Angie mit Benedict (Sprachentwicklungsverzögerung, Autismus)

Hier könnt ihr euch und euer Kind bzw. eure Kinder vorstellen.

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Angela77
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Angie mit Benedict (Sprachentwicklungsverzögerung, Autismus)

Beitragvon Angela77 » 09.11.2010, 23:56

Hallo,

ich möchte uns heute gerne mal ausführlicher vorstellen.

Ich bin Angie (32) aus Mülheim/Ruhr. Unserer besonderer Sohn heißt Benedict. Er kann noch nicht sprechen und gibt uns jede Menge Rätsel auf.

Für Tipps von Eltern sprachverzögerter und/oder autistischer Kinder wären wir daher sehr dankbar.

Also:

Bene ist jetzt 37 Monate und spricht noch kein verlässliches Wort, d.h. ab und zu sagt er mal "Mama", "ja" "nein", "warte", bislang je einmal sogar deutlich "trinken" und "reiten" (was ja nun wirklich nicht einfach auszusprechen ist).

Er versteht aber wirklich alles, interessiert sich sehr für komplizierte Wörter und liebt es entsprechende Bilder oder Gegenstände zu zeigen. Dieser Lernprozess geht unheimlich schnell.
So lernte er über ein Buchstabenpuzzle durch "Nebenbei-Kommentare" von mir wie "Das ist ein A.. etc." mit gerade zwei Jahren das Alphabet und "studiert" Wörter auf Plakaten, indem er mit den Fingern entlang fährt.

Auch wurden wir in der Vergangenheit oft gefragt, ob er autistische Züge hat. Manches scheint auch zumindest vordergründig so:

1. So legt er sein Buchstabenpuzzle, wenn er alleine spielt, immer exakt in derselben (für uns nicht logisch begründbaren) Reihenfolge, ist diesbezüglich aber komplett flexibel, wenn wir mitspielen wollen.

2. Er liebt es, hin und her zu flitzen und Ecken und Dinge aus allen Perspektiven zu betrachten, kann aber durch andere Aktivitäten sofort problemlos unterbrochen werden.

3. Er hat Probleme bei der sozialen Kontaktaufnahme (umarmt andere Kinder manchmal ungestümt oder zeigt auf deren Nase statt was zu sagen, was er ja auch nicht kann), er liebt aber Situationen mit vielen Menschen und neue Situationen so sehr, dass er vor Freude hüpft und quietscht. Er hat aber auch erst seit ein paar Wochen häufiger Kontakte zu Gleichaltrigen.

4. Er reagiert unwirsch auf Gesichter von Puppen oder Stofftieren, aber liebt ein Bilderbuch, in denen echte Baby-Gesichter Emotionen zeigen und versucht, zu manipulieren (was Oma sagt ,wird sofort gemacht, bei Mama versucht er erstmal, ob er durch Lächeln etc. darum herumkommen kann)

Manche autistisch anmutende Verhaltensweisen hat er sich in den letzten Monaten von alleine abgewöhnt:

1. So hat er lange Zeit nie zurück geschaut, wenn er draußen davon gelaufen ist. Jetzt vergewissert er sich mit Blicken sofort rück - und grinst mich schelmisch an, wenn er weiß, dass ich nicht möchte, dass er z.B. ins Lager vom ALDI läuft.

2. Er hat lange kaum mit dem Finger auf Dinge gezeigt, sich vor allem aber kaum auf Dinge durch uns aufmerksam machen lassen. Dies hat sich mittlerweile komplett geändert, zuerst und stärker ersteres. Er zeigt nun auf alles und versucht, uns mit Blicken zum Benennen von Dingen zu animieren.

3. Er hasste es, wenn wir Liedstrophen ausgelassen oder falsch gesungen haben. Das dürfen wir jetzt ungestraft :D


Bis er 15 Monate war, schien er übrigens auch sprachlich sehr unauffällig und sagte auch deutlich Mama und Papa.

Das einzige was rückblickend auffällig war, dass er kaum nachahmte, also nicht klatschte oder winkte. Wir vemuten, dass sich diese Imitationsschwäche auf den Spracherwerb ausgewirkt hat und dass seine komischen Verhaltensweisen primär Ausdruck der Sprachprobleme sind bzw. waren.

Am ehesten würde ich sagen, er hat eine verbale Dyspraxie, vielleicht mit ein paar autistschen Zügen. Diagnostik läuft ab Dezember im SPZ, ab nächsten Montag sind wir bei der Frühförderung, ab August im integrativen KiGA.

Was habt ihr für Ideen?

Liebe und neugierige Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 10.11.2010, 08:56

Hallo, ich nochmal: hatte mich verschrieben! Bene ist natürlich 31 Monate, nicht 37 Monate alt.
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

Vorstellung plus Diäteffekte:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html



Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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Beitragvon katrin-fish » 10.11.2010, 09:35

Hallo Angela,

mein Sohn sprach mit über drei Jahren nur Mama, Papa und Teddy. Sein Sprachverständnis war allerdings auch nicht gerade toll. Ansonsten erinnert mich vieles bei deinem Sohn an meinen eigenen.
Bei ihm bestand statt an Buchstaben großes Interesse an Zahlen. Er liebte es, Muster mit dem Finger nachzufahren, z.B. solche eingefrästen Rillen in Möbeln.
Und er liebte monotone Hin- und Herbewegungen wie das rollen einer Kugel in einfachen Kugelbahnen.
Bei meinem Sohn war die Ursache schlechtes Hören wegen stark vergrößerter Rachenmandeln.
Heute ist er sechs. Wir haben 2 Jahre Frühförderung, 3,5 Jahre Logopädie sowie 2x 6 Wochen Sprachheilreha hinter uns. Seine Erzählfähigkeit und Grammatik ist noch nicht altersgerecht, aber sonst ist alles super.
Im Alter von drei bis vier wurden von verschiedenen Stellen solche Sachen wie Autismus und ADHS in den Raum geworfen. Sein Verhalten ließ solche Schlußfolgerungen auch durchaus zu. :roll:
Allerdings kann heute keine Rede mehr davon sein. Er ist ein sonniger, aufgeweckter, lebhafter und zappeliger Bursche, der einen den ganzen Tag zutextet. Ich halte das aber nicht für bedenklich.
Aber... weil sich bei uns der Autismusverdacht nicht bestätigt hat, muß das bei euch nicht auch so sein. Habt ihr sein Gehör schon mal überprüfen lassen?
Dyspraxie könnte es auch sein. Da gibt es spezielle logopäd. Therapien dafür, nennt sich Castillo Morales. Hier im Forum gibt es ja auch Logopädinnen, die dir da sicher mehr Auskunft geben können.
Oder auch Eltern betroffener Kinder. Siehe
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic47554.html
LG
Katrin


Katrin ('71), Mika (12/03), expressive SEV, AVWS, isolierte Rechtschreibschwäche, Wirbelwind

Susanne77
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Beitragvon Susanne77 » 10.11.2010, 09:38

Hallo Angie,
herzlich willkommen hier im Forum.
Ich bin auch erst seit kurzem hier dabei, weil ich mich mit anderen betroffenen Müttern austauschen möchte.
Ich habe auch zwei extrem Sprachverzögerte Kids. Mein Großer wird nun vier und meine kleine ist gerade zwei geworden. Er spricht nun 10 "richtige" Wörter und viel in seiner eigenen Sprache. Seit 1 1/2 Jahren sind wir in logopädischer Behandlung und haben gerade eine Hörtherapie ähnlich Tomatis gemacht.
Ich erkenne bei meinem Sohn ähnliche Züge wie bei Bene, allerdings habe ich dabei nie an Autismuis gedacht, weil er einfach total kontakfreudig ist und gern mit Menschen zusammen ist. Allerdings konnte er sich von Anfang an sehr gut selbst beschäftigen und Stundenlang spielen. Er war auch immer sehr perfektionistisch (alles musste gleich stehen, gleich ablaufen etc.) Heute ist er in einem normalen Regelkindergarten und dort auch super integriert. Allerdings spielt er viel mit den Vorschulkindern. Die kommen dann nachmittags und sie spielen ganz toll, stundenlang...
Er war auch immer ganz stürmisch, hat alle Umarmt, einfach weil er sich so gefreut hat. Das Verhalten hat er nun abgelegt. Eigentlich ist er ein ganz normaler lieber Junge, der nicht spricht.
Er ist sehr interessiert an allem!!! Wie funktioniert das Wetter, das Weltall, wie leben die verschiedenen Tiere.. Er verschlingt diverse Wissensbücher und will alles, ganz genau wissen. Er speichert dieses Wissen auch ab, weil er mir später immer Dinge erklärt ;-) Zu niedlich. Bis Anfang des Sommers haben wir uns eigentlich komplett mit Gesten verständigt. Dieses hat er komplett abgelegt. Er baut aus seinem Wortschatz richtige Sätze. Teilweise nehmen seine Freunde seine Sprache an.
Im SPZ sind wir erst seit einer Woche. Nächste Woche haben wir wieder einen Termin zur weiteren Diagnostik. Bisher waren alle Untersuchungen ohne Befund... alle sagen, das kommt.
Letzte Woche habe ich spontan eine Woche in Beiersbronn im Therapiezentrum Iven gebucht. Dort bekommen beide eine Woche Intensivtherapie. Ich bin gespannt, ob dieses einen Schritt nach vorn bringt. Die Therapie nennt sich Padovan.
Insgesamt kann ich sagen, dass unser Stummi ein ganz normaler, liebenswürdiger Junge ist, der mit seinem Defizit momentan super durchs Leben kommt (natürlich sehe ich nicht, wie es innen aussieht). Je älter sie werden, desto Schwieriger wird es aber natürlich... Das man in dieser Situation bestimmte Verhaltensauffälligkeiten aufweist, weil man einfach Alternativen suchen muss, ist ja ganz klar. Ich glaube ich würde durchdrehen, wenn ich mich nicht verständigen könnte.
So, liebe Angie, Dir viel Spaß hier im Forum.
Freu mich wieder von Dir zu lesen.
Bis dann
Susanne

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MarkusB.
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Re: Angie mit Benedict: Sprachentwicklungsverzögerung, Autis

Beitragvon MarkusB. » 10.11.2010, 15:06

Hallo Angie,
herzlich willkommen im REHAkids-Forum! :hand:

Angela77 hat geschrieben:Diagnostik läuft ab Dezember im SPZ...

Kennst Du schon meine Adressenliste? (Klick!) Würdest Du mir per PN mal schreiben, wohin es gehen wird?
Liebe Grüße
Markus

Ich bin übrigens der Junge auf dem Avatar, ein Asperger-Autist. Das war ich 1981 im Alter von 6 Jahren.
Weitere Infos in meiner Vorstellung. | Mein Projekt: Infos und Adressen zur Autismusdiagnostik.

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Beitragvon maritawildoer » 10.11.2010, 15:42

Hallo Angie, mein Sohn ist jetzt 5,8 Jahre alt. Als ich von deinem Beitrag gelesen habe, dachte ich es ist mein Sohn. Er hat und hatte die gleichen Verhaltensweisen. Bei ihm sind es nur nicht die Buchstaben, sondern Zahlen. Mit dem Sprechen begann er von Heute auf Morgen als er 4,8 Jahre alt war. Im Alter von 4,8 begannen wir nämlich mit der "Padovan Sprachtherapie". Heute spricht er ganze Sätze.

Mfg. Marita

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Beitragvon anitaworks » 10.11.2010, 17:05

Hallo Angie,

herzlich Willkommen bei REHAkidsBild

Mein Kleinster ist ziemlich genau 1 Jahr älter und hat bis zu seinem 3. Geburtstag max. 20 Worte gesprochen. Diese waren aber eindeutig selbst erfunden.

Benjamin Blümnchen hieß gugelgai
Musik hieß gugai

Man brauchte schon fast ein Wörterbuch.

Hören konnte er aber ausgezeichnet. Sein Sprachverständnis war ebenfalls sehr hoch. Schickte ich ihn was hoen, ohne zu zeigen, ging er das richtige holen und auch im richtigen Zimmer.

Heute spricht er seinem Alter fast entsprechend und bildet auch schon richtige Kettensätze. Unser Großer war da absolut ähnlich. Und das ganze ohne Therapie, man könnte den Eindruck gewinnen, dass die beiden Jungs keine "Lust" hatten zu sprechen! :wink:

Wir sind zur Zeit in der Testung mit den 3 Kleineren.

Ich wünsch Dir einen regen Austausch hier.

Liebe Grüße
Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
#NoABA #FragtWarum

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Beitragvon Angela77 » 10.11.2010, 17:59

Hallo Ihr

ich finde das alles so klasse: dass es euch gibt, dass ihr mir so schnell schreibt, dass ihr so ähnliche Erfahrungen wie ich habt und dass eure Geschichten allesamt so ermutigend sind!!!

Nun würde ich Euch gerne erstmal Eure Fragen beantworten und dann Bene noch genauer vorstellen. Vielleicht gibt es noch mehr Parallelen?

Zu Benes Ohren: Der Pädaudiologe äußerte V.a. Hörstörung, weil Bene sich nur einmal zur Schallquelle umdrehte. Wenn ich allerdings Anweisungen flüstere, setzt er
sie um. Ohren werden im SPZ noch mal genau abgeklärt, notfalls mit BERA unter Sedierung, aber ich denke, er hört super.

Bene hat Störungsbewusstsein. Er reagiert mit Jammern, wenn ich in Anamnesen seine Defizite schildern muss und juchzt, wenn ich erzähle, was er alles kann.

Bene liebt Musik. Er spielt selbst sehr variantenreich und beidhändig Keyboard, trommelt aber nicht gerne.

Bene wirkt manchmal ins Spiel versunken, hört aber trotzdem zu und reagiert, auch wenn indirekt über ihn gesprochen wird, ala : "Ich geh mal eben mit den Kindern in die Stadt" - da kommt der zur Tür geflitzt.

Bene ist und war ein extrem pflegeleichtes Kind. Er hat sehr früh fixiert und der KIA war schon bei der U4 völig begeistert von seiner Aufmerksamkeitsspanne. Man konnte problemlos auch mal sein Fläschen um eine halbe Stunde verschieben und er hat zwar wenig geschlafen, hat sich aber tierisch auf das Bettgehen gefreut, denn er liebt(e) es, dort in Ruhe noch ein bis zwei Stündchen zu Musik zu chillen und/oder Bilderbücher anzugucken. Trotzanfälle kennen wir bislang so gut wie gar nicht.

Bene liebt nicht nur Buchstaben (er kennt auch die kleinen), sondern auch alle Zahlen, Farben und Formen und zeigt sie mit Begeisterung. Auch komplexere Puzzle liebt er sehr. Dafür mag er keine Rollenspiele, nicht im Sand spielen, malen oder Autos schieben. Wenn wir ihm eine solche Aktivität anbieten, dann ignoriert er uns, schaut zum Beispiel demonstativ NICHT auf das Blatt oder kaut an den Stiften.

Eine Zeitlang wollte Bene absolut nichts Neues probieren (aß aber ca. 30 Lebensmittel problemlos). Er hasste Süßigkeiten. Jetz muss alles probiert werden.

Bene lernte erst mit 16 Monaten laufen, dann aber wirklich von heute auf morgen. An einem Tag die ersten freien Schritte, ab dem nächsten Tag ist er nur noch gelaufen und das ohne einen Sturz!

Bene ist wenig gekrabbelt; das holt er aber seit ca. einem halben Jahr wieder nach (vorwärts und rückwärts) - ein Selbstheilungsversuch im Sinne der Padovantherapie?

Bene ist überhaupt nicht ordentlich. Er macht zwar seine Puzzle in exakt derselben Reihenfolge, aber er spielt im größten Chaos und räumt selbst nur auf Aufforderung auf.

Marita: Kann dein Kleiner erklären, warum er hin und her flitzt und sich Sachen aus verschiedenen Perspektiven anguckt? Das würde ich meinen Spatz gerne mal fragen, denn ich denke, dass es kein stupides Hin- und Herlaufen ist, sondern er anders wahrnimmt.

Padovan klingt spannend. Wir werden aber wohl erstmal mit Castillo Morales anfangen. Ich bin mit Mila schon im hiesigen Castillo-Morales- Zentrum wegen Hypotonie in Behandlung. Ist aber nichts tragisches. Mein Mann und ich sind beide etwas hypoton.

Susanne: Ist dein Mädel ähnlich pflegeleicht wie dein Sohn? Mila weiß genau, was sie will. Fläschen verschieben und so, geht gar nicht.

Ich halte Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, was bei der Frühförderung und dem SPZ etc. heraus kommt.

Alles Liebe für Euch und Eure Mutmachkinder!
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

Vorstellung plus Diäteffekte:

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Katharina111981
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Beitragvon Katharina111981 » 10.11.2010, 20:30

Hallo!
Meine Töchter leiden auch beide an einer Sprachentwicklungsverzögerung und-störung und die Kleinezeigt auch einige Verhaltensmuster, die auf Asperger Syndrom hindeuten, jedoch wurde das bisher nur angedeutet und nciht weiter unterscuht, da sie laut unserem KiA dafür noch zu jung sei. Also warten wir jetzt mal ab was weiter passiert...
Katharina (*1981) mit C. (*2004) und I. (*2006), beide haben eine Sprachentwicklungsverzögerung und besuchen den Sprachheilkindergarten

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Susanne77
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Beitragvon Susanne77 » 11.11.2010, 09:42

Hallo ihr Lieben,
bin immer so froh - ähnliche Geschichten zu lesen... Es macht mir Mut, dass es sich irgendwann tatsächlich in Wohlgefallen auflöst.

Nein, mein Lottchen ist vom Charakter her gar nicht mit meinem Sohn zu vergleichen. Ich glaube pflegeleicht ist etwas anderes. Sie ist ein großer Schatz und möchte immer, dass es allen gut geht ;-) Sie weiß genau was sie will. Ich sage immer, sie hat es faustdick hinter den Ohren. Bin gespannt, was uns da noch so erwartet.

Witzig, Du oder jemand anderes in den obigen Postings schreibt, dass er Dinge nur macht, wenn er es kann. So war es bei uns auch immer. Er ist losgekrabbelt von einer Sekunde zur anderen und aufgestanden und zu gelaufen. Beim Bobbycarfahren dachte ich immer, dass er da gar keine Lust drauf hat. Auf einmal hat er sich draufgesetzt und ist losgebraust mit Lenken und stoppen und um die Kurve. Ich dachte, ich guck nicht richtig. Beim Laufrad war es auch so. Wir haben nicht geübt, erst stand es rum und er hatte kein Interesse und dann hat er es für sich entdeckt und los ging es... Lotti ist in ihrer motorischen Entwicklung so fix, dass ich das Gefühl habe, dass sie es irgendwie alles schon immer konnte. Aber sie schaut es sich natürlich auch von ihrem Bruder ab.

Entdeckt noch jemand dieses in der Entwicklung der Mäuse?

So, muss ran an den Haushalt.

Bis später. Freue mich auf den weiteren Erfahrungsaustausch.

P.S. Ist noch jemand von Euch im SPZ in Hamburg? Zentrum für Kindesentwicklung?

Viele Grüße

Susanne


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