"Du bist Gottes Wunschkind" Ja, wirklich?

Hier könnt ihr Diskussionen bezüglich religiöser Fragen und Meinungen führen - oder auch einfach über religiöse Feste wie Taufen, Konfirmationen etc. brichten. Für Familien mit besonderen Kindern haben religiöse Sitten und Gebräuche schließlich auch einen besonderen Charakter.

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RenateT
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Beitrag von RenateT »

Danke, Silvia, dann bin ich beruhigt :)

Renate
Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pubertät

"Mut ist Angst die gebetet hat." Corrie ten Boom

ehemalige Userin

Beitrag von ehemalige Userin »

Hallo,
ich habe auch die Einstellung das jeder Mensch von Gott geliebt ist und so wie er ist, gesund oder "Besonders" von ihm gemacht ist.
Ich bin aber auch der Ünerzeugung das Gott das ganze Leid auf Erden nicht gewollt hat.
Er gab uns einen freien Willen zu entscheiden und das erste Paar entschied sich gegen Gottes Gebot, damit fing alles an.
Aber er gab uns auch seinen Sohn und somit die Möglichkeit ein anderer Mensch, der nach seinen Geboten lebt und seine liebe weitergibt, zu werden.
Dadurch werden unsere Sorgen und Krankheiten nicht weniger, weil wir in dieser Welt nunmal sind. Doch dürfen wir die Hoffnung auf eine Zukunft bei ihm haben bei dem alle unsere Mäuse so sein werden, wie es eigentlich bei der Schöpfung war.
Gott liebt alle Menschen, egal was sie getan haben, aber lieben wir ihn und vertrauen ihm. Er gab uns einen Freien Willen, er möchte Keine Marionetten, aber die Frage ist wie entscheiden wir uns, wir haben, für unsere Taten, immer eine wahl.
Bei unseren Kindern nicht, aber sie sind von ihm so geliebt wie sie sind. Meiner Meinung nach sogar besonders.

LG
Tanja

marianne
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Beitrag von marianne »

Hallo Tanja, das erlebe ich genauso wie du es schilderst! Janosch ist so innerlich behütet und voller Freude trotz aller schweren Erfahrungen, die er schon gemacht hat. Das war er schon, als er aus dem russischen Kinderheim mit 1 Jahr kam. Er war trotzdem traumatisiert und entsetzlich vernachlässigt, aber diese Freude in ihm war auch von Anfang an da und ist bis heute geblieben.

Alles, was er Schönes erlebt, da sagt er dann gleich: "Mama, das müssen wir noch Jesus erzählen." Er möchte immer noch meine Hilfe beim Beten.

Und wenn es ihm schlecht geht, dann betet er auch und sagt auch immer wieder, dass es ihm geholfen hat, dass die Angst wegging oder sogar Schmerz.

Mein Vater, Janoschs Opa, ist sehr alt und krank. In den letzten Jahren war er häufiger im Krankenhaus und es war nicht klar, ob er das überlebt. Und da hat Janosch auch schon viel zum Thema Sterben gefragt und war erst völlig verängstigt bei der Vorstellung, wenn er mal nach uns Eltern sterben sollte und auch, wo er nach dem Tod hinkommt.
Seit ich ihm behutsam erklärt habe, dass er als Christ nicht alleine sein wird beim Sterben und auch gar nicht tot sein wird, sondern zu Jesus gehen wird, wo er uns alle wiedertrifft, seitdem hat das Thema seinen übergroßen Schrecken für ihn verloren.

Manchmal sendet er einen Gasluftballon mit Zettel dran hinauf in den Himmel....zum Christkind Jesus! :lol:

Ich hab´ mal gelesen: Christen sind nicht besser, aber sie sind besser dran, weil sie nie allein sind.

Das habe ich so erlebt in den Zeiten, in denen ich mich Gott zugewandt habe und ich hoffe und bete, dass es Janosch auch so erleben wird.


LG! Marianne
Janosch (06/00) Frühkindlicher Autismus, leichte geistige Behinderung, Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

There´s a crack in everything but that´s how the light gets in (Leonard Cohen)

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RenateT
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Beitrag von RenateT »

Liebe Marianna

was für ein schönes Beispiel ist Janosch im Bezug auf die Worte Jesu "wenn ihr nicht werdet wie die Kinder..."

Der Glaube an Jesus soll genau so einfach sein wie Janosch ihn uns vorlebt, einfach, kindlich, voll Vertrauen Jesus teilnehmen lassen in allem , was wir tun und erleben.

Danke

Renate
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ehemalige Userin

Beitrag von ehemalige Userin »

Liebe Marianne,

so wie du erfahre ich es nuch jeden Tag wenn ich meine Mäuse sehe.
Dieses Urvertrauen auf Jesus.

Den Spruch von dir: Wir sind nicht besser nur besser dran, kenne ich auch.

Mich beruhigt die Gewissheit das Jesus auf meine Mäuse aufpasst und sie eines Tages nach HAuse gehen dürfen.

LG
Tanja

MarinaH
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Beitrag von MarinaH »

Hallo, Ihr Lieben!

"Du bist Gottes Wunschkind" ist eine Zeile aus einem Lied, dass meine Kinder jeden Abend hören. Ich finde es ganz toll. Sie sollen lernen, dass es einen Gott gibt, der sie liebt.

So verstehe ich diesen Satz auch. Jeder Mensch ist ein Wunschkind. Auch wenn er nie gewollt wurde. Auch wenn er nur immer hört, wie überflüssig er ist und dass es ihn besser nie gegeben hätte. Ist es dann nicht gut zu wissen, dass man dennoch gewollt und geliebt ist? Wer weiß, vielleicht hat das mancher Mörder und Verbrecher in seinem Leben nie gehört?

Ich habe auch darüber nachgedacht, dass dieser Satz eine große Herausforderung an uns ist. Wenn mein Gegenüber Gottes Wunschkind ist, wie behandle ich ihn dann? Kann ich ihn links liegen lassen oder ihm gar etwas antun? Sehe ich Menschen anders, wenn ich weiß, dass sie Gott wertvoll sind?

Liebe Grüße
Marina
Kinderärztin im SPZ

ehemalige Userin

Beitrag von ehemalige Userin »

MarinaH hat geschrieben:Hallo, Ihr Lieben!

"Du bist Gottes Wunschkind" ist eine Zeile aus einem Lied, dass meine Kinder jeden Abend hören. Ich finde es ganz toll. Sie sollen lernen, dass es einen Gott gibt, der sie liebt.

So verstehe ich diesen Satz auch. Jeder Mensch ist ein Wunschkind. Auch wenn er nie gewollt wurde. Auch wenn er nur immer hört, wie überflüssig er ist und dass es ihn besser nie gegeben hätte. Ist es dann nicht gut zu wissen, dass man dennoch gewollt und geliebt ist? Wer weiß, vielleicht hat das mancher Mörder und Verbrecher in seinem Leben nie gehört?

Ich habe auch darüber nachgedacht, dass dieser Satz eine große Herausforderung an uns ist. Wenn mein Gegenüber Gottes Wunschkind ist, wie behandle ich ihn dann? Kann ich ihn links liegen lassen oder ihm gar etwas antun? Sehe ich Menschen anders, wenn ich weiß, dass sie Gott wertvoll sind?

Liebe Grüße
Marina
Amen

Alexa69
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Beitrag von Alexa69 »

Mein Sohn ist ein 100%iges Wunschkind - von uns, und ganz sicher auch von Gott.

Gott wollte, das ich ihn bekommen - niemand anderes!
Gott wollte, dass er überlebt!!!

Und dafür bin ich unendlich dankbar.

marianne
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Beitrag von marianne »

Hab´ noch was Schönes gelesen, in einem Buch von Joe Bausch, wo es gar nicht um Gott ging, sinngemäß: "Es gibt einen Weg, den nur ich gehen kann. Ich weiß nicht, wohin er führt, aber nur ich kann ihn gehen! Also geh ich!"

Bei Janosch und auch bei mir als seine Mutter ist das ein absolut zutreffender Satz und ich weiß auch, wo er hinführt und wer bei uns ist: Jesus ist hinter, neben, über und vor uns!

Liebe Grüße! Marianne
Janosch (06/00) Frühkindlicher Autismus, leichte geistige Behinderung, Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

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ehemalige Userin

Beitrag von ehemalige Userin »

Hallo Alexa,
hallo Marianne,

ich sehe es auch so wie ihr :D , auch wenn bei uns, zu dem damaligen Zeitpunkt, zwei unverhofft kamen, sind sie aber dennoch absolute Wunschkinder sind. Gott wollte das sie hier auf der Erde sind, trotz ihrer Krankheit.
Ich muß immer wieder merken wie viel ich doch an Geduld und akzeptanz von gerade diesen dreien lernen kann.
Sie sind ein Geschenk, auch wenn es ein unheimlich schweres ist.
Ich weiß auch wo ihr weg hinführt und ich weiß das Jesus sie und den Rest der Familie begleitet, tröstet und stärkt.
Ja, es gibt nur einen Weg den wir gehen können, aber es liegt an uns wie wir ihn gehen - schlecht gelaunt und zweifelnt an Gott und der Welt oder mit freuden und der gewissheit geliebt und getragen zu sein von unserem Herrn der hinter allen einen großen Plan und ein Ziel hat.

Alles Liebe euch
Tanja

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