Welche Fähigkeiten sollte ein I-Kind für den Kiga haben?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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marianne
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Beitragvon marianne » 11.01.2006, 22:07

P.S: Von daher ist es ganz schwer, deine Fragen mit konkreten Kriterien zur "Kindergartentauglichkeit" zu beantworten, denn die Fähigkeiten, die wir Eltern von der I-Gruppe als Ergebnis einer gelungenen Förderung und Integration erwarteten, wurden eigentlich schon vorausgesetzt als "Kindergartentauglichkeit" oder wurden als Sache (von den Eltern zu organisierender) begleitender Therapien angesehen. Für Janoschs Kontaktstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, sozialen und sprachlichen und situativen Verständnisprobleme hatte niemand auch nur annährend genug Zeit und Kompetenz.

Ich denke, in unserer I-Gruppe sollte ein besonderes Kind sich so wenig wie möglich von den normal entwickelten Kindern unterscheiden, um nicht zu kurz zu kommen. Das meine ich jetzt nicht bissig, sondern realitätsnah.

Was mir Sorgen macht, ist, dass für weniger betroffene Kinder als Janosch, die aber dennoch deutlich besonders sind, rein keine passenden Angebote gibt, denn die HPT von Janosch wäre zu wenig fordernd für sie, während die I-Gruppe vielleicht zu überfordernd ist. Wo bleiben sie also?

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Tomas
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Beitragvon Tomas » 12.01.2006, 11:14

Hallo ihr Lieben :)

Eure Antworten haben mir einen guten Einblick gegeben! Jetzt kann ich mir wenigstens ein Bild machen von dem was im Sommer auf uns zukommt.

Danke :)
First comes love and then comes pain. Let the games begin,...

kerstinm
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Beitragvon kerstinm » 12.01.2006, 12:54

Hallo Tomas,

wie du siehst gibt es so viele Meinungen wie es Kinder und Einrichtungen gibt. Ich persönlich bin der Ansicht, dass es weniger vom Grad der Behinderung abhängt, als davon welche Möglichkeiten die Einrichtung hat, welche Therapien ein Kind benötigt und vor allem von seiner sozialen Entwicklung.

Unsere Katharina (3 Jahre) ist blind und von ihrer geistigen und motorischen Entwicklung auf dem Stand eines ca. 10-11 Monate alten Kindes. Sie fühlt sich in einer integrativen Einrichtung sehr wohl. Meine Erfahrungen decken sich da mit denen von Rachel. Sie wird ihren Möglichkeiten entsprechend dort gut gefördert.

Sie kommt gut mit dem Lärmpegel klar, ist viele wuselige Kinder um sich gewöhnt, und kann sich schon bemerkbar machen, wenn sie sich nicht wohl fühlt. Sie liebt den Kontakt zu den anderen Kindern, die sehr liebevoll mit ihr umgehen und kann sich wehren, wenn es ihr zu bunt wird. Für alle ist es ganz normal, dass sie sich auf dem Boden rumschiebt und alles in den Mund steckt.
Ein anderes Kind kann vielleicht laufen und sprechen hat jedoch starke autistische Züge. Dies wäre wahrscheinlich in dieser Situation überfordert.

Ich denke ihr solltet euer Kind gut beobachten und euch verschiedene Einrichtungen frühzeitig ansehen. Grundsätzlich sollte jedoch jedes Kind zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr in einen Kindergarten, weil es dann einfach Zeit ist auch mal wo anders zu sein und sich von seinen Eltern zu lösen.

Liebe Grüße

Kerstin


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