Es geht voran, oder doch nicht?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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anitaworks
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Beitragvon anitaworks » 17.05.2015, 12:23

Hallo Jenny,

bei uns wurde nur der Hilfebedarf ermittelt in zwei "ambulanten" Termine vom medizinischen und psychologischen Dienst des Arbeitsamtes!

Und wenn es ein bestimmter Beruf sein soll, dann können die das BBW nicht vorschreiben.

Allerdings kann es Kampf bedeuten, dies zu erreichen!

Gäbe es denn noch ein College (meist privat) bei Euch in der Gegend, die ähnlich wie eine Berufsfachschule arbeiten?

http://www.bib.de/

die haben auch einen Sitz in Hannover!

LG Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
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rena99
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Beitragvon rena99 » 17.05.2015, 13:37

Jenny,

wir haben das ja alles gerade durch (Gott sei Dank). Und ich denke, meiner Tochter geht es insgesamt besser als deiner Tochter, deswegen tue ich mich mit Ratschlägen etwas schwer...

Ihr habt ja eigentlich nur 2 Möglichkeiten. Entweder deine Tochter kann sich halbwegs berappeln und übernimmt auch etwas Verantwortung und ihr schafft das dann allein oder es ist so, dass es ohne Hilfe nicht geht. Was dann wohl für dich heißt (leider): kämpfen, kämpfen, kämpfen.

Wie siehst du denn die Belastbarkeit deiner Tochter?

Auf jeden Fall ist sie ja ziemlich intelligent. Wenn eben möglich soll sie mal (und das hat sie ja selber in der Hand), versuchen, einen ordentlichen mittleren Schulabschluss an ihrer Förderschule abzulegen. Möglichst mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Dann kann man sie nämlich nicht so einfach wegschieben in irgendwelche Maßnahmen.

Und dann ist eben die Frage, outet man sich als "behindert" oder nicht. Ausbildungen z.B. darf man bei Vorliegen einer Behinderung auch in Teilzeit absolvieren (http://www.jobstarter.de/de/Junge-Erwac ... eit_machen), aber "normale" ausbildende Unternehmen nöchten wissen, auf was und wen sie sich einlassen. Ich stelle mir das ohne professionelle Unterstützung schwierig vor. Und ein "normales" Berufskolleg ist meist riesig und wuselig ohne Ende. Schafft und will sie das? Kann ja sein. Geht das ohne Schulbegleitung? Kann sie evtl. noch ein Jahr etwas anderes machen?

In 2 Jahren wird sie volljährig, wieviel Verantwortung kannst du ihr jetzt überhaupt zumuten. Und davon hängt dann wohl auch ab, ob man sich um Hilfe kümmern muss, oder nicht.

Alles Gute!

Rena
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anitaworks
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Beitragvon anitaworks » 17.05.2015, 16:47

Hallo Jenny,
Und dann ist eben die Frage, outet man sich als "behindert" oder nicht.
und irgendwann sollte Deine Tochter für sich wissen, wo sie Unterstützungsbedarf hat.

Unser Sohn, jetzt 18, hat dies im Sommer endlich erkannt.

Wichtig ist, dass die Jugendlichen / Jung-Erwachsenen für sich SELBER erkennen, was geht und was nicht.

Dabei kannst Du sie unterstützen. Das führt auch sie in die Selbstständigkeit. Es wird keine Zusammenbrüche ersparen. Hat es bei unserem Sohn auch nicht.

Aber selber zu wissen, was geht und was nicht. Zu wissen, wo man gut ist und was man will, macht das Ziel "greifbarer".

Und wenn sie einen FOR schafft, vielleicht schafft sie es auch die 10. Klasse an einem Gym zu wiederholen. Das verschafft ihr Zeit. Ebenso eine berufsvorbereitende Schule.

Es gibt beim A-Amt ja das BIZ wo man auch am PC (ich meine auch zu Hause online) einen Test machen kann, um sich klar zu werden, wo die Reise hingehen KÖNNTE.

Liebe Grüße
Anita
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Beitragvon rena99 » 17.05.2015, 17:57

Wichtig ist, dass die Jugendlichen / Jung-Erwachsenen für sich SELBER erkennen, was geht und was nicht.
Da hast du absolut Recht. Aber das ist auch ein ganz schönes Stückchen Arbeit. Und nein, Zusammenbrüche verhindert das auch nicht. Man kann eigentlich nur das Netz unter dem Trapez werden. Dran turnen müssen sie selber und insbesondere herausfinden, welche Übung geht....

Aber die Umstellung von Kind über Jugendliche auf Erwachsene ist gar nicht so einfach für uns Eltern.

LG

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Beitragvon Jenny66 » 18.05.2015, 07:51

Und ein "normales" Berufskolleg ist meist riesig und wuselig ohne Ende. Schafft und will sie das? Kann ja sein. Geht das ohne Schulbegleitung? Kann sie evtl. noch ein Jahr etwas anderes machen?
Also, so wie ich das verstanden habe, gehen bei uns die Berufsfachschulen mit Schulbegleitung nicht. Die nehmen keine "Behinderten", auch keine, die Schulbegleitung benötigen. Von daher müssen wir es so probieren. Und ich kann die Belastbarkeit unserer Tochter nicht einschätzen. Auf der Förderschule geht alles gerade so. Und eine Privatschule können wir nicht bezahlen. Das scheidet aus. Mein Mann ist mehr oder weniger Alleinverdiener, weil ich die ganzen Jahre eben mich um unsere Tochter gekümmert habe und über ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis nicht mehr hinauskomme.

Es gibt ja auch die anderen beruflich orientierten Gymnasien, wie z. B. Wirtschaftsgymnasium. Aber immer wenn ich meine, wir probieren es in diese Richtung, dann signalisiert mir unsere Tochter, dass sie das nicht schaffen wird. Sie hat ja teilweise schon auf der Förderschule Probleme. Das sind aber dann auch so die Probleme, die Autisten eben so haben. Mit Textaufgaben und in Deutsch, wo es um Textverständnis geht. Und mittlerweile kann sie schlecht auswendig lernen, wo sie früher noch eine überdurchschnittliche Gedächtnisleistung hatte. Das ist alles verlorengegangen.

Leider werden jetzt für das letzte Jahr die Klassen noch einmal neu zusammengestellt und sie bekommt einen anderen Klassenlehrer. Keine guten Bedingungen, um im letzten Jahr gar noch die Zensuren zu verbessern. Aus Erfahrung wissen wir, dass sie meist ein Jahr braucht, um sich umzugewöhnen. Deshalb ist sie jetzt auch gerade ziemlich down und demotiviert. :roll: Ihre jetzige Klassenlehrerin konnte gut erklären und das hat gut gepasst, was jetzt kommen wird, passt wohl laut unserer Tochter nicht so wirklich gut.

Aber sie weiß jetzt schon, dass sie nächstes Jahr noch keine Ausbildung anfangen will. Also um einen Ausbildungsplatz wird sie sich wohl nicht bewerben. Sie muss also irgendwo dann noch weiter zur Schule.

Und als behindert outen geht wohl mal gar nicht. Wir hatten schon extreme Schwierigkeiten überhaupt jeweils einen Praktikumsplatz zu bekommen, nur weil unsere Tochter eine Förderschule besucht. Hier herrscht absolut kein Verständnis und Wohlwollen für solche Schüler.

Und unsere Tochter kann ja gar nicht wissen, was geht und was nicht geht. Das sieht sie ja erst, wenn sie es ausprobiert. Deshalb hatte sie ja im letzten Jahr in einer Realschule hospitiert, aber das ging gar nicht. Am Anfang war sie richtig gut, hat sogar die beste Englischarbeit geschrieben, aber der Lärm in der Klasse war auf die Dauer zu groß. Da ging ihr Stresspegel dann wieder insgesamt so hoch, dass sie jeden morgen heftige Bauchschmerzen hatte und eben das ganze Programm. Und dann dauert es nicht lange, dass auch wieder ihre Leistungen nachlassen, weil sie in solch einem Lärmklima einfach nicht lernen kann und aufmerksam am Unterricht teilnehmen kann. Sie versteht dann einfach nichts.

Ich schätze, wir müssen einfach in den Sommer- und Herbstferien mal einen günstigen Moment finden, wo wir mit unserer Tochter drüber reden können. Und dann muss sie sich entscheiden, oder wir schreiben die möglichen Schulen auf kleine gefaltete Zettel und sie zieht dann und da wird sie dann angemeldet.

Und so Dinge wie Selbständigkeit ist das kleinere Problem. Sie ist immerhin alleine mit dem ICE nach München gefahren, hat sich in Berlin auf Klassenfahrt teilweise auch alleine orientiert, weil sie nicht in der Gruppe bleiben wollte. Das sind alles so Dinge, die gehen. Das größte Problem sind nach wie vor die Gleichaltrigen, mit denen sie einfach nicht gut klarkommt, wegen dem Lärm, weil die teilweise so agro oder sonstwie unberrechenbar drauf sind, jetzt kommt noch das Rauchen, Alkohol und Party und Beziehungsstress dazu. Alles so Dinge, womit sie nicht klarkommt. Sie für sich selbst macht ihr Ding.

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Beitragvon Jenny66 » 21.05.2015, 08:13

Bin schon wieder einen kleinen Schritt weiter. Ich habe immer öfter auch Gespräche mit meiner Tochter, wo ich sie frage, wann wir denn mal über die mögliche nächste Schule sprechen können. Ich mache es schon in vielen Dingen immer so, dass ich von mir ausgehe und sage, wie ich mich fühle. Also keine Vorwürfe an sie, sondern wie es mir mit diesem Thema geht. Und ich komme immer wieder an den Punkt, wo ich nicht möchte, dass wir Eltern das dann entscheiden, wo sie hingeht. Das war damals bei mir selbst so. Das will ich jetzt auch nicht verurteilen, meinen Eltern verübeln, da ich ja auch so planlos war. Aber ich möchte schon noch erreichen, dass unsere Tochter sich da noch mit befassen wird und so zwei bis drei mögliche Wege für sich erarbeitet. Dann wäre ich auch bereit damit noch zur Berufsberatung zu gehen und zu erfragen, was man denn damit anfangen kann und wie es von da aus weitergehen kann, welche weiteren darauf aufbauenden Ziele dann da noch möglich sind, usw.

Jedenfalls haben wir jetzt herausgearbeitet, dass wir uns in den Sommerferien mal darum kümmern werden. Das ist ja schon mal ein Anfang.

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Beitragvon rena99 » 21.05.2015, 08:28

Ich nennen das ja immer Osmose: das Thema mal in den Raum stellen und hoffen, dass es dann in die Köpfe sickert....

Viel Erfolg damit!

Rena
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Beitragvon anitaworks » 21.05.2015, 12:01

Hallo Jenny,

ist doch schon mal klasse, dass das Thema jetzt "offen herumliegt" und nicht jeder für sich versteckt mit seinen Sorgen herumhantiert.

Viel Erfolg auch von mir
Anita
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Beitragvon Jenny66 » 23.07.2015, 07:49

Huhu, wollte mich mal wieder melden.
Endlich Ferien, yeah.

Heute noch arbeiten, dann habe ich drei Wochen Urlaub.
Und hier ist grad so viel los. Unser Sohn zieht aus, zum 1.8. Und mein Vater muss auch umsiedeln von der Demenzwohngruppe, die in Auflösung ist, in ein Heim, zum 31.7.

Eigentlich war es so angedacht, dass die Freundin unserer Tochter kommt, wenn wir Eltern auch Urlaub haben. Nun ist alles ganz anders. Sie kommt, wenn wir schon wieder arbeiten müssen. Dass heißt, dass unsere Tochter sie dann alleine vom Bahnhof abholen muss, die beiden müssen dann Zug und Bus noch nehmen. Nun, die wollen sich das alles alleine organisieren. Die kriegen das hin. Auch wenn ich im ersten Moment verärgert darüber war, das alles nicht so läuft, wie wir damit gerechnet hatten. Nun sollen die mal machen und das wird schon. Dazwischen fahren wir auch kurz gemeinsam weg für zwei, drei Tage.

Im Thema Berufsfindung sind wir schon insoweit weiter gekommen, als dass unsere Tochter definitiv sagt, dass sie nach der zehnten noch keine Ausbildung anfangen will und wird. Also werden wir jetzt auch gar nicht danach suchen. Was die Berufsfachschulen angeht, sind zwei in die engere Wahl gekommen. Wobei sie theoretisch auch erst die eine machen könnte und die andere noch anschließen könnte, da das eine schulische Berufsausbildung ist. Und da nehme ich mal an, dass das Alter der Schüler da variiert. Ich weiß es aber nicht. Ggfs. werde ich mich da noch mal informieren.

Ach ja, und in der einen Schule war neulich so eine Berufsfindungsmesse. Da sind wir hin, damit sie sich da einfach mal innen die Schule anschauen konnte, den Weg dorthin, usw. Zu der anderen Schule möchte ich mit ihr auch noch hinfahren. Mal sehen, ob das jetzt in den Ferien klappt. Einfach nur mal das Gebäude von außen ansehen und den Weg dahin ausprobieren. Ich meine, so wie sie jetzt sagt, dass es sich für sie noch nicht richtig anfühlt, eine Ausbildung anzufangen, so kann sie vielleicht "fühlen", welche Schule jetzt die richtige ist.

Und die Noten sind alles gut, ein glatter zweier-Durchschnitt. Erstmalig hat sie auch im Sozialverhalten eine zwei bekommen. Das ist soweit alles gut.

Nur die Belastbarkeit wird nicht wirklich besser. Am vorletzten Tag vor den Ferien hat es sie dahingerafft, da ging gar nichts mehr. Und sie wollte so unbedingt bis zu den Ferien durchhalten und hat es schon wieder nicht geschafft. Grund dafür ist, dass die Wochen vor den Ferien immer irgend ein anderes Programm/Projekt läuft und einfach nur Chaos herrscht. Dann werden noch Filme geschaut, die unsere Tochter nachhaltig beschäftigen oder einfach nur anwidern, usw.

Es ist also wirklich nicht so, dass sie so tut, als wäre sie krank. Nein, sie will und ich muss die Notbremse ziehen, weil ich merke, so geht es nicht. Ist natürlich blöd, weil sie jetzt schon einen Fehltag hat, bevor das neue Schuljahr angefangen hat. Und blöderweise fängt das neue Schuljahr auch gleich schon wieder mit einem Grillfest an. Boah, ich schreie gleich. Zum Glück ist das ein Donnerstag, so dass ich hoffe, dass sie den Freitag noch irgendwie rumkriegt und sich dann erst einmal erholen kann. Vor allen Dingen ist das alles nichts für sie, weil sie das Essen eh nicht verträgt. Aber in dem Gewusel hat sie dann wieder kein Gefühl für sich selbst und versucht sich an den anderen zu orientieren, isst dann etwas, was sie nicht verträgt und schon haben wir den zweiten Fehltag auf der Liste.

Ich habe eben schon geschaut, würde am liebsten einfach mitkommen, aber geht nicht, muss arbeiten. Und eigentlich mische ich mich überhaupt nicht mehr ein. Das einzige, was ich noch mache, ist bei der Schule anzurufen, wenn sie nicht kommen kann. Das war's. Sonst mache ich nichts mehr, keine Gespräche, nichts.

Mit meiner Trauerarbeit um meine verstorbene Freundin bin ich auch noch lange nicht durch. Im Moment treibt mich das ständig raus, ich halte es hier zuhause kaum aus, bin deswegen dauernd unterwegs, wenn ich nicht arbeite. Eine Phase löst da die andere ab. Davor hat man mich nicht vom Sofa weggekriegt. Jetzt genau das Gegenteil. Erst war ich mitteilungsbedürftig, wollte meine Kontakte intensiver haben. Jetzt will ich niemanden sehen und mache mein eigenes Ding. Das ist alles schon sehr anstrengend und für mich selbst auch verwirrend. Aber jetzt freue ich mich, dass ich erst einmal Urlaub habe.

Jenny66
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Beitragvon anitaworks » 23.07.2015, 08:25

Hallo Jenny,

vieles liest sich doch richtig gut!

Wenn Deine Tochter klare Einschätzungen zu ihrer Leistungsfähigkeit hat, ist das richtig, richtig klasse!

Zähl auch nicht die Fehltage. Wenn trotz Fehltagen solch ein gutes Zeugnis dabei rauskommt, dann ist alles gut!


Ich hoffe sehr, dass es Dir selber bald etwas besser gehen wird und Du die Trauer gut verarbeiten kannst.

Meine Mutter ist jetzt 1 Jahr tot und es überrollt mich immer wieder. Ebenso unbegreiflich ist, dass mein Vater jetzt von 5,5 Jahre tot ist. Fühlt sich nach wie vor falsch an!

Ich wünsche Dir erholsame Ferien, dass Du zu Dir kommen kannst.

Liebe Grüße
Anita
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