Wieviel ml/l trinken eure Kinder pro Tag?

Hier könnt ihr Fragen rund ums Thema Ernährung stellen. Usern, deren Kinder über eine Sonde ernährt werden, möchten wir hier ebenfalls eine kleine Austauschplattform bieten.

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Sabine
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Wieviel ml/l trinken eure Kinder pro Tag?

Beitragvon Sabine » 20.10.2004, 19:44

Hallo zusammen,

da Jan-Paul immer mal wieder Verstopfung hat, muss ich stets darauf achten, dass er viel trinkt. Ist eigentlich auch kein Problem. Nun habe ich aber gelesen, dass Dreijährige mindestens 1 Liter am Tag trinken sollen. Also ich glaube, das schafft auch unser Vieltrinker Jan-Paul nicht ganz. Ich denke, wir kommen so auf 800 ml am Tag, manchmal mehr und manchmal weniger. Hängt auch von der Jahreszeit ab. Im Kindergarten trinkt er wohl auch eine ganze Menge - darüber habe ich ja jetzt keinen Überblick mehr.
Wie ist das bei euren Kindern?

Lieben Gruß,
Sabine
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Jan-Paul (10/01), schwer mehrfachbehindert ohne Diagnose, Tim-Henrik (03/05), Lea-Kristin (01/11)
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Isolde
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Beitragvon Isolde » 20.10.2004, 22:00

Liebe Sabine,

jaja - das Trinken.
Wenn da einer ein Patentrezept hat, wäre ich auch dankbar.
Jonathan trinkt schon immer viel zu wenig. Das macht ihm irgendwie keinen Spaß. Essen dagegen ist für ihn ein Freudenfest, vorallem Joghurt in rauhen Mengen.

Also wir bekommen mit Sicherheit auch keinem Liter / Tag zusammen. Ich mache immer eine ganze Kanne voll Tee am Morgen und somit habe ich einen Überblick, zumindest über die Menge in der Zeit zu Hause.
Da Jonathan aber nicht unter Verstopfung leidet, mache ich mir da auch nicht unbedingt graue Haare.
Er bräuchte es aber für die Haut, da die supertrocken ist und schuppig.

Viel Wasser trinkt er, wenn er in der Badewanne ist.
Das Badewasser scheint ein besonderes Aroma zu haben. :roll:

Ja, wie bekommt Ihr Eure Kinder dazu, dass sie wenigstens das Nötigste trinken?

Einen lieben Gruß
Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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shone
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Beitragvon shone » 21.10.2004, 07:30

Hallo Ihr beiden,
ja das trinken ist auch bei uns schon immer ein Thema gewesen und ist es leider immer noch. Da Dennis Blut etwas dicker ist und die Gefahr der Tromben besteht, wäre es gerade für ihn sehr wichtig viel zu trinken, doch das war noch nie so wie es sein soll. Wenn ich ihn sich selber überlassen würde, käme er schätzungsweise nur auf 400 ml...also muss ich da hinterhersein. Da er leider sehr viel kompaktes isst (keine suppen, oder sossen) ist das nicht gerade passend. Also gibt es bei uns auch wenn wir nur kurz unterwegs sind immer ien Trinkflasche im Gepäck und ich erinnere ihn daran. Ist zwar sicher für ih sehr nervig (auch für mich), habe aber leider keinen anderen Rat. Selbst die Idee, manchmal ein bisshcen Saft zum Wasser zu machen ist keine Lösung bei Dennis.
Habe auch schon alles probiert. Einigermassen klappt es morgens mit lauwarmen Traubentee von Milupa. Den einzigen "Tip" den ich geben kann ist: bei Dennis klappt es manchmal wenn er positiv abgelenkt ist und aus "Spass" trinkt (weil er die Flasche in der Hand hat und sie einfach zufällig ansetzt)...aber auch das ist keien Garantie.
Ich wünsche Euch mehr Erfolg, als ich ihn habe
LG inci
(http://www.inci-auth.de - Mama von Dennis, geboren 28.01.1999;
komplexer Herzfehler (Shone-Komplex) mit Lungenhochdruck, Autismus mit Zwangsstörung, Thorakal-lumbal-Skoliose, Epilepsie mit fokalen Anfällen; unser "kleiner" Sonnenschein)

*Beate*
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Beitragvon *Beate* » 21.10.2004, 07:38

Hallo Sabine,

unser Vincent konnte damals als er krank war und dann nach der Komazeit nicht viele trinken,es waren 100ml am Tag und dann was ich noch gestillt hatte.
Ich bin zur meiner Nachbarin die Warzen bespricht und habe sie gebeten etwas zu tun,damit er ißt und trinkt,denn Vincent sollte eine Sonde gelegt bekommen und wir wollten das partout nicht,da wir dachten dann lernt er nie richtig essen.
Sie besprach ihn 3 Tage,er war richtig komisch und dann fing er an Erdnußflips und Fruchtzwerge an zu essen und zu trinken,das sich dann steigerte.Am Anfang hat er noch durch seine Hypotonie viele Schwierigkeiten bestimmte Dinge zu essen.
Heute ißt und trinkt er gut.
Also er kommt gut auf 2 liter / Tag.Manchmal tinkt er 1 l.Mezzomix,okay nicht das Getränk aber ich bin froh das er trinkt.
Die Ärzte reagierten damals ,sie stillen noch das reicht nicht,dann lernte er endlich mit 1 3/4 nach der Komazeit trinken ,was für uns allle so schwer war.
Dann fing er mit 3 1/2 eben die Mezzomix zu trinken,war aus Sicht der Ärzte auch nicht okay.
Die haben schon recht das es nicht gesund ist,aber wir waren froh das er trank und es war mir auch echt wurscht,ich war froh das die Nieren wieder funktionieretn und er wieder pischern konnte.
Heute hat sich das nun mit 5 Jahren gut eingependelt,mal Selter,Apfelsaft ( nur wenn Allergiefreie Zeiten sind ),mal saft,auch gern ein bißchen Cola,wie er verlangt.
Ich bin froh das er lebt.
Sind bei Jan-Paul die Elektrolytwerte okay ?
Wenn man Elektolytmangel hat besonders Kaliummangen hat,dann ist man ja hypoton und das wirkt sich auch auf den Darm aus.
Unsere große Tochter Jytte (fast 7 J.) die trinkt auch wenig über den Tag verteilt,sie hat einfach keinen Durst,da muß ich manchmal echt überreden das sie trinkt,dann bekommt sie auch etwas härteren Stuhl.Sie bekommt dann morgens ein Glas warmes Wasser und dann klappt das mit dem Stuhl prima.
Unser Magnus ( fast 3 Jahre ) kommt immer und verlangt auch nach Getränken.

Gruß Beate

P.S. Der Body geht heute raus.
..es gibt nichts,was uns die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann;und man soll das auch gar nicht versuchen,man muss es einfach aushalten und durchhalten;das klingt zunächst sehr hart,aber es ist doch zugleich ein großer Trost,denn indem eine Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,bleibt man durch sie miteinander verbunden.D. Bonhoefffer

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Beitragvon fienchen » 21.10.2004, 08:38

Hallo,

Nele trinkt auch sehr wenig, das war aber schon immer so. Im Moment kommen wir vielleicht auf ca. 600 ml, natürlich viel zu wenig, ich weiß. Bis vor kurzem hat sie morgens noch ihre Milchflasche getrunken, das waren dann auch immer noch ein paar ml mehr, aber die mag sie inzwischen nicht mehr. Ich biete ihr zwar ständig etwas an, aber wenn sie nicht mag bekommt man auch nichts rein, das ist auch im Kindergarten so.

Trockene Haut oder Verstopfung hat sie allerdings nicht.

Anna dagegen hat schon immer sehr viel getrunken und das ist auch heute noch so, morgens und abends 2 große Tassen Milch und sonst den ganzen Tag über Mineralwasser. Da könnte sich Nele echt mal ein Beispiel dran nehmen! :wink:

LG
Manuela
Manuela mit Nele (CDKL5)

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Beitragvon Sabine » 21.10.2004, 11:08

Hallo!

Na, das scheint ja doch ein recht häufiges Problem zu sein.
Die morgendliche Milchflasche hatte ich auch schon weggelassen, aber dann kam ich erst recht auf deutlich weniger als 1 l pro Tag. Jetzt bekommt JP morgens immer etwa 150-170 ml mit Wasser gemischte Milch zu trinken. Die süße ich mit wenig Honig. Das schmeckt ihm und er verlangt auch am Morgen danach. Wahrscheinlich hat er dann eine trockene Kehle.
Ansonsten biete ich ihm nach dem Kiga immer mit Wasser gemischte Säfte an - das klappt auch ganz gut. Zumal er die Flasche im Halbliegen auch selbst halten kann.
Wie das im Kiga läuft weiß ich nicht - da habe ich keinen Einfluss drauf. Aber die Betreuerinnen sagten mir, dass er im Kiga eigentlich auch ganz gut trinkt.
Was JP ganz gut schmeckt, sind diese Trinkjoghurts von Hipp. Die biete ich ihm auch immer mal wieder an.
Wenn wir dann trotzdem nicht ganz auf 1 l kommen, soll´s ja wohl auch nicht so dramatisch sein...

@Beate: Die Elektrolytwerte sind (glaube ich) o.k. Wir machen ja regelmäßige Blutkontrollen. Oder muss das extra ausgewertet werden?

Lieben Gruß,
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Beitragvon *Beate* » 21.10.2004, 11:16

Hallo Sabine,

es kommt bei Blutkontrollen drauf an,welche denn gemacht werden,ob die Ärzte Elektrolyte untersuchen lassen.
Steht aber auch immer in den Arztberichten.Wie z.B. der Wert von den Untersuchungen die gemacht wurden war.

Gruß Beate
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Beitragvon Stanze » 21.10.2004, 17:34

Hallo Sabine,
Anne muß ja 3 l pro Tag zu sich nehmen.Was aber nicht heißt, daß das immer getrunken werden muß. Dazu zählt auch die Flüssigkeit der Soßen,Suppen,Obst....
Wir haben regelmäßig Probleme mit der Trinkmenge, was einen Anstieg von Kreatenin und Harnstoff mit sich bringt.Außerdem merken wir das sofort an der Liquorproduktion, was zu einem Unterdruck führt und das gern zum Krampfanfall führt.Wenn wir merken,daß sie ihre 3l nicht schafft,dann bekommt sie eine Suppe gekocht,die sie gern ißt.Auf keinen fall darf man das Trinken zum Thema machen, weil die lieben Kleinen das gern Benutzen(macht Anne jedenfalls schon seit einigen Jahren)
Der Trick mit dem warmen Wasser auf nüchternen Magen hilft auch bei uns und wenns ganz arg wird,dann gibt es einen Teelöffel Milchzucker in den Tee.
Grüße Constanze
Constanze mit Anne, 1990, Sarkoidose mit Nierenbeteiligung, Niereninsuffizienz, Hydrozephalus,Kleinwuchs, seit 28.07.2010 Dialysepflichtig:(
seit August 2014 V.a.Schimkesyndrom
Epilepsie nicht einstellbar
Hypertonie schlecht einstellbar
Mai 2015 Hirnblutung rechts, Sauerstoffpflichtig

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Beitragvon conni » 21.10.2004, 21:17

Hallo zusammen,
wenn ich so lese, was eure Kinder trinken, dann werde ich ganz neidisch.
Theresa trinkt an einem guten Tag 200 ml. Ich muß allerdings dazu sagen, daß die Nahrung von ihr ziemlich dünn ist, weil sie sie sonst nicht ordentlich schlucken kann. Aber es geht ihr gut, die Werte sind i.O. und sie pieselt die Windeln voll. Was will ich mehr.

LG Conni
Theresa (12/00), unbalancierter Gen-Defekt von 5 Chromosomen, Entwicklungsstand von ca. 3 Mon. und einigen sonstigen "Strickfehlern"
Seit †19.01.2006 ein Sternenkind

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Kerstin+Niklas

Beitragvon Kerstin+Niklas » 21.10.2004, 22:32

Hallo Sabine,
Niklas ist auch nicht immer der beste Trinker, er wollte im Alter von 1 Jahr und 2 Monaten keine Milch mehr trinken, ist nix zu machen, verweigert er morgens, jetzt bekommt er morgens Tee bis zum Mittag und nachmittags gibts zur Häfte Wasser und zur Hälfte Saft. Wie ist das bei euch? Trinkt Jan-Paul deutlich mehr wenn er krank ist, also Fieber hat oder erkältet ist? Bei Niklas klappt das gut! Deswegen hab ich mir den Grundsatz angenommen: Kinder nehmen sich das was sie brauchen von alleine, sofern es ihnen angeboten wird!!! Niklas hat auch das Problem, dass der Stuhl sehr hart wird, wenn er nicht genug trinkt! Ich geb ihm schon immer sehr viel Obst, und jetzt, wo er grad wieder mal Zähne bekommt und jede feste Nahrung verweigert, geb ich ihm Obstbrei, immer FEINER OBSTBREI von MILASAN. Der schmeckt ihm, weil er nicht so süss ist, und er beinhaltet Getreide, was gut für den Stuhlgang ist! Es gibt auch geschrotetes Getreide zu kaufen, dass du in den Obstbrei oder jeden anderen Brei mischen kannst, das hilft echt super! Versuchs einfach mal!
Ganz lieben Gruss von uns
Kerstin & Niklas


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