Kommunikation mit dem Kindergarten (Frage zum Ablauf)

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Beitragvon Isolde » 16.10.2004, 23:34

Hallo Sabine,

also ich kenne die "Heftchen-Erfahrung" nun schon in 3 Kindergärten. Da ich schon recht mitteilungsfreudig bin (sieht man :roll: ) habe ich immer etwas über Jonathan in die Heftchen geschrieben, sie auch alle aufgehoben. Aber wie Margarete schon sagte - am besten keine Erwartungen an dieses Heftchen stellen, denn die Erzieherinnen haben dafür keine Zeit, und manche können sich auch nicht so toll dann ausdrücken.
Für Eltern, die ihre Kinder im Fahrdienst haben, so wie Jonathan nun auch, ist dies sicher unbefriedigend und ich hatte deshalb auch schon manches graues Haar bekommen. Jetzt in unserem Kindergarten haben wir die Möglichkeit anzurufen. Da sind feste Uhrzeiten und wir können nach Absprache mit den Erzieherinnen und Therapeuten auch hospitieren.
Dieses wurde mir bisher in den anderen KiGas nicht angeboten.
Ich finde das Klasse und werde es auch nutzen, regelmäßig.

Denn ich möchte auch gerne wissen, was das Kind so macht - nicht nur, was es anstellt, sondern auch so, was es Schönes macht. Es spricht halt nicht, wie andere Kinder die beim Heimkommen dann plappern was alles war.

Am Ende habe ich eines gelernt - es ist immer eine Inititiative der Eltern und nicht der ErzieherInnen.
Schade ist wirklich auch, dass so wenige Eltern von Hospitationen Gebrauch machen. Man bekommt als manchmal den Eindruck, sie sind heilfroh, wenn sie von dem Kind mal nichts hören und sehen und wissen und überlassen alles den "Fachleuten".

Nichts gegen die Fachleute - aber denen sollte man ruhig auch auf die Finger schauen.

Frag mal nach, ob eine Hospitation bei Euch möglich ist.
Und an das Heft keine große Erwartung stellen - es wird nur frustrierend.

Lieben Gruß
Isolde
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Beitragvon Sabine » 17.10.2004, 11:24

Hallo Isolde,

danke für die Infos. Wir haben auch jederzeit die Möglichkeit, im Kiga anzurufen und nachzufragen. Insgesamt habe ich aber den Eindruck, dass es JP dort gut gefällt und ich merke auch schon die eine oder andere Veränderung (im positiven Sinne!).
Insofern mache ich mir auch nicht so viele Gedanken. In der Anfangszeit ist man eben besorgter und unruhiger - ich denke, das wird sich dann mit der Zeit auch geben.
Natürlich merke ich, dass die Kiga-Umstellung für Jan-Paul schon sehr anstrengend ist. Jetzt am Wochenende hat er viel geschlafen und war auch gestern trotz des vielen Schlafens am Nachmittag gegen Abend wieder zeitig im Bett. Aber das ist ja auch o.k., denn so sammelt er ja wieder Kräfte für die kommende Woche und kann das Erlebte besser verarbeiten.
Ja, bei manchen Eltern habe ich auch den Eindruck, dass sie froh sind, wenn sie ihr Kind im Kiga abliefern können und dann auch nichts mehr hören und sehen wollen. Auf der einen Seite kann ich so ein Verhalten nicht nachvollziehen, andererseits habe ich auch ein gewisses Verständnis. Einige Kinder in JPs Gruppe sind sehr pflegeintensiv - wer will es da den Eltern (inbesondere den Müttern) verdenken, dass sie froh sind, wenn sie die mühevolle Arbeit zumindest stundenweise an Dritte delegieren können?
Unsere Erzieherinnen machen übrigens auf Wunsch auch Hausbesuche. Das werden wir sicher auch mal in Anspruch nehmen.

Lieben Gruß,
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Beitragvon Isolde » 17.10.2004, 12:15

Hallo Sabine,

ja das ist richtig, die Hausbesuche. An den habe ich nicht gedacht. Und ich habe Jonathans Erzieherinnen gefragt, ob sie denn nun auch wirklich kommen - weil die anderen beiden KiGA's es immer nur ankündigten aber nie kamen. Und sie sagten, JA, sie kommen. Na, dann bin ich gespannt, haben noch Zeit bis Juli 2005. Das wird für Jonathan dann zwar total ungewohnt sein, aber der wird sicher dann sich genau mal von dem Gesicht zeigen, wie er manchmal hier ist.

Also meine Erfahrung mit dem KiGa ist nun auch die, dass es fast klar ist, dass dort andere u. evtl. schnellere Fortschritte erzielt werden. Denn die Förderung und Forderung kann ich zu Hause nicht bieten. Am Ende sind wir einfach nur Laien. Dazu kommt noch, dass auch andere Kinder da sind, und somit ist der Anreiz einfach viel höher.
In dem 1. KiGa von Jonathan, reine HPT war es nur dann so, dass Jonathan der mit 2 Jahren dort schon hinkonnte (die Frühförderung wurde quasi dahin verlegt), dann mit 5 Jahren in einen Stillstand geriet.
Dieser KiGa (Träger ist die Caritas) hat dann in einem Nachbardorf von St. Ingbert einen integrativen KiGa aufgemacht. Die Eltern des Dorfes setzten sich dafür ein, dass dieses Projekt zu ihnen kommt. DA hat dann auch alles geklappt. Jonathan war dann also in einer integrativen Gruppe (10:5 - Verhältnis) Und dann hat Jonathan wieder massive Fortschritte gemacht, allerdings auch mit der Konsequenz sich von den gesunden Kindern die Unarten abzuschauen. Aber das war mir egal. Die gesunden Kinder haben ihn sehr geliebt und er hat sie gebraucht für die ganz normale unbeschwerte Förderung.

Durch meinen Umzug jetzt nach München musste ich wieder mir etwas suchen und habe aber auch eingesehen, dass eine Förderung in einer reinen "Geistig-behinderten-Gruppe" ihm nun im Hinblick auf die Schule auch sehr gut tun könnte. Nach den 5 Wochen bisher habe ich einen guten Eindruck, bin auch dann in den "Elternbeirat" gegangen, sodass ich doch an manche Info besser und schneller ran komme als andere Eltern. Ich bin da schon für Engagement, denn ich denke solche Einrichtungen sind auch auf die Mitarbeit der Eltern angewiesen, auf deren Veränderungsideen, auch wenn nicht alles mangels GEld umgesetzt werden kann. Die Leiterin unseres allerersten KiGa hat mal zu mir gesagt (es ging mir runter wie Öl): "Wenn alle Eltern sich so einsetzen würden wie Sie, dann hätten wir einige Probleme weniger". Das sagt schon viel. Auch der Ausspruch: "Manchmal müssen wir Kinder morgens erstmal in die Dusche stopfen", auch der gab mir schwer zu denken.

Selbst bei der totalen Überforderung oder Erschöpfung würde lieber ich an mir zurückstecken, als Jonathan verschmiert morgens aus dem Haus zu geben, oder in ungepflegten Kleidern herumlaufen zu lassen. Es ist sehr schade, wenn solche Dinge passieren - wobei das beiweitem nicht mit der Mehrzahl der Kinder passiert.
Die Dinge passieren auch in Regelkindergärten, denke ich.

Aber nochmals zurück Zu Eurem JP - die Reize sind jetzt nochmals total andere, und die müssen erstmal eingeordnet und verarbeitet werden. Und bis das derfall ist, wird sicher noch manche Stunde zusätzlich geschlafen, denn im Schlaf läuft auch die Verarbeitung.
Wichtig ist, dass er jeden Morgen gerne dahin geht, und dass er als ein zufriedenes und glückliches Kind wieder nach Hause kommt. Und das scheint bei Euch, und bei uns auch, und bei vielen anderen derfall zu sein.

Und von daher beruhigt es mich, und ich rufe auch nicht laufend an - ich melde mich immer wieder mal und verlasse mich schon drauf, dass alles seine Ordnung hat. Wenn was außergewöhnliches ist, schreiben die es ins Heft oder melden sich telefonisch bei mir.

Für Deine weitere Schwangerschaft, so habe ich das durchs Lesen verschiedener Artikel herausgelesen, wünsche ich Dir natürlich, dass es Dir selber gut geht, dem Kind gut geht, und dass am Ende alles gut geht.
Wann ist der Geburtstermin eigentlich?

Einen schönen weiteren Sonntag
lieben Gruß
Isolde
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Beitragvon Sabine » 17.10.2004, 13:41

Isolde hat geschrieben:Aber nochmals zurück Zu Eurem JP - die Reize sind jetzt nochmals total andere, und die müssen erstmal eingeordnet und verarbeitet werden. Und bis das derfall ist, wird sicher noch manche Stunde zusätzlich geschlafen, denn im Schlaf läuft auch die Verarbeitung.
Wichtig ist, dass er jeden Morgen gerne dahin geht, und dass er als ein zufriedenes und glückliches Kind wieder nach Hause kommt. Und das scheint bei Euch, und bei uns auch, und bei vielen anderen derfall zu sein.

Für Deine weitere Schwangerschaft, so habe ich das durchs Lesen verschiedener Artikel herausgelesen, wünsche ich Dir natürlich, dass es Dir selber gut geht, dem Kind gut geht, und dass am Ende alles gut geht.
Wann ist der Geburtstermin eigentlich?



Hallo Isolde,

genau so sehe ich das auch und lasse JP an den Wochenenden auch in Ruhe. Gestern mussten wir ihn allerdings mit nach Dortmund zum Einkaufen "mitschleifen", weil ich dringend Umstandshosen brauchte :) .
Den Einkauf hat er allerdings fast komplett verschlafen :wink:.
Ansonsten gehen wir jetzt an den Wochenenden viel mit ihm an die frische Luft, das mache ich auch an den Nachmittagen in der Woche so, damit er abschalten kann.
Geburtstermin ist der 7. März - wenn ich meinen Bauch so angucke, weiß ich allerdings nicht, ob der Termin wirklich stimmt :lol:. Sehe jetzt schon aus wie andere im 7./8. Monat - dabei habe ich gar kein Übergewicht...!
Bislang läuft alles super - ich denke aber nur von Untersuchungstermin zu Untersuchungstermin und nicht weiter und mache mir um die Zeit "danach" noch keine Gedanken.

Lieben Gruß,
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Beitragvon Margarete » 17.10.2004, 14:51

Hallo inci, hallo isolde,

@inci,
Dennis geht doch in einen Regelkindergarten. Da gibt es solche Heftchen nicht, da ja die Eltern ihre Kinder selbst bringen und abholen. Das wichtigste kann dann ja in den sogenannten "Tür - und Angelgesprächen" abgeklärt werden. Bei uns hatten auch nur die Kinder Heftchen, welche von den Zivis mit dem Gemeindeeigenen Bus abgeholt wurden.

"Tür- und Angelgespräche" können allerdings nur wirklich ein kurzer Austausch sein, da ja meist noch Kinder zu betreuen sind und die Erzieherinnen sich vorrangig darum kümmern sollten. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich mich da manchmal überfordert gefühlt habe, wenn Eltern mich in ein intensives Gespräch einbinden wollten. Da war es mir schon lieber einen Gesprächstermin zu vereinbaren.

Damit das jetzt nicht falsch verstanden wird: "Tür - und Angel - Gespräche" halte ich für absolut wichtig. Für einen Austausch z.B. über den Entwicklungsstand, Erziehungsziele oder gegebenenfalls spezielle Fördermaßnahmen braucht man Ruhe und Zeit. Auch muss die Erzieherin sich entsprechend darauf vorbereiten können.

@isolde
Hausbesuche sind eine super Sache! Bei uns in der Schule sind sie regelmässig eingeplant und werden auch konsequent durchgeführt, insofern die Eltern das auch wollen. Im Kindergarten haben wir auch Hausbesuche gemacht. Allerdings war das oft etwas schwierig, da sie meist in unserer Freizeit stattfinden mussten. Die geringe Vorbereitungszeit, die man im Kitabereich hat, reicht häufig noch nicht einmal für die Planung der Gruppenarbeit oder das Schreiben von Entwicklungsberichten und Förderplänen. In dieser Zeit müssen Elternabende, Feste, Teamsitzungen, Supervision, fachlicher Austausch mit Therapeuten etc. vorbereitet und durchgeführt werden. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie oft diese Vorbereitungszeit ausfiel, weil erkrankte Kolleginnen vertreten werden mussten. Oft sitzt man dann auch am Wochenende daheim und erledigt seine Arbeit.

In der Schule ist das alles klarer geregelt und lässt sich deshalb auch einfacher durchführen.

Liebe Grüße Euch beiden

Margarete

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Beitragvon Cerstin » 18.10.2004, 10:14

Hallo Sabine,

mascha geht ja auch in den HP Kiga und wir führen jeden Tag das Heft. Dh.die Erzieher schreiben viel hinein. Zu unserem Begrüßungsritual gehört jatzt Mascha aus dem Bus holen, kräftig Knuddeln und als erstes das Buch lesen. Wir schreiben auch jeden abend über Veränderungen, wann Oma und Opa da oder weg sind, wann und wie sie geschlafen hat, ob sie gut oder schlecht drauf war, wenn sie etwas aus dem Kiga erzählt, oder wenn sie etwas besonderes gemacht hat.

Manchmal stehen auch nur Sachen drin wie: Mascha hat den ganzen Tag draußen gespielt. Aber das finde ich auch wichtig, weil man dann weiß warum sie z.B. müde ist. Ich habe vor das Buch aufzuheben, und das bekommt sie dann, wenn sie groß ist. i
Ich finde es toll, denn so hat man besseren Kontakt. Und ich weiß, daß sie Erzieher gleich morgens alle beim Frühstück die Bücher lesen und sich Nachmittags einer die Zeit nimmt jedem Kind etwas zu schreiben. Also bei uns wird auf die Bücher großen Wert gelegt.
Liebe Grüße Cerstin
Mascha 5/99 leichte geistige Behinderung, Rolando Focus, Entwicklungsverzögert ca. 2 Jahre. KISS Syndrom. und Hannah 5/01 ADS-Träumer
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Beitragvon Isolde » 18.10.2004, 10:36

Liebe Cerstin,

man da habt Ihr Glück gehabt. Also das ist nicht selbstverständlich. Als ich Jonathan hier in München ein richtig schönes Büchlein gekauft habe und auch reingeschrieben habe, was so am Tage passiert, da meinte die Erzieherin in einem Telefonat, dass ich mir diese Arbeit nicht machen muss. Sie haben 7 Kinder in der Gruppe und da fehlt die Zeit, die Dinge aufzuschreiben.
Ich solle dann als mal anrufen und nachfragen.
Nungut, zu denen ihrer Sprechzeit arbeite ich in der Regel schon.

Also Eure Heft-Lösung ist vorbildlich und Hut ab, dass das so gut läuft.
Ich finde es auch manchmal traurig, wenn ich im Grunde nichts von dem Kind erfahre, was es am Tag gemacht hat.
Aber ich kanns nicht ändern und konnte es auch in den letzten beiden Kindergärten nicht ändern. Und in diesem fange ich die Diskussion nicht mehr an, da ist er nur dieses eine Jahr.

Dann wünsche ich Euch noch viel Spaß bei Eurem Ritual, musste schmunzeln als ich das gelesen habe, finde ich richtig lieb.
Übrigens - heb die Büchlein ruhig auf - ist doch eine schöne Erinnerung.
Obwohl unsere nicht so aussagekräftig sind; ich heb sie auch auf, auch wenn Jonathan sie vielleicht nie lesen kann. Aber ich mag über seinen Kopf hinweg irgendwie die Dinge nicht wegwerfen.

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Beitragvon Sabine » 29.10.2004, 13:18

Isolde hat geschrieben:Ich finde es auch manchmal traurig, wenn ich im Grunde nichts von dem Kind erfahre, was es am Tag gemacht hat.
Aber ich kanns nicht ändern und konnte es auch in den letzten beiden Kindergärten nicht ändern. Und in diesem fange ich die Diskussion nicht mehr an, da ist er nur dieses eine Jahr.


Hallo zusammen!

Ich sehe das inzwischen auch so wie Isolde. Natürlich finde ich es auch schade, dass ich nicht täglich auf dem Laufenden bin, was JP tagsüber so macht. Da ich aber Sprecherin von JPs Gruppe bin, bekomme ich schon eine ganze Menge mit, wenn ich zu den Versammlungen gehe, die ja immer mal wieder anstehen. 1x in der Woche hole ich ihn selbst ab und erfahre dann ja auch einiges. Diese "Tür- und Angelgespräche" - wie Margarethe sie ganz treffend genannt hat - finde ich auch sehr wichtig.
Die Betreuer von Jan-Pauls Gruppe machen auf Wunsch auch Hausbesuche. Das werden wir dann sicher auch mal in Anspruch nehmen.

Ich würde mich natürlich auch freuen, wenn täglich was im Heftchen stehen würde, aber das kann ich natürlich nicht erwarten, denn dazu haben die Erzieher in der Regel keine Zeit.

Für mich ist wichtig, dass JP munter und gut gelaunt wieder hier zu Hause ankommt und einen fitten Eindruck macht.
Ich hoffe ja sehr, dass sich im Laufe des kommenden Jahres dann auch wieder ein paar Fortschritte einstellen. Ich bin da auch ganz ehrlich: Daran messe ich auch den "Erfolg" des Kiga-Besuchs...

Lieben Gruß,
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Beitragvon Isolde » 30.10.2004, 10:09

Ja, liebe Sabine,

einfach alle Möglichkeiten nutzen, die es nun gibt - Hausbesuch, 1x / Woche Kind abholen, evtl. Hospitationen mitmachen und ich finde es Klasse, dass Du Sprecherin von Eurer Gruppe bist, dann mal anrufen zwischendurch und ich schreibe doch hin und wieder immer noch etwas erzählerisches ins Heft, was Jonathan besonders Schönes erlebt hat.

Wenn Kinder eben nicht erzählen können, was sie erlebt haben, dann fühle zumindest ich mich irgendwo am Rande etwas, aber dann muss ICH leider alles mobilisieren was nur geht.
Weil - es ist mein Kind - und ich möchte auf dem Laufenden bleiben.

Ich selber bin mal gespannt, wie das nächstes Jahr mit der Schule so ist.

Also, Du machst das schon richtig Sabine,
und manche der Gruppenleiter wären froh, wenn alle so eine Einstellung haben, nur leider .........., ist halt so.

Einen lieben Gruß
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Beitragvon Beate » 06.11.2004, 19:11

Hallo,

die Kommunikation mit den Heften finde ich sehr (!) wichtig. Sarah kann uns gar nichts erzählen.

In den ersten Kiga-Monaten musste ich häufig um Eintragungen bitten. Solange ich Sarah mittags abgeholt habe, gab es bei uns zwar auch die "Tür- und Angel- Gespräche". Aber, wie Maragete schon geschrieben hat, fanden diese Gespräche nicht sehr konzentriert statt. Ich habe oft vergessen, was ich eigentlich sagen wollte :?
Unser erstes Heftchen war ein kleines (glaube DIN A 6). Ich habe konsequent jeden Tag reingeschrieben. Ganz langsam haben die Erzieherinnen regelmäßiger geantwortet. Schon das zweite Heft war in DIN A 5 und war recht schnell voll :icon_thumright: Ins vorletzte Heft des Kiga klebten die Erzieherinnen eine Erbse (hatte Sarah vom Vortag in der Windel-wie auch immer... :shock: ) . Es wurde also nicht nur "Ernstes" geschrieben...

Als Sarah in die Schule kam, habe ich gleich das Thema `Hefte´ angesprochen. Dort sagte man uns, dass höchstens alle paar Tage eine Eintragung möglich sei. Ich habe wieder täglich ins Heft geschrieben. Das nehme ich sehr ernst. Ich schreibe auch noch ins Heft, wenn ich abends sehr spät nach Hause komme. Denn, wenn ich von den Erzieherinnen erwarte, dass sie jeden Tag das Wichtigste schreiben, ist es selbstverständlich, dass ich das auch mache.

Inzwischen haben wir acht dicke DIN A 5 Hefte im Schrank. Ich habe noch nie "rückwärts" gelesen. Mein Wunsch ist, einige Tage alleine nach "Irgendwo" zu fahren, um alles in Ruhe zu lesen. In den Heften stheht Sarah´s gesamte Entwicklung. Finde ich megainteressant.

Also: gebt nicht auf! Mit freundlicher Konsequenz schafft man so Einiges :wink:

Liebe Grüße

Beate
Sarah *02.96 Lissenzephalie Typ I (läuft leider nicht mehr - spricht ca. 40 Worte - schwere Wahrnehmungsstörungen - globale Entwicklungsstörungen - resistente Epilepsie(inzw. fast anfallsfrei - Ataxien)
Sie ist glücklich und hat viel Spaß!


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