Schulpflicht, aber nicht schultauglich?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

Moderator: Moderatorengruppe

Forumsregeln
Benutzeravatar
Karin65
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1691
Registriert: 24.10.2004, 22:11
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:

Schulpflicht, aber nicht schultauglich?

Beitragvon Karin65 » 11.01.2006, 13:55

Hallo ihr lieben.

Vor einiger Zeit hatten wir beim Gesundheitsamt mit Hans die Schuluntersuchung. Dort wurde festgestellt, das er eigentlich noch nicht Schultauglich ist und er noch ein Jahr weiter in den I-Kindergarten gehen sollte. Gut, dann geht er eben noch zum Kindergatrten.
Heute rief uns der Rektor der Schule an, in die wir Hans dann später gerne haben wollten. Er wüßte nicht, was er machen sollte. Hans sei zwar laut Gesundheitsamt noch nicht Schultauglich, aber er sei doch schließlich schon 6 und somit auch Schulpflichtig.
Er wüßte nun nicht, was er machen solle. In unserer Stadt giebt es aber eine Fürderschule. Leider aber nicht richtig Behindertengerecht. (Dort kann er nicht hin) Wir sollen uns mit dem Rektor in Verbindung setzen und dort nachfragen, wie es denn in "solchen Fällen" aussieht.
Na, nun sind wir ja mal gespannt, was der uns denn dann sagt. Ich werde dort gleich morgen Früh anrufen. Einer meiner großen geht dort zur Schule, da weis ich zum Glück, wann der Rektor im Büro ist.
Aber vielleicht weis ja auch jemand von euch, wie das so ist.

Gruß Karin65

Werbung
 
Benutzeravatar
neue_Eva
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1446
Registriert: 14.09.2004, 17:31

Beitragvon neue_Eva » 11.01.2006, 14:06

Hallo Karin,

ich weiss nicht was eine Förderschule ist - aber in Schulen für Körperbehinderte gibt es z. B. immer eine sogenannte "Eingangsklasse" - Vorstufe zum 1. Schuljahr. Einige Schulen für Körperbehinderte arbeiten mittlerweile ja auch schon integrativ. Der Vorteil einer Schule für Körperbehinderte liegt natürlich klar darin das die baulichen Voraussetzungen stimmen und ein Therapieangebot gibt es natürlich auch.

Gruss Birgit
Idealismus. Die Fähigkeit, die Menschen so zu sehen, wie sie sein könnten, wenn sie nicht so wären, wie sie sind.

Curt Goetz

Benutzeravatar
Manuela
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 313
Registriert: 31.08.2004, 08:31
Wohnort: Lünen

Beitragvon Manuela » 11.01.2006, 14:28

Hallo ihr,
na,da bin ich ja auch mal bei uns gespannt.
Uns steht die Untersuchung noch bevor.Ich schätze mal so in den nächsten 2-3Wochen,werden wir den Termin haben.
Justin ist letztes Jahr im November 6 Jahre alt geworden und soll dieses Jahr eingeschult werden.Auf welche Schule er gehen soll,wissen wir auch schon.

Das Problem ist:
Er ist für 6 Jahre viiiieeel zu klein(102Cm)und auch von der Entwicklung her noch
wie ein Baby.Kein sprechen,laufen usw.nur sitzen kann er schon für kurze Zeit.
Beim Sprachverständnis sind wir noch am Rätseln :wink:

Vielleicht ist Justin ja auch ein besonderer Fall????
Wenn ich mehr weiß,werde ich mich auf jeden Fall melden :!:
Liebe Grüße,
Manuela & Justin


Kevin 03.91,per Sectio,gesund
Maurice 10.95,per Sectio,gesund
Justin 11.99, extrem Frühchen,25SSW+6Tage,per Sectio,Langzeitbeatmung,schwere bronchopulmunale Dysplasie,Lungenfibrose,drei Herzstillstände,allgem.Entwicklungsverzögerung mit zerebraler Bewegungsstörung
Er ist ein richtig fröhlicher Sonnenschein!!!

Tomas
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 707
Registriert: 02.03.2005, 10:37
Wohnort: Köln

Beitragvon Tomas » 11.01.2006, 14:56

Ich kann dazu nur sagen das ich z.B mit 7 eingeschult worden bin! (ich war damals ein "kann" Kind) Wurde so genannt wegen dem Geburtsdatum Stichtage usw.

Also ich verstehe da das Problem nicht. Ich würde ihm noch 1 Jahr Vorbereitung gönnen. ;)

LG
First comes love and then comes pain. Let the games begin,...

Kerstin St.
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 365
Registriert: 27.06.2005, 11:23
Wohnort: Dresden

Beitragvon Kerstin St. » 11.01.2006, 15:21

Hallo Karin,
sicher ist man im allgemeinen mit 6 Jahren schulpflichtig, aber wenn von ärztlicher Seite attestiert wird, dass ein Jahr Kindergarten noch angebracht wären, dann solltest Du das Deinem Sohnemann gönnen. Auf lange Sicht gesehen gibt es gerade bei besonderen Kindern keinen Grund zur Hektik. Ich kann mich da nur Thomas Meinung anschließen Gönn Deinem Sohn das Jahr! Vielleicht sortiert sich in dieser Zeit auch die Frage "welche Schule ist die richtige".
Viele Grüße
Kerstin

Benutzeravatar
Isolde
Moderator
Moderator
Beiträge: 37545
Registriert: 19.09.2004, 21:41
Wohnort: Kraichgau / vorh. Saarland + München

Beitragvon Isolde » 11.01.2006, 15:50

Liebe Karin,

also ich würde auch sagen - wie schaut es mit einer Rückstellung aus?
Wenn die einen sagen - er sei noch nicht schultauglich, dann muss es Gründe geben, und die sind wichtig für die Rückstellung. Es bringt nichts, das Kind einfach in eine x-beliebige Schule zu stecken, nur weil ein Gesetz sagt, ab 6 Jahre ist Schulpflicht.

Das Gesundheitsamt hat wohl schon eine Gewichtung in der Entscheidungsfrage - Schule ja oder nein.
Ich weiß, dass hier in Bayern die Kinder auch kaum zurück gestellt werden. Sie kommen in eine Förderschule und haben insgesamt für die ersten beiden Grundschuljahre dann 3 Jahre Zeit um sie zu durchlaufen.

Was meint das Gesundheitsamt, wo denn Dein Sohn bleiben soll in dem einen Jahr? Und was sagen die dazu, dass die Schule meint, er solle in eine Schule gehen?

Lieben Gruß - Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

Jonathans CFC-Syndrom + Unsere Vorstellung + https://www.facebook.com/CfcAngelDeutschland

Benutzeravatar
Karin65
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1691
Registriert: 24.10.2004, 22:11
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:

Beitragvon Karin65 » 11.01.2006, 20:19

Hallo ihr lieben.

Mein Mann und ich sind uns auch einig, das er noch ein Jahr zum Kindergarten gehen sollte. Ich selber bin auch mit 7 eingeschult worden, weil ich ebenfalls ein "Kann Kind" war.
Das trifft allerdings nicht auf hans zu. Er ist nun im dezember 6 geworden.
Das Gesundheitsamt meint auch, er solle noch ein Jahr im I-Kindergarten bleiben, weil er erst im August da hingekommen ist und einfach noch nicht so weit ist.

Das Problem ist die Schule, wo wir ihn hin haben möchten. Sie wissen anscheinend nicht, das man Kinder auch zurückstellen kann. Mein Mann hatte das am Telefon angesprochen, aber der rektor war sich nicht sicher, ob das möglich ist und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen.
Wenn´s also nach mir und meinem mann geht, bleibt er noch ein Jahr im Kindergarten

Gruß Karin65

Danie
Sonderpädagogin
Sonderpädagogin
Beiträge: 372
Registriert: 16.12.2005, 20:51
Wohnort: Düsseldorf

Beitragvon Danie » 12.01.2006, 20:01

Hallo Karin,

vielleicht hilft euch der folgende Link

http://www.berlin.ihk24.de/BIHK24/BIHK2 ... aender.jsp

etwas weiter.

Beim zuständigen Schulamt eures Kreises/Stadt könnt ihr euch ggf. zusätzlich nochmal nach den aktuell gültigen Bestimmungen für eine Rückstellung vom Schulbesuch erkundigen.

Ich persönlich tendiere übrigens auch eher dazu ein Kind bei Bedarf 1 Jahr länger im Kiga zu lassen. Also, wenn ihr der Ansicht seid, dass Hans von einem weiteren Jahr Kiga profitiert, dann macht von euren Rechten Gebrauch.

Viel Erfolg!
Liebe Grüße!
___________
Daniela (*1973, LKGS) mit Sohn (*2004, Neurodermitis, KISS und diverse
Nahrungsmittelallergien), Tochter (*2009) und unseren Zwillingssternchen (*2008/+ 2008) ganz tief im Herzen

Unsere Galerie: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=3982 .

AngelikaB
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 859
Registriert: 21.07.2005, 20:13

Beitragvon AngelikaB » 13.01.2006, 06:58

Guten Morgen Karin,
sehe ich das richtig, dass ihr auch in Niedersachsen wohnt?
Bei uns ist auch eine Rückstellung erfolgt ohne Verweis in den Schulkindergarten,
weil Jonna noch nicht schulreif war. Das macht der Rektor der zuständigen Grundschule. Ich habe mir vorher Informationen besorgt (Internet, Kultusministerium, Schulbehörde) und habe das dann mit ihm abgesprochen.
Schau mal unter www.schure.de. Das ist das niedersächsische Schulrecht. Dort stehen die ganzen Paragraphen.
Eine andere Alternative wäre eine Zurückstellung mit Verweis in den Schulkindergarten, dann müßte euer Sohn in eine geeignete Vorklasse einer Förderschule.
Dieses ganze Verfahren kostet viel Kraft, weil jeder Probleme wegschieben will, nicht Bescheid weiß oder, oder, oder.
Gruß, Angelika.

Werbung
 
Uppi
Neumitglied
Neumitglied
Beiträge: 7
Registriert: 30.05.2005, 12:17
Wohnort: Marl

Beitragvon Uppi » 13.01.2006, 16:53

Hallo Danie,
ich habe schon mehrere Beiträge von dir gelesen und denke du kannst uns vielleicht weiterhelfen. Unser Sohn Florian wurde mit Down-Syndrom und 6 Wochen zu früh im April 2000 geboren. Jetzt ist er also schulpflichtig. Er ist aber noch ziemlich klein, gerade mal einen Meter. Und vor allen Dingen spricht er noch "nicht wirklich". Florian ist unser dritter Sohn, und seine beiden Brüder besuchen in unserem Stadtteil (Dorfcharakter) die Grundschule. Florian ist daher der Rektorin, den Lehrerinnen und vor allen den Kindern wohl bekannt. Die Rektorin wäre eventuell dazu bereit, mit Florian den gemeinsamen Unterricht zu versuchen. Aber Florian ist nun mal geistig behindert und ich denke, damit es wirklich gelingen kann, muss er noch fitter werden. Aber der Schulrat vom Kreis Recklinghausen sagt, es gäbe generell keine Rückstellungen mehr, nur bei schweren gesundheitlichen Bedenken. Kennst du vielleicht eine Möglichkeit, wie wir die Rückstellung trotzdem erreichen können?
Liebe Grüße
Andrea


Zurück zu „Kindergarten und Schule“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 15 Gäste