Macht ihr euch finanziell Sorgen um die Zukunft?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Kathleen
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Beitragvon Kathleen » 21.01.2006, 12:41

Hallo,
bei uns geht es momentan auch noch ganz gut. Aber was ist wenn im Juni das Erziehungsgeld wegfällt. Mehr Stunden arbeiten gehen geht nicht, wegen der ganzen Therapien, da fallen dann mal eben 300 € im Monat weg, das ist schon ein Rießenbetrag für uns. Aber irgendwie wird es weitergehen. Umziehen werden wir dieses jahr auch noch, da wird am Ende des Jahres vom Ersparten nicht mehr viel übrig sein.
Liebe Grüße
Kathleen
Mama von A. 05/04, ICP nach Mediainfarkt links, Epilepsie,Hemiparese rechts und J. 5/07

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Yildi
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Beitragvon Yildi » 21.01.2006, 13:52

auch mein kinderbetreuungsgeld ist seit november weggefallen..sind über 400 euro im monat..aber ab mai gehe ich wieder arbeiten :P
Zehra 13.5.2003 spinale Muskelatrophie II

Aspiemama
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Beitragvon Aspiemama » 21.01.2006, 14:02

Hallo,

das Geld reicht gerade so zum Leben. Ich arbeite nur Teilzeit (25 Stunden) und wenn Sebastian in die Schule kommt, kann ich sogar nur noch 20 Stunden p.W. arbeiten. Plus Kindergeld und Unterhaltsvorschuß. Nach Abzug aller Kosten bleibt nicht gerade viel, ist schon klar. trotzdem lege ich noch jeden Monat etwas weg für Urlaub und sebastians Sparbuch. Naja, bin Bilanzbuchhalterin, da sollte man schon mit Geld umgehen können!

Liebe Grüsse
Ulrike

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Beitragvon Ulrike&Jan » 21.01.2006, 14:05

Wer macht sich in der heutigen Zeit keine Sorgen? Eine behindertengerechte Wohnung brauchen wir zwar nicht, aber richtig gut über die Runden kämen wir eigentlich nur dann, wenn ich wieder ganze Tage arbeiten würde. Das wiederum ginge wieder zu Lasten von Jan, der ja noch viel Hilfe braucht. Also versuchen wir mit dem wenigen hinzukommen.

Aber es bleibt leider nichts übrig. Wie soll man da noch zusätzlich an private Rentenvorsorge etc. denken. An Urlaub mit der Familie denke ich schon nicht mehr, habe wieder eine MutterKindKur eingereicht um überhaupt mal wieder zur Ruhe zu kommen und mal andere Tapeten zu sehen.

Aber ob besonderes Kind oder nicht, ich denke, dass geht sehr vielen Familien so. Die Zeiten werden in nächster Zeit nicht besser, also muss man das beste daraus machen.
Liebe Grüße

Ulrike

mit Jan Philip (02/99), psychomotorische Entwicklungsstörung, auditive Wahrnehmungsstörung (GdB 80, G, B und H)

Nicole&Kevin
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Beitragvon Nicole&Kevin » 21.01.2006, 14:26

Hallo!

Ich bin der Meinung, daß der größte Teil an Hilfsmitteln von der Krankenkasse abgedeckt wird. Kinder die in Rollstühlen sitzen, passen mittlerweile durch fast jede normale Türe durch, denn sonst müsse man ja alle Rahmen entfernen lassen und neue Türen einbauen.

Die Rollstuhlmaße sind da auch nicht mehr so breit wie sie es früher einmal waren.

Und was meinst du mit Möbeln? Die benötigt doch auch jeder.

Manchmal glaube ich das wenn mein Sohn gesund wäre, dann würde ich mehr Geld ausgeben müssen, denn dann würde er hier was neues sehen und da....

Sicherlich sind die Mieten heute teuer, gerade wenn man Ebenerdig wohnen muß oder ein Haus mieten möchte. Doch wenn man kann ja auch zb. einen Wohnberechtigungsschein beantragen dann bekommt man auch günstigere Wohnungen damit.

Ich finde immer Geld spielt keine Rolle, solange die Familie zusammenhält und wir uns haben und es einem gut geht. Gesundheit müßte an erster Stelle stehen! Alles andere ist nebensache für mich. Oh noch was und der Kühlschrank muß voll sein, dies sagt mein Mann immer. :wink:

Man kann an der heutigen Situation sowieso nicht's ändern. Es kommt wie es kommt.

Wir haben uns vor zwei Jahren ein neues Auto gekauft. Aber wenn Kevin mal schwerer wird kommen wir auch nicht drum rum ein anderes anzuschaffen, damit er mit dem Rollstuhl dann hinein kann. Und ob es dann finaziell geht oder nicht, ne Lösung wird man bestimmt auch finden.


Liebe Grüße

Nicole

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Beitragvon Ela74 » 21.01.2006, 14:27

ich seh das auch wie Ulrike, wer macht sich heutzutage nicht ab und an mal Sorgen über die finanzielle Lage. Ist kein Problem, was unbedingt Eltern behinderter Kinder mehr betrifft.
Okay, es gibt halt schon Dinge, auf die man sonst leichter verzichten kann. Z. B tät es auch ein kleineres Auto, wenn man nicht auf einen riesen Kofferraum angewiesen wäre, was die Auswahl ja dann schon etwas einschränkt.
Oder Urlaub: einen unsicheren Last Minute Urlaub(Roulet) mit behindertem Kind, bei dem ich vorher nicht 100% weiß wo ich lande und was ich da tun kann kommt nicht in Frage. Oder was ich irgendwann mal geschrieben hatte, daß ich eigentlich gezwungen bin, das Grundstück für viel Geld robust und hoch einzuzäunen, was ich sonst sicherlich nicht tun würde.
Aber wenn ich sehe, welche finanziellen Probleme manche Familien mit gesunden Kindern haben, geht es uns doch eigentlich doch ganz gut. Familienausflüge werden mit Behindertenausweis leichter bezahlbar, das Pflegegeld kommt zusätzlich usw. okay, ich werde wohl solang Marvin hier bei mir lebt nie wieder Vollzeit arbeiten können, aber es gibt schlimmeres. Verhungern müssen wir nicht und Marvin stellt ja auch nicht die Ansprüche, wie es ein gesundes Kind täte, welches irgendwann nur noch Markenklamotten und sonstiges teures Zeug haben muss. Da wird mir finanziell schon viel banger wenn ich an Felix denke, der jetzt schon vom Papa und Opa hoffnungslos verwöhnt worden ist.

Liebe Grüße
Ela
Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11

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Beitragvon Angelika74 » 21.01.2006, 14:27

hallöchen,

mein mann verdient ganz gut, ich bekomme bafög, kindergeld und pflegegeld (I). unser problem ist eher unsere ehemalige selbstständigkeit (die ist zwar schon 5 jahre her, aber der schwanz, der dran hängt, reicht noch für mindestens weitere 10 jahre :? , na ja, dumm gelaufen) deswegen mache ich mir schon sorgen. ansonsten geht es uns nicht schlecht, urlaub machen wir meistens in AWO-ferienparks. wir haben ein "gebrauchthaus zum selbstausbau". wir leben zwar nun schon seit fast 10 jahren auf einer baustelle, aber die nötigsten räume (kinderzimmer, küche, bad, esszimmer) sind schon neu, der rest wird je nach finanziellen möglichkeiten gebaut. ich bin dankbar, daß mein mann einen gut bezahlten, relativ sicheren job hat, sonst sehe es sicher ganz anders aus...

liebe grüße!!!
Sohn 02.02 starke glob. Entwicklungsverzg., hypotoner Muskelt., Wahrnehmungsst.,syndrom.Autismus,keine Spracheunsere Vorstellung
"DAS LEBEN IST WIE EIN REGENBOGEN! MAN BRAUCHT REGEN UND SONNE UM DIE FARBEN ZU SEHEN!"

Chelly

Beitragvon Chelly » 21.01.2006, 17:11

Hallo Ihr Lieben,
Oh ja, das kenne ich alles nur zu gut. Ich bin geschieden, und mein Ex Mann zahlt keinen Cent Unterhalt für seinen Sohn. Mein Sohn ist (zum Glück) nicht pflegebedürftig, da bekomme ich natürlich auch kein Pflegegeld. Da ich leider arbeitslos bin, bin ich auf Hartz 4 angewiesen. Aber zum Glück, kann ich gut mit Geld umgehen. Aber für Urlaub, Auto und so , dafür reicht es leider nicht.

Gruß von
Chelly

Susannwe
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ich sehe das ganz anders

Beitragvon Susannwe » 13.02.2006, 14:49

Hallo,
meine Tochter ist schwerstbehindert, autoaggressiv, schläft jede 3te oder 4te Nacht mal ein paar Stunden und ist 16 Jahre alt.
Ich habe eine große (und teure) Wohnung, für die ich vor 10 Jahren geklagt habe - bis vors Oberverwaltungsgericht. Ich bin alleinerziehend und habe noch 2 weitere Kinder (18 + 6) und wir leben von Hartz 4 und vom Pflegegeld Stufe 3.
Seitdem es Hartz 4 gibt, haben wir finanzielle Probleme - ganz zu schweigen von den vielen blöden Bemerkungen, der Unwissenheit der Sachbearbeiter, den ungeklärten Gesetzen und der Willkür der Sachbearbeiter bei den Ermessungssachen.
Meine Tochter ist super wild, sie hüpft den ganzen Tag auf den Knien, sodaß weder Sofa, Sessel noch die Betten lange halten. Der Mann aus dem Rehaladen ist an uns verzweifelt und weiß nicht weiter.
Ich muß mir jedes Jahr ein neues Sofa kaufen, weil es vom Tischler irgendwann eben nicht mehr repariert werden kann. Ihr Bett hält nie solange. Nun habe ich wieder die Lösung, dass ich für sie nur eine Matratze habe, was aber widerrum ganz schlimm für meinen Rücken ist, wenn ich sie anziehen, wickeln oder hochheben muß.
Sie zereißt und zerbeißt ständig ihre Bettwäsche, ihre Klamotten - besonders die Bodies und Socken oder schmiert mit ihren Fäkalien...
Meine Stromkosten sind irre hoch- fast doppelt so hoch, wie die von normalen Familien- alleine schon durch die 4 Maschinen Wäsche am Tag - die Bettwäsche jeden Tag, weil sie ständig ihre Windeln an oder zerreißt.
Seitdem es nur nicht mal mehr Zuschüsse für Klamotten oder Möbel oder so gibt, ist es recht hart, besonders, wenn dann irgendwas kaputtgeht. Zum Glück gibt es Versandhäuser, bei denen man abzahlen kann, aber irgendwann häuft es sich vielleicht.
Klamotten kaufe ich schon lange nur auf Flohmärkten, aber gerade die Bodies werden immer rarer, weil sie auch sehr große braucht, durch die Windel...
Schönen Tag noch und viele Grüße aus Hamburg
Susann

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Chelly

Beitragvon Chelly » 14.02.2006, 10:56

Hi Susann,
oh, wie ich sie liebe, die Sachbearbeiter von Jobcenter. Oder besser gesagt, die Fallmanager, so schimpfen die sich ja jetzt. Die haben oft echt keine Ahnung von den Hartz 4 Gesetzen, verlangen aber, daß wir Hartz 4 Empfänger Ahnung haben müssen. Und mir ist auch aufgefallen, daß jeder Fallmanger was anderes sagt. Gestern habe ich die Heizkostenabrechung bekommen, muß 25 Euro nachzahlen. Ich hoffe, daß das Jobcenter die Nachzahlung übernehmen wird.
Zu den Versandhäusern: Auch ich bin sehr froh, daß es die gibt. Da kann man wenigstens auf Raten zahlen. Vorallem der Ottoversand macht da keine Probleme. (oh, habe ich jetzt etwa Schleichwerbung für Otto gemacht? :wink: )

LG von
Chelly :D


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