Pflegefibel - Pflegegeld/Infos/Tagebuch

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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MichaelK
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Beitragvon MichaelK » 13.03.2017, 14:36

Sandra_mit_Rasselbande hat geschrieben: das wir die fehlenden Tage nachbezahlt bekommen. Das ging ja mal flott. !


Hallo Sandra,

gut. Die Rechtslage war auch eindeutig. :)

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
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Sandra_mit_Rasselbande
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Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 13.03.2017, 15:16

Findest du? Ich finde das gar nicht so klar. Wobei... evtl wenn man die Pflegebedürtigkeit an einem Ereignis fest machen kann (Unfall, Schlaganfall, evtl Tag der Geburt) dann ist das Vorgerhen der Pflegekasse korrekt. Aber stimmt eben schon. PG4 passiert ja nicht von heute auf morgen :?
Sandra mit Zirkusfamilie
Sondervorstellung 84.5

Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H
Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H
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AngelaMeyer
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Beitragvon AngelaMeyer » 13.03.2017, 19:34

Hallo,

gibt es schon eine überarbeitete Version von Pflegfiebel / Pflegetagebuch mit Berücksichtigung der Änderungen, die jetzt mit den Pflegegrad kamen?

Es gibt doch sicherlich Punkte, die früher nicht relevant waren und heute doch mit in die Beertung eingehen.

Ich denke da jetzt ganz speziell an Themen wie Sozialkontakte und Schulprobleme wie bei Asperger oder anderen. Oder auch fehlendes Gefahrenbewusstsein bei Entwicklungsstörungen / geistiger Behinderung was ja dazu führt, dass ein Kind nicht wie Gleichaltrige einfach mal mit andren draussen spielen kann, sondern mehr Aufsicht benötigt.

Nach meiner Erfahrung, könnte es aber glatt sein, dass diese FreizeitAktivitäten als privater Luxus gesehen werden und nicht mit einberechnet werden.

Weiss da jemand was?

LG Angela
Sohnemann *2001 Asperger und HB
Minimann *2013 geboren mit 6. Zeh und Hypospadie (OP Anfang 2015), globale Entwicklungsstörung, geräuschempfindlich und (taktile) Wahrnehmungsstörung und seit März 2016 Epilepsie. Nach einem 2 Jahre dauernden tränenreichen Umweg über das Bardet Biedl Syndrom seit Februar 2016 endlich die Diagnose SYNGAP1 Mutation.

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Sandra_mit_Rasselbande
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Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 21.03.2017, 13:34

Ich habe noch mal eine theoretische Frage:

Angenommen man ist übergeleitet in PG 3.

Die Pflegekasse schickt erneut den MDK aufgrund einer anzunehmenden Verbesserung (zB auf Grund einer Reha)

Nun steht im MDK Gutachten nur noch PG1

Die Pflegekasse wird ja weiter PG3 bezahlen, aber macht es Sinn hier Widerspruch einzulegen? Geht das überhaupt? Denn gegen das MDK Gutachten kann man ja keinen Widerspruch einreichen, richtig? Nur gegen den Bescheid der PK.

Macht es auch überhaupt Sinn? Meine Befürchtung wäre, das so immer weiter runtergestuft wird, von PG 3 auf nichts ist schwerer zu erklären als zB von PG1 auf nichts. Und so konnte der Bestansschutz nach und nach ausgehebelt werden.
Sandra mit Zirkusfamilie

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Beitragvon MichaelK » 21.03.2017, 14:03

Sandra_mit_Rasselbande hat geschrieben:von PG 3 auf nichts ist schwerer zu erklären als zB von PG1 auf nichts. Und so konnte der Bestansschutz nach und nach ausgehebelt werden.


sofern Bestandsschutz auf Grad 3 besteht, kann dieser nur durch Wegfall der Pflegebedürftigkeit entfallen. Insofern wäre ja in dem Moment der Verwaltungsakt zu begründen. Wieso also keine Pflegebedürftigkeit mehr vorliegt.
Trifft dies nicht zu, wäre der Verwaltungsakt rechtswidrig. Zwischenzeitliche Feststellungen können doch daran auch nix ändern, egal ob sie nun zutreffend waren oder nicht ??

LG Michael
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Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 21.03.2017, 15:19

Vielleicht denke ich zu sehr um die Ecke :lol:

Aber verstehst du meinen Gedankengang? :oops:
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SonjaSo
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Beitragvon SonjaSo » 26.03.2017, 11:30

Ich habe eine Frage,wir haben jetzt das Gutachten bekommen,und sind runtergestuft.Natürlich behalten wir den übergeleiteten Pflegegrad,das ist wunderbar,aber in dem Gutachten sind ,zwar wenige,Die die nicht stimmen..zB selbstständiges waschen,was def nicht so ist.
Soll ich da ein Schreiben aufsetzen?
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Beitragvon claudia christiane » 31.05.2017, 19:01

Hallo,
in HH (Hamburg) steht intern fest, dass 2017 alle Pflegegrade fest bleiben und so erst 2018 nach neuen Regeln begutachtet werden wird.

Nun ging ich für Brandenburg auch davon aus, denkste- die haben sich angekündigt. Ist das so korrekt? Ich meine die KK ist doch eine bundeseinheitliche KK und die bestimmt doch wann der MDK zu kommen hat....
es grüßt herzlich
claudia

1,80 m großes, pupertierendes Goldstück: hörgeräte, hirnfehlbildung m. verlust d. marklageranteile u.d. thalamus ... . lernblockaden, aktivitäts-, aufmerksamkeitsstörung, lordose, platt-, senk- spitzfuß, hüftdysplasie, hemiparetische diplegie mit dynamic walk orthese und einlage, US-oschiene nachts, silikonhandschiene..

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Beitragvon Larazka » 31.05.2017, 22:25

Hallo vielleicht kann mir jemand hier helfen mit Pflegend.
Mein Sohn wurde mit 3 Herzfehler geboren.Er hat 80 GDB mit Buchstaben G.B.H
Ersten Antrag auf Pflegestufe wurde abgelehnt gab Wiederspruch
Gemacht.
Jetzt am 8.06.17 kommt wieder eine vielleicht mach was falsch kann mir jemand vielleicht hier helfen.
Tut mir leid für mein Deutsch.

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Sinale
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Beitragvon Sinale » 31.05.2017, 23:09

Hallo claudia christiane,

die Regelung der ausgesetzten Wiederholungsbegutachtungen bis Ende 2018 gilt Bundesweit:

Auf Seite 14 in folgendem Thema gibt es folgende Antworten:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 95#2045495

MichaelK hat geschrieben:Hallo ...,

rechtswidrig, da

a)eine Wiederholungsbegutachtung, der Veranlassung nach, grundsätzlich § 65 SGB I unterliegt. Danach muss die Anordnung der Untersuchung verhältnismäßig und zumutbar sein.
Eine Wiederholungsbegutachtung muss deshalb gemäß dem "ermittelten Befund und der über die weitere Entwicklung der Pflegebedürftigkeit abgegebenen Prognose" notwendig sein, um das Fortdauern des Vorliegens der Voraussetzungen der Pflegestufe festzustellen. Dies würde eine Änderung des Pflegebedarfs, z.B. bedingt durch eine Änderung des Gesundheitszustandes, voraussetzen, was ja bei euch laut Gutachten nicht anzunehmen ist und wofür es auch sonst keine Anhaltspunkte gibt.

b) die Regelung in § 18/2a SGB XI besagt ganz klar, dass vom 1. Juli 2016 bis zum 31. Dezember 2018 keine Wiederholungsbegutachtungen durchzuführen sind, auch wenn in den bezeichneten Zeitraum ein empfohlener Termin fallen sollte.
Davon abgewichen werden darf nur bei Pflegebedürftigen, bei denen infolge Operationen oder Reha-Maßnahmen eine Verringerung des Hilfebedarfes zu erwarten ist.

LG Michael


MichaelK hat geschrieben:
Sinale hat geschrieben:für ein mögliches Verfahren bei Entscheidung gegen den MDK-Besuch ist es m. E. wichtig, sich schriftlich dagegen zu äußern und von der GKV ggf. eine schriftliche Stellungnahme dazu zu fordern.


sehr sehr richtig !!!


Es gilt, an die GKV zu schreiben, bevor der MDK kommt.

Die Kinderentwicklung ist ja schon in der Empfehlung des MDK für einen Folgeuntersuchungstermin berücksichtigt (in der Regel höchstens 2 Jahre)und eben solche Termine sind ja gesetzlich ab 1. Juli ausdrücklich mit untersagt worden. Daher wäre eine Vorverlegung der rechtlich gangbare und zumutbare Weg gewesen. Aus diesem Grund stellt die Kindesentwicklung gerade keinen ab 1. Juli zumutbaren Ausnahmegrund dar.

LG Michael


MichaelK hat geschrieben:Hallo,

meine Empfehlung wäre: auf die Rechtslage hinweisen - das allerdings schriftlich.
Sollte die Kasse dann trotzdem auf der Begutachtung bestehen, hinnehmen.

Man kann natürlich auch verweigern, muss dann aber mit der Einstellung aller Leistungen rechnen und dagegen dann mit den Rechtsmitteln vorgehen. Das kann lange dauern und der Ausgang ist ungewiss.

LG Michael


https://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopi ... 89#2073089
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
Rollstuhlnutzerin


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