hat.Sind ja dann ca 400 Euro weniger die wir dann erstmal haben.
Was das Konto betrifft,muß auch dein Sohne ein eigenes Konto haben.Sonst rechnen sie auch eurer geld mit zu,als freibetrag zb.
Nachweisen anhand der Kontoauszüge,die du jedesmal bei Neuantrag bzw weiterbewilligung zur Einsicht mitbringen mußt.Ist wie beim alg2.Und ein Tip,achte darauf das nie mehr als das auf dem Konto ist,leiber zu Hause hinlegen.Wird ja sonst als Vermögen angerechnet,was über den freibetrag ist.
Wenn er Zu Hause wohnt bekommt er weniger Geld,als normal,weil dann die Regelstufe 3 gilt. Also 291 Euro.
Hab ja schon einges angeleiert,weil vieles ja ne weile dauert bei den Ämtern. Das Betreungsverfahren ist auch noch nicht fertig.Also Gerichtsmäßig mußten wir noch nicht hin,das fehlt noch.
Tagesförderstätte wird auch noch schwierig,,weil ja erstmal arbeitsamt zuständig wäre,aber die dame klärt das ab,kann sein das wir gleich ohne arge,den antrag für die förderstätte abgeben können.Weil es ja von uns aus und schule klar ist,das sie nicht für die werkstatt geeignet ist.

Naja hoffe Ich konnte Dir helfen.
lg marita
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Beitragvon angela » 08.12.2011, 12:28

Hallo Claudia,

Eric hat sein eigenes Konto, wo die GruSi draufkommt. Ich hab allerdings auch schon gelesen, das andere das nicht machen und dort die GruSi aufs Elternkonto kommt. Mußt mal bei Sparkassen und Banken nachfragen, meist werden Konten gebührenfrei geführt bis zu einem gewissen Alter.
Bei dem Konto für den jungen Erwachsenen hast Du ja dann Auszüge und "beweist" ja damit wieviel drauf ist, allerdings alle Sparbücher und Co. mitrechnen! Am Besten allerdings ist, das noch aufzulösen bevor er 18 wird. Ist einfacher dann...
Mir ist das mit dem eigenen Konto lieber, alles hübsch getrennt.

Du bringst die Auszüge ja nur bei den Beantragungen ins Spiel und wenn Du den Bericht für die Betreuung (falls ihr Betreuer seid) nach einem Jahr schreibst.

@Marita, Du kannst gewiß die GruSi vorher beantragen! Es gilt dann halt erst ab dem 18. geburtstag. So schnell sind die Ämter auch nicht und euch fehlt dann doch Geld, wenn Du das erst zum Geburtstag beantragst. Nachzahlungen gibt es, ja, aber ehe die u.U. kommen...

LG - Angela
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Beitragvon maritatina » 08.12.2011, 12:36

Hallo Angela
Vorher beantragen geht nicht,sagte mann mir.Weil das ja nur mit dem Betreuerausweis geht.Und er kommt frühestens zum 18.geb.
Das geld wird uns fehlen,weil das Jobcenter,obwohl es gehen soll,nicht in Vorleistung gehen wollen.habe aber unser Bescheid ab januar beanstandet und dene geschrieben das es laut Gesetz gehen tut,weil se ja auch ein Erstattungsanspruch gegeüber Soziamt haben.Aber wies so ist,unser Jobcenter ist halt etwas naja hinterm mond.
Lg marita
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Beitragvon SophiaR » 08.12.2011, 13:28

Hallo Claudia,
...

Bei dem Konto für den jungen Erwachsenen hast Du ja dann Auszüge und "beweist" ja damit wieviel drauf ist, allerdings alle Sparbücher und Co. mitrechnen! Am Besten allerdings ist, das noch aufzulösen bevor er 18 wird. Ist einfacher dann...
Mir ist das mit dem eigenen Konto lieber, alles hübsch getrennt.

...

LG - Angela

Hallo Angela,

das ist hier jetzt ein bisserl "off topic", aber da es ja schon einmal angesprochen wurde, stelle ich meine Frage hier (habe sie schon einmal gestellt, aber irgendwie bis jetzt noch keine zufriedenstellende Antwort gefunden):

Beim Antrag auf die GruSi muss man angeben, ob in den letzten 10 Jahren eine Vermögensübertragung stattgefunden hat. Wenn man also den Antrag stellt, müsste man ja alle "Übertragungen" (für mich gehört ein "Leerräumen" eines Kontos auch dazu) angeben.

Oder gilt dies nicht bei Kindern? Das kann ich mir aber vorstellen. Denn angenommen, das Kind hat vom Oma 50000 Euro geschenkt bekommen, dann überträgt man das Geld irgendwann mal auf die Eltern, damit das Kind mit 18 Grundsicherung erhält - das kann ja nicht richtig sein, oder?

Auf der anderen Seite hat man ja auch Ausgaben für das Kind gehabt. Also angenommen, man hat vor 5 Jahren 5000 Euro vom Kind auf die Eltern übertragen und ist seitdem mit dem Kind jedes Jahr in Urlaub gefahren bzw. hat eine Ferienfreizeit usw. finanziert - kann man das gegenrechnen?

Hat irgend jemand Erfahrung damit?

VG, *Sophia*
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gelöschter User

Beitragvon gelöschter User » 08.12.2011, 13:53

Hallo,

NEIN, dein Sohn muss KEIN eigenes Konto haben und euer Geld wird NICHT mit angerechnet. Wenn euer jährliches Einkommen nicht über 100000 Euro liegt, wird NICHTS mit angerechnet. Elternvermögen zählt bis zu dieser Grenze NICHT.
Uns hat sogar das Amt abgeraten!!
Die Grundsicherung kommt auf unser Konto.

Warum liegt der Antrag beim Rentenversicherungsträger?????
Man muss Grundsicherung beim Sozialamt beantragen.

LG

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Beitragvon claudia fu » 08.12.2011, 13:59

Hallo Claudia,

.
Bei dem Konto für den jungen Erwachsenen hast Du ja dann Auszüge und "beweist" ja damit wieviel drauf ist, allerdings alle Sparbücher und Co. mitrechnen! Am Besten allerdings ist, das noch aufzulösen bevor er 18 wird. Ist einfacher dann...
Mir ist das mit dem eigenen Konto lieber, alles hübsch getrennt.
Also das mit dem extra Konto leuchtet mir mittlerweile auch ein, dass es besser ist, wenn das Geld auf ein Extrakonto kommt. Hat man auch den besseren Überblick was GruSi ist und was nicht. Die Frage ist halt, ob das auf Christophs Namen laufen muss oder nicht, könnte ja auch ein zweites Girokonto auf meinen Namen laufen lassen, wo nur die GruSi drauf kommt. Würde das denn gehen, oder ist das Blödsinn?

Sparbuch hat Christoph nicht, das haben wir schon vor ein paar Jahren aufgelöst und läuft nun auf meinen Namen.

@mirianna1

Also wir haben das schon beim Sozialamt beantragt, aber von dort wurde es an den Rentenvers.träger weitergeleitet, der ja die "Arbeitsfähigkeit" z.B. anhand von Arztberichten überprüft und dann entscheidet, ob ein Behinderter auf dem normalen Arbeitsmarkt einsatzfähig ist oder nicht.

Liebe Grüsse

Claudia

gelöschter User

Beitragvon gelöschter User » 08.12.2011, 14:12

Hallo Claudia,

geht dein Sohn noch zur Schule? Was macht er?

LG

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Beitragvon claudia fu » 08.12.2011, 14:16

Hallo Angela,

also das mit den "Behördenmühlen mahlen langsam" trifft bei uns aber voll zu.
Bei uns ging gar nichts schnell. Weder die Sache mit der Betreuung noch die Grundsicherungsgeschichte, die ja wie schon geschrieben nun schon über ein halbes Jahr beantragt ist und auch die Kindergeldkasse war nicht die schnellste. Bei uns wars bzw. ist es wirklich eine Katastrophe, obwohl ich alle Anträge und die dazugehörigen Unterlagen und Berichte immer so schnell wie möglich eingereicht habe.

Hoffentlich ersticken wir nicht eines Tages an unserer Bürokratie!

Liebe Grüsse
Claudia

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Beitragvon angela » 08.12.2011, 15:12

Hallo Sophia,

ich geh nicht davon aus das irgendein Kind so viel Geld auf irgendeinem Sparbuch liegen hat. :wink: Ich kann Dir da nicht genau sagen, wie es ist - ob man gegenrechnen kann oder nicht. Ich ärgere mich nur, daß ich Erics Sparbuch - das gemäßigt gefüllt ist :wink: - nicht leer gemacht habe. Selbst beim Auflösen des Sparbuchs irgendwann mal geht das ja nicht so einfach. (gab mal einen Thread dazu)

@Marita,
Vorher beantragen geht nicht,sagte mann mir.Weil das ja nur mit dem Betreuerausweis geht.Und er kommt frühestens zum 18.geb.
ich hab es im Dezember beantragt (Eric wurde im Januar darauf 18) - und es ging! Geh mit den ausgefüllten Sachen einfach aufs Sozialamt. Sie sollten den Antrag schon annehmen! Und zwar jetzt, oder eben Anfang des Jahres. Ihr seid jetzt noch die Erziehungsberechtigten, die Anträge fürs Kind stellen können. :wink:

@Mirianna, auch hier lag die Dauer der Bearbeitung des GruSi-Antrags an der Rentenstelle. Erst als die Eric als nicht arbeitsfähig einstuften (also diese 3 Std. am Tag, die er NICHT arbeiten kann) - danach bekam er die GruSi. Und ja, er geht auch noch zur Schule. Aber ob Schulkind oder nicht, ab 16 (oder so) können Jugendliche ja arbeiten - deshalb sicher die Nachfrage bei der RV, ob Eric überhaupt zum Personenkreis der Anspruchsberechtigten gehört.

LG - Angela
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