Eingliederungshilfe

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Claudi-BaWü
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Eingliederungshilfe

Beitragvon Claudi-BaWü » 01.10.2004, 08:55

Guten Morgen,

ich habe jetzt hier im Forum schon des öfteren das Wort "Eingliederungshilfe" gelesen. Kann man mir bitte erklären was das ist und vor allem wär und wo man dies bekommt.

Danke
Claudi
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D. 12/2000 Tetraspastik, ICP, keine Sprache, Autistische Züge, Entwicklungsverzögert, Rollstuhlfahrer, seit 24.05.2005 Pohlig US-Orthesen, 10/2011 Hüft OP li. und 04/2017 und 06/2017 beide Knie/Füsse OP in Aschau.

Die Zukunft sollte man nicht voraussagen wollen,
sondern möglich machen (Antoine de Saint Exepury)

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Katharina 23
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Beitragvon Katharina 23 » 01.10.2004, 15:38

hallo!

Leider kann ich Dir auch nicht helfen wollte selbst schon danach fragen!
Also wenn einer was weiss bitte schreiben!

Danke
Kathrin
Kathrin(*74)Epilepsie Konrad(*73)Gesund
Carolin(*17.2.98)x-chromsonale subkortikale Bandheterotopie(Nachweis der Punktmutation R192W im Heterozygotenzustand),Epilepsie
Tobias(*6.5.2000)x-chromsonale Lissenzephalie(Nachweis der Punktmutation R192Wim Hemizygotenzustand),Epilepsie (gestorben 24.2.07)

Stanze
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Eingliederungshilfe

Beitragvon Stanze » 01.10.2004, 20:46

Hallochen,
Eingliederungshilfe steht allen Behinderten Menschen zu.
Man bekommt sie zum beispiel, wenn ein Beh. Kind in einen Regelkindergarten integriert wird um für das Kind im Kindergarten Hilfmitel anzuschaffen, damit es dort "eingegliedert "wird. Es ist eine Art Sozialhilfe,die allerding unabhängig vom Einkommen gewährt wird.In BaWü wird es zur Zeit noch über die Landeswohlfartsverbände beantragt;alledings werden diese zum Jahresende aufgelößt und somit geht es diereckt über die Sozialämter.
Bei unserer Tochter werden die Kosten des Internatsaufenthaltes über die Eigliederungshilfe abgedeckt und sie bekommt sogar ein Taschengeld von dort.
Die Informationen über die Ämter geht allerdings Schleppend und es wird ganz schön glever formuliert, um nicht zu sagen getrickst.
Ich hoffe es hilft ein bißchen weiter
Liebe Grüße aus dem Schwarzwald
Constanze mit Anne, 1990, Sarkoidose mit Nierenbeteiligung, Niereninsuffizienz, Hydrozephalus,Kleinwuchs, seit 28.07.2010 Dialysepflichtig:(
seit August 2014 V.a.Schimkesyndrom
Epilepsie nicht einstellbar
Hypertonie schlecht einstellbar
Mai 2015 Hirnblutung rechts, Sauerstoffpflichtig

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Beitragvon Britta » 01.10.2004, 21:12

Hallo,

Eingliederungshilfe kann man auch für Therapien beantragen, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Wir mußten hierfür zum Amtsarzt und ein Amtsärztliches Gutachten erstellen lassen. Unser Sozialamt, das für die Eingliederungshilfe zuständig ist, hat dann die Therapie auch bezahlt, aber als Einzelfallentscheidung.

Liebe Grüße aus dem Lipperland

Claudi-BaWü
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Beitragvon Claudi-BaWü » 04.10.2004, 08:49

Hallo an alle,

vielen Dank für Eure Antworten.
Wir haben heute Abend in Kiga Elternabend und da kommt jemand der einen Vortag über Pflegegeld u.s.w. hält. Hier kann man auch Fragen stellen. Dann werde ich mich dort mal versuchen Schlau zu machen.
Solle ich etwas schlaues erfahren, werde ich es Euch alle auch wissen lassen.

Gruss
Claudi
lg claudi

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*Beate*
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Beitragvon *Beate* » 04.10.2004, 10:34

Hallo,

bei Therapien die nicht von der Kasse bezahlt werden,wie heilpädagogisches Reiten,verlangt das Kreissozialamt aber dann doch Auskünfte über gehalt,Versicherung zweites Auto,Sparkonten der Kinder.
Bei uns wurde viel abgelehnt.
Die Frühförderung wird auch durch die Eingliederungshilfe bezahlt oder teilweise Ausflüge die wir mit einer Behindertengruppe unternehmen.

Gruß Beate 3fachmami
..es gibt nichts,was uns die Abwesenheit eines geliebten Menschen ersetzen kann;und man soll das auch gar nicht versuchen,man muss es einfach aushalten und durchhalten;das klingt zunächst sehr hart,aber es ist doch zugleich ein großer Trost,denn indem eine Lücke wirklich unausgefüllt bleibt,bleibt man durch sie miteinander verbunden.D. Bonhoefffer

Gast

Beitragvon Gast » 04.10.2004, 23:44

Hallo,
wenn es so ist, dass Eingliederungshilfe allen behinderten Menschen zusteht, brauche ich dann als Beweis für die Behinderung einen Behindertenausweis?
Kann mir das jemand beantworten?
Gruß
Christina

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Beitragvon jessie » 05.10.2004, 10:31

hallo christina

wir haben letztes jahr versucht, eingliederungshilfe zu beantragen, da für lukas ein normaler Rehabuggy-fussack nicht passt, und eine sonderanfertigung sollte uns eine zuzahlung von über 700€ kosten. es gibt da auch eine regelung für bekleidungszuschuss innerhalb dieser eingliederungshilfe. wurde aber bei uns abgelehnt, da ich ein baukonto habe?!? das das geld mir ja gar nnicht gehört, war irrelevant. das ganze ist wieder einkommensabhängig (ich hoffe, das wir alle das gleiche meinen??das das, was wir haben wollten, auch eingliederungshilfe ist?? ich mußte dafür zum sozialamt, und das einkommen sowie lebensversicherungen wurden kontrolliert)
ein Behindertenschein muß dafür vorliegen.

gruß jessie
"wir können die kinder nach unserem sinne nicht formen. so wie gott sie uns gab, so muß man sie haben und lieben, sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren." (j.w. von Goethe)

Gast

Beitragvon Gast » 05.10.2004, 11:36

Hallo Jessie,
damit hast Du meine Frage beantwortet.
Ich habe für meinen Sohn nämlich noch keinen Behindertenausweis und bis jetzt ist mir auch noch kein Vorteil eingefallen, den ich davon haben könnte.
1. Unser Auto ist ein Firmenwagen, also habe ich dadurch keine steuerlichen Vorteile.
2. behinderten Parkplätze könnte ich nur nutzen, wenn mein Sohn gar nicht laufen könnte (so habe ich es aus verschiedenen Beiträgen herausgelesen)
kurze Strecken kann er gut laufen
3. Und jetzt weiss ich, dass ich auch nichts von der Eingliederungshilfe bekomme, wenn das bei Dir auch nicht geklappt hat.
4. Mit öffentlichen Verkehrsmittel fahren wir auch nie..

Also, bis jetzt haben wir alles Privat zahlen müssen. Jede Therapie und weil ich mit ihm zusätlich beim Homöopathen bin auch diese ganzen Rechnungen sowie die ganzen homöopathischen Mittel.

Grüße
Christina
P.S.: Hat Lukas einen vergoldeten Fußsack?Ich kann das gar nicht fassen...
jetzt gibt es ja noch mehr Pferdefüße, die einem vom Bauen abhalten...?!??

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Beitragvon jessie » 05.10.2004, 12:03

hallo christina

bis zum sommer wir gar keinen fußsack gehabt, da mir die zuzahlung echt zu hoch war. das problem ist, das ein herkömmlicher fußsack nicht passte (kosten im reha-handel aber auch schon 350€ preis wird aber durch Krankenkassen-rabatte dann reduziert])darauf hin genehmigte uns die kk zumindest schonmal, die übliche zuzahlung die für einen fußsack zu verfügung steht (125,00€, reicht dann auch meistens aus) auch bei einem thermocape beizusteuern. problem bei einem herkömmlichen thermocape (liegen von inpetto so bei ca. 800€ ohne kk-nachlass): er bekommt es nicht über den kopf! an den schultern passte es auch nicht, um eine richtige warmhaltung des körpers zu haben, hätte er für den unterkörper die gr. 116 gebraucht, für den oberkörper 86 in der breite und 104 in der länge, und einen kopfausschnitt, den es standartmäßig nicht mehr gibt. über den kopf hätte er wohl das cape in erwachsenengröße XL (das hatte einen großen reissverschluß am hals) bekommen, aber der rest passte natürlich vorne und hinten nihct. zwar hat sich die vertreiber-firma von diesen dingern bereit erklärt, eines umzuändern, aber der preis....... dadurch wäre dann eine zuzahlung von 700€ gekommen, und das war mir einfach zu viel.
jetzt hat er (im august!) ein mittelding zwishcen fußsack und decke bekommen, hinten und unten offen, frag mich bitte nicht, wie das heisst, aber es wird zumindest etwas wärmen (lukas kann ja auch keine schuhe tragen!), auch wenn er nicht wie einem normalen fußsack komplett drinsitzt.

zu den vorteilen eines behindeten-scheines:

auch die kosten für einen heilpädagogischen kiga werden dann vom sozialamt (eingliederungshilfe) übernommen, das ist auch bei uns der voteil
je nach GdB und den zugesprochenen merkmalen bekommst du dann auch steuerliche vorteile (einkommenssteuererklärung)
was zusätzliche therapien angeht, kann ich dir nun nicht weiterhelfen, da die bei uns von der kk übernommen werden.
für einen parkausweis auf einen behindertenparkplatz benötigst du das merkmal aG, d. h. du mußt einem doppelsseitig unterschenkelamputierten gleichgestellt sein. es gibt aber auch noch die möglichkeit, der parkerleichterung ohne aG, dafür reicht das merkmal G mit 80%. mit diesem schein hast du die gleichen parkrechte wie mit dem blauen mit der ausnahme, das das parken auf einem ausgewiesenen behindertenparkplatz nicht erlaubt ist. alle anderen erleichterten parkmöglichkeiten sind dann aber erlaubt.

gruß jessie
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