Daniel reagiert!

So manches Kind muss aufgrund seiner Behinderung besonders intensiv betreut werden - z. B. mit Hilfe eines Pflegedienstes. Viele Kinder werden von einer Krankenschwester in Kindergarten oder Schule begleitet, um optimal versorgt werden zu können. Das gilt beispielsweise für viele tracheotomierte Kinder. In dieser Rubrik können sich Eltern von so genannten Intensivkindern über die besonderen Bedürfnisse ihrer Kinder austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

dunja/diana
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 211
Registriert: 19.10.2010, 10:22
Wohnort: Bayern

Daniel reagiert!

Beitragvon dunja/diana » 25.12.2010, 22:49

Hallo!

Ich freue mich so sehr! :D
Seit heute reagiert mein Sohn wieder auf Reizen!

Habt ihr vielleicht eine Idee, wie ich sehen kann, ob er mich versteht?
Ich lese ihm schon seit er im Coma liegt sein Lieblingsbuch vor! Könnte das einw Möglichkeit sein, zu schauen, ob er mich versteht?
Und wenn es ihm besser geht und er mich versteht, wie ich mit ihm evt. kommunizieren kann?

Liebe Grüße
Dunja

Ich wünsche euch allen noch schöne Feiertage!

Anja Katharina
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3812
Registriert: 06.03.2010, 21:03
Wohnort: NRW

Beitragvon Anja Katharina » 26.12.2010, 08:07

Hallo Dunja,

wie schön!!!!!!!!!! Das gibt doch wieder ganz viel Hoffnung und Mut zum weitermachen.

Leider kann ich dir keine Tips geben, Alena war ja im künstlichem Koma, aber handle einfach aus deinem Bauchgefühl heraus. Ich denke, das ist am besten, denn nur du kennst deinen Sohn und weißt was ihm wichtig ist, was er gerne hat usw.

Mir hat damals immer ein Arzt gesagt, ich solle Alena nicht immer streicheln und anfassen. Ich habe es aber trotzdem gemacht, weil nur wir wußten, das Alena es gerne hat und immer eine SChmusekatze war und ist!!

Wünsche euch weiterhin alles Gute und Liebe und sende ganz viel Kraft!!!

Liebe Grüße Anja
Tochter Alena , Gehirnbluten durch ein Angiom

Benutzeravatar
Bianca1983
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 358
Registriert: 06.02.2008, 21:16
Wohnort: Lindwedel

Beitragvon Bianca1983 » 26.12.2010, 09:51

Hallo dunja/diana,

Das ist doch schön. das freut mich!!!!!!!!!!!!

aber wirklich tips kann ich dir auch nicht geben.

Aber wie Anja schon geschrieben hat, handle aus liebe und du tust meist das richtige.

Martina lag auch im koma und da ich wusste, (wie bei Anja) dass sie das schmusen liebt,
hab ich sie den ganzen tag gestreichelt.

Ich wünsche dir auch weiter viel glück und viel kraft.

LG, Bianca
Martina (10/03)
Zt.n. Schütteltrauma
-schwere cerebrale Mehrfachbehinderung mit schwerer Bewegungsstörung, fehlende Sprachentwicklung, deutliche mentale Retadierung, ferner symptomatische Epelepsie, Ernährungsstörung, partielle Schluckstörung, Button, Hüftdysplasie.
Stella Fabienne (11/08) *gesund geboren*
Oliver (07/13) *gesund geboren*

Andrea1
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1434
Registriert: 30.04.2007, 12:17

Beitragvon Andrea1 » 26.12.2010, 10:45

Hallo dunja/diana,
Das sind doch gute Nachrichten. Unser Sohn war zwar nicht im Koma sondern "nur" Beatmet, aber uns wurde gesagt das der Körperkontakt ganz wichtig sei. Wichtig ist dass man nicht permanent leicht über z. b. den Arm streichelt (das macht einen ja selber nervös) sondern feste klare Griffe und alles was man mit ihm macht soll man mit Worten begleiten. Vielleicht hilft dir das ein wenig weiter.

LG Andrea
Julian geb. 18.01.07; 28/0 SSW 1090g. Ventrikelseptumdefekt, Atemnotsyndrom,Pneumothorax rechts, BPD,Lungenhypoplasie, Tracheostoma, derzeit CPAP beatmet, Krampfanfälle, Leistenbruch, Lungenbiopsie,Gedeistörung,deshalb PEG,Nov. 09 Reflux-op, seit April 09 ohne Beatmung mit Sauerstoff, Aug 10 Tracheostomaverschluß

dunja/diana
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 211
Registriert: 19.10.2010, 10:22
Wohnort: Bayern

Beitragvon dunja/diana » 26.12.2010, 10:57

Hallo

ich bin erleichtert, dass ihr auch sagt, dass man mit dem Kind sprechen und auch Körperkontakt haben soll bzw darf.

Die Ärzte sagten zu mir nur, er hört sie sowie so nicht und bekommt auch nichts mit.

Aber ich sehe ja selber, dass es nicht so ist und die Logopädin hat dies auch bestätigt.

Soll ich ihm also weiter vorlesen? Was meint ihr, kann ich ihm auch seine Lieblingsmusik mitbringen?

Liebe Grüße
Dunja

Sabine/Kimea
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 263
Registriert: 21.02.2007, 15:52
Wohnort: Zürich

Beitragvon Sabine/Kimea » 26.12.2010, 17:10

Hallo Dunja

Nur Mut lies ihm weiter vor. Er hört dich und er "erkennt" auch deine Stimme. Sehr gut ist auch Musik.

Er "spürt" es wenn du ihn streichelst. Möglich ist auch ein T-Shirt von dir mit deinem Parfüm oder sowas in der Art.

Liebe Grüsse
Sabi

Ursula 1973
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 267
Registriert: 10.09.2008, 14:53
Wohnort: Hesel

Beitragvon Ursula 1973 » 26.12.2010, 17:38

Hallo Dunja,

das klingt ja fast nach einem ´Weihnachtswunder`. Ich glaube auch, dass er Deine Berührungen und Deine Nähe spürt. Egal was andere sagen: ich bin ganz sicher, dass er Dich spürt.
Drei gesunde leibliche Kinder mit Nerven aus Drahtseilen und einer unglaublichen Toleranz. 1.Pflegesohn (´99) leichte geistige Behinderung (80% G,B,H);2.Pflegesohn (´06) geistige Behinderung, schwerse posttraumatische Belastungsstörung (80%B,H); 3. Pflegesohn (´12) leichte geistige Behinderung; Sprachbehinderung (50% B,H)

Benutzeravatar
AlexLewandowicz
Heilerziehungs-<br>pfleger
Heilerziehungs-<br>pfleger
Beiträge: 2440
Registriert: 31.01.2006, 08:56
Wohnort: Baddeckenstedt

Beitragvon AlexLewandowicz » 26.12.2010, 17:48

Hallo

ich bin erleichtert, dass ihr auch sagt, dass man mit dem Kind sprechen und auch Körperkontakt haben soll bzw darf.

Die Ärzte sagten zu mir nur, er hört sie sowie so nicht und bekommt auch nichts mit.

Aber ich sehe ja selber, dass es nicht so ist und die Logopädin hat dies auch bestätigt.

Soll ich ihm also weiter vorlesen? Was meint ihr, kann ich ihm auch seine Lieblingsmusik mitbringen?

Liebe Grüße
Dunja
Hallo Dunja,

ja auf jeden Fall kannst und solltest du ihm seine Musik mitbringen. Und diese Aussage der Ärzte halte ich ehrlich gesagt für Quatsch.
Ich habe einige Jahre mit Kindern im Wachkoma gearbeitet und bin fest davon überzeugt, dass sie schon ganz viel mitbekommen, auch wenn sie das nicht unbedingt immer zeigen können. Manchmal sind es so ganz kleine feine Dinge, wie eine Veränderung im Puls oder eine Augenbewegung, die erkennbar sind und dann doch zeigen, dass sie etwas mitbekommen haben.
Lass dich davon also nicht abschrecken! Du kennst deinen Sohn und weißt, was er mag und was ihm gut tun könnte. Und wenn du ihn genau beobachtest wirst du mit der Zeit merken, ob ihm das wirklich gefällt und gut tut in seiner jetzigen Situation.

LG Alex
Heilerziehungspfleger (seit 07/2007) und
Heilpädagoge (seit 07/2012)

Benutzeravatar
Jaqueline
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 8325
Registriert: 20.07.2006, 21:29
Wohnort: NRW

Beitragvon Jaqueline » 26.12.2010, 18:48

Hallo Dunja,
Die Ärzte sagten zu mir nur, er hört sie sowie so nicht und bekommt auch nichts mit.
auf diese Aussage habe ich noch nie was gegeben. Das sollen die Ärzte erstmal beweisen.
Es gab schon einige Leute, die wieder aus dem Koma wach wurden und sich erinnern konnten, was während dieser Zeit war.
Ich glaube fest, dass diese Menschen viel mitbekommen.
LG Jaqueline
Spastische Tetraparese, Kyphose
Mann: Epilepsie (VNS seit 2008)
Tochter: * 01/2015 und Tochter ET 2020

Für immer im Herzen.

dunja/diana
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 211
Registriert: 19.10.2010, 10:22
Wohnort: Bayern

Beitragvon dunja/diana » 26.12.2010, 20:47

Hallo an Alle,

vielen Dank, dass ihr mich ermutigt!!!

Sagt mal, wäre jetzt wo er anfängt Fortschritte zu machen nicht eine gute Zeit für eine Reha?

Ich finde einfach, dass er in dieser Klinik, in der er gerade ist, nicht gut aufgehoben ist, da sie ihm keine Hoffnung auf Besserung geben.
Das Problem was ich im Moment noch habe ist, dass er noch 24h beatmet wird.

Ich gebe die Hoffnung nicht auf! Vorallem möchte ich, dass Daniel sich wohl fühlt und dass ich ihm dabei helfen kann!

Hättet ihr vielleicht noch ein paar Ideen, welche ihm gut tun könnten?

Was meint ihr zu einem Bild, das man aufhänt, da er ständig die weiße Wand anschaut?

Viele Grüße
Dunja


Zurück zu „Intensivkinder“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 4 Gäste