Bewilligung vom Sozialamt-> Schulbegleitung gekürzt

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Jenny2409
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Bewilligung vom Sozialamt-> Schulbegleitung gekürzt

Beitragvon Jenny2409 » 13.01.2006, 19:29

Seit Mitte September arbeite ich, wie ich ja schon mal erzählt habe, als Eingliederungshelfer/Schulbegleiterin und betreue einen kleinen Schulanfänger. Bis Ende Januar lag vom Sozialamt eine Bewilligung für 32 Stunden für eine Fachkraft vor.
In den letzten Wochen haben wir alle gewartet und gezittert, wie es weitergeht. Heute kam nun die Entscheidung vom Sozialamt: die Eltern können sich aussuchen, ob sie eine Hilfskraft für die volle Stundenzahl oder eine Fachkraft für 17 Stunden haben möchten!
Letztendlich sind für alle (und ganz besonders für das Kind) beide Lösungen inakzeptabel.
Gibt es hier vielleicht Eltern in derselben Lage oder ward ihr schon mal in so einer Situation und habt hilfreiche Tipps für's weitere Vorgehen?
Sie wollen auf jeden Fall um die volle Stundenzahl für eine Fachkraft kämpfen.

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Chrissy
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Beitragvon Chrissy » 16.01.2006, 10:43

Hallo Jenny!

Das ist ja der letzte Sch***, ich hoffe, dass sich da eine Lösung findet. Tut dem kleinen Mann ja auch nicht gut, wenn die Betreuung ständig wechselt und er immer neue Beziehungen aufbauen muss. Außerdem konntest du ihn mittlerweile gut kennenlernen und hast ihn in vielen Situationen begleitet, das können die doch nicht einfach ignorieren? Soll er dann, wenn du nur 17 Stunden bezahlt würdest, nur noch die halbe Zeit zur Schule gehen oder den Rest der Zeit dort "verwahrt" werden?! Tolle Integration... :cry:

Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass eine Möglichkeit gefunden wird, damit du weiter die volle Zeit mit ihm arbeiten kannst!

Liebe Grüße,
Chrissy

Nicole&Kevin
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Beitragvon Nicole&Kevin » 16.01.2006, 20:03

Hallo Jenny!

Mein Sohn ist noch im Kindergarten und er hat dort eine eigene Kinderkrankenschwester. Für die Schule, die er ab August besuchen soll, haben wir ein Gutachten vom Gesundheitsamt, welches aussagt, daß er eine Schulbegleitung benötigt, und das er für sich, da sein Krankheitsbild ihn sehr oft schlapp macht flexible Schulzeiten braucht. Wenn ihr ein Gutachten habt, dann kann sich niemand darüber hinwegsetzen! Weder die Schule noch das Sozialamt. In diesem Gutachten muß nur die Stundenzahl die das Kind am Tag teilhaben soll drin stehen. Das Sozialamt schickt doch daher die Kinder zum Gutachter des Gesundheitsamtes. Ich kann das nicht verstehen. Wenn ihr schon ein Gutachten habt, dann stützt euch auf dieses, da ja vorher 32 Stunden genehmigt waren. Und bitte nicht aufgeben!!!

Liebe Grüße und viel Glück!!!

Nicole ( Kingsni ) Mutter von Kevin Mitochondriale Myopathie Komplex 1 Mangel und Encephalopathie

Jenny2409
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Beitragvon Jenny2409 » 17.01.2006, 17:35

Seit diesem Schulhalbjahr hat sich -zumindest in NRW- das Verfahren für die Bewilligungen von Schulbegleitungen geändert.
Die Eltern schicken ihren Antrag zum Sozialamt (für autistische Kinder ist das Jungendamt zuständig), von wo sie dann ans Schulamt weitergeleitet werden. Die fordern dann von den Lehrern Berichte an, in denen genau begründet werden muss, warum dieses Kind soundsoviel Stunden Schulbegleitung braucht. In unserem Fall war der Bericht der Lehrer -meines Erachtens- sehr gut geschrieben (wenn man bedenkt, dass sie dafür -offensichtlich aus taktischen Gründen- nur zwei Tage Zeit hatten)und es wurde auch deutlich, dass das Kind während der gesamten Schulzeit eine Begleitung braucht. Hat nur offensichtlich nichts gebracht... :(

Aber keine Sorge, das Wort "aufgeben" existiert in unserem Sprachgebrauch nicht.
Deshalb wären ein paar Tipps von anderen Eltern auch super. Hat hier denn niemand mal Widerspruch gegen einen Bescheid vom Sozial- oder Jugendamt eingelegt?


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