Pflegefibel - Pflegegeld/Infos/Tagebuch

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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marianne
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Beitragvon marianne » 04.01.2006, 08:19

Da wäre ich mir nicht so sicher. Wenn er so ablenkbar und unkonzentriert ist, dass er sich nicht alleine anziehen kann oder selbständig essen etc., dann geht es vielleicht doch.

Lieber Gruß

Marianne
Janosch (06/00) Frühkindlicher Autismus, leichte geistige Behinderung, Aufmerksamkeitsstörung, Adoptivkind

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Petra B
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Beitragvon Petra B » 04.01.2006, 08:31

Hallo marianne,

Wenn er so ablenkbar und unkonzentriert ist, dass er sich nicht alleine anziehen kann oder selbständig essen etc., dann geht es vielleicht doch.


Tut mir leid, aber das sehe ich schon eher als ein Ausnutzen des Systems.
Ich weiß schon wovon ich schreibe. Auch das ist mir nicht fremd.
Ab wann wird dann für ein gesundes Kind Pflegegeld erwartet, auch diese müssen gepflegt werden und brauchen Zeit.

Manchmal sieht es schon eher nach Mitnahmementalität aus, ich glaube die Meisten wissen gar nicht, was es inzwischen bereits an Erleichterungen gibt, die noch vor nicht allzu langer Zeit nicht da waren. Aber diese müssen auch bezahlbar bleiben, sonst bleiben nämlich die auf der Strecke, die sie wirklich brauchen.

Es gibt auch Behinderte, auch Rollstuhlfahrer, die nicht alles alleine machen können und sich die Hilfen teuer erkaufen müssen, ohne eine Pflegestufe zu bekommen.
Hier bin ich auch eurer Meinung, dass hier etwas mehr getan werden muss.
Hallo L... vielleicht meldest du dich hier auch zu Wort.

Einige Kinder sind nun mal zeitintensiver als andere, das ist ganz normal.

Viele Grüße
Petra B

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Beitragvon Ela74 » 04.01.2006, 09:27

Hallo Carola und Marianne,

also eine Pflegestufe für nur ADHS halte ich auch für ehr unwahrscheinlich und nicht wirklich gerechtfertigt. Wenn ich das richtig gelesen habe, hätte Carola sie gerne, weil er es auf seine Schwester absieht und diese sich nicht wären kann. Das ist also nur Betreuung und hat nichts mit der Grundpflege zu tun. Wenn es danach ging, müßten ich auch bei Marvin einen Zeitaufwand von mindestens 14 Std. täglich haben (die anderen 10 Std. schläft er).
Ich kann mich da nur der Meinung von Petra anschließen und denke, das schießt am Sinn des Pflegegeldes vorbei.

LG
Ela
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Ela (Bj.74) mit Marvin (09/97, CP, geistige Behinderung, fehlende Sprache, Epilepsie, Neurodermitis) und Felix (10/01 ADS?, Neurodermitis) und Gordian Andrin 10/09 und Aurelian 8/11

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Beitragvon MichaelK » 04.01.2006, 11:52

hallo Leute,
keine Aufgeregtheiten!! Es gibt dazu ja die objektiven Kriterien zur Beurteilung der Pflege (Verrichtungen und Zeitkorridore). Uns hier steht es wohl keineswegs an, ein Urteil zu fällen.
Meine, keineswegs "geniale", kleine Schrift soll dazu dienen, vor allem den Neulingen unter uns eine Hilfestellung zu geben, damit sie eine Chance haben, wenigstens einigermaßen gerecht beurteilt zu werden. Wenn die Kassen und der MDK das von sich aus tun würden, bräuchten wir uns damit gar nicht zu beschäftigen. Leider ist es aber anders.
Deshalb lasst uns miteinander arbeiten und nicht nebeneinander oder gegeneinander!!

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2
"Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit."
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AnjaR
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Beitragvon AnjaR » 04.01.2006, 20:45

Hallo Michael und alle anderen,

ich hatte ja nun nach einigem Zögern nun doch Pflegegeld beantragt und heute war die Gutachterin vom MDK da. Sie war wirklich aufgeschlossen und freundlich und wir haben über eine Stunde über den bisherigen Werdegang von unserem Kurzen gesprochen und sie hat sich ihn angesehen, was er so macht und kann.
Irgendwelche Zeiten für bestimmte Verrichtungen wollte sie gar nicht groß wissen.
Sie sagte nur bevor sie ging, dass bei so Kleinen der Mehraufwand gegenüber einem gesunden Kind meist nicht ausreicht, um eine Pflegestufe zu bekommen und wenn eine Ablehnung käme, solle ich es später nochmal versuchen.
Sie hat schon gesehen und an Joris auch bemerkt, dass wir uns viel mit ihm beschäftigen und auch üben und therapieren, aber dass hat keinen Einfluss auf die Pflegezeiten.
Naja nun warten wir mal ab, ich habe aber kein gutes Gefühl.

LG Anja
Anja (´75), Jens (´73), Pascal Jannes (´01), Joris Michel (20.10.04)- Mischform: Dystonie/spastisch athetotische Tetraparese

Carola P
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Beitragvon Carola P » 04.01.2006, 22:17

Da hab ich ja wohl mit ein paar Äußerungen dafür gesorgt, dass sich einige Leute Gedanken machen.
Ich hätte die Pflegestufe gerne.... heißt es da. Da ist schon was dran. Aber nicht, etwa, weil ich geldgeil bin und mir die Taschen füllen will, sondern weil es durchaus gerechtfertigt wäre.
Damit könnt ich vielleicht sogar ein paar Schäden wieder gut machen, die Valentin in den vergangenen Jahren angerichtet hat. Z.B. hat er in unserer Wohnung die Glasscheiben zweier von 3 Türen eingeschlagen. Die Reparatur bzw. eine neue Tür würde etwa 200 Euro kosten, weil das ein Sondermaß ist (Kostenvoranschlag)
Das Geld hab ich nicht. Also fehlt die Scheibe jetzt schon an die 2 Jahre in der Wohnzimmertür. Ja klar, ich könnte natürlich auch eine Spanplatte ran hämmern, aber deswegen hab ich meinem Vermieter noch lange die Tür nicht ersetzt.
Ich werde mich hier nicht rechtfertigen. Muss ich auch gar nicht. Ich weiß genau wovon ich schreibe.

Über ADHS und Pflegegeld gab es bisher schon mehere Meinungsäußerungen.
Guckst du hier.

http://www.REHAkids.de/phpBB2/43416

Und noch ein Zitat von Corinna&Kids

Verfasst am: 20.08.2005, 11:24 Titel: ADHS und Pflegestufe

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Hallo...

ich hab versucht mich ein wenig einzulesen, aber es ist doch viel los und da muss man erstmal reinwachsen*gg*
Aber nun zu meiner Frage...
Eine Nachbarin von uns hat ein ADHS Kind im Alter von 5 Jahren... und hat Pflegestufe 1.... ich hab das noch nie gehört und mcih doch gewundert.
Hätte ich evtl auch die Chance diese noch zu bekommen, allerdings ist Sohnemann und Tochter bereits 12 und 10, aber ich muss trotz allem noch an allen Ecken und Enden helfen und gucken, dass sie das machen, und vor allem die Betreuung ist recht schwierig, besonders bei den Hausaufgaben......????
_________________
liebe Grüße Corinna mit Tobias, Kathi und Alina



Ich hoffe, ich hab das jetzt richtig gemacht und ihr könnt was lesen.

Carola

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Beitragvon Carola P » 04.01.2006, 22:58

Der Link scheint nicht zu funktionieren. Ich setzte das Zitat rein.
Mag sein, dass ich hier für einige die Unmöglichkeit in Person bin, aber habe bis jetzt versucht, alles für meine 4 Kiddis zu tun. Ich habe keinerlei familiäre Unterstützung, keinen Partner, keinen Tante oder so, die mir mal den einen oder anderen Weg (oder mal ein Kind) abnehmen könnte. Ich kümmere mich um alles alleine.
Die beiden Väter interessiert es nicht, was mit ihren Kindern passiert.
Ich kann auf Grund der zahlreichen Therapien meiner beiden Jüngsten nicht arbeiten (NICHT SO, wie ich es mir eigentlich in den Kopf gesetzt hatte) um nicht nur am Existenzminimum herum zu krebsen. Und deshalb werde ich jede Möglichkeit nutzen, um aus unserem Leben doch noch das Optimalste zu machen.
Dem Arbeitsamt bin ich nach dem Erziehungurlaub permanent auf die Pelle gerückt. Vonwegen Berufsrückkehrer und Weiterbildung oder Arbeit oder irgendetwas, mit dem ich meine Situation verbessern kann. Doch hieß es immer nur: Was denn?! Sie wollen arbeiten? In ihrer Situation?! Ja wie denn. Ich habe 4 Kinder. Das soll doch nicht heißen, dass ich mich auf Staatskosten auf der Couch ausruhen will, bis es mal irgendwann Rente gibt. Ich hab mich für eine Weiterbildung eingesetzt, die ich dann endlich auch bekam, aber jetzt leider so nicht mehr realisieren kann. Die Kinder sind nur noch krank. Vielleicht liegt das auch unserer feuchten Wohnung. Und ich bin am Ende meiner Energie angelangt.
Ich werde den Antrag stellen. Entweder wird für die Pflege entschieden oder dagegen. Aber ich möchte mir später nicht vorwerfen lassen, nicht alles getan bzw. versucht zu haben. Ihr würdet das für euere Kinder nicht tun?!


Verfasst am: 24.08.2005, 22:00 Titel:

Hallo Sandra,ADHS zählt zu den seelischen Behinderungen und daher gibt es die Möglichkeit, einen Behindertenausweis zu beantragen. Ich weiß das durch meine Chefin. Deren Sohn hat auch ADHS und hat 60% erhalten. Dies ist zwar nicht viel, aber bei verschiedenen Dingen(z.Bsp. Berufswahl) sehr dienlich.Liebe GrüßeAndrea


Schönen Abend noch
Carola

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Beitragvon MichaelK » 04.01.2006, 23:00

Hallo Carola ,

du mußt dich hier nicht rechtfertigen. Gelegentliche gegenteilige Meinungen mußt du einfach akzeptieren. Ich find das grad gut so...........gewissermaßen das "Salz in der Suppe", sonst wärs ja zu fad hier :) :) :) .

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2

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Beitragvon MichaelK » 16.01.2006, 17:01

Hi Leute,

das Update ist fertig.
Hab die Verhinderungspflege mal mit eingebaut, weil ich da schon einen unmittelbaren Zusammenhang zum "Pflegegeld" sehe.
Außerdem hab ich die hauswirtschaftliche Versorgung nochmal näher beleuchtet, weil das ja einige Probleme gemacht hat, so ich hier im Forum erfahre.
Die Tabelle zu den Mindestpflegezeiten ist jetzt auch voll detailliert.
Danke an alle, die mit Ihren Beiträgen mitgeholfen haben, wäre schön, wenn das noch mehr werden würden.
Ein klitzekleines Problemchen gibts jetzt allerdings noch, die Datei ist zu groß, um sie als Download hier einzustellen. Mhhhh....mal sehn ob unseren Moderatoren dazu was einfällt.
Bis dahin bleibt nur: E - Mail an mich, wer eiligen Bedarf hat.

LG Michael
Michael für den Liebling der Familie: Lars, geb 04/03 Lumbale Spina bifida mit HC (v-p-Ableitung), Arnold-Chiari-Malformation Typ 2

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Eliana
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Beitragvon Eliana » 16.01.2006, 19:50

Hallo Michael
Ich habs jetzt auch (mit hilfe) :oops: geschafft....
VIELEN DANK!!!!!
@carola Kinder die vom Verhalten anders sind haben auch im tgl.Leben Schwierigkeiten und brauchen länger oder können manches nicht!!!
Gut wenn du einen antrag stellst!
Gerade hier sollte es keine Urteile geben denn jeder versucht doch für seine Familie das beste raus zu holen.
Herzlichst Christina


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