Erfahrungsbericht 2010: Graal-Müritz, Meeresbrise

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Inga
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Erfahrungsbericht 2010: Graal-Müritz, Meeresbrise

Beitragvon Inga » 04.07.2010, 22:49

Erfahrungsbericht: Gaal-Müritz, Meeresbrise

1)Klinikdaten
Mutter-Kind-Klinik Meeresbrise in 18181 Graal-Müritz, Strandstraße 22


2) Lage und Umgebung
Die Klinik befindet sich ca. 10 Kinder-Lauf-Minuten vom Strand entfernt. Direkt an der Klinik liegt ein Wald mit Moor, daher sind in der Sommerzeit leider reichlich Mücken dort. Graal-Müritz ist in Graal-Müritz-Ost und -West eingeteilt. Die Klinik liegt im ruhigeren östlichen Teil. Einkaufsmöglichkeiten sind eher im westl. Bereich, der über die Strandpromenade nach ca. 30 Minuten Fußweg erreicht wird.


3) Ankunft
Die meisten Mütter mit Kindern kamen mit dem Zug an und wurden dann mit Kleinbussen am Bahnhof abgeholt. Man wurde nett begrüßt, das Zimmer wurde gezeigt und es gab die Info, wann Abendessen ist.

Am nächsten Vormittag wurden die Kinder ihren Kindergruppen zugeteilt und die Erwachsenen hatten dann eine Begrüßungsrunde mit anschl. Hausführung. Wenn man kleine Kinder hat, die noch keine Kinderbetreuung gewöhnt waren, ist diese Reglung keine gute Lösung, da man von der Öffnung der Kindergruppen bis zur Begrüßungsrunde nur ca. 30 Minuten Zeit hatte.
Am Mittwoch und Donnerstag war dann das Arztgespräch und ein Gespräch in der psycho. Abteilung, danach wurden dann die Termin-Pläne zusammengestellt.


4) Zimmer
Das Haus hat nur 2-ZimmerApartments. Während unserer Kur wurden 2 Apartments mit einer Zwischentür verbunden und so wie ich mitbekommen habe, soll dies noch bei 2 weiteren Apartments passieren.
Da es dies bei uns aber noch nicht gab, hatten wir als Großfamilie 2 dieser 2-Raum-Zimmer. Die Zimmer sind gut und recht schön. Leider waren in einigen Zimmern die Wände, Zimmerdecken,… ziemlich schmutzig. Alles, was man aber gut und schnell putzen kann (Fenster, Boden, Möbel,…) war sauber. Unsere Putzfrau war sehr gründlich („Junge Frau, sie wollen es doch sauber haben. Holen sie bitte die Koffer unterm Bett hervor, ich muß da putzen. Ihre Kinder bekommen noch Allergie von den Wollmäusen!“), andere hatten da wohl eher Pech.
Ein Apartment besteht aus einem großen Zimmer mit Bett und evtl. Gästebett, einem großen Schrank, einem Sideboard worauf der Fernseher (kostenlos), das Telefon (anrufen lassen ist kostenlos) und ein CD-Radio-Gerät stand. Von diesem Zimmer ging es dann ins Kinderzimmer, diese waren immer mit einem Tisch und 3 Stühlen und diversen Betten und einer offenen Kommode bestückt. Die Anzahl und Größe der Betten dort war sehr unterschiedlich. Meist stand aber ein 1,70m langes Etagenbett und ein Kinderbett darin. Je nach Alter der Kinder war auf der Kommode ein Wickelbrett mit Auflage befestigt. Aus beiden Zimmer konnte man das Bad (Toilette, Dusche mit Schiebetür, Waschbecken, 2 kleine Ablagen) betreten.
Eines unserer Apartments war behindertengerecht, es war 8-10 qm. größer und hatte im Kinderzimmer ein höhenverstellbares Bett mit Seitengittern, die man bei Nichtbedarf auch unter das Bett klappen konnte, so dass sie nicht gestört haben. Das Bad war nur vom großen Zimmer aus begehbar, die Toilette war etwas höher und hatte 2 bewegliche Griffe links und rechts. Die Dusche war ebenerdig und mit Vorhang. An der Wand konnte man einen Sitz einhängen. Das Bad war so schön groß, dass wir unsern Jüngsten gut mit dem Babybett dort schlafen lassen konnten.  Die Babybetten sind etwas kleiner als die Norm, ich schätze 1,20m statt 1,40m.
Die Fenster sollten eigentlich mit Fliegengittern ausgestattet sein, war aber bei vielen nicht der Fall und auch bei ca. 7-maligen Anmahnen wurden sie nicht nachgerüstet, obwohl sie im Haus vorrätig waren. Verdunkeln kann man die Fenster mit dicken, festen Vorhängen und zusätzlich mit normalen dünnen Vorhängen. Gardinen gibt es keine. Die Zimmer, die zur (ruhigen!) Straße hin liegen hatten noch Jalousien, die haben gut dunkel gemacht, mussten aber bei starkem Wind hochgedreht werden, da sie sonst kaputt gehen.
Bettwäsche und Handtücher (Kleine, Mittlere und feste als Duschvorleger) wurden bei Bedarf gewechselt. Man legte das schmutzige Zeug in die Dusche und die Reinigungskraft legte die frischen Sachen dann auf einen Stuhl. Die Zimmer wurden Mo, Mi und Fr geputzt, das Bad tägl., außer Sonntag, die Mülleimer wurden täglich geleert.
Die Kissen waren sehr schlecht, halt so welche mit klumpigen Schaumstofffetzen darin. Wer also mit dem Auto anreißt sollte, wenn möglich sein Kissen selbst mitbringen. Die Matratzen und Lattenroste waren ziemlich gut.

Babybadewanne, Hocker fürs Waschbecken und Rausfallgitter fürs Bett konnte man sich kostenlos leihen.


5) Klinik an sich
Die Klinik an sich macht einen sauberen und gepflegten Eindruck. Es finden sowohl Mutter- als auch Vater-Kind-Kuren und Familienkuren statt. Viele Väter waren dauerhaft, oder zumindest einige Tage als Begleitperson dabei. Fanden wir nicht als Problem, beim Essen war es so oder so immer recht laut und im Rest des Hauses kam es immer darauf an, wie gut erzogen die Kinder waren, da gab es halt solche und solche…
Wem ein ruhiges Zimmer wichtig ist, sollte sich ein Zimmer im Erdgeschoß oder im 3. Stock wünschen. Im 1. und 2. Stock war es immer echt laut. Erstens sind dort deutlich mehr Zimmer und außerdem war dort der Teeküche ein Spielzimmer angegliedert und da war dann abends oft noch Trubel.
Im Erdgeschoß liegen 10 Zimmer, eine kleine Teeküche mit kleiner Sitzecke, der Fitnessraum (kleiner Raum mit ´ner handvoll Trimmräder u.ä. – ich habe nicht mitbekommen, dass dieser auch nur 1x genutzt wurde), die Küche, die Lehrküche, 2 Speiseräume, die Rezeption, eine „Empfangshalle“ mit Sitzecke, 4 Kindergruppenräume, die med. Abteilung (Vollbad, Massage, Bewegungsbad, Inhalationen, Sauna, 2 Turnräume), das Schwesternzimmer und die 2 Ärztezimmer. Im 1. und 2. Stock gab es nur Zimmer und je eine Teeküche mit Kinderspielzimmer. Bzw. im 1. Stock war auch noch ein Therapieraum, der war aber über die Kindergruppenräume zu betreten.
Im 3. Stock waren 5 Zimmer, eine große Teeküche, 2 Ruheräume für Entspannungsübungen u.ä., einen Lese- & Fernsehraum, wo auch Gruppengespräche stattfanden, und ein Kreativraum. Wegen der WM war der TV aber vom Leseraum in den kleinen Speisesaal verlegt worden, damit mehr Leute schauen konnten.
Es gibt noch diverse Balkone, die Türen sind aber abgeschlossen, den Schlüssen muß man sich jedes Mal wieder neu ausleihen, wenn man dort hin will.

Die Kindergruppe der Schulkinder, die Verwaltung und die Psycho. Abteilung war in einem Anbau, wobei der Weg zu den Kindern überdacht war.

Das Bewegungsbecken wird nur für Therapien genutzt und für Eltern-Kind-Interaktionen. Es ist also nicht mehr möglich sich stundenweise am Nachmittag / Abend zum „offenen“ Schwimmen dort einzutragen. Die Sauna durfte man abends und am Wochenende nutzen, man musste sich vorher in Listen eintragen und mind. immer zu 3. sein, damit sie angeheizt wurde.
Der eine (leere) Turnraum durfte von 16- 20 Uhr und am Wochenende genutzt werden.
Wer Internet nutzen möchte, zahlt einmalig 5 Euro und bekommt dann einen Zugangscode, mit welchem er dann mit W-Lan in der Nähe der Rezeption mit seinem mitgebrachten Laptop online gehen kann.
Wer seinen Internetstock nutzen will muß aufpassen, O2, E-Plus und einige andere haben in Graal-Müritz sehr schlechten Empfang.


6) Essen:
Frühstück:
- verschiedene Körnerbrötchen, normale Brötchen, Milchbrötchen
- Brot, Zwieback, Knäckebrot
- Butter & Margarine
- 2-3 Sorten Marmelade, Honig & sonntags Nutella (kein Original)
- 2-3 Sorten Schnittkäse
- 2-3 Sorten Scheibenwurst
- Streichkäse, Brie, Quark, körniger Frischkäse, Naturjoghurt, selbst gemachter Fruchtjoghurt
- 2-3 Sorten Obst
- 2-3 Sorten Gemüse
- 2 Sorten Dörrobst
- Schokomüsli, Cornflakes, „Schokocornflakes“, Getreide (ganze Körner – wer isst denn so was?????)
- Warme und kalte Milch
- Nesquick
- Heißes Wasser und verschiedene Teebeutel
- Kalter Früchtetee
- Kaffee
- 0,5L-Flaschen mit Wasser ohne oder mit wenig Kohlensäure
- Sonntags entweder gekochte Eier oder Rühreier

Obst und Wasserflaschen sollte man sich für den Tag morgens mitnehmen. Der Wasserspender am Empfang war dauerhaft defekt und der Spender im Speisesaal gab nur stilles Wasser her.

Mittagessen:
Man konnte zwischen Normalkost, Vegetarischer Kost, Diätkost und Kinderessen wählen.
Wenn die Kinder in den Kindergruppen essen wollten, mussten sie das Kinderessen wählen, wenn sie mit den Müttern / Vätern gegessen haben, konnte man ihnen auch ein anderes Essen bestellen, wenn ihnen das besser gefallen hat.

Das Essen war sehr schwach gewürzt, es gab aber Tütchen mit Pfeffer und Salz.
Doof war, dass es die ersten 1 ½ Wochen nur gekochte Kartoffeln als Beilage gab.
Es gab immer ein Salatbuffet mit 1-2 Sorten Salat, Oliven, Gurken, Tomaten, Peperoni, Paprika, geriebener Käse, Gurkensalat,… (hat immer mal gewechselt). Es gab fast immer die gleiche Soße, ab und an auch noch eine weitere, aber es gab immer 2 Sorten Öl und 5 (?) Sorten Essig.

Man konnte das Essen meist ganz gut essen, aber wirklich toll war es nicht.

Nachmittag:
Es gab die Restlichen Brötchen vom Frühstück mit Marmelade
Sonntags gab es Kuchen

Abendessen:
- Die letzten Brötchen vom Morgen
- 4 Sorten Brot
- Knäckebrot und Zwieback
- Butter und Margarine
- je ca. 3 Sorten Käse und Wurst
- Schmelzkäse, Teewurst, Kalbsleberwust
- 2-3 Salate (Bohnensalat, Hähnchensalat, Käsesalat, Wurstsalat,…)
- Tomate, Gurke,…
- und mind. jeden 2. Tag noch was Warmes (Gemüsepizza, Griesbrei, Pellkartoffeln, Gemüsesuppe, Nudel mit Tomatensoße,…)

Alles war immer sehr nett angerichtet und wurde regelmäßig nachgefüllt.
Es gab ein extra Büfett für“ Reduktionskostler“, dieses war sehr lieblos und spartanisch.

Für Babys / Kleinkinder gab es Babymilchpulver von Beba, Milupa und Milasan, morgens und abends Griesbrei oder „Fertigbrei“ (Marken s.o.) je nach Wunsch, Gläschen (Bebivita) oder wahlweise passiertes Essen, nachmittags konnte man sich ein Obstgläschen holen oder auf Wunsch wurde auch frisches Obst passiert.

Zum Essen wurde man in 2 Schichten eingeteilt. Entweder 7 - 7:45 Uh, 11:30 – 12.15 Uhr und 17:30 – 18:15 Uhr oder 8 - 8:45 Uhr, 12:15 - 13:00 Uhr und 18:30 – 19:15 Uh. Die Leute mit kleinen Kindern waren meist in der 1. Schicht, die mit den großen Kindern in der 2. Schicht. Es war aber nie ein Problem, wenn man wegen einem Ausflug, Therapien, … man die Zeiten getauscht hat. Morgens und abends konnte man zusätzlich zu dem normalen Speiseraum noch einen kleinen Raum zum Essen nutzen, wurde aber nur von einer Mutter mit einjährigen Drillingen gemacht und als diese vorzeitig abreisen musste von einer Familie die notorische Nörgler waren. Mittags wer der kleine Raum für die Kindergruppen und danach fürs Personal reserviert.

Wer Sonderkost (Sojamilch, Glutenfrei,…) braucht, muß sehr wachsarm sein, die Küche vergisst ab und an darauf zu achten und bei Salaten und co weiß dass Personal manchmal nicht genau was drin ist, weil das Essen von Leuten aus einer anderen Schicht zubereitet worden ist.

Im Speisesaal gibt es die üblichen Kinderstühle (rundum „zu“ mit Lederband zwischen den Beinen) und jede Menge Tripp-Trapp-Stühle. Tipp: nehmt einen „Ikea-Imbusschlüssel“ mit. Die Schrauben sind alle locker und außerdem sind die Bretter in unmöglichen Höhen, so dass kein Kind ordentlich darauf sitzen kann. Wenn man es oft genug anmahnt dreht der Hausmeister die Schrauben fest, er hat aber keine Ahnung davon, auf welche Höhe man die Bretter sinnvoller weise macht.


7) Kinderbetreuung
Es gab 5 Gruppen. 1. bis knapp über ein Jahr, 2. bis etwas über 3 Jahre, 3. bis etwas über 5 Jahre, 4. Vorschulkinder, 5. Schulkinder. Die Trennung war nicht ganz genau, unsere 5jährige war in der 3. Gruppe und einige Jüngere Kinder waren in der 4. Gruppe. Es waren immer so +/- 15 Kinder in jeder Gruppe. Unser Kleiner wollte sich absolut nicht betreuen lassen. Dies lag zum einen daran, dass er eine Woche vor Kurantritt anfing zu fremdeln und zum anderen waren die Erzieher in der Gruppe (bis auf eine Ausnahme!) auch eher unfreundlich (dies war nicht nur meine Meinung). Kinder bis 3 Jahre konnten Mo bis Fr von 8-12 Uh und von 14-16 Uhr betreut werden.
Die älteren Kinder wurden Mo von 8-12 und von 14-16 Uhr und Di bis Fr von 8-16 Uhr durchgängig betreut.
Man konnte die Kinder bringen und holen wie man wollte, wenn die Gruppe aber gerade am Strand war, hatte man halt Pech, wobei sie fast immer zur gleichen Zeit dort hin gegangen sind, so dass man sich danach richten konnte.
Es wurde jeden Tag an den Strand gegangen (Klimatherapie) und es wurde viel gebastelt, dafür wurde bei den Kinder unter 3 Jahren 1 Euro und bei den Kindern ab 3 Jahren 2 Euro Bastelgeld eingesammelt.
Über die Hausaufgabenbetreuung kann ich nichts sagen, diese haben wir nicht genutzt.
Die Babygruppe hat einen kleinen überdachten „Spielplatz“ (Sandkasten) direkt vor der Gruppe, da haben sie die schlafenden Babys im Kinderwagen immer hingestellt.
Die Kleinkindgruppe hatte auch einen extra Spielplatz, aber nicht direkt vor der Gruppe, sondern nur über den Flur erreichbar. Der Spielplatz war sehr spartanisch. Nachdem die Kinder sich an die Gruppe gewöhnt hatten, sind sie daher mit den Kindern auch öfters mal auf den großen Spielplatz gegangen. Die Gruppe hatte 6-Sitzer-Wagen um mit allen Kindern spazieren zu gehen, auch die Kinder die sicher laufen konnten mussten dort sitzen. Wir haben lange bitten müssen, damit sie bei E. eine Ausnahme gemacht haben, sie hat es gehasst darin zu sitzen und wollte viel lieber laufen.


8) Ärzte
„Unsere“ Ärzte waren beide Rentner, die mit Sondergenehmigung weiter Arbeiten dürfen. Beide sind erst ein Tag vor Kurbeginn angereist. Die Frau (Allgemeinmedizin) war nur für diesen Kurgang da und ist am letzten Wochenende wieder abgereist, Als Nachfolger kam dann ein Kinderarzt. Die Ärztin war fachlich o.K., aber hatte echt herbe Sprüche drauf. Zu einer Mutter mit Downkind: “Warum haben sie in ihrem Alter nicht vorher kontrollieren lassen, ob alles in Ordnung ist?“ oder zu uns: „E. ist ja total gestört, da sie so viele beh. Geschwister hat, die braucht dringend Therapie!“
Der Arzt bleibt für ein halbes Jahr dort. Er hat keine Kassenzulassung, darf also nichts verschreiben. Die letzten Jahre hat er als Ernährungsberater gearbeitet und hat Nahrungsergänzungsmittel vertrieben.
Beim Verordnen der Anwendungen gab es einige Probleme, Aber das lag darin, dass die Ärzte beide ja keine Erfahrung hatten, wie viel sie wann verordnen dürfen. Wenn man aber nett und bestimmt noch mal nachgefragt hat, wurde das meiste dann gut geregelt.

Viele Mütter haben über die Ärzte geschimpft. Sie wollten mehr Anwendungen, aber einige davon haben sich nur bei den anderen Mitkurenden beschwert, aber nicht bei den Ärzten, manche hatten einfach zu hohe Erwartungen und manche hatten zwar Recht, bekamen aber nicht mehr, da das Kurhaus nicht mehr leisten konnte. Auch über die Inkompetentheit der Ärzte haben sich viele beschwert. Wir können kaum was über die Ärzte sagen, da wir sie nicht gebraucht haben. Unsere Kinder und auch wir waren die komplette Kur gesund.


9) Anwendungen Kinder
Die Kinder hatten Anwendungen wie Atemtherapie, Vollbad, Inhalationen, Fußgymnastik, Krankengymnastik, Ultraschall, Rückenschule...
Grundsätzlich gab es kaum Verordnungen für Kinder, viele Patientenkinder haben nur Klimatherapie verordnet bekommen, was bedeutet hat, dass sie mit der Gruppe an den Strand sind.
Wenn Inhalationen notwendig waren, konnte man diese zeitlich festgelegt im Med-Bereich machen oder konnte sich einen PariBoy ausleihen und flexibel im Zimmer inhalieren. In den meisten Fällen wurde nur mit Kochsalz inhaliert, selten mit anderen Zusätzen. Wenn man freundlich nachgefragt hat, konnte man auch mit Biomaris (Tiefenmeersalz) inhalieren.
Wenn Kinder Vollbad verschrieben bekommen, muß ein Elternteil daneben sitzen und aufpassen. Ansonsten werden die Kinder von den Therapeuten aus den Gruppen abgeholt und wieder hingebracht.
Fast jedes Kind hat dann noch Frühsport, Sauna,… verordnet bekommen, dass waren dann aber Dinge, die die Eltern mit den Kindern eigenverantwortlich organisieren mussten.

Der Hammer war, dass wir im Vorfeld mehrfach wegen Atemtherapie für N. nachgefragt hatten und uns mehrfach bestätigt wurde, dass er dies dort bekommen kann. Zuhause hatten wir 4-5x die Woche Atemtherapie. Hier war es Anfangs gar nicht mit auf dem Plan, nachdem wir uns dann massiv beschwert hatten, kam die Antwort: Atemtherapie wird nur in der Gruppe für Kinder ab 3 Jahren angeboten. Nach massiven Druck unsererseits bekam N. 2x die Woche 20 Minuten KG, wovon 10 Minuten KG und 10 Minuten Atemtherapie war, die aber leider deutlich schlechter als unsere zuhause war. 


10) Anwendungen Mutter/Vater
Es wurden Entspannungskurse, Rückengymnastik, Walken, Massagen, Moorpackung, Vollbad, psychol. Einzelgespräche, Gruppengespräche, Adipositasgruppe, Krankengymnastik,
und Wassergymnastik angeboten.
Entspannungskurse, Rückengymnastik und Walken hat praktisch jeder bekommen, die Sachen die man nur in Kleingruppen oder Einzel machen kann, wurden sehr sparsam unter das Volk gebracht. Man bekam z.B. max. 3 Massagen mit anschl. Moor.

Das Verordnen der Anwendungen war ziemlich schwierig. Nicht nur bei uns als Großfamilie, sondern wir haben dies auch von vielen anderen gehört. Bei uns wurden ständig Sachen geändert, mal ne Uhrzeit getauscht, dann mal plötzlich eine Anwendung weg, dann man eine Gesprächsgruppe dazu,… Insgesamt hatten wir in den 3 Wochen als Familie über 30 Termin-Listen bekommen. Das war ziemlich nervig, und vor allem auch oft sehr unlogisch. Naja, die Pläne werden von einem PC erstellt, der kann halt nicht logisch denken… So war oft unmittelbar nach NordicWalking Massage, aber wer geht schon ungeduscht nach so einer Schwitzeinheit zur Massage???? Da sowas nicht geändert werden konnte, hat man dann das Walken ausfallen lassen müssen, oder halt die Massage, aber das hat glaub ich nie jemand gemacht ;-).
Die Therapeuten waren durchweg alle sehr nett und bemüht.
Da N. sich nicht in der Kindergruppe betreuen lassen hat, war es bei uns wichtig, dass mein Mann und ich nie zeitgleich Anwendungen hatten, dies konnte, falls es so war, immer recht schnell und problemlos geändert werden.
Ansonsten waren sie aber sehr unflexibel. Aus versicherungstechnichen Gründen (?!) durfte man z.B. keine Anwendungen tauschen, selbst wenn man sich eigenständig einen Tauschpartner gesucht hat. Sogar ich durfte nicht mit meinem Mann tauschen, wenn es uns anders herum besser gepasst hätte.

Über die Gruppengespräche und Einzelgespräche kann ich nichts sagen, hatte ich (auf eigenen Wunsch) nicht. Gehört habe ich Negatives und Positives darüber.

Bei fast allen Kurenden fingen die Behandlungen und Gespräche erst am Montag an (ganz selten auch schon am Freitag) und bei den meisten endeten die dann schon am Donnerstag der letzten ganzen Woche, vereinzelt hatte man auch noch was am Freitag oder super selten auch noch am Montag. Bei einer Frau hörten die Behandlungen sogar schon am Dienstag, also eine ganze Woche vor Abreise auf. Diese hat sich massive beschwert und hat dann noch Sachen nachverordnet bekommen.


11) Freizeit
Ausflüge wurden 3 Stück angeboten (Zoo in Rostock, Vogelpark in Marlow und Warnemünde). Die Fahrt an sich war dann aber nicht unter der Leitung vom Haus, sondern diese haben lediglich ein Busunternehmen beauftragt.
Die Fahrt zum Vogelpark ist mangels Interesse ausgefallen.
Wer es ich halbwegs leisten kann, sollte wirklich mit dem Auto anreisen. Erstens ist man da am Ende des Ortes „verloren“ und zweitens gibt es wirklich sehr schöne Ausflugsziele in der Nähe, die mit dem Bus nur sehr schwierig zu erreichen sind.
Der Zoo in Rostock ist sehr nett, es gibt viele Spielplätze bzw. kleine Spielstationen, und gut einsehbare Gehege.
Super ist der Vogelpark, er ist sehr schön angelegt, es gibt nicht nur Vögel, sondern auch Affen, ein Streichelzoo, Pinguine,… und super tolle Spielplätze, wir waren so begeistert von dem Park, dass wir sogar 2x dort hin sind.
Stralsund mit dem Ozeaneum ist für größere Kinder genial.
Warnemünde ist nett zum Bummeln.
In Ribnitz gibt es ein kleines Thermalbad mit Wellenbecken. Recht einfach und überschaubar, aber den Kindern hat es sehr gut gefallen. Alternativ gibt es in Graal-Müritz auch den Auqadrom, das ist aber eher ein Wellnessbad und mir wurde erzählt, dass man dort mit Kindern nicht sehr gerne gesehen ist.
Karls Erdbeerhof in Rövershagen ist schön. Der Hof kostet keinen Eintritt, aber das Essen ist echt teuer und einzelnen Attraktionen (Traktorfahrt, Karussell,…) kosten dann halt pro Fahrt. Es gibt aber ein Streichelzoo, Spielplätze, einen Indoorspielplatz,… was alles kostenlos ist. Man kann beim Marmelade Kochen zuschauen, beim Bonbon herstellen und ohne Ende Nippes, Ramsch und Kleidung und Andenken kaufen.
In Dierhagen soll es ein Pfannkuchenhaus geben, da waren wir aber nicht.
Auch kann man ein paar Orte weiter Ponyreiten oder einen Eselshof besuchen.
Vom Haus wurden recht wenige Sachen angeboten und leider immer nur sehr kurzfristig (ein Tag vorher, manchmal sogar erst am Vormittag des gleichen Tages.
Angebote waren:
Schwimmen - Je 6 Erwachsene mit einem (mit Ausnahme auch 2) Kind eine halbe Stunde lang. Die evtl Geschwister- Kinder wurden dann in einer Auffanggruppe betreut, da die regulären Kindergruppen zur Schwimmzeit meistens schon zu waren.
Die Diätassistentin hat 2x Haferflockenplätzchen und 2x Pizza backen angeboten, 1x wurden Mixgetränke hergestellt.
Es gab 2 Frauen die ab und an Basteln angeboten haben: Korb flechten, Seidenmalerei, Töpfern, T-Shirts und Stofftaschen bedrucken, Schatzkisten bekleben,…
Von einer nahegelegenen Kerzenscheune kam einmal eine Frau zum Kerzengießen.

Bei allen Angeboten musste man sich in Listen eintragen, die Plätze waren meist sehr schnell voll.


12) Sonstiges
Für Kinderwagen, Bollerwagen, Fahrrad,… gibt es einen Kellerraum. Da wir die beiden letzten Zimmer im Flur hatten, durften wir den Kinderwagen aber im Flur vor unserem Zimmer parken. Dies haben aber auch die 3 Zimmer vor uns so gemacht, keine Ahnung, ob sie dazu auch eine Erlaubnis hatten (2 hatten Down-Kinder und eine kleine Drillinge) oder ob das Haus ihre Regeln (KiWa in den Keller) nicht kontrolliert. Uns war es egal, die Kinderwagen haben nicht gestört, die Gänge waren breit genug!
Es gibt 3 Waschmaschinen (2,10 Euro) und 3 Trockner (1,50 Euro), die haben gut gereicht, man musste selten auf eine freie Maschine warten. Für 50 Cent konnte man Waschtabs kaufen, die waren aber nicht sehr gut, wer Platz im Koffer hat, sollte sich lieber ne kleine Flasche Waschmittelkonzentrat mitbringen. Ist besser und billiger. Die Waschmaschinen waschen gut und schnell (40 Grad -60 Minuten). Jedes Zimmer hat einen Wäscheständer und zusätzlich gibt es im Keller einen Trockenraum für schlechtes Wetter.
Es herrscht auf dem gesamten Gelände Rauchverbot, wer rauchen möchte muß vor das Haus gehen, dort stehen am Gehweg 2 Bänke mit einem Aschenbecher.

Wie schon oben erwähnt war das Meeresbrise-Personal in allen Bereichen sehr nett und bemüht, wobei es immer auch mal Ausnahmen gibt bzw. man natürlich nie mit allen gleich gut zurecht kommt – Menschen sind halt alle verschieden. Die Krönung war aber Frau Neitzel an der Rezeption, ich glaube, sie wurde von allen gemocht, oder zumindest geschätzt. Sie war wirklich IMMER nett, freundlich, gut gelaunt und hilfsbereit!!!!!


13) Behinderte Kinder
Wichtig! Im Vorfeld bekommt man von der Kurklinik Fragebogen zum behinderten Kind geschickt mit der Bitte, diesen zeitnah zurück zu senden. Macht dies bitte umgehend! Der Fragebogen ist nämlich nicht, wie ich annahm dafür da, dass die Mitarbeiter sich gut aufs Kind einstellen können, sondern dazu da, dass die Klinik entscheidet, ob sie das Kind überhaupt aufnehmen werden. Also selbst bei der schriftlichen Zusage der KK und mündl. Zusage der Klinik bekommt man die definitive Zusage erst, wenn das Team anhand des Fragebogens abgewogen hat, ob das Kind für das Haus tragbar ist.

Behinderte Kinder werden altersgerecht und nicht entwicklungsgerecht integriert. Das hat bei den meisten Kindern gut geklappt. Da bei uns eine Down-Syndrom-Schwerpunktkur war, waren schon einige beh. Kinder da (Down-Syndrom, Asperger, geistige Behinderung und halt unsere Kids)

Fast alle Anwendungen für die Kinder wurde in Gruppen angeboten, Kinder die sich in der Gruppe nicht anpassen konnten, überfordert waren bekamen dann halt kaum Anwendungen. Am Ende sah dies dann so aus, dass unsere J. die fast immer gesund ist und kaum Probleme hat, ein volles Programm mit Rückenschule, Atemtherapie, Fußgymnastik, Psychomotorik,… M dagegen die immer erkältet ist und behindert ist, bekam dagegen kaum was verschrieben, weil sie bei den Gruppen nicht mitmachen konnte.

Das Bewegungsbad ist nur über eine Treppe zu erreichen!

Wir durften speziell nur zu der Down-Syndrom-Schwerpunktkur kommen, weil wir so viele Kinder mit Defiziten hatten, bei den Angeboten für die „Downfamilien“ wurden wir aber ausgeschlossen. Nachdem ich mich beschwert hatte, wurden wir halbherzig zu einigen Angeboten eingeladen.
Wirklich viel wird aber eh nicht dafür angeboten, dafür dass sie spezielle dafür einladen. Ich glaube 3 Gruppengespräche, 2 x Schwimmen im Bewegungsbad, und dann hatten die Kinder ein paar mal in Kleingruppen Angebote.

Ein Parkplatz auf dem Kurgelände kostet für die 3 Wochen 30 Euro, wenn man einen Parkausweis (aG im SBA) hat, ist das Parken kostenlos.

Ein Parkplatz auf dem Kurgelände kostet für die 3 Wochen 30 Euro, wenn man einen Parkausweis (aG im SBA) hat, ist das Parken kostenlos.

Das ganze Haus ist über Rampen und Aufzug mit Kinderwagen / Rolli befahrbar, nervig sind die Außentüren, die gegen nur sehr schwer auf und es ist zumindest bei der Tür die zur Schulgruppe/ Psycho.Abteilung / Parkplatz geht sehr eng. Wir haben daher meistens den Haupteingang mit elektr. Tür genutzt, diese war von 6 bis 20 Uhr zu nutzen, danach wurde sie abgestellt.
Der Aufzug wird abends um 20 Uhr abgestellt.

Der Aufgang zum Strand ist Behindertengerecht, das heißt, auf die Dünen rauf war ein betonierter Weg und runter zum Strand war dann eine feste Kunststoffmatte auf der man gut fahren konnte, leider ging die Matte aber nicht bis zum Meer, so dass man dann sehen muß, wie man die 10 (?) Meter vom Mattenende bis zum Wasser überbücken kann.

Ozeaneum, Schwimmbad, Zoo, Vogelpark, Karls Erdbeerhof,… machen alle Vergünstigungen wenn man das „B“ im SBA hat. Wenn man also ohne Auto dort ist und so die Gruppenausflüge mitmachen möchte, wäre es billiger, wenn man bei dem Busunternehmen nachfragt, ob man nur die reine Fahrt zahlen kann und den Eintritt selbst bezahlt. Das ist dann deutlich günstiger als der Gruppeneintrittspreis!


14) Fazit
Die Kur an sich war sehr schön. Für uns am Wichtigsten war, dass N´s Lungenprobleme abnehmen, dass wir mal wieder Zeit füreinander haben, und uns erholen können. All das, ist voll eingetroffen.
Bekämpfung der Rückenprobleme und des Übergewichtes hat nicht wirklich geklappt, war bei uns aber auch nur zweitrangig. Wobei die Frage ist, ob man solche Probleme überhaupt in einer 3-Wochen-Kur beheben kann?!
Dadurch, dass 99% des Personals super nett und bemüht war, wir durchweg super Wetter hatten und wir ein Auto dabei hatten war die Kur echt gut. Super wäre die Kur gewesen, wenn es die Probleme mit der Med-Abteilung nicht gegeben hätte und die Anwendungen etwas mehr gewesen wären. Aber ob es wohl ein perfektes Haus gibt?

Ich würde sagen, dass das Kurhaus mit leicht behinderten Kindern eine gute Wahl ist, wenn man nicht hauptsächlich wegen den Anwendungen eine Kur haben möchte. Mit einem mehrfachschwerstbehinderten Kind ist man dort aber wahrscheinlich nicht gut aufgehoben.

Gruß, Inga
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Beitragvon Sabine » 05.07.2010, 11:52

Hallo Inga,

das ist ja mal ein super tolle Kurbeschreibung! :) Vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast.
Du hast von einem Bett mit hohen Gittern geschrieben? Kannst du sagen, wie hoch die waren? War ansonsten alles ebenerdig und mit Rolli zu erreichen?
Ich finde, es hört sich für Paule und uns gar nicht mal so schlecht an. Vom Essen her könnte er alles essen. Atemtherapie und KG hören sich auch erst mal gut an. Klima wäre für uns auch gut. Wenn Timmi in der Gruppe in paar passende Kinder zum Spielen hätte, könnte ich da auch über unfreundliches Personal hinwegsehen, weil das für Timmi dann wurscht ist.

LG
Sabine
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Beitragvon Inga » 05.07.2010, 12:11

Hallo Sabine!

Schau mal hier: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... highlight=
Ich möchte gerne Fotos von der Kur einstellen, geht das evtl. so, wie meine Idee ist? Da wäre dann nämlich auch das Bett zu sehen.
Das Bett hat leider keine hohen Gitter, sondern nur so ca. 30 cm hoch, ich denke aber, daß man das Etagenbett, welches es gibt mit etwas Kreativität Rausklettersicher zubauen könnte.

Es ist alles mit dem Rolli erreichbar, nur ins Bewegungsbecken muß man 8-10 Stufen hoch und runter tragen.
Das Personal war durchweg super nett und bemüht, nur halt in der Babygruppe nicht, aber das würde ja dann eh kein Kind von dir sein.

Atemtherapie ist wie gesagt nur als Gruppentherapie für kognitiv fitte Kinder. Für beh. Kinder gibt es nicht wirklich viele Therapieangebote, aber sie haben sich wirklich bemüht unsere Wünsche zu erfüllen. Den Kindern und uns hat es dort super gefallen, wir konnten uns gut erholen und Nico ist Lungenmäßig so gesund wie noch nie in seinem Leben! Die Kombi Moor / Ostsee ist wohl wirklich gut. :D

Wenn du noch mehr Fragen hast, ich antworte gerne, wenn ich kann. Weiß nämlich wie lange ich gesucht habe, bis ich das passende Haus für uns hatte und war dankbar, wenn ich dann Infos von Leuten bekommen habe, die schon mal da waren. Die HP´s der Kurhäuser hören sich ja alle super an...

Gruß, Inga
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Beitragvon Nicole Kern » 05.07.2010, 20:59

Inga

Vielen vielen Dank für die Ausführliche Kurbeschreibung. Super klasse geschieben.

Danke

Grüße nicole
Maximilian 9.2003 Myopie, Pendelnystagmus und Strabismus bds. Muskuläre Hypotonie, Störng der Grobmotorik und der Koordination, Expressive Sprachstörung, Schwere globale Entwicklungsstörung im sinne einer mittelgradigen geistigen Behinderung

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Beitragvon Inga » 06.07.2010, 08:41

Hallo!

Wer mir seine Mail-Adresse per PN schickt, kann auch Bilder vom Haus, den Zimmer und dem Strand geschickt bekommen.

Man kann wegen den Zimmen vorher Wünsche äußern. Meiner Meinung nach sind die Zimmer 5 (normales zimmer) & 6 (behindertengerecht) die besten.
Man hat kurze Wege, ist nicht vom Aufzug abhängig, der abends ab 20 Uhr abgestellt wird, es ist ruhig, da nur 10 Zimmer im Flur sind und es kein Spielzimmer gibt. Es ist kein Durchgangsverkehr, da es die letzten Zimmer im Gang sind. Es gibt keine Zimmer obendrüber, so daß es auch von oben ruhig ist. Man hat ein Fenster im Bad, so brummt keine Lüftung und man braucht nicht immer Licht.
Ansonsten sind die Zimmer im 3. Stock auch schön ruhig gelegen und man hat eien schöne große Teeküche, wo man gemütlich sitzen kann. Im EG ist zwar in der Teeküche auch eine Sitzecke, aber da ist es ziemlich eng. Ich glaube, da hat in unserer Kur nicht wirklich jemand gesessen.

Wir haben meistens im Foyer gesessen oder sind in den 1. Stock im Spielzimmer / der Teeküche gewesen. Wobei auch das selten wa, wir hatten ja durchweg schönes Wetter und waren immer draußen.

Gruß, Inga
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Beitragvon O.Heidi » 12.08.2010, 20:51

Hallo Inga,
du hast die Meeresbrise gut beschrieben.
Ich war mit Niklas 2007 dort....und gar nicht zufrieden.Niklas war das einzigste Kind mit einer Behinderung.Die Betreuung in der Gruppe war super,doch beim Schwimmen fing es schon an.Er durfte nicht mitmachen,da ich einkaufen war und NIEMAND dort ihn umziehen konnte oder abtrocknen und wieder anziehen.Der Termin fürs schwimmen war mir nicht bekannt.Leider waren die gesunden Kinder nicht bereit mit Niklas zu spielen,wegen seiner schwachen Muskulatur geht und läuft er sehr langsam und schlaksig.In den drei Wochen hatte ich sage und schreibe drei Massagen..das wars.Keine Anwendungen oder Gespräche,das Schwimmbad durfte von uns nicht genutzt werden.Schwestern und Putzfrauen waren sehr nett,das Personal im Speisesaal weniger.Ich wohnte mit Niklas im Erdgeschoss ,im Behindertengerechten Zimmer,sehr schön.Gott sei dank habe ich sehr nette Mtter kennengelernt sonst wäre es sehr trübe gewesen.April,sehr kalt und regnerisch und im Haus kaum Angebote.Therapeuten und Ärzte krank und kein Ersatz.
Landschaftlich ist Graal-Müritz wunderschön.Um etwas zu erleben muss man mit Bus und Bahn fahren und schon eine gut gefüllte Geldbörse haben.
Im nächsten Jahr möchte ich wieder eine Oma-Kind Kur machen,suche aber noch ein Kurhaus in dem nur Kinder mit Behinderungen aufgenommen werden.
Kennt jemand ein gutes???
Liebe Grüße
Heidi :icon_thumleft: :icon_thumleft:
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Beitragvon Inga » 13.08.2010, 09:20

Hallo Heidi!

Schade, daß die Kur bei dir nicht so schön und erfolgreich war wie bei uns. Massagen gibt es immer nur 3, aber bei uns gab es ja noch einige andere Anwendungen und Gespräche.
Auch waren unsere Kinder relativ gut in den Gruppen integriert, wobei Danielo und Michelle eh kaum wert darauf legen mit anderen zu spielen. Denke es kommt auch immer darauf an, was für ein Behinderung man hat und welche Kinder gerade da sind. Da wir ja zur Down-Syndrom-Schwerpunkkur da waren, waren unsere Kinder ja nicht die einizigsten Behinderten. Das find ich schon sehr angenehm.

Ein gutes Haus (weiß ich aber nur von Erzählungen) ist in St. Ingbert das Haus Elstersteinpark.

Gruß, Inga
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Beitragvon Inga » 24.12.2014, 10:11

Hier mal ein kleines Update zu dem Kurhaus:

Mittlerweile waren wir schon zum 3. Mal in der Meeresbrise. Es hat sich nur wenig geändert:
- Der Fitness-Raum ist mittlerweile im Keller.
- Es gibt kein Reduktionskost-Buffett mehr.
- für jedes Kin (egal ob Patient oder Begleitkind) gibt es 2 Elternteil-Kind-Interaktionen.
- die Zimmer wurden vor 2 Jahren renoviert, davon sieht man aber schon nicht mehr viel
- es gibt jetzt ein paar 3- Raum-Appartements
- im Turnraum darf man jetzt auch ein paar Materialien nutzen (Bälle, Matten, Hocker,...)
- die 2-3 größeren Gruppen (je nachdem welches Alter darin ist) gehen Kegeln und schwimmen
- wir durften auch außerhalb der Down-Syndrom-Schwerpunktkur kommen
- es ist jetzt eine Orthopädin als Ärztin dort und ein Rentner
- der Haupteingang ist jetzt nur noch offen, wenn die Rezeption besetzt ist (Mo -Fr von 8-16 Uhr), das ist total blöd, da man dann ständig ums ganze Haus rum laufen muß um raus und rein zu kommen, zudem sind die beiden Nebeneingänge mit Rolli / KiWa nervig da sie nicht automatisch auf gehen

Nach wie vor gibt es Positives wie auch Negatives über das Haus zu sagen! Für uns überwiegt (zumindest in der warmen Jahreszeit) deutlich das Positive, wir werden bestimmt versuchen noch ein weiteres Mal dort eine Kurz zu machen!

Gruß, Inga
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Beitragvon Inga » 24.12.2014, 10:12

Und hier noch paar Umgebungs-Tipps:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... alm%FCritz
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Beitragvon Laura21 » 14.06.2015, 21:04

Ich war Anfang 2014 zur Vater-Kind Kur mit dem Schwerpunkt Down-Syndrom dort.

Ich hab mal einen kleinen Bericht zusammen gestellt, mit Bildern und Videos :)

http://www.laura21.de/news/2014/vater-k ... tsee-2014/
Leben mit Down-Syndrom und Bonebridge http://www.Laura21.de/bonebridge-knochenleitungsimplantat/
Bonebridge: Das erste HÖREN mit Down-Syndrom https://youtu.be/5YXz7bga42s


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