Heilmittelverordnung bei Besuch einer KB-Schule

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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dietgard
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Heilmittelverordnung bei Besuch einer KB-Schule

Beitragvon dietgard » 04.01.2006, 22:06

Hallo,

ich habe mich nach längerem lesen bei REHAkids nun erstmalig eingeloggt.
Mein Sohn Jakob (6) geht aufgrund seiner fokalen Epilepsieund Lernbehinderung auf ein Körperbehinderten Schule. Dort soll er neben Krankengeymnastik und Ergotheraphie nun auch Logopädie erhalten. Für jede dieser Therapien benötigt die Schule nach eigener Aussage eine Heilmittelverordnung.

Für die Krankengymnastik und die Ergotherapie habe ich bisher ohne Probleme vom Kinderarzt eine Verordnung (1-2 mal pro Woche, 10 mal) bekommen. Für die nun zusätzlich hinzukommende Logopädie weigert er sich diese zu verordnen. Er begründet das damit, dass seiner Auffassung nach überhaupt keine Verordnungen notwendig wären bei einem Besuch einer KB Schule, da die Therapeuten über die Schule/Träger abgerechntet werden würden. Weshalb er aber die anderen Verordnungen (Krankengymnastik und Ergotheraphie) ausstellt, konnte er mir nicht plausibel erklären. Darüberhinaus fürchtet er Regressansprüche der KK, wenn er weitere Verordnungen erteilt. Erst bei einer schriftlichen Zusage der Krankenkasse, würde er auch hinsichtlich Logopädie eine Verordnung ausstellen.

Zur Zeit bin ich mir noch nicht klar, wie ich Vorgehen soll. Krankenkasse ansprechen, mit der Schule sprechen, ...?

Wie sieht das bei Euren Kindern aus, müssen die für die Schule extra Heilmittelverordnungen mitbringen? wenn ja welche rechtlichen Vorgaben gibt es und hat es eine Aussicht auf Erfolg, wenn ich mich an die Krankenkasse wende.



Viele Grüße
Barbara

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angela
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Beitragvon angela » 05.01.2006, 07:39

Hallo Barbara,

mein Sohn besucht eine GB-Schule und erhält dort sämtliche Therapien. Der KiA stellt alle aus - ohne zu murren.
Also Physio,Ergo und Logo.
Ich glaube kaum, daß die Logopädin über den Schulträger abgerechnet wird. Meist sind es doch Therapeuten die in einer Praxis arbeiten und "nebenbei" in die Schulen gehen und dort mit den Kindern arbeiten.
Frag doch mal bei anderen Eltern nach ob sie auch Schwierigkeiten bezüglich der Logopädie haben. Also ob deren KiA auch keine Verordnung ausstellt.
Und mit diesem Wissen kannst Du Deinen Arzt immer noch "in die Knie zwingen".

LG - Angela
unsere Vorstellung: hier
Angela mit Eric (*93) und Franz (*98);
beide Dravet-Syndrom

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Beitragvon benni » 05.01.2006, 08:27

Hallo Barbara,

unser Sohn besucht seit diesem Dienstag eine neue GB- Schule, da wir Ende Dezember umgezogen sind. Wir hatten in den letzten 2 Tagen Aufnahmegespräche mit den Therapeuten und benötigen jetzt Verordnungen für KG, Ergo und Logo vom Kinderarzt. Die Therapeuten kommen alle von verschiedenen Praxen und sind nur an bestimmten Tagen an der Schule, brauchen deshalb die Heilmittelverordnungen. In der letzten Schule war es bis Dezember so , dass die Schule über eine eigene Kinderärztin verfügte und diese die Verordnungen selbst ausstellte.
Ich denke Dein Kinderarzt liegt da nicht ganz richtig, wenn er nicht einsichtig ist, würde ich mich schon an die KK wenden.

L.G.

Anja
Anja mit Benjamin 03/97- schwere Mehrfachbehinderung wahrscheinlich durch 6- fach-Impfung, Muskelhypotonie,Wahrnehmungsstörungen/aut. Züge, Grand-mal-Epilepsie, Skoliose, Gastrotube, Tracheostoma, Sondennahrung
Benjamin hat 1 grossen und 3 kleine Brüder

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Beitragvon Danie » 05.01.2006, 11:17

Hallo Barbara,

ich arbeite an einer Förderschule mit FSP geistige Entwicklung in städtischer Trägerschaft.
Ich persönlich kenne keinen Fall von Abrechnung über den Schulträger - zumindest im staatlichen Bereich dürfte eine solche Vorgehensweise bei immer knapper werdenden finanziellen Mitteln kaum realisierbar sein. Ausnahmen mag es vielleicht im Bereich privater Schulen geben.
Soweit ich informiert bin, finden alle schulinternen Therapien (bei uns KG, Ergo und Logo), die von externen Kräften durchgeführt werden, ausschließlich auf Basis individueller Verordnungen statt.

Die Vorgehensweise eures Arztes erscheint mir wenig plausibel. Wenn dein Kind weiterhin Sprachtherapie in der Schule erhalten soll, würde ich dies auch durchsetzen - notfalls verbunden mit einem Arztwechsel.
Liebe Grüße!
___________
Daniela (*1973, LKGS) mit Sohn (*2004, Neurodermitis, KISS und diverse
Nahrungsmittelallergien), Tochter (*2009) und unseren Zwillingssternchen (*2008/+ 2008) ganz tief im Herzen

Unsere Galerie: http://www.REHAkids.de/phpBB2/album_per ... er_id=3982 .


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