Grundsicherung / Bafög Geschwisterkind

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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SophiaR
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Grundsicherung / Bafög Geschwisterkind

Beitragvon SophiaR » 01.09.2011, 00:58

Hallo zusammen,

damit es vielleicht jemand liest, der in einer ähnlicher Situation ist bzw. sich damit auskennt, mache ich noch einen Beitrag zur Grundsicherung auf, ich hoffe, das ist in Ordnung.

Also folgende Situation: mein "Großer" studiert und erhält Bafög.

Unser "Kleiner" soll nun in eine WfbM und dann wäre ein Antrag auf Grundsicherung möglich.

Wenn nun aber dieser Antrag gestellt wird, "befreien" wir uns als Eltern damit nicht aus der Unterhaltspflicht? Und wenn ja, würde das ja bedeuten, dass der "Kleine" für die Bafögberechnung des "Großen" nicht mehr relevant ist (und dieser somit um einiges weniger Bafög bekommen würde).

Ist es dann überhaupt sinnvoll, den Antrag auf Grundsicherung zu stellen, so lange der "Große" sein Studium nicht beendet hat.
Stellt man sich mit dem Antrag finanziell nicht schlechter (eventuell wird das Kindergeld an das Sozialamt abgezweigt und damit entfällt ja wohl auch die Anrechnung des Behindertenpauschbetrages bei der Einkommensteuer)?

Oder mache ich da einen, zwei oder noch mehr Denkfehler???

Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben?

VG; *Sophia*
S. mit Sohn (*93, frühkindlicher Autismus, leichte Intelligenzminderung)
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gelöschter User

Beitragvon gelöschter User » 01.09.2011, 06:06

Hallo Sonja,

ich kann dir bei deinen Fragen leider nicht weiterhelfen, ABER das Kindergeld darf NICHT abgezweigt werden.
Das haben sie bei uns auch versucht. Nach Widerspruch war nach einer Woche diese Agelegeheit aber vom Tisch.
Hier gibt es wichtige Informationen zum Thema mit Widerspruchsvordruck:
http://www.bvkm.de/

LG

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SophiaR
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Beitragvon SophiaR » 02.09.2011, 13:19

Mirianna1 hat geschrieben:....

, ABER das Kindergeld darf NICHT abgezweigt werden.
Das haben sie bei uns auch versucht. Nach Widerspruch war nach einer Woche diese Agelegeheit aber vom Tisch.
Hier gibt es wichtige Informationen zum Thema mit Widerspruchsvordruck:
http://www.bvkm.de/

LG


Hallo Mirianna,

ich glaube, Dir darf ich Dir da aber ganz provokativ antworten:

"Da habt Ihr aber Glück gehabt".

Ich habe noch nicht herausgefunden, wie das in unserem Landkreis ist, aber es wir in vielen Landkreisen" Städten gleich mal bei allen Betroffenen durch das Sozialamt ein Antrag auf Kindergeldabzweigung gestellt.
Das das nicht richtig ist, weiß ich, aber bis dann mit Widerspruch und Klage alles durch ist, ist mein Sohnemann dann wahrscheinlich mit seinem Studium fertig - also nichts mit einer Woche (aber für alle Fälle sammle ich fleißig alle Belege, hab schon nen halben Schuhkarton voll :D )

Ein bisserl weiter gekommen, bin ich mit meiner Frage bzgl. Unterhaltspflicht auch. Wenn ich das richtig verstehe, sind wir unserem Kind auch weiterhin unterhaltsverpflichtet, nur darf bei Grundsicherung wegen Erwerbsminderung Das Sozialamt erst dann zugreifen, wenn unser Einkommen diese 100000 Euro-Grenze übersteigt.

Wenn dazu aber noch jemand anders was sagen kann, ich höre gerne zu.

VG, *Sophia*
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