Einfach was zum Nachdenken

Hier könnt ihr Gedichte, Texte und kleine Geschichten zum Thema "besonderes Kind" einstellen und darüber dikutieren.

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Bianca1983
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Einfach was zum Nachdenken

Beitragvon Bianca1983 » 19.10.2010, 10:17

Zum Nachdenken!

(also ich hatte Gänsehaut beim lesen)

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler,
die Namen aller anderen Schüler der Klasse
auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein
wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann
sagte sie zu den Schülern, sie sollten
überlegen, was das Netteste ist, das sie
über jeden ihrer Klassenkameraden sagen
können und das sollten sie neben die Namen
schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder
fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen,
gaben sie Ihre Blätter der Lehrerin. Am
Wochenende schrieb die Lehrerin jeden
Schülernamen auf ein Blatt Papier und
daneben die Liste der netten Bemerkungen, die
ihre Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben
hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler
seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer
Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte
man flüstern. "Ich wusste gar nicht,
dass ich irgendjemandem was bedeute!"
und "Ich wusste nicht, dass mich andere
so mögen", waren die Kommentare.
Niemand erwähnte danach die Listen wieder.
Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie
untereinander oder mit ihren Eltern
diskutiert hatten, aber das machte nichts
aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt.
Die Schüler waren glücklich mit sich und mit
den anderen. Einige Jahre später war einer der
Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum
Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war
überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach
dem anderen, der den jungen Mann geliebt
oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und
erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathelehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen."
Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks
früheren Schulfreunden versammelt. Marks
Eltern waren auch da und sie warteten
offenbar sehnsüchtig darauf, mit der
Lehrerin zu sprechen."Wir wollen Ihnen etwas zeigen",
sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus
seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als
Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden
es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein
stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich
zusammengeklebt,viele Male gefaltet und auseinandergefaltet
worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen,
dass dies eines der Blätter war, auf denen
die netten Dinge standen, die seine
Klassenkameraden über Mark geschrieben
hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr
dafür danken, dass Sie das gemacht
haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen
können, hat Mark das sehr geschätzt."
Alle früheren Schüler versammelten sich um
die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen
und sagte: "Ich habe meine Liste auch
noch. Sie ist in der obersten Schublade in
meinem Schreibtisch". Die Frau von
Heinz sagte: "Heinz bat mich,die Liste in unser Hochzeitsalbum zu
kleben." "Ich habe meine auch
noch", sagte Monika. "Sie ist in
meinem Tagebuch." Dann griff Irene,
eine andere Mitschülerin, in ihren
Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene
und ausgefranste Liste den anderen.
"Ich trage sie immer bei mir",
sagte Irene und meinte dann: "Ich
glaube, wir haben alle die Listen
aufbewahrt." Die Lehrerin war so
gerührt, dass sie sich setzen musste und
weinte. Sie weinte um
Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie
mehr sehen würden. Im Zusammenleben mit
unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass
jedes Leben eines Tages endet und dass wir
nicht wissen, wann dieser Tag sein wird.
Deshalb sollte man den Menschen, die man
liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass
sie etwas Besonderes und Wichtiges sind.
Sag es ihnen, bevor es zu spät ist.

Denk daran, Du erntest, was Du säst. Was man
in das Leben der anderen einbringt, kommt auch ins
eigene Leben
zurück. Dieser Tag soll ein gesegneter Tag
sein und GENAU SO ETWAS BESONDERES WIE
DU ES BIST!!!
Martina (10/03)
Zt.n. Schütteltrauma
-schwere cerebrale Mehrfachbehinderung mit schwerer Bewegungsstörung, fehlende Sprachentwicklung, deutliche mentale Retadierung, ferner symptomatische Epelepsie, Ernährungsstörung, partielle Schluckstörung, Button, Hüftdysplasie.
Stella Fabienne (11/08) *gesund geboren*
Oliver (07/13) *gesund geboren*

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Schuster
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Etwas zu Nachdenken

Beitragvon Schuster » 19.10.2010, 10:24

Hallo Bianca.
Vielen Dank für die Geschichte,diese kam gerade zur richtigen Zeit.
Dein Tag soll auch gesegnet sein!
Liebe Grüße Heidi mit Lisa!

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RenateT
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Beitragvon RenateT » 19.10.2010, 11:17

Sehr schön

Renate
Mutter von drei nichtbehinderten Kindern und von Tikvah: schwere Entwicklungsstörung des Gehirns, Epilepsie, frühzeitige Pubertät

"Mut ist Angst die gebetet hat." Corrie ten Boom


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