Petition zum Homeschooling

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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MarleneF
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Beitrag von MarleneF »

Sabine.K. hat geschrieben:
dagmar neo frea hat geschrieben: warum bist du denn dagegen,das eltern wählen können?
Hallo Dagmar,

ich bin jetzt nicht grundsätzlich dagegen, sehe aber schon die Gefahr, dass es nicht immer zum besten der Kinder ist, wenn sich Eltern dafür entscheiden. Es sollte schon geschaut werden, ob es auch im Interesse der Kinder ist, wenn man ihnen die Kontakte und Erfahrungen vorenthält, die sie durch die Schule hätten.
Hallo Sabine,

ich hätte liebend gerne die Kontakte der ersten beiden Grundschuljahre meiner Tochter erspart.
Auf die Erfahrung Mobbing und einer verständnislosen Lehrerin konnten wir sehr gut verzichten.
Tochter (12/98): ASS (da lt Erstdiagnose Asperger vorliegen soll und es nach einer zweiten Diagnose HFA sein soll)

Ich (7/62): ASS (Diagnose am 03.03.14)

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MarleneF
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Beitrag von MarleneF »

ulrikez hat geschrieben:Hallo, ich finde die Vorstellung schaurig das die Eltern die Kinder unterrichten.
Ich Denke das ist ein Weg für bestimmte Gruppen die Ihre Meinung den Kinder aufzwingen wollen.
Mir fallen dabei die "Christen" ein die politisches Asyl in der USA bekmommen haben.

Ich glaube, dass dadurch noch mehr Gruppen ,garnicht mehr mit "normalen"deutschen in Kontakt kommen.
Hallo Ulrike,

frag mal bei EMGS nach, ob die auch aus religiösen Gründen Homeschooling befürworten.
Ich habe im übrigen mit Religion nichts am Hut. Bin sogar vor über 20 Jahren aus der Kirche raus.
Und die Eltern, die ich kenne - die wegen Homeschooling ausgewandert sind - sind ganz normale Menschen ohne verquere Ansichten.

Was sind eigentlich "normale" Deutsche?
Die, die sagen "das macht man nicht"?
Die, die sagen "das machen wir schon seit Jahrzehnten so"? Oder die, die sagen "wo kämen wir denn da hin"?
Tochter (12/98): ASS (da lt Erstdiagnose Asperger vorliegen soll und es nach einer zweiten Diagnose HFA sein soll)

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Lisa Maier
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Beitrag von Lisa Maier »

Hallo Marlene,
Ich finde eine Zwangsgemeinschaft, wie sie in den Schulen stattfindet weniger ideal, als die Möglichkeit sich mit den Menschen zusammen zu tun, die zu einem passen.

Wir leben nicht auf einer einsamen Insel! Folglich muß auch das Zusammensein mit von einem selbst verschiedenen Menschen gelernt werden. Zumal bei Homeschooling ja auch nicht die Kinder entscheiden, wer zu ihnen paßt, sondern ihre Eltern (ich weiß, Eltern wissen am besten, was ihre Kinder brauchen). Ich habe in meiner Schulzeit mich zeitweise auch mit Mitschülern auseinandersetzen müssen, die keineswegs zu mir paßten (zwei verwöhnungsverwahrloste Rabauken aus 'gutem' Hause) und ich hätte damals auch getrost auf diese Erfahrung verzichten können. Aber ich habe dabei auch gelernt mit Abartigkeiten anderer einigermaßen professionell umzugehen. Und das ist für mich heute im Umgang mit Kollegen und Kunden nur von Vorteil.
Was die Besuche von Sportvereinen als Kontaktmöglichkeit betrifft, so dürfte diese in den nächsten Jahren nicht mehr existieren, da diesen von G8 und den leider immer mehr zunehmenden Ganztagschulen der Nachwuchs abgedreht wird.

Viele Grüße

Lisa

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MarleneF
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Beitrag von MarleneF »

Anan hat geschrieben:Hallo Dagmar,

ich meinte die, ich glaube nicht von dir angesprochenen, äußeren Umstände, die es manchmal in manchen Ländern (wie etwa in Australien oder vielleicht auch in Kanada) nicht erlauben, eine Schule zu besuchen. Das wäre sowas wie erzwungener Hausunterricht. Den ich erst recht nicht haben will - wer weiß, ob sonst den zwei Kindern auf Gröde noch ein eigenes Schulhaus samt Lehrer und schnellem Internetanschluss finanziert würde ...

Und dann noch was hierzu:
Dagmar hat geschrieben:was mir auffällt,ist in der tat ,das das ganze wieder in so einem ideologischen sumpf diskutiert wird,das finde ich wenig erfolgbringend
Ich sehe gar nicht, wie man eine solche Frage, ob man Homeschooling erlauben soll oder nicht, überhaupt anders als ideologisch entscheiden können soll. Das ist doch nur eine Frage des Wertens, oder? Und ich werte da genauso wie du - bloß in eine andere Richtung. Ich finde eben nicht, dass Wahlfreiheit der Eltern über alles, möglicherweise auch über das Kindeswohl hinweg, so hoch gewertet werden sollte, dass sie ihren Kindern verwehren könnten, am Schul- und Gemeinschaftsleben teilzuhaben. Und das vollkommen unabhängig von dem Kompetenzen der Eltern, ihren Kindern eine gute Bildung zu vermitteln (oder eben nicht).

Also, in Kurzfassung:
  • Erstens haben Kinder ein Recht auf einen Schulbesuch, der über dem Recht der Eltern stehen sollte, selbst zu entscheiden, ob ihr Kind eine Schule besucht oder nicht,
  • zweitens kenne ich in Deutschland keine Gegend, in der zu leben einen Schulbesuch ausschließen könnte. Infrastrukturelle Gründe für Homeschooling gibt es also nicht, und schließlich
  • sehe ich drittens die Gefahr, dass Kinder über eine allgemeine Bildungspflicht statt einer Schulbesuchspflicht leichter vom Schulbesuch ausgeschlossen werden könnten.
Einen Gruß,
Anan.
Hallo Anan,

hätten die Kinder ein _Recht_ auf den Schulbesuch, könnten aber müssten sie ihn nicht täglich wahrnehmen.
In Deutschland gibt es kein Schulbesuchsrecht, sondern eine Schulpflicht, die genaugenommen ein Schul_zwang_ ist. 1938 wurde die Schulpflicht in einen Schulzwang umgewandelt.
Die Infrastruktur ist genauso wenig wie religiöse Gründe, die alleinige Option für Homeschooling.

Das Problem, dass trotz Schulpflicht viele Schüler im Endeffekt nichts lernen bzw. das Gelernte nach dem Schulende vergessen haben, sollte einem sehr zu denken geben.
Bestes Negativbeispiel: mind. 4 Mio. sog. Funktionaler Analphabeten.
Tochter (12/98): ASS (da lt Erstdiagnose Asperger vorliegen soll und es nach einer zweiten Diagnose HFA sein soll)

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anitaworks
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Beitrag von anitaworks »

Hallo Zusammen,

@ Dagmar

danke für die Mühe, ich hab mir den Bericht runtergeladen und werde ihn auch in gänze Lesen, aber Deine Zusammenfassung ist toll.

Was ich aber meinte war, gibt es von unserer Regierung auch neue Stellungnahmen. Es würde aber zu unserem System passen, wenn nach 2006 keiner mehr was dazu zu sagen hatte, weil wir "reformieren" uns ja zu Tode. Damit ist ja alles gut.

@ Marlene

Das Mobbing, was mein Ältester seit dem Kindergarten erfahren durfte, hätte ich ihm auch liebend gern erspart!!!

Ich werde unseren Kleinsten auch so "spät" als möglich in dem Kiga geben, da es der gleiche ist wie vor 8 Jahren.

G8 und Ganztagsschule sind so ziemlich das blödeste, was den Politikern einfallen konnte. Selbst wenn meine großen um 4 zu Hause sind am Langtag, können sie danach nicht mehr groß was unternehmen. Denn, da ist ja noch Essen, lange Fahrtwege, kollidierende Termine von Freunden, die nur an anderen Tagen Zeit haben, usw. Und 4 Uhr ist für einen Langtag noch die früheste Möglichkeit zu Hause zu sein. Wenn dann am nächsten Tag noch 'ne Klassenarbeit ansteht, geht gar nichts mehr.

Generell fände ich es gut, wenn wir ohne Homeschooling auskämen. Und natürlich ist es super, wenn man in der Gruppe lernt.

Aber wenn ich mir die Reformen der letzten Jahre ansehe, wird mir jeden Tag übler. Meine Kleine im 2. muss regelmäßig ins Internet, sich Unterlagen besorgen. Die Kinder meiner Freundin (4. und 6. Klasse) müssen sich auch Unterlagen für den Regelunterricht aus dem Netz ziehen. Die Lehrer bewerten dann eher das Arbeitsverhalten der Eltern.

Wenn überall immer vom "Recht auf Bildung" gesprochen wird, wird doch eigentlich vom "Wegsortieren" der Kinder von unseren Straßen gesprochen. Wenn man dann an "mobbende Lehrer und Kinder" gerät, keiner das unterbindet, nirgends Hilfe zu erwarten ist, Kinder ewig in der Warteschleife hängen weil sie auf einen Therapieplatz warten und in der Zeit nicht die Schule besuchen können, dann platzt einem irgendwann die Hutschnur.

Ziemlich am Anfang habe ich geschrieben, dass ich mir motivierte und qualifizierte Lehrer wünsche und auch kleine Klassen mit maximal 20 Kindern. Und da bleibe ich auch bei. Es muss doch möglich sein, Kindern ein vernünftiges Umfeld zu bieten. Lehrer so zu bilden, dass sie auch mit den Eventualitäten des Lebens (sprich mit unseren Kindern) umgehen lernen. Lehrer waren und sind doch mehr als reine Wissensvermittler. Sie sind auch mit dafür verantwortlich, wie sich Kinder seelisch und sozial entwickeln.

Liebe Grüße
Anita
*1996 Sohn F84.5G (2010) HB
*1998 Tochter F84.5G (2013), Knick-Senk-Füße
*2002 Tochter F84.1G(2014), F90G (2011), HB, Hornhautverkrümmung
*2007 Sohn F84.5G, F90G, F83, HB (2012)
Hinzufallen ist keine Schande, liegen bleiben aber schon!!
#NoABA #FragtWarum

Anan
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Beitrag von Anan »

Hallo Marlene,
Marlene hat geschrieben:In Deutschland gibt es kein Schulbesuchsrecht, sondern eine Schulpflicht, die genaugenommen ein Schul_zwang_ ist.
Ja, genau so ist es. Ich finde durchaus, dass dieser Zwang, die Schule zu besuchen mit dem Recht auf einen Schulbesuch zu begründen wäre. Was das juristisch heißt, weiß ich nicht - ist mir auch egal. Meine Argumentation geht ja auch nicht in eine juristische, sondern in eine moralisch-normative Richtung: Eben weil Kinder für mich unbedingt - und auch gegen den Willen ihrer Eltern - eine Schule besuchen können sollen, nehme ich in Kauf, ein Recht in eine Pflicht umzuwandeln. Kinder können sich gegenüber ihren Eltern schlecht (oder gar nicht) durchsetzen.

Ich bin mit dem Endprodukt, dem Schulzwang, daher zufrieden (egal durch was er begründet ist) - eben weil ich der Meinung bin, dass Kinder ein Recht auf Teilhabe am Unterricht und dem Miteinander (auch: Gegeneinander :roll: ) des Schulalltags haben sollten.

Gruß,
Anan.

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dagmar neo frea
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Beitrag von dagmar neo frea »

anan hat geschrieben:

(Ja, genau so ist es. Ich finde durchaus, dass dieser Zwang, die Schule zu besuchen mit dem Recht auf einen Schulbesuch zu begründen wäre. Was das juristisch heißt, weiß ich nicht - ist mir auch egal. Meine Argumentation geht ja auch nicht in eine juristische, sondern in eine moralisch-normative Richtung: Eben weil Kinder für mich unbedingt - und auch gegen den Willen ihrer Eltern - eine Schule besuchen können sollen, nehme ich in Kauf, ein Recht in eine Pflicht umzuwandeln. Kinder können sich gegenüber ihren Eltern schlecht (oder gar nicht) durchsetzen.)

@anan

das ist recht anarchistisch gedacht,,subjektive moralisch normative einstellungen über rechtliche belange zu stellen,insbesondere ,wenn es um menschenrechte geht.

wie kommst du auf den trichter ,das kinder sich gegen eltern nicht durchsetzen können?

soweit ich weiß ,werden die kinder beim hausunterricht nicht weggesperrt wie kaspar hauser.

das recht auf bildung soll in erster linie teilhabe sichern ducrh bildung,und zwar für das ganze leben

wenn die bildung schlecht läuft,ist das ein risiko für die insgesamte lebensteilhabe,und grade da ,sollte der sich bildende die wahl haben,wie und wo er sich die bildung aneignet.

deutschland sichert momenntan diesen anspruch des bildungswesens nicht in seinen schulen durch die immer stärker werdende selektion.

das was die kultusministerkonferenz als begründung gegen den hausunterricht angibt,also das mögliche entstehen von parallelgesellschaften ist der alltag im deutschen schulsystem,es entstehen migrantenparallelgesellschaften durch selektion,es entstehen behindertenparallelgesellschaften durch selektion,es entstehen harz 4 gettos durch selektion .

du schreibst die kinder sollen einen anspruch haben gegeneinander teilzuhaben,das ist schon richtig,das das so ist,ellenbogengesellschaft sozusagen,wo endet bei dir das zu tolerierende maß an gegeneinander?

l.g.
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=dVrX7Gqjzs0

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Sabine
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Beitrag von Sabine »

anitaworks hat geschrieben: Ich werde unseren Kleinsten auch so "spät" als möglich in dem Kiga geben, da es der gleiche ist wie vor 8 Jahren.
Hallo Anita,

da sind heute sicher andere Kinder drin als vor acht Jahren. :wink:
Vermutlich haben auch einige Erzieher gewechselt.
Ein Kindergarten ist ja kein statisches Gebilde, sondern eine bewegliche Bildungseinrichtung.

LG
Sabine
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Anan
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Beitrag von Anan »

Hallo Dagmar,
Dagmar hat geschrieben:das ist recht anarchistisch gedacht,,subjektive moralisch normative einstellungen über rechtliche belange zu stellen,insbesondere ,wenn es um menschenrechte geht.
1. - Nö: Ich halte unser Recht im Falle der Schulpflicht für richtig. Ich stelle in diesem Fall nicht meine eigenen Werte über geltendes Recht (wobei ich das, so ganz prinzipiell, auch überhaupt nicht für problematisch halte - immerhin ist es ja legitim, Dinge anders besser zu finden und außerdem scheint mir Recht nicht so eindeutig zu sein, dass es das Leben komplett regelt - dann bräuchten wir ja keine Spezialisten mehr, die es zu unseren Gunsten deuten können). 2. gehe ich im Gegensatz von dir davon aus, dass unsere Schulen durchaus ihrem Bildungsauftrag entgegenkommen - über Reformen, Verbesserungen, Veränderungen können wir gerne sprechen!
Dagmar hat geschrieben:wie kommst du auf den trichter ,das kinder sich gegen eltern nicht durchsetzen können?
Wie setzt sich denn ein achtjähriges Kind, das von seinen Eltern sein Leben lang gesagt bekommt, dass die Schule schlecht sei, gegen seine Eltern durch? Es weiß möglicherweise gar nicht, dass es eigentlich lieber eine Schule besuchen will...
Dagmar hat geschrieben:soweit ich weiß ,werden die kinder beim hausunterricht nicht weggesperrt wie kaspar hauser.
Möglicherweise nicht alle, möglicherweise würden Heimunterrichter ja ordentlich kontrolliert - aber wie willst du verhindern, dass Eltern ihren Kinder eben nicht alle Möglichkeiten geben, die sie in einer Schule hätten - und das abseits des Unterrichts: Sozialkontakte, Konfliktfähigkeit, Miteinander und Gegeneinander üben, Interessen durchsetzen, Toleranz üben, fremde Vorstellungen und Lebensweisen kennen lernen, mal ungerecht behandelt werden und dann Gerechtigkeit durchsetzen, von fremden Menschen gelobt werden, usw.?
Dagmar hat geschrieben:du schreibst die kinder sollen einen anspruch haben gegeneinander teilzuhaben,das ist schon richtig,das das so ist,ellenbogengesellschaft sozusagen,wo endet bei dir das zu tolerierende maß an gegeneinander?
Ich halte Konfliktfähigkeit und, wie Lisa auch schon beschrieb, die Fähigkeiten mit den Kotzbrocken unseres Lebens zurechtzukommen, für wichtige Errungenschaften. Das soll natürlich keine Rechtfertigung für wirklich ungerechtes Verhalten, für Mobbing, für ständigen Streit, für unsoziale Klassengemeinschaften sein.

Ich schrieb das schon irgendwo in einem anderen Beitrag in diesem Thread: Ich halte Rückzug nicht für die richtige Strategie im Kampf gegen schlechte Dinge an unserem Schulsystem. Ich bin sofort dafür dafür, dass die Schule besser, gerechter, inklusiver, individueller, ... werden muss. Keine Frage. Das Argument, dass unsere Schulen schlecht seien (sind?), lasse ich aber nicht als Argument für Homeschooling zu.

Gruß,
Anan.

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dagmar neo frea
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Beitrag von dagmar neo frea »

http://de.wikipedia.org/wiki/Schulpflicht

trotzdem mal das rechtliche,denn ich bin ganz froh,das es sowas wie gesetze gibt :wink:


In Deutschland ist die Schulpflicht nicht im Grundgesetz (GG) oder einem anderen Bundesgesetz geregelt, sondern – aufgrund der Kulturhoheit der Länder – in den einzelnen Landesverfassungen. Die Länder sind hierzu durch das Grundgesetz ermächtigt. So steht in Art. 7 Abs. 1 GG: „Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates“, woraus sich nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auch das Recht der Länder ergibt, durch Landesgesetze die Schulpflicht zu bestimmen


die restrektive schulpflicht,wie sie in deutschland durchgeührt wird,ist nicht im grundgesetzt verankert.

lediglich die länderhoheit leitet sich ab,was insbesondere zu schwerwiegenden unterschieden in den standarts führt

es ist also ein unsinniges unterfangen,den ländern in der hinsicht die freiräume zu gewähren ohne einheitliche standarts

das hat jetzt nix mit homeschooling zu tun,nur mit deutschland quatsch :wink:

hier mal eine meinung zur schulpflicht,die in etwa deiner überzeugung gleichkommt,anan:

Befürworter [Bearbeiten]
Der damalige CSU-Vorsitzende Erwin Huber begründete die Schulpflicht im September 2008 mit den Worten : „Die allgemeine Schulpflicht gilt als eine unverzichtbare Bedingung für die Gewährleistung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung und zugleich als unerlässliche Voraussetzung für die Sicherung der wirtschaftlichen und sozialen Wohlfahrt der Gesellschaft. Sinn und Zweck der Schulpflicht ist nicht nur die Vermittlung von Lehrplaninhalten, sondern insbesondere auch die Schulung der Sozialkompetenz der Kinder. Die Sozialkompetenz wird durch das Lernen in der Klassengemeinschaft und durch gemeinsame Schulveranstaltungen in besonderem Maße gefördert. Neben der Förderung der Sozialkompetenz hat die Schule auch die Funktion, während der Unterrichtszeit auf das Kindeswohl zu achten. Würde man Ausnahmen von der Schulpflicht zulassen, müsste diese Aufgabe von den Jugendämtern übernommen werden. Die Bayerische Verfassung will mit der allgemeinen Schulpflicht alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen und umfassend in die Gesellschaft eingliedern. Dies ist eine der großen emanzipatorischen und demokratischen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts


meines erachtens wird das schulsystem diesem anspruch nicht gerecht,macht das gegenteil und darum kann ich nicht erkennen,warum mich jetzt die argumente überzeugen sollten

mich überzeugt jedoch:

Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung Vernor Muñoz äußerte sich in seinem in Berlin veröffentlichten Bericht vom 21. Februar 2006 besorgt darüber, dass die restriktive deutsche Schulpflicht die Inanspruchnahme des Rechtes auf Bildung mittels alternativer Lernformen wie Hausunterricht kriminalisiert.[23][24] Hochschulpräsident Dieter Lenzen kritisiert, Deutschland halte als nahezu einziges Land der westlichen Welt an einer rigiden Schulanwesenheitspflicht fest, anstatt die Schulpflicht zu einer Bildungspflicht mit umfassender Orts- und Methodenfreiheit weiterzuentwickeln

und


Aus konsequent freiheitlicher, libertärer Sicht wird die Schulpflicht als unzulässiger Eingriff in persönliche Freiheit und Indoktrination abgelehnt.


und das vorwiegend aus meiner sicht als sozialpädagogische fachfraft,ich bin der festen ünerzeugung,das die restrektiven verordnungen der innovation ,die deutschland in allen bereichen dringend braucht,den hahn zu dreht.

l.g.
Dagmar *1962,Robert *1965,Frea Jakobine *1985, T21,operierter AV- Kanal,Neo Leander*2004, HFA

http://www.institut-fuer-menschenrechte ... rpd_de.pdf
https://www.youtube.com/watch?v=dVrX7Gqjzs0

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