unerklärliche Schmerzen im Knie, verk. Archilessehne?

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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insa30
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unerklärliche Schmerzen im Knie, verk. Archilessehne?

Beitrag von insa30 »

Moin..

Emely bald 7 Jahre, linkseitige Hemi, leichter Hydro, Nierenkelchweitung, Strabismus, nach 2 Schlaganfällen, Hirnblutung 3.Grades

Emely hatte immer wieder mal Schmerzen in ihrem linken Bein. Im letzten Jahr wurde es immer schlimmer. Ich war erst in einem KH die meinten jaja das sind Wachstumsschmerzen. Die Schmerzen wurden nicht besser dann hat mich der Kinderarzt in die Kinderklinik nach Altona geschickt. Die haben sie geröntgt, untersucht und hatten festgestellt das ihre Achillessehne zu kurz ist. Ok dann wusste ich schon mal weiter. Die Schmerzen wurden nicht besser sondern eher schlimmer so das sie Nachts kaum geschlafen hat. Sie bekam ne Nachtschiene, dadurch wurde es besser. Dann rief ich wieder in der Klinik an und dann meinten die wir müssten sofort kommen besser schon gestern zum MRT mit Vollnarkose. Panik..Dann sind wir Donnerstags in der Klinik angekommen und dann kommt der Arzt zu mir und fragte mich ob ich denn wüsste warum wir hier sind..
Das war die schlimmste Nachricht für mich.. So wie das aussieht hat ihre Tochter nen Tumor im Bein...er hat mich überalles aufgeklärt..Chemo ect. Freitags kam sie in die Röhre per Vollnarkose.. ich hatte eine Angst...
Samstag sind wir wieder entlassen worden und Montags hatte mich der Oberarzt angerufen es ist kein Tumor..
Aber woher sind die Schmerzen??
Dann hatten wir nen Termin beim Rheumatologen und der stellte fest das sie kein Rheuma hat. Zum Glück..
Jetzt hat sie eine Tag und Nachtschiene. Der Oberarzt meinte ich solle mir mal Gedanken machen ob ich ihr nicht Botox spritzen lassen solle wegen den Schmerzen. Ich habe viel gelesen hier und bin mir nicht sicher.
Jetzt futtert sie nimmt gut zu und jetzt hat sie die Schmerzen wieder sehr stark. So stark das sie nicht mehr laufen kann egal ob sie die Schiene an hat oder nicht. Sie hat heute den ganzen Tag gelegen und ist zwischen durch nur zum essen aufgestanden oder zum Klo. Sie klagt seit Tagen wieder über Schmerzen und in der Schule fährt sie nur noch mit dem Rolli rum den sie sonst nur zum hinbringen und abholen braucht.
Der Arzt hat mal gesagt das sie eine Achillessehnen-Verlängerung erst mit 10 Jahren machen. Sie wird erst 7.

Sie bekommt je nachdem Nurofensaft. Aber das musst ja kein Dauerzustand werden. Oder??

Was kann ich noch tun?? Ich mag nimmer das sie unter den Schmerzen leidet...
Vielleicht habt ihr nen Rat für mich..

Soll ich sie mehr schonen oder sie mehr in Bewegung setzen. Was wurde euch empfohlen und wie macht ihr das??

Wer hat Erfahrung mit Botox?

Vielleicht kommt ja jemand auch aus Hamburg und man kann sich mal darüber austauschen..

Vielen Dank für eure Antworten..
Emely Katharina bald 7 Jahre, linkseitige Hemi, leichter Hydro, Nierenkelchweitung, Strabismus, nach 2 Schlaganfällen

Sinale
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Beitrag von Sinale »

Hallo insa30,

nach deiner Schilderung scheint noch immer nicht klar zu sein, weshalb sie Schmerzen hat. Sollten die Schmerzen tatsächlich von der Achillessehne herühren, würde ich eine Vorstellung in einer neuroorthopädischen Klinik anraten. Irritierend finde ich hier die Stärke der Schmerzen. Es bestand auch die Verdachtsdiagnose eines Tumors. Ich würde hier anraten, eine zweite Meinung einzuholen. Eine OP der Achillessehne ist zwar grundsätzlich kein schwerer Eingriff, vor solch einer Entscheidung muß jedoch die genaue Ursache der Schmerzen zweifelsfrei feststehen.

Ich selbst habe die Achillessehnen verlängern lassen und daher etwas Erfahrung damit.

Alles Gute für dein Kind!
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
Rollstuhlnutzerin

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Karin2
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Beitrag von Karin2 »

deine Angaben sind zu ungenau
sind es heftige, vorzugsweise brennende Dauerschmerzen ?

http://www.doctorhelp.de/nervenschmerze ... sschmerzen
LG Karin

C.E.M.Alma
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Beitrag von C.E.M.Alma »

Hallo insa30,

wurde denn ein Brodie- Abzess ausgeschlossen??? Das hatte unsere jüngere Tochter (und da war zunächst der Verdacht auf bösartiger Tumor).....ist eine lange Geschichte....bin nur gerade zu müde zu schreiben :wink:

Der Link von Karin2 ist sehr interessant......und nicht außer acht zu lassen :wink:

Liebe Grüße
Michaela
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Nr.3: NT, "big brother", xy, kein Student mehr ;), arbeitet :)

Die Menschen beurteilen die Dinge nach dem Erfolg. Jeder sieht, wie du zu sein scheinst, wenige fühlen heraus, wie du bist.

Niccoló Machiavelli (1469 - 1527) Quelle: »Das Buch vom Fürsten«

insa30
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Beitrag von insa30 »

Danke schon mal für eure Antworten..

Sie hat die Schmerzen im Kniebereich. Sie sagt immer das ist wie nen Aufzug der Schmerz kommt von unten nach oben und fängt an zu klopfen wie ein Hammer der gegen ihr Bein klopft. ( Ich find die Beschreibung voll süß von ihr)
Die haben etwas gesehen im Röntgenbild als wäre genau da wo sie Schmerzen hat nen Fremdkörper ( ich weiß nicht genau wie ich das erklären soll).
Der Kopf ist fit nur das Bein will zZt. nicht wie es soll. Sie fragt mich immer wieder "Mama wann geht der Schmerz endlich wech"? Ich denke es muss dringend was gemacht werden. Gestern lag sie nur und hat sich kaum bewegt. Normal finde ich das nicht und ist das auch nicht. Ich hatte eigentlich gedacht das ich in Altona gut aufgehoben bin. Nun denke das ich mir mal noch ne andere Meinung holen sollte vom UKE.
Heute morgen kann sie wieder kaum laufen.

LG
Emely Katharina bald 7 Jahre, linkseitige Hemi, leichter Hydro, Nierenkelchweitung, Strabismus, nach 2 Schlaganfällen

Sabine_2Kids
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Beitrag von Sabine_2Kids »

Hallo

wollte euch mitteilen dass die beiden stat. in der Kinderklinik sind.Wir hoffen jetzt dass die Ärzte (alle miteinander) endlich rausfinden warum Emely so Schmerzen hat.

Ich bin im Kontakt mit ihr falls ihr noch Tipps habt für sie schreibt hier rein oder mir eine pn dann geb ich der Mama Bescheid.

lg

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Karin2
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Beitrag von Karin2 »

LG Karin

C.E.M.Alma
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Beitrag von C.E.M.Alma »

Hallo insa, hallo Sabine,

der Verlauf und die beschriebenen Symptome sind dieselben, wie damals bei unserer Tochter: nach Monaten Untersuchungen bei KiA, Orthopäden und zuunehmende unerträgliche bis einschießende, klopfende Scmerzen im linken Unterschenkel, Sprung- und Kniegelenk bis zur Belastungsunfähigkeit und schließlich Überwärmung und Schwellung des Knie-und Sprunggelenks....."Notüberweisung an einemKinderrheumatologen (150km von uns entfernt in der Uni-Stadt) ......dort spezielle Blutuntersuchungen veranlasst von einem Prof. Dr. für Kinderrheumatologie, zunächst unauffällige Rö-Aufnahmen......später hochauffällige Blut-Laborergebnisse und schlimme Verdachtsdiagnosen.....Noteinweisung in eine Uni-Kinder-Klinik (150km von uns entfernt).....dort V.a. bösartige Knochentumor, Marktumor, Blutkrebs verschiedenster Art.....!!!.MRT und Anamnese und klinisches Bild ergaben: Brodie-Abszess in der Tibia nach chronischer Osteomyelitis!! (Dadurch wurde die angesetzte Knochenmarksstanze -Beckenstanze Gott sei Dank überflüssig)....dann sofort Beginn mit hochdosierter intravenöser Antibiose (und Schmerztherapie usw.) und zur weiteren Diagnostik ,außer erneute Rö-Aufnahmen eine Ganzkörper-Knochenszintigramm mit Nah-, Früh- und Spätaufnahmen, da ein Brodie -Anszess streuen kann. Nach über 2 Wochen intravenöser Antibiose und Schmerztherapie Entlassung und 6 weitere Wochen orale Antibiose; in der Zeit und dann für weitere 2 Jahren erfolgten Kontrollen in der Uniklinik, z.T. in der Sprechstunde, z.T. in der Tagesklinik (immert Kontrolle der Blutwerte und abwechselnd Rö. und MRT, körperliche Untersuchungen (wie wächst das Bein....der recht großer BRODIE_ABSZESS "saß" in der distalen Tibia teilweise bis in die Wachstumsfuge und -kern hineien.) Unsere Tochter durfte das Bein keinen heftigen Sprüngen, dumpfe Bewegungen etc aussetzen. ....sie durfte nicht am Sportunterricht teilnehmen etc.

Retrospektiv gesehen hatte unsere Tochter eine chronische Osteomyelitis gehabt in deren Folge dieser Brodie-Abzess entstanden war; sie hatte keine Verletzung oder so.....sie vefügte davor über bester Gesundheit und fiel durch ihre robuste Art auf, obwohl sie vom Körperbau her shr zierlich ist und war.

Anscheinend ist dieser Brodie-Abszess und der vorheriger Verlauf, bzw. die virherigen Symptome (auch die der chronischen Osteomyelitis) für viele Ärzte nicht naheliegend und nicht allzu bekannt.
Wir hatten Glück mit der Uniklinik (sie haben sich immer wieder in verschiednster Fachartkostellation beraten, da der Brodie-Abzess auch dort nicht alltäglich ist.....) und auch Glück mit dem niedergelasenen Prof., der zunächst auf chronische juvenile Arthritis getippt hatte und die Blut-Laboruntersuchungen ind verschiedensten Labors in Deutschland veranlasst hatte.....durch ihn kam ans Licht, dass da irgendetwas "Ungutes bis Bösartiges" im Gange hätte sein können!!!!

Kinderarzt und Orthopäde hatten wirklich sich bemüht: aber die "normalen" Blutwerte waren zunächst nicht auffällig und schon garnicht besorgniserregend; und am Anfang sah man ja auch nichts auf dem Rö.-bild.

Liebe Grüße und der Kleinen gute Besserung. Haltet uns auf dem Laufenden.
Gute Nacht
Michaela
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Nr.3: NT, "big brother", xy, kein Student mehr ;), arbeitet :)

Die Menschen beurteilen die Dinge nach dem Erfolg. Jeder sieht, wie du zu sein scheinst, wenige fühlen heraus, wie du bist.

Niccoló Machiavelli (1469 - 1527) Quelle: »Das Buch vom Fürsten«

Sabine_2Kids
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Beitrag von Sabine_2Kids »

@Michaela danke für deine INfos habe es weitergegeben an insa30.

Heute soll die kleine untersucht werden und wenn ich was weiß schreibe ich es hier rein.

lg
Sohn 05: Autismus,ADHS,LRS,sensomotorische Wahrnehmungsstörung, Feinmotorikstörung, etc. Ps 0 SBA 80% G,B,H
Tochter 02: JIA Rheuma, Autismus,ADHS,Legasthenie,Asthma,versch. Allergien, versch. Störungen PS 0, SBA 50 %

Claudia Hamburg
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Beitrag von Claudia Hamburg »

Hallo Mama von Emily !

Wir kennen sowohl die Orthopädie in Altona, Prof. Meenen, also auch die Kinderonkologie im UKE sehr gut.

Meine Kleine - im Sommer 7 Jahre - hat aktuell auch Knieschmerzen, wird in Altona behandelt. Vorher hatte sie neben Herzfehler, Gaumenspalte, motor. u. sprachl. Entwicklungsverzug, Tonusschwäche, Reflux etc. leider auch eine Krebserkrankung (Leukämie), wegen der sie im UKE im Alter von 2 bis 4 Jahren Chemo erhielt.

Da UKE und Altona inzwischen zusammengehören, ist die Altona-Orthopädie sicher auch die Adresse, wo man Euch vom UKE aus hinschicken würde. - Zur sicheren Abklärung/Auschluß einer Tumorerkrankung würde ich euch gern empfehlen, die Kinderonkologie im UKE einmal ambulant aufzusuchen: Sie sind außerordentlich nett, können Krebserkrankungen aus "ersterr Hand" beurteilen, weil sie täglich damit arbeiten. Übringens geht auch eine Leukämie mit Schmerzen in Oberschenkeln oder Oberarmein einher, so dass ich schon deshalb eine dortige Untersuchung empfehle. - In Altona bei Prof. Meenen (meines Wissens Knieeexperte, oder ? ) sind wir bislang sehr zufrieden: MRT ergab bei uns gutartige Geschwulst = Fettkörper, der zu groß ist (in Röntgen nicht sichtbar); die Schmerzen scheinen mir aber deutlich weniger heftig als bei Emily. Hat sie ihre Schmerzen mehr nachts oder übertags bei / nach Belastung ?

Herzliche Grüße und gute Besserung wünschen wir aus Bergedorf !

Claudia und Maria :)
Claudia mit Maria 8 Jahre ( Reflux/Ösophagitis, Laktoseintol.; Speiche-Elle-Synosthose, motorisch-sensorische Entw. verzögerung, Trommelfell/Hörpr., u.a. ; Z.n. Gaumenspalte , VSD/AI, hypoton Muskeltonus, SEV/Dysphagie; Z.n. Leukämie / Chemo; Z.n. Netzhautablösung mit div. OPs/PPV )

Antworten

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