Protestanten aus der badischen Landeskirche gesucht

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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CarolineF
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Protestanten aus der badischen Landeskirche gesucht

Beitrag von CarolineF »

Hallo, gibt es hier Protestanten aus der badischen Landeskirche, die bereit wären, homosexuellle Pfarrerinnen und Pfarrer mit einer Unterschriftenaktion zu unterstützen? Es gibt nämlich gerade Diskussionen, dass diese , wenn sie einen gleichgeschlechtlichen Partner haben, mit dem nicht gemeinsam im Pfarrhaus leben dürfen- manche fpordern sogar, dass Homosexuelle gleich gar nicht Pfarrer werden dürfen....
Also ich finde das nicht ok... Sexuelle Orientierung ist für mich kein Ausschlußkriterium (außer, unter sexuelle Orientierung fällt auch Pädophilie... d a s ist natürlich auszuschließen)
Näheres per PN!
Gruß Caroline
HEP ,Heilpädagogin und angehende Kommunikationspädagogin (Fachmensch für UK)

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saskia und a.
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Beitrag von saskia und a. »

Hallo,
auch wenn ich hier als spießig und altmodisch rüberkomme,
aber ich finde ,
als Pfarrer /Pfarrerin hat man auch eine gewisse Position in der Gemeinde und ich finde , natürlich kann jeder seine sexuellen Vorlieben praktizieren aber nicht total öffentlich als Geistlicher das präsentieren,
das geht vielleicht in Berlin, aber in ländlichen Gemeinden ist das ein Unding

LG
saskia
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BeaV.
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Beitrag von BeaV. »

Hallo Saskia,
okay, "sexuelle Praktiken" - einen praktizierenden Sadomasochisten (der als solcher bekannt ist) fände ich in einer derartigen Position auch etwas schwierig, aber die sexuelle Orientierung (hetero / homo) ist für mich etwas anderes! (Wobei ich Dir zustimmen muss, dass das in ländlichen Gegenden ein Problem sein kann.)
LG
Bea

Anan
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Beitrag von Anan »

Hallo Ihr,

ich bin kein Kirchenmitglied, erst recht nicht in der badischen Landeskirche. Aber ich habe mich extrem über diese Herren Altbischöfe aufgeregt, die sich kürzlich so extrem gegen "widernatürliche Lebensweisen" (!) im Pfarrhaus gewandt haben.

Der evangelische Pfarrer oder die evangelische Pfarrerin soll im Sinne der Kirche auch im familiären Bereich Vorbild sein. Er oder sie soll doch zeigen, dass Beziehungen funktionieren und steht mit seiner oder ihrer Familie durchaus mal im Fokus der Gemeinde. Wie soll denn jemand Vorbild sein, der seine Beziehung nicht "offen" leben kann? Saskia, wie stellst du dir denn Beratung oder Seelsorge - unter anderem in Beziehungs- und Familiendingen - vor, wenn der Pfarrer oder die Pfarrerin ihre Beziehung irgendwie vor der Gemeinde versteckt und keine normale Beziehung führen darf, weil der Arbeitgeber das verbietet? Wenn er oder sie seinen Mann oder ihre Frau nicht mit nach hause nehmen kann, bzw. mit ihm oder ihr nicht ganz normal zusammenleben darf?

Also, @Caroline, ich kann dein Anliegen gut verstehen und unterstütze es voll und ganz. Aber ich wohne eben weder in Baden (sondern im schwäbisch-protestantischen Zentrum :wink: ) noch bin ich Mitglied in irgendeiner Kirche...

Einen Gruß
(und in gespannter Erwartung auf die Kommentare, die hier noch kommen werden)
Anan.

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