Anton ist bald ein Kindergartenkind

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Michi17
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Beitragvon Michi17 » 14.01.2006, 14:18

Hallo Natalja!
Ich schätze schon,dass er sich noch eingewöhnt...so lang ist eine Woche ja nicht!
Aber das mit dem einfach mal alleine dortlassen ist wohl eine gute Idee...
Meine Schwester wurde immer von Mama in den KiGa gebracht (da Regel-Kiga hier im Ort kein Fahrdienst)...und die fing wohl auch an zu schreien und wurde hysterisch,sobald Mama rausging...hm, die Zeit die sie allein dortblieb wurde einfach stufenweise verlängert, und ausgemacht,dass angerufen wird,falls es nicht mehr anders geht...
Ich bin vom ersten Tag an mitm Fahrdienst vor der Haustür abgeholt worden, und es klappte wohl super...(Mama war im vorhergehenden KiGa-Jahr mal zum Schnuppern nen Vormittag mit mir dort, sonst nichts)!

Michaela
"Ein Freund ist ein Mensch, der mich so nimmt, wie ich bin - und nicht so, wie er am wenigsten Schwierigkeiten mit mir hat."

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Eva D.
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Beitragvon Eva D. » 14.01.2006, 14:58

Hallo Natalja,
auch ich wünsche euch für die nächste Woche alles Gute.
Die Eingewöhnung von Hauke ging etwas anders von statten, da ich satte 4 Wochen dazu Zeit hatte, aber jeder Kindergarten hat da ein anderes Konzept.
Ich denke es ist sehr wichtig, dass du dich richtig von Anton verabschiedest. Das brauchen ALLE Kinder, auch wenn es hart ist, aber wenn einem plötzlich auffällt dass Mama nicht mehr da ist ist der Frust nur noch größer.
Ich denke auch es ist ganz wichitig, dass dein Sohn eine feste Bezugsperson hat, die für ihn da ist und der Hauptansprechpartner ist. Die Kinder vertrauen sich dieser Bezugserzieherin an, auch wenn es manchmal länger dauert, und können dann auch besser Kontakte zu den anderen Kindern oder der Umgebung ansich schließen.
Eine Woche ist nun rum und es kann noch sooooo viel passieren.
Ich wünsche euch alles Gute und würde mich freuen wenn du wieder berichtest!
Ganz liebe Grüße
Eva
Eva (05/75), Eike (12/76) und Sohn Hauke (10/03) mit Hydrocephalus, kompl. Hirnfehlbildung, ICP, Hypotonie, Sehbehinderung, schwer mehrfach behindert, Epilepsie

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kachiya
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Beitragvon kachiya » 15.01.2006, 12:24

Hallo Natalja,

ich habe da einen Buchtipp für dich, ist zwar eigentlich für Krippenkinder, aber ich denke das Konzept taugt auch für Elementarkinder:

Ohne Eltern geht es nicht, Hans-Joachim Laewn, Beate Andres und Eva Hedervari, Luchterhand-Verlag, ISBN 3-472-03875-6

Wichtig ist, dass sich der KIGA und du zusammen Zeit nehmt für die Eingewöhnung. In dem Buch steht eigentlich alles, was man zum Thema wissen muss. Wissen kann manchmal richtig gut weiterhelfen.

LG und noch viel Erfolg,

ehemalige Userin

Beitragvon ehemalige Userin » 15.01.2006, 16:13

Hallo Natalja,

mit meinem Großen hatte ich ähnliche probleme, habe die ersten zwei Wochen oft ein schreihendes Kind dort gelassen, aber nach drei Wochen hat sich die Lage entspannt.
Die Erzieher meinten das Kind gewöhnt sich schneller dran wenn ich ncht da bin. Es war schwierig für mich,es hat dann aber geklappt.

Heute weiß ich warum meine Kinder nie gerne in den KIGA gegangen sind. Weil wen die Kinder Kraftausdrücke gebrauchten mußten sie ihren Mund mit Seife auswaschen. Unglaublich aber wahr. Lieben Gruß Yvi 74

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Beitragvon marianne » 15.01.2006, 17:16

Hallo Natalja, Anton ist ja gerade 3 Jahre alt, da tun sich manche Kinder einfacher noch schwerer mit dem Kindergarten und bis vor kurzem haben ja auch noch viele Erzieherinnen gesagt, dass Kinder eh mit 4 Jahren erst so richtig stabil für den Kiga sind und haben so einige Kinder erst mit 4 Jahren mit dem Kiga angefangen. Aber was sein muss, muss sein. Du kannst nicht deine letzte Job-Chance verstreichen lassen und heute, wo die Einschulungen auch immer früher geschehen, sagt das so allmählich keiner mehr, dass 3 Jahre zu früh sind. Eher geht der Trend zu noch früher und Krippe.

Ich denke, wenn Anton alleine bleibt, gewöhnt er sich auch schneller. Aber wieso will keine Erzieherin bei ihm bleiben und ihm die Eingewöhnung leichter machen? Das verstehe ich nicht. Manche Kinder brauchen doch einfach noch mehr Nähe am Anfang als andere. Sollen sie doch auch kriegen. Die können doch nicht alle über einen Maßstab messen, schon gar nicht ein besonderes Kind.

Lieber Gruß und viel Erfolg und Kraft. UND: Du bist KEINE Rabenmutter :lol:
Janosch (06/00) Frühkindlicher Autismus, leichte geistige Behinderung, Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

There´s a crack in everything but that´s how the light gets in (Leonard Cohen)

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Beitragvon ConnyW » 16.01.2006, 08:27

Hallo Natalja, mit Maurice hatte ich ähnliche Schwierigkeiten und als er in den KiGa kam, haben wir auch erst nur mit 2 Stunden angefangen, in denen ich immer in der Nähe war. Dann ging es rauf auf 4 Stunden, in denen ich in einem Aufenthaltsraum saß und las, jederzeit aber zur Verfügung stand. Dann folgte der ganz normale Tag im KIGA, auch ohne mich. Es war kein einfacher Weg, aber hat super geklappt und nachher war sogar ich diejenige, die glaubte, Maurice braucht mich doch, aber erkennen mußte, dass vielleicht ich ihn brauchte :) Ich wünsche Dir ganz viel Glück, Gruß Conny
Was eine Kinderseele aus jedem Blick verspricht? So reich ist doch an Hoffnung ein ganzer Frühling nicht. (Hoffmann v. Fallersleben)

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Beitragvon Nata » 24.01.2006, 10:14

Liebe Leute!
Gestern ist Anton zum ersten mal in den KG gefahren, ohne dass ich gleich hinterher kam. Zum Erstaunen Aller hat es super geklapt! :D Er hat kaum geweint und, als ich nach 2,5 Stunden kam, hat er friedlich gespielt. Heute wiederholen wir das Experiment.
Natalja mit Anastassia 8/97, einer Leseratte und Anton 1/03, Zwerchfellhernie, perinatale cerebrale Schädigung, Hydrocephalus et vacuo, mehrfach behindert aber ein Sonnenschein

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Beitragvon Barbara A. » 24.01.2006, 12:39

Hallo :hand:

ja auch ich hatte Angst als letztes Jahr Tia in den Integrative Kita ging.
Vorallem hatte ich angst das Tia dort nicht lange bleiben würde, weil sie sehr sehr aggressiv war.
ABER, sie hat sich sooo super dort eingelebt und alle kümmern sich sehr toll um Tia und bemühen ihr, ein normales Kitaleben zu ermöglichen.
Auch wenn sie nicht sprechen kann und hin und wieder mal ihren Rappel bekommt , alle bemühen sich sehr um Tia.

Ich wünsche deinem Anton eine wunderschöne Kitazeit und super viele schöne Stunden.

GLG Barbara :icon_flower:
mit Tia-Marie Gendefekt Entwicklungsstörung mit besonderer Senke im Bereich der Sprachentwicklung,
Unsere Vorstellung:http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic8121.html
Mein Album:Klick hier

Nicole&Kevin
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Beitragvon Nicole&Kevin » 24.01.2006, 13:29

Hallo Nata!

Deine Ängste kann ich sehr gut nachvollziehen.

Mir ging es damals bei Kevin ähnlich.

Daher habe ich eine seperate Betreuungsperson für ihn im Intergrativen Kindergarten beantragt. Und siehe da es hat geklappt, er hat seitdem eine Kinderkrankenschwester die sich um ihn kümmert. Er sollte erst damals in einen Heilpädagogichen Kindergarten gebracht werden aber ich wollte unbedingt einen integrativen, in der Hoffnung das er sich vielleicht auch von gesunden Kindern etwas absehen kann.

Ich hätte sonst nie den kleinen aus meinen Händen geben können! War anfangs auch viel mit dabei, so das ich auch Tips geben konnte, wie Kevin sozusagen funktioniert. Denn wer kennt nicht besser die Bedinungsanleitung seines Kindes wie die eigene Mutter.

Er ißt und trinkt leider auch nicht bei jedem und ist ohne Begleitperson einfach wehrlos.

Für die Schule die ab August ansteht haben wir auch schon eine Betreunungsperson im Gutachten zugesprochen bekommen.

Ich finde es toll wenn Kinder diese möglichkeit erhalten können zu eine feste Bezugsperson zu erhalten, denn dann fällt alles etwas leichter sie auch abzugeben.

Liebe Grüße :hand:

Manu7
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Beitragvon Manu7 » 24.01.2006, 17:12

Hallo kingsni

Schön das du es geschaft hast für Kevin eine Betreunungsperson bekommen zuhaben.
Leider klappt das bei vielen nicht, oder aber wie ich es bei einer Familie mitbekommen habe, wurde die Betreunungsperson auch für andere Kinder eingesetzt. Besonders dann wenn einige Krank waren oder Urlaub hatten,
hat sich die Betreunungsperson nicht um das Kind gekümmert.
Will Dir keine Angst machen, nur eine erfahrung mitteilen.


Gruß

Theo mit Kids


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