Matthias Gilge (Autismustherapeut, Dipl. Reha. Pädagoge)

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dagmar neo frea
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Beitragvon dagmar neo frea » 13.11.2011, 15:41

hallo michaela

mir ging es ums budget und was kirsten dazu geschrieben hat.
ich kenne es nicht so,das ein fester betrag genehmigt wird,ohne den nachweis von den tatsächliche kosten,auch nicht,das eine vereinbarung ,die beantragt wurde,einfach auf was anders,das nicht beantragt wurde ,übertragen wird.
soweit ich weiss,sind die verträge bindend,können aber jederzeit gekündigt werden,wenn es nicht passt.
aber möglicherweise meint sie das auch anders,oder ihr landkreis handhabt das so.
l.g.
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
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Beitragvon C.E.M.Alma » 13.11.2011, 16:04

mir ging es ums budget und was kirsten dazu geschrieben hat.
ich kenne es nicht so,das ein fester betrag genehmigt wird,ohne den nachweis von den tatsächliche kosten,auch nicht,das eine vereinbarung ,die beantragt wurde,einfach auf was anders,das nicht beantragt wurde ,übertragen wird.
soweit ich weiss,sind die verträge bindend,können aber jederzeit gekündigt werden,wenn es nicht passt.
aber möglicherweise meint sie das auch anders,oder ihr landkreis handhabt das so.
.....es geht um die Leistungsvereibarung mit dem Kostenträger (Jugend- noder Sozialamt); da wird etwas verbindlich verhandelt, so ähnlich wie bei Pflegesatzverhandlungen; dieser Satz ist dann wie ein Vertragsgrundlage und die Ämter von bspw. anderen Landkreisen treten dann dem Vetrag bei, wenn der Bedarf bei einem Kind aus ihrer Zuständigkeit festgestellt wurde und die Therapie auch von Amts Wegen genehmigt wurde.

Liebe Grüße
Micha
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Beitragvon dagmar neo frea » 13.11.2011, 16:18

kompliziert :wink:

das würde dann auch heißen,das alle therapeuten und ambulanzen die gleichen sätze nehmen?

immerhin hab ich aber jetzt das mit dem festen betrag beim budget verstanden.

also so und so viel stunden bedarf macht dann den und den betrag :idea:
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Beitragvon Karin2 » 13.11.2011, 16:48

eine spannende Diskussion, die ich nicht vollständig gelesen habe.
Unser ATZ hat vor langer Zeit, als das JA noch nicht für Autismus zuständig war, die Vereinbarungen mit dem Sozialamt getroffen und diese auch immer wieder aktualisiert, das JA sagt nun, diese Verträge würden für das JA nicht gelten.

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Beitragvon C.E.M.Alma » 13.11.2011, 16:49

das würde dann auch heißen,das alle therapeuten und ambulanzen die gleichen sätze nehmen?
....NEIN!!!!! Jede Einrichtung / Praxis / Zentrum macht ihre eigene Leistungsvereinbarung mit dem örtlichen Kostenträger!!!
Beispiel ATZ xx macht die Leistungsvereinbarung mit Jugendamt xx: Dann komme ich aus Schlaraffenstadt im Landkreis Schlaraffe und weit und breit gibt es keine Therapiemöglichkeit für mein Kind; ich gehe zum Jugendamt Schlaraffe und stelle den Antrag auf Autismutherapie für mein Kind; die Therapie wird genehmigt; ich gehe in nächste ATZ nach xx und bekomme ein Therapieplatz für mein Kind: mein Jugendamt Schlaraffe hat ja eine Kostenzusage zu der Therapie zu machen und muss sich an den vereinbarten Kostensatz des vertraglich festgestzten Satzes zu halten, das das ATZ xx mit Jugendamt xx vereinbart hat. In einem andern Landkreis oder Stadt können ganz andere Kostensätze zwischen dem jeweiligen Zentrum und den Behörden ausgehandelt worden sein.

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Beitragvon C.E.M.Alma » 13.11.2011, 16:51

das JA sagt nun, diese Verträge würden für das JA nicht gelten.
...stimmt nicht....ist eine faule Ausrede des Sozialamts!!
LG
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Beitragvon C.E.M.Alma » 13.11.2011, 17:28

Upps:
das ist eine faule Ausrede des Jugendamtes (in diesem Falle wirde ja die Verträge oder der Vertrag mit dem Sozialamt vereinbart, oder?)

Liebe Grüße
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Beitragvon anitaworks » 15.11.2011, 09:36

Hallo Michaela,

C.E.M.Micha hat geschrieben:
möglicherweise wird das auch in jedem landkreis verschieden gehandhabt.
....glaub isch nicht! In unserem Landkreise und in den Nachbarlankreisen gibt es beispielsweise keine ATZ: Autisten wenden sich an entfernte ATZ; der Antrag auf Autismustherapie wird aber am Kreis oder Stadtjugend- oder Sozialamt am Wohnort gestellt; wird die Therapie genehmigt, so MUSS sie entsprechnd der Leistungsvereinbarung des ATZ, also mit dem ausgehandelten Stundensatz auch von dem entfernten Kostenträger=Jugend-oder Sozialamt bezahlt werden!!


da hier noch für viele Jugendämter das Ganze Neuland ist, handeln hier die JA's auch jeweils unterschiedlich.

Am ehesten bekommt man hier die Gute Hand empfohlen. Gegen die ATZ's wird sich aufgrund der Kosten massiv gewehrt.

Liebe Grüße
Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
#NoABA #FragtWarum

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Beitragvon ehemalige Userin » 15.11.2011, 22:50

Hallo !

Selbstverständlich kann man als Budget-Nehmer auch eine eigene Leistungsvereinbarung treffen... nur mehr kosten darf es nicht...

Es ist allerdings verboten, dem Klienten eine bestimmte Einrichtung vorzuschreiben, wenn man nachweisen kann, dass man mit dem Geld eine gleichwertige, andere Leistung einkaufen möchte.
Gerade dies bezweckt ja das Persönliche Budget.

Auch wenn dies in der Realität gemacht wurde und wird (Leistungsverträge im vorhinein abschließen und davon ausgehen, dass der Klient auch genau diese Einrichtung wählt)- rechtens ist das nicht, sehr zum Ärger einiger Ämter und Leistungsträger...
Aber so lange das niemand weiß und sich niemand dagegen wehrt....

Gruß
Kirsten

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ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 16.11.2011, 07:12

Hallo,
das PB ist ganz klar geregelt und man muss sich an bestimmte Grundvorausetzungen halten.


http://www.bvkm.de/recht/rechtsratgeber ... budget.pdf


Nach der Antragstellung wird das dreistufige Feststellungsverfahren eingeleitet. Zunächst unterrichtet der beauftragte Kostenträger unverzüglich alle anderen Kostenträger, die an dem Budget beteiligt sein können (§ 3 Absatz 1 Budgetverordnung). Er fordert von ihnen zugleich Stellungnahmen an zu den
budgetfähigen Leistungen, zur Höhe des Budgets in Geld, zum Inhalt der Zielvereinbarung sowie zum Beratungs- und Unterstützungsbedarf. Hierfür ist eine Frist von zwei Wochen vorgesehen.
Liegen alle Stellungnahmen vor, berät der beauftragte Kostenträger die Ergebnisse mit dem/der BudgetnehmerIn. Diese Stufe wird als Bedarfsfeststellungsverfahren bezeichnet (§ 3 Absatz 3 Budgetverordnung). Soweit erforderlich, nehmen weitere Kostenträger an dieser Beratung teil. Die Beratung soll abklären, ob die bisherigen Feststellungen der Kostenträger der individuellen Bedarfssituation des Antragstellers entsprechen oder ob Änderungen erforderlich sind. An den Beratungen kann auf Verlangen des Budgetnehmers/der Budgetnehmerin eine Person seiner/ihrer Wahl teilnehmen. Dies kann zum Beispiel ein(e) VertreterIn einer Selbsthilfegruppe sein.
In der dritten Stufe stellen die beteiligten Kostenträger schließlich das jeweils auf sie entfallendeTeilbudget innerhalb von einer Woche fest (§ 3 Absatz 4 Budgetverordnung).



10.) Wie wird das persönliche Budget bemessen?
Das Persönliche Budget ist so zu bemessen, dass der individuell festgestellte Bedarf gedeckt werden kann (§ 17 Abs. 3 Satz 3 SGB IX). Will man den Bedarf im Einzelfall feststellen, muss von den notwendig werdenden Sachleistungen ausgegangen werden. Es ist also zu untersuchen, auf welche Leistungen der medizinischen, der beruflichen und sozialen Teilhabe, auf welche Krankenbehandlungsleistungen, auf welche Pflegeleistungen und auf welche Beratungs- und Unterstützungsleistungen
der/die AntragstellerIn angewiesen ist. Sodann ist zu prüfen, welche diese Leistungen budgetfähig sind (siehe dazu Frage 5).
Im nächsten Schritt ist festzustellen, für welchen Preis sich die betreffende Person in der Region, in der sie lebt, diese Sachleistungen in einer zuvor festgelegten Qualität beschaffen kann. Diese Preisfrage stellt in der Praxis eine der größten Schwierigkeiten des Persönlichen Budgets dar. Denn bisher gibt es kein allgemein anerkanntes Verfahren zur Überführung bestimmter Leistungsinhalte in bestimmte Preise. Als erste Orientierung können aber die Preise dienen, welche die Kostenträger mit den Leistungserbringern für die jeweiligen Sachleistungen vereinbart haben.


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