Persönliches Budget ohne Anbindung an Werkstatt

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Persönliches Budget ohne Anbindung an Werkstatt

Beitragvon dagmar neo frea » 30.11.2011, 17:26

http://www.kobinet-nachrichten.org/cipp ... et,g_a_s_t

Zitat:
Berlin (kobinet) Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung hat eine heutige Entscheidung des Bundessozialgerichts zum persönlichen Budget von Werkstattleistungen als wegweisend für mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben begrüßt. „Menschen mit Behinderungen können nach der Klarstellung des Bundessozialgerichts damit rechnen, zukünftig Werkstattleistungen ohne Anbindung an eine Werkstatt für behinderte Menschen in Anspruch nehmen zu können", erklärte Hubert Hüppe. Diese Klarstellung verdeutliche, "dass im Rahmen des Persönlichen Budgets Leistungen dem Menschen folgen und nicht umgekehrt“, so der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.

In dem zu entscheidenden Fall ging es um einen behinderten Menschen, der im Rahmen eines persönlichen Budgets Werkstattleistungen ohne Anbindung an eine anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen erhalten wollte. Das Bundessozialgericht stellte klar, dass Werkstattleistungen nicht deshalb verweigert werden dürften, weil ein behinderter Mensch eine Einrichtung wählt, die keine anerkannte Werkstatt ist. Es betonte hierbei den Zweck des persönlichen Budgets, behinderten Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

„Die Kostenträger sind jetzt aufgerufen, der Klarstellung des Bundessozialgerichts zu folgen und Werkstattleistungen auch ohne Anbindung an Werkstätten für behinderte Menschen zu gewähren“, so der Beauftragte. sch

Zitat Ende


um es mal simpel auszudruecken,juhu :D

bleibt jetzt noch die Sozialversicherung unklar.

hocherfreute Gruesse
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=dVrX7Gqjzs0

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Re: Persönliches Budget ohne Anbindung an Werkstatt

Beitragvon SophiaR » 07.12.2011, 16:55

dagmar neo frea hat geschrieben:bleibt jetzt noch die Sozialversicherung unklar.

hocherfreute Gruesse


Hallo zusammen,

ich habe gerade nach dem Urteil gesucht (es gibt aber keines, wurde an das Landessozialgericht zurückgewiesen).

Aber ich bin dadurch auf eine kleine Anfrage der FDP aus dem Jahr 2007 gestoßen. Es bezieht sich zwar darauf, ob die Sozialversicherungsfrage gleich bleibt, wenn Werkstattleistungen in der Werkstatt als persönliches Budget gewährt werden, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass die Sozialversicherungsfrage ähnlich beantwortet wird, wenn das persönliche Budget für "Werkstattleistungen außerhalb der Werkstatt" genutzt wird.

Hier die Anfrage:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/16/066/1606687.pdf

und die Antwort:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/068/1606870.pdf (Frage 9)

VG, *Sophia*

PS: Vielleicht sollten wir hier alle Informationen zu persönlichem Budget und Werkstattleistung zusammenstellen?
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Beitragvon dagmar neo frea » 08.12.2011, 08:26

hallo sophia


erstritten hat das diese kanzlei,im newsletter soll näheres nachzulesen sein:


http://www.kanzlei-rueter.de/newsletter.html

l.g.
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http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf

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Beitragvon SophiaR » 08.12.2011, 13:36

Hallo Dagmar,

danke für die Information, aber ich habe das wohl etwas unglücklich formuliert.
Ich hatte das was ich gesucht habe (wie sieht die "Werkstattleistung", die nicht in einer anerkannten Werkstatt geleistet wird, aus).

Ich wollte nur erwähnen, dass es kein Urteil dazu gibt.

Noch etwas anderes:

Bei meiner ganzen Recherche nach persönlichem Budget und Werkstattleistung bin ich auch hierauf gestoßen:

http://www.bagwfbm.de/page/erklaerungwerkstattbudget

Dort kann man einen Flyer herunterladen - der muss jetzt wohl auch erst einmal geändert werden, da er beinhaltet, dass Leistungen im Berufsbildungsbereich und im Arbeitsbereich bei der Werkstatt eingekauft werden müssen!

VG, *Sophia*
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Beitragvon dagmar neo frea » 08.12.2011, 17:17

hallo sophia

du hast geschrieben:


der muss jetzt wohl auch erst einmal geändert werden, da er beinhaltet, dass Leistungen im Berufsbildungsbereich und im Arbeitsbereich bei der Werkstatt eingekauft werden müssen!

genau :wink:

auf der seite vom ministerium für familie und soziales war auch immer die version,also werkstattgebunden.

die definition von werkstattleistung orientiert sich ja an dem mindestmaß an gesellschaftlich verwertbarer arbeit und der dafür erforderlichen betreung und anleitung.
ich gehe davon aus,das mindestmaß an gesellschaftlich verwertbarer arbeit ein breites spektrum hat und somit individuelle lösungen gefunden werden.je nach vorliebe,neigung und verfügbaren plätzen.

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbix/136.html

l.g.
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http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf

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