Ein zweites Kind?

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Sascha1977
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Ein zweites Kind?

Beitragvon Sascha1977 » 07.02.2011, 03:03

hi,ich hab mal eine frage .

Als Sarah 1 Jahr alt war haben ich und mein Mann beschlossen kein Kind mehr zu bekommen ,weil wir angst hatten das wir noch ein besonderes Kind bekommen könnten. :( Jetzt wird Sarah 3 Jahre alt und mein Mann wünscht sich doch noch ein Kind ich bin am zweifeln .ich hab sehr große angst das doch was schief gehen könnte .ich weiß echt nicht mehr weiter :cry: hat jemand von euch ein zweites Kind geboren obwohl beim ersten was schiefgelaufen ist und war es dann gesund oder hatte es dann auch eine Fehlbildung? Sarah ist noch immer nicht sauber und ich weiß nicht wie es weiter geht mit ihr ,ob sie meine hilfe noch brauchen wird, sie macht zwar fortschritte aber ob sie ganz sauber wird weiß man nicht.
ich danke euch jetzt schon für eure antworten.
liebe Güsse vlatka

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Juergen AU
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Zweites Kind

Beitragvon Juergen AU » 07.02.2011, 03:51

Hallo Vlatka

Unsere erste Tochter ist in ihrer Entwicklung stark verzoegert (3 Jahre). Ursache ist uns nicht bekannt (noch nicht) trotz intensiver Suche. Unsere zweite Tochter (1 Jahr alt) hat keinerlei Probleme. Wir stehen vor einem aehnlichen Dilemma mit Nummer 3. Weil wir nicht wissen ob es sich bei unserer ersten Tochter um einen Gendefekt handelt, scheint es ummoeglich eine auf Medizin basierte Entscheidung zu treffen. Wenn das bei Sarah anders ist, koennte womoeglich ein Besuch bei Genetikern weiterhelfen.

LG

Juergen

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Beitragvon *Mara+Flo* » 07.02.2011, 08:24

Hallo Vlatka,

unser Erstes Kind ist überraschend für uns alle vor 2 Jahren als ganz besonderes Mädchen geboren! Sie hatte einen sehr seltenen Gendefekt! Wir hatten trotz alle dem immer einen weiteren Kinderwunsch! Nun bin ich mittlerweile in der 33 SSW und habe es keinen Moment bereut!! Im gegenteil! Wir wissen, dass die Erkrankung, die Florentine hatte, nicht vererbar ist! Trotzdem war ich bei einigen zusatz Untersuchungen in der Schwangerschaft, zu meiner beruhigung, die zum Glück auch alle unauffällig waren! Die Angst ist zwischendurch dennoch da, dass auch diesmal irgendwas sein könnte!
Wichtig finde ich als ansprechpartner eine verständnisvolle Hebamme und Ärztin in "unseren Fällen"!

Alles Gute...

LG,

Martina mit *Florentine* für immer ganz fest im Herzen!!
Florentine(*08.01.09 †21.05.2010),Va.Clove Syndrom(DD:Proteus Syndrom),BNS-Epilepsie,Hämangiomen,Marklagerveränderungen,Zysten im Gehirn,ASD mit Rechtsherzbelastung(erfolgreich im Nov.09 operiert),Weitsichtig,Z.n.akuter Anämie bei intraabdomineller Blutung(Feb.09)
Aurelia-Florentine *21.03.11 ( gesund )
Louisa-Florentine *11.06.13 ( gesund )

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Beitragvon Sonja-Annie » 07.02.2011, 08:39

Hallo

Ich habe 2 große gesunde Kinder,meine 3.Tochter kam als Spina Bifida mit HC zur Welt und meine 4.Tochter hat Entwicklungsverzögerungen. Nach meiner "besonderen" Tochter wurde auch schon von ärztlicher Seite sehr genau b ei den Untersuchungen geschaut,aber ich kann deine Ängste sehr gut nachvollziehen
Trotzdem denke ich ist das Leben nicht planbar.Es können immer unvorhergesehene Dinge geschehen,im positiven wie im negativen Sinne.
Zu 100 % kann dir niemand gewissheit geben.
Ich würde auch an deiner Stelle mit verständnisvollen Ärzten und Hebammen sprechen und letztendlich auch auf dein Herz hören

Alles Gute

LG Sonja
LG Sonja mit Annie (geb.2006 mit SB /HC -Shunt-/ACM II /gelähmte Blase-Darm/Klump u.Spitzfuß sowie Epilepsie und Dennis(1992),Celine(1997),Sophia(2007)sowie Hund und Katz ;-)

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Beitragvon Sabine » 07.02.2011, 09:15

Hallo,

wir haben nach unserem ersten Kind, das keine richtige Diagnose hat und schwer(st) behindert ist, noch zwei weitere Kinder bekommen. Unsere Kleine ist erst zwei Wochen alt, aber es ist jetzt schon klar, dass sie nicht die Behinderung ihres Bruders hat.
Die beiden letzten Schwangerschaften waren völlig unauffällig, psychisch allerdings sehr belastend. Man braucht in dieser Zeit gute Freunde zum Reden und viel Rückhalt - wir haben es aber nicht bereut! Ein normal entwickeltes Kind kann den Alltag normalisieren und hat uns zudem aus der Isolation herausgeholfen. Ich sehe eigentlich nur Vorteile - man muss allerdings mit dem Wissen schwanger werden, dass es eine Garantie für ein gesundes Kind nicht geben kann.

LG
Sabine
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Beitragvon irmira » 07.02.2011, 10:02

Ich habe 4 Kinder. Das war schon immer mein Traum und das ich mir den erfüllt habe bereue ich nicht obwohl auch meine erste ein besonderes Kind ist. Auch mein zweites Kind hat eine Entwicklungsverzögerung und ich habe über ein Jahr alle 4 Kinder gewickelt. War anstrengend, aber ich habe es geschafft auch mit wenig Unterstützung. Jetzt wickel ich noch zwei, die 8jährige und den zweijährigen.

Ich kenne die Ängste sehr gut und bin froh trotzdem diese Kids bekommen zu haben. An meinen zwei Jüngsten, die sich normal entwickeln, kann ich sehen wie schön es ist wenn ein Kind ganz gesund ist. Außerdem ist das noch mal ein Zeichen das es nicht an uns Eltern liegt das die ersten zwei gesundheitliche Probleme haben.

Und: für das behinderte Kind ist es ein sehr großer Vorteil wenn es Geschwister hat. Außerdem dreht sich das Leben dann nicht nur um das eine Kind sondern man verteilt seine Aufmerksamkeit auf mehrere.

Und wie schon gesagt: Garantie auf ein gesundes Kind hat man nicht, auch nicht nach der Geburt.

LG Irene
I. mit M. (15 J., Epi, geistige Behinderung) und drei weiteren Kids

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Beitragvon *Ina* » 07.02.2011, 10:24

Hallo!

Wir haben nch unserem besonderen Kind auch noch ein zweites (gesundes) bekommen.
Nachdem wir bei der ersten Tochter durch ihre Behinderung eher zurückgezogen gelebt haben, sind wir durch unseren Nachzügler viel offener geworden und kommen viel mehr unter Leute.


LG
mit
Lisa -ohne Diagnose,Muskelhypotonie,Entwicklungsstand ca. 2 Jahre
und Bruder
Jan -konz.-probleme, enuresis, entw.-verzögert

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Beitragvon Baka » 07.02.2011, 13:56

hallo..

wir haben auch zwei kinder..
die große hat entwicklungsprobleme und ist mit 3 wie eine einjährige.. sie läuft und spricht nicht.. isst nicht alleine.. etc..
und im november ist unser kleiner geboren..
klar wars ein risiko, da wir nicht wissen, warum die große so ist..
aber wir bereuen es keinen millimeter..
es ist so schön entwicklung zu sehen..
wenn er lächelt, das ist so toll..

wir würden es immer wieder wagen, auch wenns ein risiko ist..
wer nicht wagt, der nicht gewinnt..
und wir haben definitiv gewonnen.. an zufriedenheit, an kontakte, an rhythmus, an liebe.. und vielem mehr-..

lbg..
Hannah (02/08) - unbekanntes Entwicklungsretardierungssyndrom mit Wilms-Tumor - Sternenkind seit 20.06.2013,
Mattis (11/10) ADHS, sozial-emotionale Entwicklungsverzögerung
Martha (10/14) motorische Schwierigkeiten in der Diagnosefindung

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Beitragvon Yvonni » 07.02.2011, 14:39

hallo,

es ist aufmunternd, wenn man so viele positive rückmeldungen erhält. wir machen uns auch gedanken, ob wir noch ein tweites bekommen sollen?!

frage an sabine, ina, baka:
habt ihr genuntersuchungen machen lassen? hat euch jemand dazu geraten?

lg yvonne
Mama *1979, Papa *1978
M. *2009

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MarianneInBerlin

Beitragvon MarianneInBerlin » 07.02.2011, 18:51

@vlatka & yvonne: Wurden eure besonderen Kinder denn diagnostiziert und wie? Ich denke, ohne das zu wissen, können wir euch keine wirklichen Ratschläge geben... Wenn die Besonderheiten eurer Erstgeborenen genetisch bedingt sind, müsst ihr euch von einem Genetiker beraten lassen. Bei Besonderheiten, die zufällig oder spontan entstanden sind, kann euch ggf. ein regulärer Reproduktionsmediziner eure persönliche Wahrscheinlichkeit (Alter, Gesundheitszustand etc.) errechnen, ein gesundes Kind zu bekommen. Aber - selbst wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, so kann das Kind trotzdem total gesund sein.
Mir hat einmal ein Radiologe aufgrund der Dicke der Nackenfalte meines Ungeborenen und meines fortgeschrittenen (29!) Alters ausgerechnet, die Chance, ein behindertes Kind zu haben sei 1 : 319. Wäre die Nackenfalte zwei Millimeter dünner 1 : 1250 oder so. Na und? Ich war mir sicher, es würde eines der 318 gesunden Kinder sein, und so wars dann auch...
Sicherheit hat man nie...
Liebe Grüße
Marianne


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